ÜBER BAUERN, HIRTEN UND ISLAMISTEN UND DIE AUSWIRKUNGEN DER KLIMAKRISE IN MALI

Bettina Rühl hat in Mali Gespräche mit Vertretern aller im Konflikt operierenden Gruppen geführt. Der Klimawandel hat die Konflikte noch verstärkt. Ein sehr eindringliches, hörenswertes Feature!
Und das sagte die Auch-Malierin Charlotte Wiedemann dazu, als sie es bei der Wiederausstrahlung auf ihrer Seite verlinkte: „Über den Zusammenhang zwischen Klimawandel, Jihadismus und interethnischen Massakern: exzellent recherchiertes Radiofeature von Bettina Rühl über Mali. Eine Stunde Journalismus, wie er sein sollte: fragend, vorsichtig, alle Seiten hörend. Mehr Militär hilft dort gar nichts.“

Klimakrise in Mali – Über Bauern, Hirten und Islamisten
WDR5 – 15.12.2019
Von Bettina Rühl
Im westafrikanischen Mali eskaliert die Gewalt zwischen Hirten und Bauern, Hunderte von Menschen wurden in den vergangenen Monaten getötet. Die Ursachen der vermeintlich ethnischen Konflikte liegen im Versagen des Staates. Weiterlesen

DROGENHANDEL, GEWALT UND POLITIK IN NORD-MALI. EIN ICG-BERICHT – Narcotrafic, violence et politique au Nord du Mali. Rapport Afrique de l’ICG 2018

Dieser Afrikabericht der International Crisis Group, veröffentlicht vor einem Jahr, fusst auf Interviews mit Mitgliedern aller Gruppen, die das Friedensabkommen von 2015 unterzeichneten, sowie von Wirtschaftsakteuren, Sicherheitsbeamten und Dorfchefs. Sie wurden überwiegend im März bis Juni 2018 geführt.

Ce Rapport Afrique de l’International Crisis Group repose sur des interviews entretiens avec des membres de tous les groupes armés signataires de l’accord de paix de 2015, des acteurs économiques du Nord du Mali, des responsables sécuritaires ainsi que des responsables communautaires. Il a été publié il y a un an.

Drogenhandel, Gewalt und Politik in Nord-Mali
Dakar/Brüssel (ICG Internationale Krisengruppe) – 13. Dezember 2018
>Afrika Bericht Nr. 267
Wichtigste Schlussfolgerungen
Was ist los? …
Inwiefern ist das von Bedeutung? …
Wie soll man sich verhalten? …

DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE DEEPL-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Narcotrafic, violence et politique au Nord du Mali
Dakar/Bamako (ICG International Crisis Group) – 13 décembre 2018
Rapport Afrique N°267

Principales conclusions
Que se passe-t-il ? La drogue qui transite par le Nord du Mali génère dans cette zone des violences sans équivalent dans la sous-région. Weiterlesen

ENDLICH NATIONALE BERATUNGEN: WENN DOCH ALLE MITMACHEN WÜRDEN! – Le dialogue national inclusif va enfin se tenir

« J’ai mon mot à dire » – in der Hauptstadt hängen die Plakate noch; nicht in der Provinz. Konnte man mitreden? Das fragen sich viele Malierinnen und Malier, und vor allem die Jugend ist nicht überzeugt. Allerdings waren „concertations nationales“ schon über mehrere Jahre von der Zivilgesellschaft gefordert und auch angekündigt, aber nie realisiert worden.
Die Meinungen gehen weit auseinander, auch über die Frage, ob Frankreich der Grund allen Übels ist oder das Chaos – das man im Alltag des Südens und Südwestens nicht spürt – bei einem Abzug der französischen und internationalen Truppen perfekt wäre. IBK hat in seiner Ansprache nochmal ganz klar gemacht, dass Mali gegeben hat und jetzt etwas zurückbekommt, dass man keinen Grund zur Glorifizierung hat, aber auch keinen, die Hand zu beissen, die einem hilft.
Trotzdem bleiben Zweifel. Dazu mehr in einem späteren Beitrag. Hier kann man sich an einem fundierten Überblick der taz-Westafrika-Korrespondentin Katrin Gänsler etwas orientieren.

1. Ohne Plan gegen den Terror
BAMAKO/ABUJA (tageszeitung) – 19.11.2019
Im Zentrum von Malis Hauptstadt Bamako hängen an den Straßenrändern überall große Plakate. Sie zeigen Malier*innen verschiedener Ethnien, jung und alt, Männer und Frauen. Dazu der Slogan: „J’ai mon mot à dire“ – Ich habe ein Wörtchen mitzureden.
2. Mali führt seinen inklusiven nationalen Dialog am 14. Dezember durch.
Journal du Mali/APA – 01.12.2019 um 10h18
Nach der Phase der Beratungen auf regionaler Ebene und in den malischen Botschaften und Kanzleien auf der ganzen Welt wird der inklusive nationale Dialog am 14. Dezember 2019 stattfinden.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE DeepL-ÜBERSETZUNG VON #2) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Foto (c) reuters: Des manifestants à Bamako montrent leur solidarité avec les soldats tués – „Nieder mit Frankreich!“ – Demonstranten in Bamako solidarisieren sich mit getöteten Soldaten

2. Le Mali tient son dialogue national inclusif le 14 décembre
Journal du Mali/APA – 01.12.2019 à 10h18
Après la phase des concertations régionales et au sein des ambassades et chancelleries maliennes à travers le monde, le dialogue national inclusif aura lieu le 14 décembre 2019, a annoncé, samedi soir, le chef de l’État, Ibrahim Boubacar Keïta lors de son adresse à la nation. Weiterlesen

WIE IST DER TEUFELSKREIS DER GEWALT AUFZUBRECHEN? – Comment briser le cycle de violences?

In Zentralmali wird der Kreislauf von Gewalt durch Angst und Rache angeheizt (Expertenmeinung).
TV5Monde – 17.06.2019 um 14:00 Uhr
Der Teufelskreis der Gewalt in Zentralmali, wie das Massaker von Sobane Da letzte Woche, wird durch die Angst jeder Community vor den bewaffneten Gruppen der jeweils anderen geschürt, und nur der Dialog ermögliche es, aus ihm auszubrechen, so Ibrahim Yahaya Ibrahim, Analyst bei ICG.

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Die Frage, ob man mit den Dschihadisten verhandeln soll, tauchte auch schon vor gut 1 Jahr wieder bei verschiedenen Quellen auf:
Vgl. Beitrag / VOIR les interventions in MALI-INFORMATIONEN 04.05.2018
DSCHIHADISTEN AN DEN RUNDEN TISCH ? – Il faut négocier avec les djihadistes?

VOIR AUSSI le rapport 276 de l’ICG: Parler aux jihadistes au centre du Mali : le dialogue est-il possible ? – 28.05.2019

Dans le centre du Mali, un cycle de violences alimenté par la peur et la vengeance (expert)
TV5Monde – 17.06.2019 à 14:00
Propos recueillis par Selim SAHEB ETTABA
Le cycle de violences dans le centre du Mali, comme la tuerie de Sobane Da la semaine dernière, se nourrit de la peur qu’inspirent à chaque communauté les groupes armés des autres et seul le dialogue permettra d’en sortir, selon Ibrahim Yahaya Ibrahim, analyste à l’ICG.

Foto (c) AFP/STRINGER: Une maison détruite dans le village dogon de Sobane, deux jours après une attaque, le 9 juin 2019 au Mali – Ein zerstörtes Haus im Dogondorf Sobane, zwei Tage nach dem Überfall

Cet expert basé à Dakar est l’un des auteurs du rapport de l’International Crisis Group publié en mai qui recommande au gouvernement d’ouvrir des canaux de communication avec la „katiba Macina“, le groupe du prédicateur radical Amadou Koufa dans le centre du Mali, et ses partisans. Weiterlesen

VIEL ZU VIELE TOTE BEI ÜBERFALL AUF EIN DOGONDORF – Des morts de trop: attaque terroriste d’un village dogon

Blutiger Angriff auf Dorf in Mali
Deutsche Welle – 10.06.2019
Bei einem bewaffneten Überfall auf ein Dorf im Zentrum des westafrikanischen Landes sind mindestens 95 Zivilisten getötet worden. Der Angriff richtete sich vermutlich gegen Angehörige der Volksgruppe der Dogon.
2. Behörden in Mali korrigieren Zahl der Toten bei Überfall deutlich
24matins.de – 12.06.2019
Nach einer gründlichen Überprüfung eines bewaffneten Überfalls im Zentrum Malis hat die Regierung in Bamako die Zahl der Getöteten von 95 auf 35 korrigiert.

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VOIR AUSSI / LESEN SIE AUCH : PEULH UND DOGON IN DEN UNRUHEN IN MALI: DIE GESCHICHTE EINER LANGEN UND AMBIVALENTEN BEZIEHUNG – Peuls et Dogons dans la tourmente au Mali : histoire d’une longue relation ambivalente in MALI-INFOS 26.03.2019
UND / ET
Briefing: The civilian fallout from the Sahel’s spreading militancy
The New Humanitarian – 30.05.2019
By Philip Kleinfeld (including „The crisis in numbers“)

1. Massacres au Mali : une attaque „terroriste“
BBC Afrique – 10 Juin 2019
Le gouvernement malien confirme la mort de 95 personnes dans l’attaque d’un village dogon du centre du pays. Il fait état de 19 villageois „portés disparus“ et soupçonne que l’attaque ait été menée par des „terroristes“.
„Le bilan provisoire établi par une mission du poste de sécurité de Diankabou, dépêchée immédiatement sur les lieux, en présence du maire de Sangha, fait état de 95 morts et de 19 portés disparus, plusieurs animaux abattus et des maisons incendiées“, annonce un communiqué des autorités maliennes.
L’assaut a eu lieu „lundi, vers 3 heures du matin, dans le village de Sobame Da, dans la commune de Sangha, dans la région de Mopti“, précise la même source.

Foto (c) bbc.com: Village dogon dans le cercle de Bandiagara – Dogondorf im Kreis Bandiagara

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WIE DER „KRIEG GEGEN DEN TERROR“ DIE GEWALT IN DER SAHELZONE ANHEIZT – Comment la « guerre contre le terrorisme » alimente les violences entre les communautés au Sahel

Massaker in Mali: Wie der „Krieg gegen den Terror“ die Gewalt zwischen den Communities in der Sahelzone anheizt
Middle East Eye – 28.03.2019
Von Amandla Thomas-Johnson
(…)
Die Gewalt wird begünstigt, da Malis international unterstützte Militäraktion gegen extremistische bewaffnete Gruppen laut Analysten zunehmend zu einem Krieg gegen die Fulani (auch Peulh oder Fulbe genannt, Ed) wird.
Der Ernst der Situation wird durch einen perfekten Sturm von al-Qaida-verbundenen Gruppen, die um Einfluss wetteifern, von der Armee unterstützte Milizen mit Rechnungen, die zwischen Volksgruppen zu begleichen sind, und durch einen verzweifelten Kampf um Wasser und Land inmitten einer drohenden Klimakatastrophe unterstrichen.
Stämme der Sahelzone
Rund 40 Millionen Fulani leben in ganz Afrika, vor allem in der Sahelzone, einer semi-ariden Landschaft, die von Ost- bis Westafrika – vom Roten Meer bis zum Atlantik – reicht und am südlichen Rand der Sahara liegt.
Während einige von ihnen Macht- und Privilegienpositionen einnehmen, sind viele arm und behalten eine uralte pastorale Tradition bei, indem sie mit Hornviehherden auf der Suche nach frischem Weideland und sauberem Wasser umherstreifen.
Die Dogon, eine viel kleinere Gruppe, konzentrieren sich im Zentrum von Mali, wo ihre sorgfältig errichteteten Lehmhäuser hoch oben in einer Landschaft aus Klippen und sandigen Hochebenen zu finden sind. …Weiterlesen in der google-Übersetzung

Massacres au Mali : comment la « guerre contre le terrorisme » alimente les violences tribales au Sahel
Middle East Eye French edition – 11 juin 2019
Par Amandla Thomas-Johnson

Foto (c) Malian Presidency handout: A woman stands outside a house at the site of an attack by gunmen on Fulani herders in Ogossagou – Une femme se tient devant une maison sur le site d’une attaque par des hommes armés contre des éleveurs peuls à Ogossagou

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WIEDER HABEN DIE DJIHADISTEN VON IJAD AG GHALI BLUTIG ZUGESCHLAGEN – Sévaré, Gao: les 2 attaques meurtrières revendiquées par Iyad Ag Ghali

1a, 2. Mali: das Hauptquartier der Eingreiftruppe G5-Sahel von einem Selbstmordanschlag betroffen
RFI – 30.06.2018 um 15:06
In Mali wurde das Hauptquartier der gemeinsamen Streitkräfte G5-Sahel am Freitag (29. Juni) im Zentrum des Landes in Sévaré angegriffen.
Der Terroranschlag fand während des großen Gebets am Freitag statt.
1b. Blutige Attacke auf Anti-Terror-Camp in Mali
Deutsche Welle – 29.06.2018
Es ist eine Tat mit Symbolkraft: Die Gejagten greifen die Jäger an. Selbst das Hauptquartier der neuen Anti-Terror-Truppe der Sahelzone scheint nicht sicher vor Anschlägen radikaler Islamisten.
2. Terroranschlag in Mali gegen französische Soldaten während des AU-Gipfels in Mauretanien
AFP – 02.07.2018 um 08:00
Ein terroristischer Angriff am Sonntag in Gao, bei dem vier tote und rund 20 verletzte Zivilisten zu beklagen waren, hatte es auf die französischen Soldaten der Operation Barkhane abgesehen.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG VON #1a, 2) WEITER UNTER DEN FRZ. ORIGINALEN

2. Attaque „terroriste“ au Mali contre des soldats français pendant le sommet de l’UA en Mauritanie
AFP – 02.07.2018 à 08:00
Par Serge DANIEL
Des soldats français de l’opération Barkhane ont été visés dimanche par une attaque „terroriste“ à Gao au Mali, qui a fait quatre morts et une vingtaine de blessés civils, en plein sommet de l’Union africaine (UA) en Mauritanie voisine qui doit également se pencher sur les questions sécuritaires.

Foto (c) AFP/STRINGER: Un véhicule blindé de la force Barkhane partiellement en feu après l’attaque perpétrée le 1er juillet 2018 aux abords de GAO. – Ein gepanzertes Fahrzeug der Barkhane-Truppe, in Flammen nach dem Angriff am 1. Juli 2018 in der Nähe von GAO.

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