DSCHIHADISTEN AN DEN RUNDEN TISCH ? – Il faut négocier avec les djihadistes?

1. Mit Dschihadisten verhandeln?

Le Monde Diplomatique – 12.04.2018
Von Charlotte Wiedemann
Neutralisieren, unschädlich machen. Für das Töten muslimischer Terroristen werden Worte verwandt, die aus der Insektenvernichtung stammen. Es scheint sich um Täter jenseits aller gemeinhin geltenden Maßstäbe zu handeln, bei deren Bekämpfung folglich das Völkerrecht keine Anwendung zu finden braucht. Der War on Terror, psychologisch und rechtlich derart entgrenzt geführt, ist auf den meisten Schauplätzen militärisch gescheitert. Damit verliert auch die westliche Definition vom totalen Feind an Deutungsmacht.
2. Mit Dschihadisten verhandeln? Eine radikale Idee, die in Mali immer populärer wird
IRIN – 19.04.2018
Analyse von Aliou Hasseye, Freelance-Journalist in Bamako
Keine deutsche Übersetzung, aber hier geht es => zur englischen Version
3a. Frieden und Sicherheit in Mali: IBK hatte versucht, mit Iyad Ag Ghaly zu verhandeln
Bamako (La Sirène) – 21. Februar 2018
Viele Male von der malischen Zivilgesellschaft aufgefordert, einen Prozess des Dialogs mit den im Norden agierenden Terrorgruppen zu beginnen, hat sich Präsident IBK zu diesem Thema öffentlich schon immer kompromisslos gezeigt.
3b. Terroristen: sortiert sie, bevor ihr verhandelt!
maliweb – 27. März 2018
Verhandeln mit Iyad Ag Ghaly? Dies wäre nach Ansicht einiger Malier die Wunderlösung für die Probleme Malis. Aber was sagen die Terroristen? Haben sie sich jemals dafür ausgesprochen?

DEUTSCHE ARTIKEL (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG von #3) WEITER UNTER DEN FRANZÖSISCHEN

LESEN SIE AUCH / VOIR AUSSI:
DIE MISSION BLEIBT ZWEIFELHAFT: NEUE STUDIE ZUR AKTUELLEN SITUATION IN MALI – 5 ans après le debut de l’intervention, il reste des doutes (Analyse), MALI-INFOS 26/04/2018

2. Négocier avec les djihadistes ? Une idée radicale qui gagne en popularité au Mali
BAMAKO (IRIN) – 19 avril 2018
Par Aliou Hasseye, journaliste freelance
Au Mali, pays en proie à la violence où les attentats mortels perpétrés par des djihadistes sont monnaie courante, les observateurs posent une question auparavant impensable : le temps est-il venu de négocier avec les extrémistes ? Weiterlesen

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DIE MISSION BLEIBT ZWEIFELHAFT: NEUE STUDIE ZUR AKTUELLEN SITUATION IN MALI – 5 ans après le debut de l’intervention, il reste des doutes (Analyse)

Foto oben (c) AP/Jerome Delay: A French soldier waits for a French Puma transport helicopter to land on the soccer stadium to test the field in the center of Niono, some 400 kms (300 miles) North of the capital Bamako Sunday Jan. 20, 2013.

Charlotte Wiedemann hat wieder eine „treffende“ Analyse auf Grundlage zahlreicher (ca. 40) Gespräche während ihrer letzten Recherchereise nach Mali im Dezember 2017 geliefert. Eine Analyse aus deutscher Nicht-Regierungs-Sicht, aber eben auch aus malischer Sicht.

In diesem Zusammenhang ist ihr Beitrag in der taz vom 21.01.2013, 10 Tage nach der damaligen Intervention, immer noch sehr aufschlussreich: In zweifelhafter Mission.

Charlotte Wiedemann, une journaliste freelance, a fait des recherches et a mené une quarantaine d’entretiens au Mali avec différents interlocuteurs parmi lesquels des représentants locaux de la société civile, des acteurs politiques, des religieux, des scientifiques, des agents des forces de sécurité, des membres des Nations unies, des diplomates et des représentants allemands de la coopération au développement, en décembre 2017.
Une journaliste que j’apprécie beaucoup … pendant quelques années elle avait aussi vécu au Mali mariée á un syndicaliste – donc une femme de terrain, on pourrait dire.

Cette étude vient juste d’être traduite en français (VOIR en bas de l’article).

Viel Militär, weniger Sicherheit

Mali – fünf Jahre nach Beginn der Interventionen

,

Zusammenfassung

– Fünf Jahre internationaler Militärintervention haben für Malis Bevölkerung keine Sicherheit gebracht. Vielmehr breiten sich die Zonen der Unsicherheit im Land immer weiter aus. Weiterlesen

UNTERRICHT IN AFRIKA: DIE NATIONALSPRACHEN MALIS HABEN IM BILINGUALEN SYSTEM IHREN PLATZ – Les langues nationales occupent leur place dans l’enseignement primaire

Im Curriculum der malischen Grundschulen ist schon lange die « pédagogie convergeante » verankert, ein bilinguales System gegenüber der « pédagogie classique », die aus der Kolonialzeit übernommen wurde. Nur sind die Schwierigkeiten unübersehbar: die Lehrerausbildung hinkt immer noch hinterher. Und so kann es manchmal sogar an Schulen, wo die konvergente Pädagogik eingeführt war, eine Rückentwicklung zur klassischen Pädagogik geben.

Dans le curriculum de l’Ecole Fondamentale au Mali, la « pédagogie convergeante », un système bilingue, est ancrée depuis les années 70. En raison de déficiences que connaît la formation des maîtres, elle n’est pas assurée. Dans la plupart des écoles on enseigne en « pédagogie classique », un système assumé depuis l’ère coloniale.

Bamanankan, Songhaï, Tamashek … die Nationalsprachen setzen sich nur langsam in den malischen Schulen durch
LE MONDE – 16.02.2018
Unterricht in Afrika (26). Der Staat hat sich entschieden, mehrere Sprachen in der Grundschule zu verwenden, aber die Zahl der Anhänger des (klassischen) Französischunterrichts bleibt hoch.
In der Mamadou-Kounta-Grundschule von Kalabancoro, einer Gemeinde von Bamako. I-Männchen Sekou, 7, schreibt einen Satz an die Tafel: « Karamɔgɔ nana an lajɛ » ( „Der Lehrer ist gekommen, um uns zu besuchen“) Das ist Bamanankan (Bambara), eine der Nationalsprachen von Mali.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Les LESEN SIE AUCH/LIRE AUSSI:
Face à la déscolarisation, le Niger mise sur l’enseignement en langues locales
LE MONDE – 07.02.2018
La classe africaine (14). Dans un pays où un habitant sur deux a moins de 15 ans, très peu d’élèves vont au-delà du cycle primaire. Et les autorités manquent de moyens face à la croissance démographique.
Angesichts der geringen Einschulungsrate setzt Niger auf den Unterricht in den Nationalsprachen.
Über die Schulsituation im Nachbarland Niger, die mit der in Mali durchaus vergleichbar ist

Bamanakan, songhaï, tamashek… les langues nationales peinent à s’imposer dans les écoles maliennes
Le Monde – 16.02.2018
La classe africaine (26). L’Etat a fait le choix d’utiliser plusieurs langues dans l’enseignement primaire, mais les partisans du français restent nombreux.
Par Bokar Sangaré (contributeur Le Monde Afrique, Bamako)

Foto (c) mali7.net: Dans une école primaire – In einer Grundschule

Ecole fondamentale Mamadou-Kounta de Kalabancoro, une commune de Bamako. Elève de première année, Sekou, 7 ans, écrit une phrase au tableau : « Karamɔgɔ nana an lajɛ » (« le maître est venu nous rendre visite »). C’est du bamanakan (bambara), l’une des langues nationales du Mali. Weiterlesen

NICHT WEISS SCHREIBEN: Interview mit Charlotte Wiedemann

Ein schönes Interview mit Charlotte Wiedemann, die gerade wieder einen „treffenden“ Beitrag über ihre letzte Recherchereise aus Mali geliefert hat.
LESEN SIE HIER:
=> Viel Militär, weniger Sicherheit; Mali – fünf Jahre nach Beginn der Interventionen

Reblogged:
interviewsmitjournalistinnen.com by Hannah El-Hitami

Interviews mit Journalist*innen

„Weiß“ ist zu einem kontroversen Wort geworden. Für die einen bedeutet es, Wahrheiten zu hinterfragen, die vielleicht nur aus eurozentrischer Sicht gelten, und sich mit Privilegien auseinanderzusetzen, die über Jahrhunderte entstanden sind. Für andere bedeutet das Wort einen Angriff, die Angst davor sich schuldig fühlen zu müssen, eine weitere Zensur im Namen der „Political Correctness“. Da ich eher zu der ersten Gruppe gehöre, fand ich es toll, Charlotte Wiedemanns Buch „Vom Versuch, nicht weiß zu schreiben“ (2012) zum Geburtstag zu bekommen, und habe es in wenigen Tagen durchgelesen. Das Buch ist – wie sie selbst sagt – weder eine Streitschrift gegen den Auslandsjournalismus an sich noch eine ulkige Betrachtung ihrer eigenen Erfahrungen im Iran, in Mali, Kambodscha, etc. … Es ist ein (selbst-)kritisches Nachdenken darüber, wie Journalist*innen in Europa, für Europa, von Europa aus über die Welt berichten. Wie es in anderen Ländern und Kulturen tatsächlich aussieht, entspricht dabei oft…

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ALLES GUTE ZUM NATIONALFEIERTAG – Bonne fête d’indépendance

Aujourd’hui: L’indépendance, il y a 57 ans
Der 22. September ist der malische Nationalfeiertag, der Tag der Unabhängigkeit 1960.

Voilà les liens aux posts de l’année dernière / Hier sind die Links zu den Blogeinträgen des letzten Jahres:
=> AM 22. SEPTEMBER FEIERT MALI DEN 56. JAHRESTAG DER UNABHÄNGIGKEIT – L’indépendance, il y a 56 ans
Heute feiert Mali den 56. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Grund zum Feiern? Beachten Sie den kommenden Blogeintrag. Raison valable de faire la fête? Regardez le post à venir.
Infos: => VOR 100 JAHREN WURDE MODIBO KEITA GEBOREN: DER VATER DER NATION – L’histoire du 1er président du Mali indépendant – 04.06.2015 in MALI-INFORMATIONEN
4. Juni 1915 – 16. Mai 1977: Hommage an den Vater der Nation
4 juin 1915 – 16 mai 1977 : Hommage au Père de la Nation
maliweb – 11 mai 2015

=> WAS BEDEUTET MALIS UNABHÄNGIGKEIT HEUTE? – Quelle indépendance pour le Mali de 2016?
Welche Unabhängigkeit für Mali im Jahr 2016?
JournalduMali – 22/09/2016
Von Ousmane Dembele
Am 22. September 1960, vor 56 Jahren, erreichte Mali die internationale Souveränität, und gewann die Oberhand über den Kolonisator Frankreich, das fast 80 Jahre lang eine herausragende Stellung im Land eingenommen hatte. Die jungen malischen Behörden waren mit der Verwaltung eines riesigen Landes, mit der Armut, mit der Notwendigkeit Hunderttausende Kinder einzuschulen, und mit der Friedenssicherung konfrontiert. An jedem 22. September feiern die Malier den Jahrestag der Unabhängigkeit. …

Quelle indépendance pour le Mali de 2016?
JournalduMali – 22.09.2016 à 10h29
Par Ousmane Dembélé, journaliste au JdM
22 septembre 1960. Il y a 56 ans, le Mali accédait à la souveraineté internationale, reprenant ainsi la main sur le colonisateur, la France, qui occupait une position prédominante dans le pays depuis près de 80 ans. Les jeunes autorités maliennes se sont retrouvées face à la gestion d’un pays immense, à la pauvreté, à la nécessité de scolariser des centaines de milliers d’enfants, et à la sauvegarde de la paix. Chaque 22 septembre, les Maliens célèbrent l’anniversaire de l’indépendance. …

=> Unabhängige Republik Mali (seit 1960) bei wikipedia

=> Première République sur wikipédia

Le souhait d’un jeune Malien:
…QUE L’ANNIVERSAIRE DE LA FETE D’INDEPENDANCE EN AFRIQUE NE SOIT PLUS DES CÉRÉMONIES FASTUEUSES, MAIS DES INAUGURATIONS DE CENTRES D’APPRENTISSAGE, DE CELLES DE CONSTRUCTION DES ROUTES, DES SARL, etc.

Der Wunsch eines jungen Maliers:
…dass das Jubiläum der Unabhängigkeitsfeier nicht mehr Anlass zu prunkvollen Zeremonien gebe, sondern zu Eröffnungen von Ausbildungszentren, von neuen Straßenbaustellen, von GmbHs usw.

aktuell auf maliactu:
=> Mali : 22 septembre 1960 – 22 septembre 2017: Flash-back sur le premier Gouvernement du Mali Indépendant
maliactu – 22 septembre 2017

HINTERGRUND: WARUM VIELE MALIER ZORNIG AUF DIE EINMISCHUNG FRANKREICHS IN NORDMALI SIND – Nord du Mali : Les vraies raisons de la colère contre la France

Nordmali: Die wahren Gründe für den Zorn auf Frankreich
Bamako (L’Aube) – 14. August 2017
Von Sambou Diarra
Nach dem Beifall im Jahr 2013 verlor Frankreich schnell die Wertschätzung, die ihm die malische Bevölkerung gezollt hatte. Diese hat den Verdacht, dass Frankreich die Rebellen von Kidal tatkräftig unterstützt.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Nord du Mali : Les vraies raisons de la colère contre la France
L’Aube – 14 août 2017
Par Sambou Diarra
Applaudie en 2013, la France a vite perdu l’estime que lui vouaient les populations maliennes. Celles-ci la suspectent de prêter main forte aux rebelles de Kidal. Ainsi, dans les rues de Bamako, on clame désormais haut et fort cette duplicité de l’Hexagone et des manifestations hostiles deviennent fréquentes. Au-delà, des questions sont posées : Que cherche la France au nord du Mali ? Plus précisément : quelles sont les visées de l’Hexagone sur Kidal?

Foto (c) AFP/Archive/Eric Feferberg: Des habitants de Tombouctou fêtent l’arrivée des soldats français et maliens, le 28 janvier 2013 – Bewohner von Timbuktu feiern die Ankunft von französischen und malischen Soldaten im Januar 2013

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RAS BATH UND DIE RACHE DER KLEINEN LEUTE – 1 an de prison pour Ras Bath en son absence, mais La revanche du petit peuple

3. Bamako kocht –
Ras Bath, wir kommen!

Bamako (Le Sphinx) – 03.08.2017
Sie waren zu Hunderttausenden, junge Menschen. 700.000, 800.000, vielleicht 1 Million empfingen Mohamed Youssouf Bathily alias Ras Bath bei seiner Rückkehr von einer Reise, die ihn nach Spanien, Frankreich und Deutschland führte. 1. Mali: ein Jahr Gefängnisstrafe in Abwesenheit für einen Radiomoderator
la libre. Afrique – 28.07.2017
Ein malischer Radiomoderator, Star des Widerstandes, Mohamed Youssouf Bathily, genannt „Ras Bath“, wurde zu 12 Monaten Gefängnis verurteilt wegen „Anstiftung der Truppen zum Ungehorsam“, meldete am Donnerstag einer seiner Anwälte.
2. Ein berühmter Aktivist in Bamako von Kugeln getroffen
La Libre Afrique mit AFP – 25/07/2017
Ein berühmter malischer Aktivist und Kolumnist, als „Marschall Madou“ bekannt, war Opfer eines Mordversuchs in Bamako.
4. Ras Bath oder die Rache der kleinen Leute …
Gepostet am 2017.08.07 von Koulouba.com
Von Abdoulaye Garba Tapo, ehemaliger Minister, Anwalt der Anwaltskammer von Bamako
Wir erleben heute ein Phänomen unerwarteter Bedeutung, das leider nur sehr wenige kommen sahen: die Erhebung mutigen Ras Bath zu einem Nationalheld bzw. einem Rächer-Erretter à la Robin Hood – und das durch ein ganzes Volk, das, welches die Literaten unter dem liebevollen Spitznamen Les bouts de bois de Dieu (dt. Gottes Holzstücke) seit dem unvergesslichen Roman von Ousmane Sembene bezeichnen.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

3. Bamako en ébullition
​Ras Bath , nous voilà !

Bamako (Le Sphinx) – 03.08.2017
Ils étaient des centaines de milliers de jeunes. 700 000, 800 000, peut-être 1 million de à accueillir Mohamed Youssouf Bathily dit Ras Bath à son retour d’un périple qui l’a conduit en Espagne, en France et en Allemagne.

Foto (c) Le Sphinx: Les jeunes dans la rue lors du retour de Ras Bath à Bamako, le 3 août 2017 – Die jungen Malier empfangen Ras Bath bei seiner Rückkehr nach Bamako, am 3.August 2017

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