MOBILISIERUNG DER BÜRGER MIT DEM ZIEL, AUS MALI EIN LAND ZU MACHEN, AUF DAS DIE MALIER STOLZ SEIN KÖNNEN (INTERVIEW MIT MME SY KADIATOU SOW)

Dieses Interview mit Sy Kadiatou Sow ist während einer Vor-Ort-Recherche der Journalistin Charlotte Wiedemann bereits im Dezember 2017 entstanden, hat aber im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen kaum etwas von seiner Aktualität verloren.

Demokratie in Mali: „Wir sind gefallen und versuchen aufzustehen“
Heinrich-Böll-Stiftung – 31. Januar 2018
Von Charlotte Wiedemann
Aus der Erbitterung über die herrschende politische Klasse und die gefühlte Besatzung durch Militärinterventionen erwächst in Mali eine gestärkte Opposition. Die ehemalige Außenministerin Sy Kadiatou Sow ruft die Jugend auf, sich zu erheben.

Foto (c) Charlotte Wiedemann

Foto (c) Charlotte Wiedemann: Madame Sy Kadiatou Sow ist Mitbegründerin von „Antè a Banna“ (zu deutsch etwa: es reicht!), einem breiten oppositionellen Bündnis in Bamako. Die 62jährige ist gleichfalls Präsidentin der Vereinigung „Alliance pour la Democratie“ (Adema). Diese brachte 1991 nach dem Sturz der Militärdiktatur nicht nur die gleichnamige Partei Adema hervor, heute noch die größte des Landes, sondern auch alle anderen politischen Parteien der jungen Demokratie. Madame Sy war u.a. Außenministerin und die erste weibliche Gouverneurin ihres Landes.

Madame Sy, Sie sind eine etablierte langjährige Politikerin – und doch sitzen Sie nun in einem Oppositionsbündnis mit radikalen Jugendlichen, die vom politischen System Malis völlig frustriert sind. Was hat Sie an deren Seite gebracht? Weiterlesen

DSCHIHADISTEN AN DEN RUNDEN TISCH ? – Il faut négocier avec les djihadistes?

1. Mit Dschihadisten verhandeln?

Le Monde Diplomatique – 12.04.2018
Von Charlotte Wiedemann
Neutralisieren, unschädlich machen. Für das Töten muslimischer Terroristen werden Worte verwandt, die aus der Insektenvernichtung stammen. Es scheint sich um Täter jenseits aller gemeinhin geltenden Maßstäbe zu handeln, bei deren Bekämpfung folglich das Völkerrecht keine Anwendung zu finden braucht. Der War on Terror, psychologisch und rechtlich derart entgrenzt geführt, ist auf den meisten Schauplätzen militärisch gescheitert. Damit verliert auch die westliche Definition vom totalen Feind an Deutungsmacht.
2. Mit Dschihadisten verhandeln? Eine radikale Idee, die in Mali immer populärer wird
IRIN – 19.04.2018
Analyse von Aliou Hasseye, Freelance-Journalist in Bamako
Keine deutsche Übersetzung, aber hier geht es => zur englischen Version
3a. Frieden und Sicherheit in Mali: IBK hatte versucht, mit Iyad Ag Ghaly zu verhandeln
Bamako (La Sirène) – 21. Februar 2018
Viele Male von der malischen Zivilgesellschaft aufgefordert, einen Prozess des Dialogs mit den im Norden agierenden Terrorgruppen zu beginnen, hat sich Präsident IBK zu diesem Thema öffentlich schon immer kompromisslos gezeigt.
3b. Terroristen: sortiert sie, bevor ihr verhandelt!
maliweb – 27. März 2018
Verhandeln mit Iyad Ag Ghaly? Dies wäre nach Ansicht einiger Malier die Wunderlösung für die Probleme Malis. Aber was sagen die Terroristen? Haben sie sich jemals dafür ausgesprochen?

DEUTSCHE ARTIKEL (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG von #3) WEITER UNTER DEN FRANZÖSISCHEN

LESEN SIE AUCH / VOIR AUSSI:
DIE MISSION BLEIBT ZWEIFELHAFT: NEUE STUDIE ZUR AKTUELLEN SITUATION IN MALI – 5 ans après le debut de l’intervention, il reste des doutes (Analyse), MALI-INFOS 26/04/2018

2. Négocier avec les djihadistes ? Une idée radicale qui gagne en popularité au Mali
BAMAKO (IRIN) – 19 avril 2018
Par Aliou Hasseye, journaliste freelance
Au Mali, pays en proie à la violence où les attentats mortels perpétrés par des djihadistes sont monnaie courante, les observateurs posent une question auparavant impensable : le temps est-il venu de négocier avec les extrémistes ? Weiterlesen

DIE MISSION BLEIBT ZWEIFELHAFT: NEUE STUDIE ZUR AKTUELLEN SITUATION IN MALI – 5 ans après le debut de l’intervention, il reste des doutes (Analyse)

Foto oben (c) AP/Jerome Delay: A French soldier waits for a French Puma transport helicopter to land on the soccer stadium to test the field in the center of Niono, some 400 kms (300 miles) North of the capital Bamako Sunday Jan. 20, 2013.

Charlotte Wiedemann hat wieder eine „treffende“ Analyse auf Grundlage zahlreicher (ca. 40) Gespräche während ihrer letzten Recherchereise nach Mali im Dezember 2017 geliefert. Eine Analyse aus deutscher Nicht-Regierungs-Sicht, aber eben auch aus malischer Sicht.

In diesem Zusammenhang ist ihr Beitrag in der taz vom 21.01.2013, 10 Tage nach der damaligen Intervention, immer noch sehr aufschlussreich: In zweifelhafter Mission.

Charlotte Wiedemann, une journaliste freelance, a fait des recherches et a mené une quarantaine d’entretiens au Mali avec différents interlocuteurs parmi lesquels des représentants locaux de la société civile, des acteurs politiques, des religieux, des scientifiques, des agents des forces de sécurité, des membres des Nations unies, des diplomates et des représentants allemands de la coopération au développement, en décembre 2017.
Une journaliste que j’apprécie beaucoup … pendant quelques années elle avait aussi vécu au Mali mariée á un syndicaliste – donc une femme de terrain, on pourrait dire.

Cette étude vient juste d’être traduite en français (VOIR en bas de l’article).

Viel Militär, weniger Sicherheit

Mali – fünf Jahre nach Beginn der Interventionen

,

Zusammenfassung

– Fünf Jahre internationaler Militärintervention haben für Malis Bevölkerung keine Sicherheit gebracht. Vielmehr breiten sich die Zonen der Unsicherheit im Land immer weiter aus. Weiterlesen

NICHT WEISS SCHREIBEN: Interview mit Charlotte Wiedemann

Ein schönes Interview mit Charlotte Wiedemann, die gerade wieder einen „treffenden“ Beitrag über ihre letzte Recherchereise aus Mali geliefert hat.
LESEN SIE HIER:
=> Viel Militär, weniger Sicherheit; Mali – fünf Jahre nach Beginn der Interventionen

Reblogged:
interviewsmitjournalistinnen.com by Hannah El-Hitami

Interviews mit Journalist*innen

„Weiß“ ist zu einem kontroversen Wort geworden. Für die einen bedeutet es, Wahrheiten zu hinterfragen, die vielleicht nur aus eurozentrischer Sicht gelten, und sich mit Privilegien auseinanderzusetzen, die über Jahrhunderte entstanden sind. Für andere bedeutet das Wort einen Angriff, die Angst davor sich schuldig fühlen zu müssen, eine weitere Zensur im Namen der „Political Correctness“. Da ich eher zu der ersten Gruppe gehöre, fand ich es toll, Charlotte Wiedemanns Buch „Vom Versuch, nicht weiß zu schreiben“ (2012) zum Geburtstag zu bekommen, und habe es in wenigen Tagen durchgelesen. Das Buch ist – wie sie selbst sagt – weder eine Streitschrift gegen den Auslandsjournalismus an sich noch eine ulkige Betrachtung ihrer eigenen Erfahrungen im Iran, in Mali, Kambodscha, etc. … Es ist ein (selbst-)kritisches Nachdenken darüber, wie Journalist*innen in Europa, für Europa, von Europa aus über die Welt berichten. Wie es in anderen Ländern und Kulturen tatsächlich aussieht, entspricht dabei oft…

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DAS LEBEN NIMMT SEINEN LAUF, SAGT IBK ZUR WIEDERERÖFFNUNG DES RADISSON BLU IN BAMAKO + INTERVIEW MIT DEM VERSÖHNUNGSMINISTER – Le Radisson Blu de Bamako revient : La vie reprend son cours

1. 25 Tage nach dem tödlichen Angriff: das Radisson Blu Hotel in Bamako öffnet wieder
AFP – 15.12.2015
Das Radisson Blu Hotel in Bamako, am 20. November Schauplatz eines bewaffneten Angriff, dem 20 Menschen, darunter 14 Ausländer, zum Opfer fielen, wurde am Dienstag offiziell wiedereröffnet.
2. Zahabi: „Mali aus der Geiselhaft von Terroristen befreien“
Deutsche Welle – 17.12.2015
Im DW-Gespräch mit Fréjus Quenum verteidigt Versöhnungsminister Ould Sidi Mohamed Zahabi den Friedensprozess.
DW: Im Sommer haben die malische Regierung und die Rebellengruppen, vor allem der Zusammenschluss der Bewegungen des Azawad (CMA), in Algier einen Friedensvertrag unterzeichnet. Wie kommt der Versöhnungsprozess voran?
Ould Sidi Mohamed Zahabi: Sehr gut. Und alle Malier – egal ob im Land selbst oder im Ausland- wünschen sich Frieden und Versöhnung. Denn wir sind ein Staat mit einer langen Tradition des Zusammenlebens und kultureller Harmonie – das war immer die Stärke Malis.
3. Selbstverliebte Opfer
taz – 14.12.2015
Von Charlotte Wiedemann
Vielleicht muss man die Geschichte vom Radisson Blu doch anders erzählen.
Erinnert sich jemand? 20. November, Bamako, Mali.

DEUTSCH (#1 VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM ORIGINAL

1. L’hôtel Radisson Blu de Bamako rouvre 25 jours après l’attaque meurtrière
AFP – 15.12.2015
L’hôtel Radisson Blu de Bamako, théâtre le 20 novembre d’une attaque armée ayant fait 20 morts dont 14 étrangers, a officiellement rouvert mardi, a constaté un journaliste de l’AFP.


Foto (c) maliweb: Hôtel Radisson Blu, Bamako

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BUCHBESPRECHUNG: MALI ODER DAS RINGEN UM WÜRDE (Update)

Ein verwundetes Land
Frankfurter Rundschau – 21.09.2014
Von Thomas Schmid
Die Islamisten auf dem Vormarsch, der Westen interveniert. Nein, nicht vom Irak ist die Rede, sondern von Mali. Noch keine zwei Jahre ist es her, da sorgte das westafrikanische Land für Schlagzeilen. Doch schon ist der Konflikt weithin vergessen, verschwunden hinter dem Bürgerkrieg in der Ukraine und dem Terror der Dschihadisten des „Islamischen Staats“ im Irak. Die mediale Logik fordert ihren Tribut. Morgen ist heute gestern.

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ALGIER: EIN SCHRITT VORWÄRTS, ZWEI ZURÜCK – Alger: les pas du «couper/décaler»

1. Mali-Krise: Gruppen des Nordens beschließen, unisono zu sprechen
Algier (Algerien) (AFP) – 09.14.2014 21:04
Bewegungen im Norden Malis, die in Algier an der zweiten Phase der Friedensverhandlungen mit Bamako teilnehmen, haben beschlossen, mit „einer Stimme“ zu sprechen, um eine „umfassende Lösung“ in diesem Gebiet zu erreichen, nach Meldung der Agentur APS.
2. Verhandlungen von Algier: Azawad immer noch aktuell
Bamako (L’Indicateur du Renouveau) – 2014.12.09
Es ist schwierig, Azawad aus dem Bewusstsein der bewaffneten Gruppen zu entfernen. Ihre Taten und Gesten in Algier demonstrieren es hinreichend.
Die Lobby, die sich hinter Azawad verbirgt, setzt ihre Offensive fort, trotz der laufenden Verhandlungen in Algier.

3. Gespräche von Algier: Bewaffnete Gruppen boykottieren die direkten Verhandlungen
Bamako (Lerepublicainmali) – 17/09/2014
Kaum begonnen, stolpern die direkten Verhandlungen zwischen der malischen Regierung und den bewaffneten Gruppen im Norden. Und zwar aus gutem Grund, denn am 15. September haben die bewaffneten Bewegungen der Koordination die Tür zugeschlagen.
4. Aus Charlotte Wiedemanns jüngster Auswertung zu Mali in der aktuellen Le Monde Diplomatique:
Mission Mali
LMD – 12.09.2014
(…)
Was die malischen Tuareg betrifft: Sie haben immer noch keine Charta vorgelegt, einen Katalog konkreter Forderungen, auf die sich Kräfte der Zivilgesellschaft beziehen könnten.

DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) UND LMD-ARTIKEL WEITER UNTER DEM ORIGINAL

1. Crise malienne: des groupes du nord décident de parler à l’unisson
Alger (Algérie) (AFP) – 14.09.2014 21:04
Des mouvements du nord du Mali, qui participent à Alger à la deuxième phase des négociations de paix avec Bamako, ont décidé de parler d’une „seule voix“ pour parvenir à une solution „globale“ dans cette région, selon l’agence APS.
Le chef de la diplomatie algérienne Ramtane Lamamra le 1er septembre 2014 à Alger
Foto © AFP/Farouk Batiche: Le chef de la diplomatie algérienne Ramtane Lamamra le 1er septembre 2014 à Alger
Der algerische Außenminister Ramtane Lamamra am 1. September 2014 in Algier
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