IN 3 TAGEN IST PRÄSIDENTENWAHL IN MALI – NUR DIE MIGRANTEN SORGEN FÜR ENTWICKLUNG

Spannendes Audiofeature von Jens Borchers vom ARD-Hörfunkstudio Rabat, der außer der Hauptstadt auch ein abgelegenes Dorf, Bandiogoula im Kreis Kolokani, Region Koulikoro, besuchte und u.a. den Oppositionsführer Soumaïla Cissé sowie den Hoffnungsträger vieler junger Malier, Ras Bath, interviewte .

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Foto (c) Jens Borchers: Bandiogoula in Mali: Mit dem Geld, das sie als Migranten verdienten, bauten die Dorfbewohner Schulen, Wasserturm und Gesundheitszentrum.

Mali vor der Präsidentschaftswahl
Nur die Migranten sorgen für Entwicklung
Deutschlandfunk Kultur – 23.07.2018
In Mali in Westafrika geht ohne die Hilfe der Migranten nicht viel: Sie schuften in Europa, bauen mit ihrem Geld in den Dörfern zu Hause die Infrastruktur auf. Der Staat tut nichts. Trotzdem hofft der amtierende Präsident auf eine weitere Amtszeit.
Von Jens Borchers
Bandiogoula liegt etwa 600 Kilometer westlich der malischen Hauptstadt Bamako. Hierher führt keine Straße. Nach Bandiogoula kommt man nur über Sandpisten, quer durch die Savannen-Landschaft. Das Dorf hat etwa 8000 Einwohner, sagt der Dorfälteste Salomou Traoré, als wir uns zur Begrüßung im Hof seines Hauses niederlassen. Links und rechts neben diesem gelb gestrichenen Haus stehen traditionelle Lehmhütten.

Foto (c)Jens Borchers: Im Hof seines Hauses: Interview mit dem Dorfältesten von Bandiogoula, Traoré Salomou

Salomou Traoré hat ein Haus aus Stein gebaut. Gut ausgestattet, gepflegt, fast wohlhabend wirkt es. Traoré hat es mit dem Geld gebaut, das er in Frankreich verdient hat:
„Ich war 19 als ich weggegangen bin. Und ich war 43 Jahre in Frankreich, weil es hier im Dorf so viele Probleme gab.“
Das war in den 1960er Jahren. Keine Schule im Dorf, kaum Arbeit, wenig Chancen, Geld zu verdienen. Also wanderte Salomou Traoré aus.
Ohne Migration gäbe es keinen Fortschritt
Am nächsten Tag treffe ich den jungen Moussa im Dorf: 23 Jahre alt, er hat die Schule abgeschlossen, hat aber kein Geld, um in einer großen Stadt zu studieren. Er träumt von der Migration nach Europa:
„Ich könnte nach Marokko gehen und dann versuchen auf eines der Boote zu kommen, die übers Meer nach Europa fahren. Aber viele Boote gehen unter, mir ist das zu gefährlich. Ich kann es mit einem Visum versuchen. Aber das ist schwierig.“
Moussa weiß, dass Visa kaum zu bekommen sind. Er weiß auch, dass er eventuell einen Asylantrag stellen könnte – aber auch da stehen die Erfolgschancen schlecht. Also bleibt er in Bandiogoula. Nur: Eine Idee, was hier aus ihm werden soll, hat er nicht.
Dabei hat sich einiges verbessert im Dorf. Und jeder hier sagt: Diese Fortschritte hätte es ohne die Migration nie gegeben. Denn Migranten aus Bandiogoula überweisen nicht nur Geld an ihre eigenen Familien. Sie haben sich obendrein zusammengeschlossen und investieren in die Infrastruktur von Bandiogoula: Zwei Schulen sind so entstanden, ein Wasserturm, die Moschee wurde renoviert und eine Gesundheitsstation gebaut.
Ein Geburtszimmer – Migranten haben es finanziert
Im Dorf angekommen, werde ich zu einer feierlichen Eröffnungszeremonie eingeladen. In der kleinen Gesundheitsstation ist jetzt ein Zimmer für Geburten eingerichtet worden. Das wird jetzt eingeweiht.

Foto (c) Jens Borchers: Die Menschen im Dorf feiern ein Fest zur Einweihung des Geburtszimmers im Gesundheitszentrum.

Das ganze Dorf kommt dafür zusammen, es werden Reden gehalten, es wird getanzt. Die Dorfbewohner sind stolz. Es sind ihre Familienangehörigen, die in Europa schuften und das Geld für solche Investitionen nach Hause schicken. Salomou Traoré, der Dorfälteste, betont das gleich ein paar Mal:
„Alles, was es in unserem Dorf gibt, haben wir selbst aufgebaut. Der malische Staat hat hier nichts gemacht.“
„Wir leben von der Diaspora“
Es gibt keinen Strom, kein fließendes Wasser. Aber das Dorf hat trotzdem mehr als viele andere Dörfer vorweisen können, dank der Migranten. Lebt der Traum von der Migration also weiter? Ein alter Herr, auch er hat lange Jahre in Europa gearbeitet, beantwortet die Frage so:
„Wir haben doch keine Wahl – wir leben von der Diaspora. Wenn es hier mal wieder nicht regnet, so wie im vergangenen Jahr, als es keinen Tropfen Wasser gab, dann leben wir vom Geld der Migranten in Frankreich, in den USA, in Spanien oder in Deutschland.“
Die jungen Leute im Dorf sehen keine Zukunft in der Landwirtschaft, die wegen des Wassermangels und des extremen Klimas schon immer schwierig war. Der Viehhandel bringe auch nicht genug ein, sagen sie.
Moussa, der junge Mann, der davon träumt nach Frankreich zu gehen, zuckt mit den Schultern.
„Ich weiß nicht, wie die Zukunft sein wird. Ich habe niemanden in Frankreich, in Europa. Ich bin alleine.“
Aber er träumt weiter von einem Visum für Europa. Von einer Zukunft als Migrant, als einer der es schafft, im Ausland Geld zu verdienen, damit es seiner Familie im Dorf Bandiogoula, in Mali, besser geht.
Niemand hier erwartet, dass der malische Staat, dass die Regierung etwas für die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Region unternimmt. Oder dass die anstehende Präsidentschaftswahl Ende Juli etwas entscheidend verändern könnte. Wahlkampf? – Das beschäftigt in Bandiogoula kaum jemanden.


Abenteuerliche Fahrt in die Hauptstadt Bamako
Wir fahren zurück in die Hauptstadt Bamako. Durch Dörfer, die deutlich ärmer dran sind als Bandiogoula mit all seinen Migranten, die Geld nach Hause schicken. Durch Gassen und über Dorfplätze, zugemüllt mit Abfällen, Verpackungen und Plastiktüten. Vorbei an Ziegenherden und mageren Rindern. Vorbei an sandfarbenen Lehmhütten und halbfertigen Ziegelbauten. Aus dem Radio schallt die Musik der malischen Band Bogoly.
Die Nationalstraße nach Bamako ist streckenweise in einem abenteuerlichen Zustand. Tiefe Schlaglöcher lauern massenweise, manchmal hilft nur ein Ausweichmanöver in die Savanne. Die Lastwagen kommen auf dieser Straße nur mühsam voran. Erst kurz vor Bamako erreichen wir einen neu asphaltierten Streckenabschnitt. Er soll noch kurz vor der Wahl offiziell eingeweiht werden.
Denn in Bamako wird schon Wahlkampf gemacht. Und wie: Soumaila Cissé, Chef der Opposition im malischen Parlament, schaffte es bereits im Mai, etwa 40.000 Menschen ins große Fußballstadion der Hauptstadt zu locken.
Der Kandidat der Opposition hat wenig konkrete Ideen
Vuvuzelas dröhnen, Sirenen heulen – Soumaila Cissé wird empfangen wie ein Triumphator. Der 68-Jährige hatte die Wahlen vor fünf Jahren verloren. Er sagt, weil die Stimmenauszählung damals manipuliert wurde.…Weiterlesen
(…)
Korruption und Misswirtschaft sind ein Dauerthema der malischen Politik. Präsident Ibrahim Boubacar Keita hatte zu Beginn seiner Amtszeit versprochen, massiv gegen Bestechung, Bestechlichkeit und Vetternwirtschaft vorzugehen. Tatsächlich aber gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche Korruptionsaffären.
Die hat ein Mann besonders laut angeprangert, der sich nicht als Politiker versteht, der aber die malische Politik ordentlich aufgemischt hat. Ras Bath nennt er sich, wir treffen ihn in einem winzigen Büro, das er in einem Jugendzentrum in Bamako hat.

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Hoffnungsträger für die Jugend: ein Radiomoderator
Der 45-Jährige ist vor allem bei jungen Leuten beliebt. Er hat Radioshows moderiert. Eine davon, „Karten auf den Tisch“, wurde berühmt für einen sehr unverblümten Umgang mit den Mächtigen in Mali. Ras Rath hat Korruptionsfälle dokumentiert und klagt darüber, wie wenig Präsident Keita und seine Regierung dagegen unternommen haben. Sein Lieblingsbeispiel für das, was er „Verantwortungslosigkeit“ nennt, ist der Fall des ehemaligen Landwirtschaftsministers, der in einen Skandal um Kunstdünger verwickelt war und nach langem Hin und Her schließlich seinen Posten räumen musste. Eine rein kosmetische Maßnahme, kritisiert der malische Aktivist:
„Die Sanktion gegen den Landwirtschaftsminister bestand darin, dass er nach seiner Entlassung zum Aufsichtsratschef der größten Bank des Landes ernannt wurde. Er ist übrigens aktuell Vorsitzender der Partei des Präsidenten. Das ist natürlich eine der schönsten Strafen, die man sich vorstellen kann.“
Ras Bath hat einen Riesenwirbel ausgelöst, als er öffentlich machte, dass bei der Armee Geld unterschlagen wird. In einem Land, in dem die Soldaten schlecht ausgerüstet und miserabel bezahlt gegen Extremisten kämpfen müssen, sorgte die Nachricht für böses Blut. Viele junge Menschen sehen in Ras Bath deshalb einen Anführer. Jemanden, der die etablierte Polit-Elite zur Verantwortung ziehen will. Und er gefällt sich offensichtlich in dieser Rolle.
(…)
Ras Bath selbst möchte nicht in die Politik. Aber jetzt, vor der Präsidentschaftswahl, tritt er gemeinsam mit dem Oppositionsführer Soumaila Cissé auf. Dem Politiker Cissé soll das wohl Sympathien insbesondere bei vielen jungen Wählern verschaffen. Der Aktivist Ras Bath seinerseits hofft anscheinend darauf, bei einem Wahlerfolg Cissés zumindest einen Teil seiner Vorstellungen von Transparenz und Reformen politisch einklagen zu können.
Ob sich Soumaila Cissé wirklich gegen den amtierenden Präsidenten Keita durchsetzen kann – viele glauben nicht daran. Unter den Vertretern der internationalen Gemeinschaft in der malischen Hauptstadt Bamako scheint das auch gar nicht die entscheidende Frage zu sein. Cissés vage Vorschläge zur Lösung der komplexen Probleme Malis überzeugen sie nicht. Mit Präsident Keita haben sie vor allem eine Erfahrung gemacht: Da wird viel angekündigt und wenig umgesetzt.
Die Diplomaten treibt aber eine viel akutere Sorge um: Dass nämlich die Partei der Präsidenten versuchen könnte, auf Biegen und Brechen einen Sieg Keitas bereits im ersten Wahlgang durchzusetzen. Mit allen erlaubten, aber teilweise auch mit unerlaubten Mitteln wie Stimmenkauf. Natürlich redet darüber niemand offiziell, das verbietet die Diplomatie.
Aber einer wie Ras Bath spricht das ganz offen an. Er sagt, die Regierung habe kaum etwas dafür getan, dass junge Erstwähler tatsächlich auch an der Wahl teilnehmen können. Sie hätten sich registrieren lassen müssen, um eine Wahlkarte zu bekommen. Viele junge Menschen wissen das gar nicht und könnten im Wahllokal dann abgewiesen werden.
(…)
Der geopolitische Blick auf ihr Land ist vielen Maliern fremd. Im Dorf Bandiogoula werden kleine Fortschritte mit dem Geld der malischen Migranten in Europa finanziert – hier denkt man nicht über Sahel-Region nach. Im Norden von Mali wollen die Menschen vor allem Schutz vor Extremisten und vor der zunehmenden Kriminalität. Die große internationale Politik spielt da keine Rolle.
Die Mehrheit der Menschen hat ganz andere Probleme. Die Analphabetenquote liegt in Mali über 50 Prozent. Die meisten Dörfer haben weder Strom noch fließendes Wasser. Und fast die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Sicherheit. Bildung. Strom. Wasser. Und vor allem Arbeitsplätze – Jobs, Jobs, Jobs – das erwarten die Menschen von ihrem Staat und von ihrer Regierung.
„Der malische Staat hat hier nichts gemacht“
Im Dorf Bandiogoula, 600 Kilometer weit weg von den politischen und geopolitischen Gefechten der Hauptstadt, sind das die wichtigsten Themen. Nicht die malische Regierung hat im Dorf für Schulen, einen Wasserturm und ein Gesundheitszentrum gesorgt. Das haben die Dorfbewohner selbst gemacht. Mit dem Geld, das sie als Migranten im Ausland verdient haben. Wie hatte der Dorfälteste Salomou Traoré es noch ausgedrückt?
„Alles was es in unserem Dorf gibt, haben wir selbst aufgebaut. Der malische Staat hat hier nichts gemacht.“
Wahrscheinlich beschreibt der Dorfälteste von Bandiogoula damit ziemlich genau die Ursache der vielen Probleme, mit denen Mali schon so lange kämpft.
© 2018 deutschlandfunkkultur.de

Foto (c) Baba Ahmed: 16.07.2018, Mali, Yanfolila (Süden): Soumaila Cisse, Präsidentschaftskandidat der Union für die Republik und die Demokratie (URD), gestikuliert während einer Wahlkampfveranstaltung aus einem Auto in Richtung seiner Anhänger.

Unter etwas anderen Vorzeichen auch vom Bayerischen Rundfunk gesendet:
Eine Präsidentschaftswahl und ihre Risiken
Pulverfass Mali
Bayerischer Rundfunk 21.07.2018
Den westafrikanischen Staat Mali kennen viele Deutsche vermutlich nur deshalb, weil dort Bundeswehrsoldaten stationiert sind. (…)
Am 29. Juli finden Präsidentschaftswahlen statt. Die Kandidaten stehen Schlange, um Staatsoberhaupt Ibrahim Boubacar Keita aus seinem Amt zu verdrängen. Die Frage ist nur: Würde Keitas Niederlage an Malis fataler Situation irgendetwas ändern? Sind seine Gegenkandidaten tatsächlich Hoffnungsträger? Und wie leben Malis Bürger in einem Staat, der ihnen eigentlich nur sehr wenig bietet?
Jens Borchers über ein Land, in dem ungefähr die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt. Ein Land, in dem Terroristen den grausamen Alltag bestimmen. Ein Land, das viele daher auch für ein Pulverfass halten.
© 2018 br.de

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OUMOU SALL SECK IST JETZT IN BERLIN! – La nouvelle ambassadrice du Mali en Allemagne s’appelle Oumou Sall Seck

Madame Oumou Sall Seck war bisher Bürgermeisterin der Stadt Goundam, im Nigerbinnendelta unweit von Timbuktu – und das seit 2004. Eine kämpferische kompetente Frau, die nach der französischen Intervention in Mali im Januar 2013 in einem Feature der Tagesschau zitiert wurde: „Wir brauchen Dezentralisierung, wir brauchen einen politischen Dialog, wir brauchen Versöhnung!“ Die Malier untereinander müssten zusammenfinden, sagt die Bürgermeisterin. „Das ist sehr schwer, aber es ist nicht unmöglich.“
Jetzt wird sie ihrer Stadt fehlen, denn sie wurde zur Botschafterin Malis in der Bundesrepublik ernannt und letzte Woche in Berlin akkreditiert.

Madame Oumou Sall Seck, ancienne maire de Goundam dans la région de Tombouctou, a été nommée ambassadrice auprès de la République fédérale d’Allemagne. Elle a pris ses fonctions par la remise des lettres de créance à Berlin, la semaine dernière.

LESEN SIE UNBEDINGT / A LIRE ABSOLUMENT: #30TAGE30FRAUEN: OUMOU ÜBER EIN JAHRZEHNT BÜRGERMEISTERIN VON GOUNDAM – Maire de Goundam pendant plus d’une décennie: Oumou Sall Seck, in MALI-INFORMATIONEN 20.03.2016

Botschafter von Kosovo, Mali, Liberia, Honduras und Chile beim Bundespräsidenten akkreditiert
presseorgane.de – 19. Juli 2018
…Mali. 90% der über 18 Millionen Einwohner bekennt sich zum sunnitischen Islam. Auch Mali ist durch das Engagement der Bundeswehr in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gekommen. Obwohl die Frauen Malis im Durchschnitt mehr als sechs Kinder zur Welt bringen, ist die Lebenserwartung doch sehr gering und die Altersstruktur niedrig.

Botschafter akkreditiert Mali Oumou Sall-Seck

Foto (c) btb-concept.de: La nouvelle ambassadrice du Mali à Berlin avec le président fédéral Frank-Walter Steinmeier – Botschafterin der Republik Mali akkreditiert: Oumou Sall-Seck

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MACHT MUSIK! Ein Ethnologe versorgt die Menschen in Mali mit Instrumenten. Denn wenn sie ihre Traditionen pflegen können, haben Dschihadisten keine Chance

Foto (c) J.Fischer: Cours de danse à Kirina – Tanzunterricht in Kirina

Von Jonathan Fischer, zuerst publiziert in  Süddeutsche Zeitung (10.07.2018)

Das Hauptquartier der Minusma, der Friedensmission der Vereinten Nationen in Mali, thront wie eine Festung über dem nördlichen Niger-Ufer im Botschaftsviertel von Bamako. Stacheldraht, Scheinwerfer, Schützenpanzer. Wer eintreten will, muss zwei Schranken mit Sprengstoffdetektoren passieren. Aber am Ende schütteln die Sicherheitsoffiziere den Besuchern die Hand – so gehört es sich in Mali nun mal.

Paul Chandler, ein amerikanischer Musikethnologe, soll heute seine Dokumentation „It Must Make Peace“ vorführen. Eine Art kultureller Nachhilfeunterricht für das Personal der Friedensmission. „Militärisch ist dieser Konflikt nicht zu gewinnen“, sagt Chandler, ein weißhaariger Mittvierziger, während sich Offiziere aus aller Welt in die roten Samtsessel des Kinosaals zwängen. „Wer in Mali etwas bewegen will, muss erst einmal die Kultur verstehen.“ Das ist Chandlers Mantra.

Die Lage in dem Land verdüstert sich zunehmend. Weite Teile von Nord- und Zentralmali entziehen sich der staatlichen Kontrolle, Dschihadisten terrorisieren dort die Bevölkerung. Wenn in den Dörfern gefeiert wird, fallen sie…

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MIT GENVERÄNDERTEM SAATGUT FÄHRT MAN NICHT BESSER: AUCH SO WIRD MALI WIEDER GRÖSSTER BAUMWOLLPRODUZENT – Le Mali redevient le premier producteur de coton en Afrique, sans OGM

Mali wird 2017/18 wieder der größte Baumwollproduzent in Afrika
Paris (AFP) – 26. Februar 2018
ORTM / Tagesschau vom 25. Februar 2018
Mali hat 2017/18 eine sehr gute Baumwollernte eingefahren, von mehr als 700.000 Tonnen und wird wieder zum ersten afrikanischen Erzeugerland vor Burkina Faso.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM LETZTEN FOTO

LESEN SIE AUCH / VOIR AUSSI
=> WARUM GIBT BURKINA FASO DIE MONSANTO-BAUMWOLLE AUF? – Le Burkina Faso, no.1 des cultivateurs OGM en Afrique, entame sa sortie in MALI-INFOS 17.03.2016

Le Mali redevient le premier producteur de coton en Afrique en 2017/18
Paris (AFP) – 26 Fév 2018
ORTM / Journal TV du 25 Février 2018
Le Mali a réalisé une très bonne récolte de coton sur la saison 2017/18, dépassant les 700.000 tonnes et redevenant le premier pays producteur d’Afrique devant le Burkina Faso, selon un responsable de l’interprofession malienne.

Foto (c) maliweb: capture d’écran ORTM – Screenshot ORTM, Baumwollernte

“Cette année, le Mali a fait une très bonne récolte de coton et il est redevenu le premier producteur en Afrique, devant le Burkina”, a déclaré Tiniougo Sangaré, secrétaire exécutif de l’interprofession du coton, dans un entretien avec l’AFP au salon de l’Agriculture. Weiterlesen

FENFO IST AUF DEM MARKT! (SOMETHING TO SAY) – Fatoumata Diawara sort son deuxième album FENFO

Fatoumata Diawara
reservix – Juni 2018
Fatoumata Diawara kann man nur als wahre Powerfrau bezeichnen. Als Singer-Songwriterin zählt sie seit dem Album „Fatou“ zu den renommiertesten Vertretern populärer World Music.

DEUTSCHER ARTIKEL WEITER UNTER DEN FRANZÖSISCHEN

Mehr über den Inhalt und die Botschaft dieser tollen Sängerin (hier auch im französischen Artikel #2) / MORE Fenfo et le premier morceau NTERINI
=> NTERINI – « MEINE LIEBE IST WEIT WEG GEGANGEN UND WIRD VIELLEICHT NIE WIEDER KOMMEN » – « Sur 7 milliards d’habitants, il y a un milliard de migrants » in MALI-INFOS 26.04.2018

Trailer, published on May 25, 2018


1. Fatoumata Diawara
facebook – 24 mai, 20:08 ·
Ça y est, les amis et amies, mon album Fenfo coréalisé par mon frère Matthieu Chedid – M – après avoir attendu pendant 7 ans, sortira demain inchalha dans ce mois béni de Carême. Weiterlesen

EINE SCHÖNE GESCHICHTE ÜBER MALI IN PARIS – Une belle histoire sur le Mali à Paris

Spektakuläre Rettungsaktion: Der Spiderman von Paris
Süddeutsche Zeitung – 28. Mai 2018, 11:09
In Paris ist ein 22-Jähriger zum Helden geworden, weil er ein Kind gerettet hat, das drohte, aus dem vierten Stock eines Hauses zu stürzen.

DEUTSCHER ARTIKEL WEITER UNTER DEN FRANZÖSISCHEN

1. Paris: l’homme qui a sauvé un enfant suspendu dans le vide est un sans-papier malien
AFP – 27.05.2018 à 21:00
Le jeune homme qui a sauvé samedi soir à Paris un enfant de quatre ans suspendu dans le vide au 4e étage d’un immeuble se nomme Mamoudou Gassama, un sans-papier originaire du mali, a indiqué dimanche Ian Brossat, adjoint à la maire de Paris.

Foto (c) AFP/Christophe ARCHAMBAULT: Tentes de migrants le long d’un canal à Paris le 25 mai 2018 – Zelte von Migranten am Ufer eines Kanals in Paris

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NTERINI – « MEINE LIEBE IST WEIT WEG GEGANGEN UND WIRD VIELLEICHT NIE WIEDER KOMMEN » – « Sur 7 milliards d’habitants, il y a un milliard de migrants »

1. Fatoumata Diawara kündigt ihr zweites Album mit einem strahlenden Clip an
francetvinfo – 09.03.2018
Als große Stimme des heutigen Afrikas war Fatoumata Diawara kürzlich der weibliche unverzichtbare Teil des malischen Projekts von Matthieu Chedid: „Lamomali“. Nun kündigt sie das Erscheinen ihres zweiten Soloalbums mit einem neuen Lied an, „Nterini“.
2. Fatoumata Diawara – „Nterini“
COSMO – 19.03.2018
Auf der Welt leben sieben Milliarden Menschen – eine Milliarde davon sind Migranten. Mit diesem Fakt, beginnt das Video …

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG #1) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Voir aussi dans MALI-INFORMATIONEN :
« LAMOMALI » – Matthieu Chedid & Fatoumata Diawara & père et fils Diabaté: nouvel album – 27.12.2016
et VORPREMIERE DES NEUEN ALBUMS LAMOMALI (Die Seele Malis) IN BAMAKO – Avec -M-, « béni soit qui au Mali danse » à Bamako – 30.01.2018

1. Fatoumata Diawara annonce son second album avec un clip lumineux.
francetvinfo – 09.03.2018
Par Laure Narlian
Grande voix de l’Afrique actuelle, Fatoumata Diawara fut récemment la contribution féminine indispensable du projet malien de Matthieu Chedid „Lamomali“. Weiterlesen