DAS LEBEN NIMMT SEINEN LAUF, SAGT IBK ZUR WIEDERERÖFFNUNG DES RADISSON BLU IN BAMAKO + INTERVIEW MIT DEM VERSÖHNUNGSMINISTER – Le Radisson Blu de Bamako revient : La vie reprend son cours

1. 25 Tage nach dem tödlichen Angriff: das Radisson Blu Hotel in Bamako öffnet wieder
AFP – 15.12.2015
Das Radisson Blu Hotel in Bamako, am 20. November Schauplatz eines bewaffneten Angriff, dem 20 Menschen, darunter 14 Ausländer, zum Opfer fielen, wurde am Dienstag offiziell wiedereröffnet.
2. Zahabi: „Mali aus der Geiselhaft von Terroristen befreien“
Deutsche Welle – 17.12.2015
Im DW-Gespräch mit Fréjus Quenum verteidigt Versöhnungsminister Ould Sidi Mohamed Zahabi den Friedensprozess.
DW: Im Sommer haben die malische Regierung und die Rebellengruppen, vor allem der Zusammenschluss der Bewegungen des Azawad (CMA), in Algier einen Friedensvertrag unterzeichnet. Wie kommt der Versöhnungsprozess voran?
Ould Sidi Mohamed Zahabi: Sehr gut. Und alle Malier – egal ob im Land selbst oder im Ausland- wünschen sich Frieden und Versöhnung. Denn wir sind ein Staat mit einer langen Tradition des Zusammenlebens und kultureller Harmonie – das war immer die Stärke Malis.
3. Selbstverliebte Opfer
taz – 14.12.2015
Von Charlotte Wiedemann
Vielleicht muss man die Geschichte vom Radisson Blu doch anders erzählen.
Erinnert sich jemand? 20. November, Bamako, Mali.

DEUTSCH (#1 VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM ORIGINAL

1. L’hôtel Radisson Blu de Bamako rouvre 25 jours après l’attaque meurtrière
AFP – 15.12.2015
L’hôtel Radisson Blu de Bamako, théâtre le 20 novembre d’une attaque armée ayant fait 20 morts dont 14 étrangers, a officiellement rouvert mardi, a constaté un journaliste de l’AFP.


Foto (c) maliweb: Hôtel Radisson Blu, Bamako

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BUCHBESPRECHUNG: MALI ODER DAS RINGEN UM WÜRDE (Update)

Ein verwundetes Land
Frankfurter Rundschau – 21.09.2014
Von Thomas Schmid
Die Islamisten auf dem Vormarsch, der Westen interveniert. Nein, nicht vom Irak ist die Rede, sondern von Mali. Noch keine zwei Jahre ist es her, da sorgte das westafrikanische Land für Schlagzeilen. Doch schon ist der Konflikt weithin vergessen, verschwunden hinter dem Bürgerkrieg in der Ukraine und dem Terror der Dschihadisten des „Islamischen Staats“ im Irak. Die mediale Logik fordert ihren Tribut. Morgen ist heute gestern.

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ALGIER: EIN SCHRITT VORWÄRTS, ZWEI ZURÜCK – Alger: les pas du «couper/décaler»

1. Mali-Krise: Gruppen des Nordens beschließen, unisono zu sprechen
Algier (Algerien) (AFP) – 09.14.2014 21:04
Bewegungen im Norden Malis, die in Algier an der zweiten Phase der Friedensverhandlungen mit Bamako teilnehmen, haben beschlossen, mit „einer Stimme“ zu sprechen, um eine „umfassende Lösung“ in diesem Gebiet zu erreichen, nach Meldung der Agentur APS.
2. Verhandlungen von Algier: Azawad immer noch aktuell
Bamako (L’Indicateur du Renouveau) – 2014.12.09
Es ist schwierig, Azawad aus dem Bewusstsein der bewaffneten Gruppen zu entfernen. Ihre Taten und Gesten in Algier demonstrieren es hinreichend.
Die Lobby, die sich hinter Azawad verbirgt, setzt ihre Offensive fort, trotz der laufenden Verhandlungen in Algier.

3. Gespräche von Algier: Bewaffnete Gruppen boykottieren die direkten Verhandlungen
Bamako (Lerepublicainmali) – 17/09/2014
Kaum begonnen, stolpern die direkten Verhandlungen zwischen der malischen Regierung und den bewaffneten Gruppen im Norden. Und zwar aus gutem Grund, denn am 15. September haben die bewaffneten Bewegungen der Koordination die Tür zugeschlagen.
4. Aus Charlotte Wiedemanns jüngster Auswertung zu Mali in der aktuellen Le Monde Diplomatique:
Mission Mali
LMD – 12.09.2014
(…)
Was die malischen Tuareg betrifft: Sie haben immer noch keine Charta vorgelegt, einen Katalog konkreter Forderungen, auf die sich Kräfte der Zivilgesellschaft beziehen könnten.

DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) UND LMD-ARTIKEL WEITER UNTER DEM ORIGINAL

1. Crise malienne: des groupes du nord décident de parler à l’unisson
Alger (Algérie) (AFP) – 14.09.2014 21:04
Des mouvements du nord du Mali, qui participent à Alger à la deuxième phase des négociations de paix avec Bamako, ont décidé de parler d’une „seule voix“ pour parvenir à une solution „globale“ dans cette région, selon l’agence APS.
Le chef de la diplomatie algérienne Ramtane Lamamra le 1er septembre 2014 à Alger
Foto © AFP/Farouk Batiche: Le chef de la diplomatie algérienne Ramtane Lamamra le 1er septembre 2014 à Alger
Der algerische Außenminister Ramtane Lamamra am 1. September 2014 in Algier
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FALEA DARF NICHT STERBEN: WIDERSTAND DER MENSCHEN GEGEN DEN URANABBAU (II) + AUFRUF – Falea: eviter le pire! Signez l’appel!

(c) forumcivique: Falea, Landebahn vor dem Dorf
1. Mali: Eine denkwürdige Konferenz und ein Staatsstreich
Forum Civique Européen – 20.05.2012
Die Konferenz «Uran, Gesundheit und Umwelt» in Bamako vom 16.-18. März 2012 hatte die Besonderheit, dass sie von einer Bürgerinitiative der kleinen Gemeinde Falea in Mali, der ARACF …… organisiert wurde.

2. Angst zwischen hohen Gräsern
Wochenzeitung(CH) – 23.01.2014
Die malische Gemeinde Falea muss sich entscheiden, ob eine kanadische Firma auf ihrem Gebiet Uran abbauen darf. Wie geht eine traditionelle Gemeinschaft mit spärlicher Information, innerer Zerstrittenheit und ungewissen Aussichten um?
3. Neuigkeiten aus Falea
FCE/FEB – 19.02.2014
Der seit der Katastrophe in Fukushima kontinuierlich sinkende Preis für das kommerzielle Uran, «Yellowcake», verzögert den Abbau neuer Vorkommen; dies hat auch Konsequenzen für Falea.(…) Der Delegierte der Aracf konnte anlässlich dieser Unterredung feststellen, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung noch immer im Stadium der Absichtserklärung steckt und kein Zeitpunkt der Veröffentlichung angegeben wurde. Dies hat zur Folge, dass die geplante und angekündigte Volksbefragung in den 21 Dörfern von Falea ein weiteres Mal verschoben werden muss.
DEUTSCHE ARTIKEL WEITER UNTER DEN LETZTEN FOTOS

UNTERZEICHNEN SIE / SIGNEZ

Aufruf: Kein Rohstoffabbau gegen Menschenrechte, Demokratie und Umwelt

Aufruf der Gemeinde Falea und des Landkreises Kenieba (MALI) gegen eine geplante Uranmine
Die Einwohner Faleas möchten eine Volksbefragung organisieren, die jedem Einwohner der 21 Dörfer der Gemeinde eine Stimme gibt.
Eine grosse Zahl von Unterzeichnern kann die Durchführung einer Volksbefragung in Falea im Frühjahr 2014 garantieren und ermöglichen, dass der Volksentscheid respektiert wird.
=> weiterlesen und unterschreiben

Sans respect de la Démocratie, des Droits de l’Homme et de l’Environnement pas d’exploitation minière. Appel de la Commune rurale de Faléa et du Cercle de Kéniéba (MALI), menacés par le projet d’une mine d’uranium.
=> lire la suite et signer

1. Une conférence mémorable et puis ….un coup d’État
falea21 – 30 mars 2012, par KasparConférence sur l’Uranium, la santé et l’environnement
La conférence sur l’Uranium, la santé et l’environnement à Bamako du 16 au 18 mars 2012 avait la particularité d’avoir été organisée par une initiative citoyenne d’une petite Commune, Weiterlesen

VOM VERSUCH, NICHT WEISS ZU SCHREIBEN (BUCHANKÜNDIGUNG)

by blogautorin aramata:
Im September 2012 erschien das neue Buch der Journalistin Charlotte WIEDEMANN, zu dem sie u.a. durch Erfahrungen in Mali angeregt wurde:

Vom Versuch, nicht weiß zu schreiben. Oder: Wie Journalismus unser Weltbild prägt.

„Es handelt sich um eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit
eurozentrischen Sichtweisen und Wahrnehmungen, entlang meiner eigenen
Erfahrungen als Auslands-Reporterin, unter anderem in 16 islamischen
Ländern.“ sagt sie selbst.
Sie nimmt ihre LeserInnen mit auf eine Reise durch Kulturen und Kontinente und lässt sie hinter die Kulissen ihrer Arbeit blicken.
Der Versuch, nicht weiß zu schreiben, ist die Suche nach einem Blick auf die Welt befreit von der Enge des Eurozentrismus. Ein Plädoyer für einen Journalismus des Respekts.

Flyer_Wiedemann
pdf-Flyer des Verlags

Vorwort
Ist weiß eine Farbe? Die Farbigen, das sind für uns die anderen. Weiterlesen

EIN ANDERER BLICK AUF MALI – Un autre regard sur le Mali (Essay de Charlotte Wiedemann)

Charlotte Wiedemann ist eine freiberufliche deutsche Autorin, die Reportagen aus dem Ausland, aber auch Bücher verfasst.wiedemann_portrait2
Sie wurde 1954 geboren und arbeitet seit 25 Jahren als Journalistin. Sie erhielt u.a. den Medienpreis Entwicklungspolitik 2008 – den Hauptpreis in der Kategorie Print.

Böses Spiel hinter der Fassade

DIE WOCHENZEITUNG, Schweiz – 09.08.2012
Von Charlotte Wiedemann
Kann ein Land binnen kurzem von einer gepriesenen Demokratie zum failed state werden? Oder ist schon die Frage falsch gestellt?

Der Blick auf Mali und seine Krise wird von einem Dickicht falscher Annahmen verstellt. Wer auf einer Karte die bizarre Silhouette des Landes sieht, mag glauben, es handele sich ohnehin um ein künstliches Gebilde, immer schon zweigeteilt, wo nun auseinanderbreche, was noch nie zusammengehörte. Tatsächlich zählte Mali jedoch zu den wenigen großen Reichen der afrikanischen Geschichte; der heutige nachkoloniale Staat bedeckt nur einen Teil des einstigen Territoriums. Die Bevölkerung Malis war immer multi-ethnisch; sie ist es auch heute, in allen Landesteilen, den Norden inbegriffen, wo die Tuareg, die am meisten von sich reden machen, eine Minderheit sind. WEITER UNTER DEM KASTEN

Protestaktion in der Hauptstadt Bamako gegen die Besetzung des Nordens
Foto (c) Keystone/Harouna Traoré: «Eher den Tod als die Teilung von Mali»: durch islamistische Extremisten.

Un autre regard sur le Mali

Par Charlotte Wiedemann
Est-ce qu’un pays peut-il se transformer dans une courte période d’une démocratie tant vantée vers un État défaillant? Ou encore la question est faussement posée?
Le regard sur le Mali et sa crise est obstrué par un taillis de fausses suppositions. Weiterlesen

AFRIKA MIT ANDEREN AUGEN SEHEN

AFRIKA MIT ANDEREN AUGEN SEHEN

In Timbuktu wird ein schwarzes Kulturerbe neu entdeckt

(So lautete der Titel des Artikels von Charlotte WiedemannDIE WÜSTE LIEST„, als er am 22.12.2009 zum ersten Mal in der ZEIT erschien.)

Das Abendlicht steckt rosa Federn an den Himmel. Eine Ziegenherde wirbelt Staub auf, und als er sich senkt, fällt sandfarbene Dämmerung über eine sandfarbene Stadt. Vor dem Lehmbau der Sankoré-Moschee liegen Männer plaudernd im Sand, er verschluckt ihre Stimmen, murmelnd versinkt Timbuktu in früher Nacht.

Wir sind mit dem Flugzeug gekommen; ein Stilbruch. Weiterlesen