DEUTSCHLAND IST IN MALI GUT ANGESEHEN UND WILL SICH NOCH STÄRKER ENGAGIEREN – Engagement allemand accru au Mali

Mali: Mit deutscher Hilfe zur Versöhnung
Deutsche Welle -05.02.2014
Deutschland will sich künftig stärker in Mali engagieren. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen. Der Friedensprozess in dem westafrikanischen Land geht nur langsam voran.

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Engagement allemand accru au Mali
Deutsche Welle – 05.02.2014
Par Sandrine Blanchard
Le gouvernement allemand vient de prolonger son engagement au Mali, où le contingent allemand doit être renforcé. Actuellement, les soldats de la Bundeswehr participent à deux missions distinctes au Mali.
La Bundeswehr au Mali

Foto (c) DW/Sandrine Blanchard

Pour l’instant, ils sont une centaine de soldats allemands à participer à la formation européenne de l’armée malienne, dans le camp de Koulikoro, près de Bamako. C’est là-bas que nous avions rencontré il y a quelque temps le lieutenant-colonel Ickert, à la tête du contingent allemand de la mission de l’EUTM :
« Nous avons ici des officiers maliens qui accompagnent notre formation. Comme ça, ils sauront ce qu’ils sont en mesure d’exiger de leurs hommes, et puis, à termes, ils pourront eux-mêmes se charger de la formation. »
Augmentation du contingent
Le gouvernement allemand a décidé de faire passer le nombre maximal de membres de la Bundeswehr qui pourront être envoyés au Mali de 180 à 250 soldats, avec, éventuellement, une participation de la brigade franco-allemande. Et leur mission est prolongée jusqu’à fin février 2015. Il y a aussi 70 soldats allemands qui sont stationnés au Sénégal. Ils aident eux la Minusma, c’est-à-dire la mission de l’ONU, et la mission française Serval, notamment pour le transport de troupes et de matériel et le ravitaillement aérien.
Un renforcement plutôt bien accueilli…
D’autant que l’engouement pour la France s’est un peu amenuisé. Mais l’engagement de l’Allemagne doit dépasser la simple participation aux missions militaires, de l’avis de Yacouba Berthé, de la fondation allemande Konrad-Adenauer à Bamako, interrogé par Dirke Köpp :
« Les partis politiques ou les acteurs de la société civile méritent d’être renforcés parce qu’il y a un véritable manque de culture démocratique. Les institutions ne sont pas suffisamment fortes, les organisations de la société civile ne sont pas suffisamment puissantes pour défendre les intérêts de la population. »
Ne pas négliger l’aspect civil
L’Allemagne devrait également appuyer des réformes politiques et sociales au Mali. Julia Leininger, en charge de l’Afrique au sein de l’Institut allemand pour le Développement, estime que l’Allemagne est compétente, par exemple, en matière de réconciliation nationale du fait de son histoire :
« Surmonter de graves violations des droits de l’Homme est un point important au Mali puisque cela fait partie des missions de la Commission de réconciliation… Et pour pour ce qui est du travail de mémoire, l’Allemagne, qui a connu des heures sombres dans son histoire, comme l’Holocauste et l’Allemagne de l’Est, l’Allemagne peut sans doute apporter une aide précieuse. »
Précisons que le Mali n’est que l’un des sept pays africains dans lesquels l’Allemagne est présente militairement. La Bundeswehr a des missions dans la Corne de l’Afrique, dans les deux Soudan, en RDC et au Sahara occidental. Un contingent allemand pourrait aussi bientôt s’associer à la mission européenne qui se prépare en Centrafrique.
© 2014 DW.DE
Des soldats maliens formés par l'EUTM, en route vers l'entraînement, à KoulikoroL'Allemagne compte renforcer aussi son aide au développement, en partenariat avec la Fran

Fotos (c) DW/Sandrine Blanchard: Des soldats maliens formés par l’EUTM, en route vers l’entraînement, à Koulikoro
Malische Soldaten, durch EUTM ausgebildet, auf dem Weg zum Training, in Koulikoro
L’Allemagne compte renforcer aussi son aide au développement, en partenariat avec la France
Deutschland will auch seine Entwicklungshilfe verstärken, in Partnerschaft mit Frankreich

Mali: Mit deutscher Hilfe zur Versöhnung
Deutsche Welle -05.02.2014
Deutschland will sich künftig stärker in Mali engagieren. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen. Der Friedensprozess in dem westafrikanischen Land geht nur langsam voran.
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (05.02.2014) grünes Licht dafür gegeben, den Einsatz der Bundeswehr im westafrikanischen Mali auszuweiten. Statt höchstens 180 Soldaten sollen künftig bis zu 250 deutsche Soldaten in Mali eingesetzt werden dürfen. Nun muss noch der Bundestag zustimmen. „Es zeichnet sich ab, dass die internationale Gemeinschaft, sowohl die EU als auch andere Staaten, in Afrika gebraucht werden“, hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bereits im Vorfeld betont. Im internationalen Verbund sei es wichtig, „dass wir dann auch unsere Stimme erheben und unsere ganz klaren Vorstellungen einbringen“.
Bundeswehr: Mehr Engagement in der Welt
Derzeit beteiligt sich die Bundeswehr mit rund 100 Soldaten an der Trainingsmission der Europäischen Union (EUTM) in Mali. Sie bilden Soldaten der malischen Armee aus, die im Norden des Wüstenstaates gegen islamistische Rebellen kämpfen. Zudem sind rund 70 deutsche Soldaten für den Lufttransport in Mali und im Nachbarland Senegal im Einsatz.
Mali war nach einem Militärputsch gegen den damaligen Präsidenten Amadou Toumani Touré vor fast zwei Jahren ins Chaos gestürzt: Tuareg-Rebellen und islamistische Gruppen hatten das Machtvakuum nach dem Sturz des Staatschefs genutzt und vorübergehend den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Erst eine französische Militärintervention im Januar 2013 stoppte den Vormarsch der Islamisten nach Süden. Seit Juli 2013 ist die UN-Mission MINUSMA in Mali stationiert. Doch die Sicherheitslage ist nach wie vor angespannt. Immer noch sind hunderttausende malische Flüchtlinge nicht nach Hause zurückgekehrt.
Malier befürworten deutsches Engagement
In dem westafrikanischen Land selbst wird die Diskussion um deutsche Unterstützung genau verfolgt. „Deutschland ist in Mali sehr gut angesehen“, sagt Yakouba Berthé von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) vor Ort. Zum einen, weil es Mali nach der Unabhängigkeit im Jahr 1960 als erster Staat anerkannt habe. „Zum anderen aber auch, weil die französischen Truppen derzeit an Zuspruch verlieren“, so Berthé. „Die Bevölkerung hat den Eindruck, dass Frankreich die bewaffneten Gruppen schützt.“ Hintergrund ist das Vorgehen Frankreichs, im Kampf gegen Dschihadisten mit Tuareg-Milizen zusammenzuarbeiten. „Wenn Deutschland sich also Seite an Seite mit Mali engagieren würde, würde das große Zustimmung finden“, so der KAS-Experte.
Auch der malische Versöhnungsminister Cheick Oumar Diarrah betont im Interview mit der Deutschen Welle: „Wir haben ein großes Reformprogramm gestartet, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Justiz und beim Sicherheitsapparat. Jegliche Unterstützung bei der Umsetzung der Reformen ist uns willkommen, etwa von Seiten Deutschlands oder der Europäischen Union. Wir brauchen Expertise, materielle und finanzielle Hilfe.“
(…)
Sowohl Julia Leininger, Afrika-Koordinatorin beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE), als auch Berthé betonen, dass Deutschland sich in Mali auch zivil noch mehr engagieren solle: „Die politischen Parteien und die Akteure der Zivilgesellschaft müssen gestärkt werden“, erläutert Berthé. Leininger nennt als positives Beispiel Deutschlands Unterstützung bei der angestrebten Dezentralisierung. Die müsse fortgesetzt werden. „Zumal eine der zentralen Forderungen der Tuareg ist, Mali in einen föderalen Staat umzuwandeln, mit mehr Autonomie für die Nordregion. Das ist sicher etwas, wo Deutschland beratend zur Seite stehen kann.“
Erst Entwaffnung, dann Dialog
Mali hat zwar seit September 2013 mit Ibrahim Boubacar Keïta einen demokratisch gewählten Präsidenten und seit Dezember ein demokratisch gewähltes Parlament – „Der Versöhnungsprozess wird aber noch eine Weile dauern“, betont Berthé. „Erst, wenn die Parteien wirklich an einem Tisch sitzen und verhandeln, kann man von Versöhnung sprechen. Bislang aber sind bestimmte Gruppierungen noch nicht entwaffnet – und wenn sie fliehen, können sie wieder zu einem Risiko für Frieden und Sicherheit werden.“ Erschwerend komme hinzu, dass sich eine neue Gruppierung gebildet habe, die keine politischen Forderungen vertrete, sondern nur aus Kriminellen bestünde, fügt Afrika-Expertin Leininger hinzu: „Es ist bekanntermaßen schwer, mit Kriminellen zu verhandeln. Mit der italienischen Mafia würde man auch nicht verhandeln.“
Während die Regierung um nationale Versöhnung ringt, wird die Ernährungssituation im Norden des Landes immer kritischer: Schon jetzt brauchten rund 800.000 Personen Nahrungsmittelhilfe. In den kommenden Wochen und Monaten könnte die Zahl der Hungernden bis auf drei Millionen steigen, warnen elf Hilfsorganisationen in einem gemeinsamen Aufruf. Besonders betroffen seien die Regionen um Gao, Timbuktu, Kidal und Mopti im Norden des Landes.
© 2014 DW.DE

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