WEITERE VERLÄNGERUNG DER AMTSZEIT DES MALISCHEN PARLAMENTS NICHT KONSENSFÄHIG – Prolongation du mandat des députés au Mali rencontre la résistance des forces vives

« La configuration politique de l’Assemblée nationale de 2013 n’est plus du tout représentatif des forces politiques en présence au Mali. » dixit Aliou Boubacar Diallo, président de l’Alliance démocratique pour la paix (ADP-Maliba)

Après le dernier report des législatives, QUE FAIRE avec le mandat des députés qui se termine le 30 juin?

„Die politische Zusammensetzung der Nationalversammlung aus dem Jahr 2013 ist keineswegs mehr repräsentativ für die aktuell in Mali vertretenen politischen Kräfte.“ sagte Aliou Boubacar Diallo, Vorsitzender der Demokratischen Allianz für den Frieden (ADP-Maliba).

Was soll denn jetzt mit der am 30. Juni endenden Amtszeit der Abgeordneten passieren, nachdem die Wahlen zur Nationalversammlung wieder verschoben wurden?

 

2. Verlängerung des Mandats der Abgeordneten in Mali: geteilte Meinungen in der politischen Klasse
RFI – 09-06-2019 um 05:03 Uhr
In Mali hat die Regierung gerade zum zweiten Mal einen Gesetzentwurf angenommen, der das Mandat der Abgeordneten verlängert. Diesmal beträgt die Verlängerung ein Jahr.
3. Verlängerung der Amtszeit der Parlamentsabgeordneten bis zum 2. Mai 2020: FARE bewertet diese Maßnahme als einseitig und rechtswidrig außerhalb jeglichen einvernehmlichen Prozesses zur Beendigung der Krise….
bamada.net – 15/06/2019
In einer Erklärung, die wir in Kopie erhalten konnten, haben die Alternativen Kräfte für Erneuerung und Aufschwung (FARE) sich über die Annahme des Entwurfs eines Organgesetzes durch den Ministerrat geäußert, mit dem das Mandat der Abgeordneten bis zum 2. Mai verlängert werden soll.
4. Verlängerung des Mandats der Abgeordneten: Ein offensichtlicher Verstoß gegen die Verfassung
L’Indépendant – 13. Juni 2019
Der von der Regierung am Freitag, dem 7. Juni, angenommene Gesetzentwurf über ein Organgesetz (Staatsorgane) für eine zweite Verlängerung des Mandats von Abgeordneten ist verfassungswidrig.
1. Neue Verlängerung des Abgeordnetenmandats: Aliou Diallo’s Niet
maliweb – 22. Mai 2019

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE DEEPL-ÜBERSETZUNG VON #2, ANSONSTEN google-links) WEITER UNTER DEM JEWEILIGEN FRZ. ORIGINAL

2. Prolongation du mandat des députés au Mali: avis partagés dans la classe politique
RFI – 09-06-2019 à 05:03
Au Mali, pour la seconde fois, le gouvernement vient d’adopter un projet de loi prolongeant le mandat des députés. Cette fois-ci, la prorogation est d’un an. Dans les conditions actuelles de sécurité, plutôt difficile d’organiser le scrutin.

Foto (c) HABIBOU KOUYATE/AFP: L’Assemblée nationale du Mali à Bamako (illustration) – Die Nationalversammlung in Bamako

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LE MONDE EST CHAUD: NEUES ALBUM VON TIKEN JAH, HYMNE AUF DAS AFRIKA DES 21.JH. – Le nouvel album de Tiken Jah traduit son engagement pour l’environnement, et c’est un hymne à l’Afrique du 21ème siècle

1. Diese Reggae-Stars spielen in Berlin
Potsdam (Märkische Allgemeine) – 16.05.2019
Tiken Jah Fakoly nimmt kein Blatt vor den Mund. Nach wie vor prangert der Reggae-Star unhaltbare Missstände in Afrika an, deren Urheber nicht nur in der lokalen Politik zu finden sind.
2. Tiken Jah Fakoly
RECORD RELEASE SHOW
17 Mai 2019

Festsaal Kreuzberg – Mai 2019
Nach 8 Jahren kommt Tiken Jah Fakoly mit 11-köpfiger Band wieder zurück nach Berlin.
DEUTSCHE ARTIKEL (DIESMAL NICHT IDENTISCH MIT DEN FRANZÖSISCHEN) WEITER UNTER DEM VIDEO

=> MORE Tiken Jah Fakoly in MALI-INFORMATIONEN

1a. Tiken Jah Fakoly s’engage en faveur de la préservation de l’environnement
Deutsche Welle – 23.05.2019
Von Bob Barry
À l’occasion de la présentation de son nouvel album, „Le monde est chaud“, en Allemagne, le reggaeman ivoirien, Tiken Jah Fakoly, s’est confié à la DW. VOIR la vidéo

Foto (c) maz.de/promoP: Reggae-Star mit Haltung: Tiken Jah Fakoly. – Une star qui défend son état d’âme

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NACH DER HITZEWELLE HOCHWASSERKATASTROPHE IN BAMAKO – Des pluies diluviennes annoncent l’hivernage

Fotos (c) Mali-Météo

1. Überschwemmungen in Bamako: 15 Tote und erhebliche Sachschäden
studio tamani – 16.05.2019 15:54
In der vergangenen Nacht fielen heftige Regengüsse auf Bamako und die umliegenden Gebiete.
2. Überschwemmungen in Bamako: Etwa fünfzehn Tote, einige Vermisste und erhebliche Schäden
L’Indicateur du Renouveau – 17.05.2019
..Nach sindflutartigem Regen am gestrigen Donnerstag sind schwere Sachschäden und Todesfälle zu beklagen.
DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE DEEPL-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM LETZTEN FOTO

1. Inondation à Bamako : 15 morts et d’importants dégâts matériels
studio tamani – 16 mai 2019 15:54
De fortes pluies se sont abattues sur Bamako et environnants cette nuit.(…)

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KANN DIE NEUE REGIERUNG DIE HOHEN ERWARTUNGEN DER MALIER*INNEN ERFÜLLEN? – Voilà le nouveau gouvernement sorti d’un carrousel ministériel

Le gouvernement du Mali formé le 5 mai 2019 par le Premier ministre Boubou Cissé marque un profond remaniement de l’équipe gouvernementale : 12 ministres quittent leurs fonctions (dont plusieurs poids lourds), 7 changent d’attributions. La nouvelle équipe compte 9 femmes seulement parmi 38 membres (voir #3).

Die am 5. Mai 2019 von Premierminister Boubou Cissé gebildete Regierung von Mali markiert eine tiefgreifende Umgestaltung des Regierungsteams: 12 Minister verlassen ihre Funktionen (darunter mehrere Schwergewichte), 7 ändern ihr Portefeuille. Das neue Kabinett zählt nur noch 9 Frauen bei 38 Mitgliedern (s.#3).

Foto (c) maliweb: Photo de famille des membres du gouvernement, le 6 mai 2019 – Die Regierung Boubou Cissé


1. Neue Regierung: Wird es Dr. Boubou Cissé gelingen, die Herausforderung zu meistern ??
Nouvelle Libération – 9. Mai 2019
Die Regierung wurde von Dr. Boubou Cissé am 5. Mai 2019 präsentiert.
2. Boubou Cisse an der Spitze einer Regierung von 38 Ministern: Die sieben großen Herausforderungen einer Mannschaft in einer beauftragten Mission.
Inf@sept – 10. Mai 2019
Am Sonntag, den 5. Mai 2019, fand schließlich die schwierige Geburt einer lang erwarteten Regierung statt, nach so vielen Schlichtungen und Konsultationen. Dr. Boubou Cissé, an der Spitze eines 38-köpfigen Teams, trägt die sehr große Verantwortung, die vielen Herausforderungen, denen Mali gegenübersteht, sowohl aus gesellschaftspolitischer als auch aus wirtschaftlicher und sicherheitstechnischer Hinsicht, anzugehen.
3. Die NGO Wildaf ist wütend über den Rückgang der Frauenquote in der Regierung.
Inter De Bamako – 13. Mai 2019
Die NGO Wildaf, bekannt für die Verteidigung der Rechte der Frauen (Gleichberechtigung, Gleichstellung, Genderfragen usw.), ist empört über die Regierung Boubou Cissé, weil sie die Zahl der Ministerinnen auf 9 begrenzt hat gegenüber 11 in der scheidenden Regierung.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE DEEPL-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEN FRZ. ORIGINALEN

1. Nouveau gouvernement : Dr. Boubou Cissé réussira-t-il à relever le challenge ?
Nouvelle Libération – 9 Mai 2019
Par Paul Dembélé
Le gouvernement du Dr. Boubou Cissé a été dévoilé le 5 mai 2019. Le moins que l’on puisse dire, c’est qu’il s’agit d’une équipe éléphantesque de 38 membres, qui comprend des personnalités issues aussi bien de la majorité que de l’opposition. Weiterlesen

GLUTHITZE IM RAMADAN – Trop chaud au Mali en ce mois de Ramadan

Der Ramadan in Mali ist für die Gläubigen in diesem Jahr schwer: eine Gluthitze, bei der es sich selbst nachts kaum abkühlt. Fast alle (in meiner Familie) schlafen im Hof unter freiem Himmel, zumal man immer wieder unter Stromausfällen leidet.

Mali : 45 Grad im Schatten : ein glutheißer Ramadan 2019 für die Malier
mikado.fm – 13. Mai 2019
Zu heiß! Die Sonne im Zenit, gegen 13 Uhr, verschont im diesjährigen Monat des Ramadan nur sehr wenige Fastende.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE DEEPL-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Mali : 45 degrés à l’ombre : un ramadan 2019 caniculaire pour les Maliens
mikado.fm – 13 mai 2019
Trop chaud ! Le soleil à son zénith, aux alentours de 13h, épargne bien peu de jeûneurs en ce mois de Ramadan 2019. Si certains se réfugient dans les mosquées ou les bureaux, d’autres recherchent l’ombre fraîche des arbres ou celles des boutiques en plein centre ville.

Foto (c) maliactu: Baignade au bord du Niger – Badende Stadtbewohner am Niger

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WIE DEN FLÜCHTLINGEN AUS ZENTRALMALI IN DEN CAMPS IN BAMAKO GEHOLFEN WIRD – Aide aux refugiés du centre déplacés à BKO

1.BAMAKO-SENOU : Guter Wille schafft ein Paradies für Vertriebene aus dem Zentrum
La Sirène – 23.04.2019 um 13:43
Es gibt Wasser, es gibt Essen, es gibt ein Gesundheitszentrum, es gibt auch gute Stimmung (2 Kinderfußballteams), alles durch einen perfekten Zusammenhalt.
2. Grosses Saubermachen am Flüchtlingslager in Bamako-Faladié am Sonntag 28.04.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE DEEPL-ÜBERSETZUNG VON #1) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

1.BAMAKO-SENOU : De bonnes volontés créent un paradis pour des déplacés du centre
La Sirène – 2019-04-23 à 13:43
Par Djibi Samaké
Il y a de l’eau, il y a de la nourriture, il y a un centre de Santé, aussi de l’ambiance (2 équipes de foot d’enfants), le tout à travers une parfaite cohésion. Au quartier Senou en Commune VI du district de Bamako, environ 500 personnes déplacées du centre du pays vivent sur un site à leur disposition mis à titre humanitaire où d’autres bonnes volontés continuent d’apporter leurs soutiens. Nous y avons été.

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NACH 16 MONATEN ALS REGIERUNGSCHEF WIRD S.B. MAÏGA VON BOUBOU CISSÉ ABGELÖST – Après SBM, Boubou Cissé à la tête du gouvernement malien

1. Rücktritt von Premierminister Soumeylou Boubeye Maïga
Journal du Mali – 19.04.2019 um 00:23
… Der malische Premierminister Soumeylou Boubèye Maïga hat am Donnerstag dem Staatschef Ibrahim Boubacar Keïta seinen Rücktritt erklärt, der dies laut einer Erklärung der Präsidentschaft akzeptiert hat.
2. Dr. Boubou Cissé zum Premierminister ernannt
Journal of Mali – 22.04.2019 um 13:03 Uhr
Dr. Boubou Cissé wird am Montag, dem 22. April, in einem im Fernsehen verbreiteten Dekret zum Premierminister ernannt.
2b. Mali: Politische Neuorientierung durch Boubou Cissé?
Deutsche Welle – 24.04.2019
Die Ernennung des neuen malischen Premierminister Boubou Cissé hat bei der Opposition Unmut ausgelöst. Jetzt soll der ehemalige Finanzminister eine „breite Regierung“ bilden, um das Blutvergießen im Land zu stoppen.

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1. Démission du Premier ministre Soumeylou Boubeye Maïga
Journal du Mali -19.04.2019 à 00:23
…Le Premier ministre malien Soumeylou Boubèye Maïga a présenté jeudi sa démission au chef de l’État Ibrahim Boubacar Keïta, qui l’a acceptée, selon un communiqué de la présidence.
La démission du »Tigre », en poste depuis près de 16 mois, intervient à quelques heures de l’examen par l’Assemblée nationale d’une motion de censure du gouvernement déposée mercredi par des députés de l’opposition mais aussi de la majorité.
Il a présenté sa démission ainsi que celle de ses ministres, selon le texte. Le président IBK « a accepté la démission du Premier ministre et celle du gouvernement, et l’a remercié pour sa loyauté et son sens élevé du devoir », a précisé la présidence.
« Un Premier ministre sera nommé très prochainement et un nouveau gouvernement sera mis en place, après consultation de toutes les forces politiques de la majorité et de l’opposition », selon le communiqué.
La personnalité du Premier ministre cristallisait les critiques depuis plusieurs semaines, opposition, leaders religieux (Mahmoud Dicko, Mbouillé Haidara) réclamaient notamment son départ.
© 2019 journaldumali.com

2. Dr Boubou Cissé nommé Premier ministre
Journal du Mali – 22.04.2019 à 13h03
Par un décret lu à la télévision ce lundi 22 avril, Dr Boubou Cissé est nommé Premier ministre en remplacement de Soumeylou Boubeye Maiga qui a démissionné le jeudi 18 avril.

« Le Président de la République a chargé Docteur Boubou CISSE de former une nouvelle équipe gouvernementale dans l’esprit des conclusions de ses consultations avec les forces politiques de la majorité et de l’opposition » précise le décret.
Économiste de formation et ex directeur par intérim du bureau de la banque mondiale à Niamey au Niger en 2012, Dr Boubou Cissé, 45 ans figure dans le gouvernement depuis l’avènement au pouvoir de Ibrahim Boubacar Keita en 2013. (Depuis 3 ans il était ministre de finances, ndlr.)
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1. Rücktritt von Premierminister Soumeylou Boubeye Maïga
Journal du Mali -19.04.2019 um 00:23
… Der malische Premierminister Soumeylou Boubèye Maïga hat am Donnerstag dem Staatschef Ibrahim Boubacar Keïta seinen Rücktritt erklärt, der dies laut einer Erklärung der Präsidentschaft akzeptiert hat.
Der Rücktritt des „Tigers“, der seit fast 16 Monaten im Amt ist, kam der Abstimmung über einen Misstrauensantrag gegen die Regierung im Parlament wenige Stunden zuvor. Dieser war am Mittwoch von Abgeordneten der Opposition, aber auch der Mehrheit, eingereicht worden.
… Präsident IBK „akzeptierte den Rücktritt des Premierministers und der Regierung und dankte ihm für seine Loyalität und sein hohes Pflichtgefühl“, so die Präsidentschaft.
„In Kürze wird ein Premierminister ernannt, und nach Konsultation aller politischen Kräfte der Mehrheit und der Opposition wird eine neue Regierung eingesetzt“, heißt es in der Erklärung.
Die Persönlichkeit des Premierministers kristallisierte die Kritiken seit mehreren Wochen, insbesondere forderten Opposition, religiöse Führer (Mahmoud Dicko, Mbouillé Haidara) seinen Rücktritt. (z.B. am vergangenen Freitag 05.04. in Bamako => im Kommentar, Ed)
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2. Dr. Boubou Cissé zum Premierminister ernannt
Journal of Mali – 22.04.2019 um 13:03 Uhr
Dr. Boubou Cissé wird am Montag, dem 22. April, in einem im Fernsehen verbreiteten Dekret zum Premierminister ernannt, der den am 18. April zurückgetretenen Soumeylou Boubeye Maïga ersetzt.
„Der Präsident der Republik hat Dr. Boubou CISSE beauftragt, im Geiste der Schlussfolgerungen seiner Konsultationen mit den politischen Kräften der Mehrheit und der Opposition ein neues Regierungsteam zu bilden“, heißt es in dem Dekret.
Dr. Boubou Cissé, 45, ist studierter Ökonom und ehemaliger Repräsentant der Weltbank in Niamey/Niger im Jahr 2012. Er ist seit 2013 Mitglied der Regierung von Ibrahim Boubacar Keïta. (Seit 3 Jahren ist er Finanzminister, Ed.)
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2b. Mali: Politische Neuorientierung durch Boubou Cissé?
Deutsche Welle – 24.04.2019
Von Mahamadou Kane, Silja Fröhlich
Die Ernennung des neuen malischen Premierminister Boubou Cissé hat bei der Opposition Unmut ausgelöst. Jetzt soll der ehemalige Finanzminister eine „breite Regierung“ bilden, um das Blutvergießen im Land zu stoppen.
Nach seinem Antritt als Malis neuer Premierminister muss sich Boubou Cissé nun den Problemen des westafrikanischen Staates stellen. Der ehemalige Wirtschafts- und Finanzminister, ein enger Verbündeter des Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita, ist bekannt für seine Strenge bei der Verwaltung öffentlicher Angelegenheiten. Nun fällt ihm die Aufgabe zu, die kritische Sicherheitslage im Zentrum des Landes zu beruhigen. Während Malis Regierung darum kämpft, ihre Autorität in den nördlichen Regionen wiederzuerlangen, verliert sie allmählich die Kontrolle über das Zentrum des Landes. Die Ernennung des Ökonomen durch Präsident Keita wurde von politischen und religiösen Gruppen Malis unterschiedlich aufgefasst.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Soumeylou Boubeye Maiga, einem einflussreichen Parteichef mit Ambitionen für die Präsidentschaftswahlen 2023, gehört Boubou Cissé keiner politischen Partei an.
Der 45-Jährige, der unter anderem in Deutschland studiert hat, ist seit dem Amtsantritt Keitas 2013 mit an der Regierung beteiligt. Ndoula Thiam, Mitglied der regierenden Partei Rassemblement pour le Mali (RPM), unterstützt seine Wahl. „Er ist ein Mann aus dem Serail. Er weiß bereits, wie der malische Staat funktioniert.“ Cissé kenne die Realität des Landes. „Wir hoffen, dass er gute Vorschläge für die Bildung einer konsensorientierten Regierung macht und darüber hinaus dem Land helfen wird, aus dieser Krise herauszukommen“, sagt Thiam.
Als erste Amtshandlung beauftragte Präsident Keita Boubou Cissé am Montag mit der Bildung einer „breiten Regierung“. Ethnische Gewalt hat seit März 2018 600 Menschenleben gefordert, im vergangenen Monat wurden 160 Menschen an einem einzigen Tag massakriert. Islamistische Aufständische, die 2012 vor einer Intervention des französischen Militärs die Hälfte des Landes eroberten, haben die kommunalen Konflikte genutzt, um ihre Reichweite zu erweitern und neue Mitglieder zu gewinnen. Nun plane man, einen nationalen Prozess des Wiederaufbaus einzuleiten, so das Büro des Präsidenten in einer Erklärung. Präsident Keita soll sich bereits vor der Ernennung Cissés mit Vertretern der Regierungspartei und der Opposition getroffen haben.
Auch Thierno Hady Thiam, zweiter Vizepräsident des neuen Büros des Islamischen Hohen Rates von Mali in Bamako, begrüßte die Einführung von Boubou Cissé als neuen Regierungschef von Mali und schlug die Bildung einer Regierung für eine Übergangszeit vor: „Eine Idee wäre zum Beispiel, die Bildung einer kleinen Regierung von 16 Ministern, die aus Technokraten besteht, und die sich um Lösungen für wichtige Sicherheits- und Sozialfragen bemüht.“
– Gegenwind von der Opposition? –
Auf politischer Ebene wird Cissé mit Gegenwind rechnen dürfen. Die Opposition fühlt sich bei der Wahl des neuen Ministerpräsidenten erneut übergangen und behauptet, von der Ernennung von Boubou Cissé zum Premierminister überrascht worden zu sein. „Wir nehmen die Ernennung des neuen Premierministers zur Kenntnis“, sagt Amadou Maiga, Mitglied der Union für Demokratie und Republik (URD). „Doch wir glauben, dass es sich nicht um einen einvernehmlich gewählten Regierungschef handelt, bei dem jeder seine Meinung vor seiner Ernennung abgegeben hat.“ Er akzeptiere, dass die Ernennung eines Premierministers ein Vorrecht des Staatsoberhauptes sei, „aber angesichts der derzeitigen Situation waren wir der Meinung, dass alle hätten konsultiert werden müssen.“
In Mali war Ende vergangener Woche die komplette Regierung zurückgetreten, vier Wochen nach einem Massaker an rund 160 Fulani-Hirten, einer ethnischen Volksgruppe, durch Selbstjustiz. Auch Cissé stammt von der Gruppe der Fulani (Peulh) ab. Parlamentarier hatten zuvor einen möglichen Misstrauensantrag gegen die Regierung diskutiert. Der ehemalige Premierminister Soumeylou
Boubèye Maiga war kritisiert worden, weil er es nicht geschafft hatte, gegen islamistische Milizen und ethnische Unruhen vorzugehen. Auch die Feindschaft zwischen dem nomadisierenden Fulani-Volk und der ethnischen Gruppe der Dogon-Hirten hat er nicht in den Griff bekommen. Die Massendemonstrationen am 5. April in Bamako waren der letzte Schlag für Maiga, dessen politisches und menschliches Feingefühl ihn nicht vor dem politischen Aus bewahren konnten. Präsident Keita hatte Mitte April dem Volk bei einer Radio- und Fernsehansprache versichert, dass er „alle Wutanfälle gehört, alle Signale entschlüsselt, alle Botschaften aus dem Land verstanden“ habe.
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