MASTER SOUMY ALIAS ISMAILA DOUCOURÉ, EINER DER POPULÄRSTEN RAPPER MALIS, BLEIBT OPTIMISTISCH FÜR DIE ZUKUNFT SEINES LANDES (INTERVIEW) – Master Soumy reste optimiste quant à l’avenir du Mali

2. ‚Die Macht des Volkes‘
Voice4though – 18.09.2020
Von Kibili Demba Sissoko
‚Le pouvoir du peuple‘ ist der Titel des neuesten Songs des malischen Künstlers Master Soumy. In seinem Lied bezieht er Stellung zur politischen Situation in seinem Land.
3. Der Text von Master Soumys Stück ‘Le Pouvoir du Peuple – Die Macht des Volkes’ auf französisch

DEUTSCH (#2) WEITER (IN VON MIR ETWAS VERBESSERTER DEEPL-ÜBERSETZUNG) UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

1. „Ich wehre mich gegen diese moralische Bevormundung aus dem Westen“
DIE ZEIT – 29. Juli 2021
Von Jonathan Fischer, Bamako
Dass Master Soumy alias Ismaila Doucouré in Mali ein Star ist, erkennt man schon daran, dass sein Name unzählige Taxis, Kleinbusse und Motorräder nicht nur in der Hauptstadt Bamako schmückt. Dabei ist Master Soumy weit mehr als nur Rapper: Seine gesellschaftskritischen Songs werden von der heimischen Jugend gefeiert und von der regierenden Elite gefürchtet. Unser Autor traf ihn in einem Café in dessen Heimatviertel Faso Kanu in Bamako. Ein Gespräch über sein Heimatland, die Rolle des Hip-Hop dort – und diejenige der Bundeswehr.

Master Soumy: "Mali ist noch längst nicht am Ende": Master Soumy in Bamako

Foto (c) Jonathan Fischer: „Mali ist noch längst nicht am Ende“: Master Soumy in Bamako

ZEIT ONLINE: Herr Doucouré, im globalen Norden gilt Mali als failed state. Die Kontrolle über einen Großteil des Landes hat die Regierung an Dschihadisten und Milizen verloren, während in der Hauptstadt Bamako das Militär innerhalb weniger Monate zuletzt zum zweiten Mal geputscht hat. Wie erleben Sie die Lage hier vor Ort?Ismaila Doucouré: Bamako ist trotz allem noch immer ein friedlicher Ort. Das Alltagsleben läuft weiter wie immer. Die Menschen arbeiten, gehen auf den Markt, feiern Hochzeiten und Familienfeste. Oder haben Sie hier irgendetwas Bedrohliches bemerkt?

ZEIT ONLINE: Nein, das nicht. Trotzdem hat der aktuellste Militärputsch einiger Offiziere um Assimi Goïta für Empörung bei den Nachbarstaaten und den westlichen Verbündeten gesorgt. Teilen Sie die Besorgnis?

Doucouré: Ich wehre mich ganz grundsätzlich gegen diese moralische Bevormundung aus dem Westen. Als ob sie besser wüssten als wir, was Demokratie bedeutet. In Timbuktu wurde bereits im 12. Jahrhundert eine der ersten Menschenrechtschartas der Welt verfasst. Wir haben in Mali eine lange Tradition des Ausgleichs und der demokratischen Diskussion. Viel eher leiden wir unter den unvorteilhaften Verträgen, die einst unsere Eliten mit der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich ausgekungelt haben.

ZEIT ONLINE:
Umso erstaunlicher, dass Sie als erklärter Demokrat und Bürgerrechtsanwalt die beiden Militärputsche verteidigen.

Doucouré: Das erste Mal ging es um die Absetzung eines korrupten Präsidenten. Ibrahim Boubacar Keïtas Regime hatte Milliarden veruntreut und auf Demonstranten schießen lassen. Der zweite Putsch folgte, als der Interimspräsident die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts zu den Erschießungen zu verhindern suchte. Ich sehe, dass die Mehrheit der Malier hinter unserem Militär steht. Wenn es nächstes Jahr wie angekündigt Neuwahlen geben sollte, hoffe ich, dass junge Politiker abseits der alten Eliten ihre Chance bekommen.

ZEIT ONLINE: Ende Juni wurden in der Nähe von Gao zwölf Bundeswehrsoldaten, die Teil der internationalen Friedenssicherungsmission Minusma waren, bei einem Anschlag zum Teil schwer verletzt. Seitdem diskutiert man in Deutschland erneut über die Sinnhaftigkeit deutscher Militärpräsenz in Mali. Was sagen Sie dazu?

Doucouré: Die Bundesrepublik war 1960 das erste Land, das die Unabhängigkeit Malis anerkannt hat. Das vergessen wir den Deutschen nicht. Seitdem sind sie uns immer zur Seite gestanden. Unsere Streitkräfte brauchen die Bundeswehrsoldaten als Ausbilder, und ich unterstütze auch die Minusma-Mission.

ZEIT ONLINE: Muss man nicht befürchten, dass die antifranzösischen Ressentiments in Mali sich irgendwann auch gegen die Deutschen richtet?

Doucouré: Nein, die Deutschen verhalten sich anders als die Franzosen. Sie mischen sich nicht in die Politik ein, sondern helfen uns. Deshalb sind sie beliebt. Als ich 2016 zusammen mit dem damaligen deutschen Außenminister (Frank-Walter Steinmeier, Anm. d. A.) zu einem Essen beim deutschen Botschafter in Bamako geladen war, erklärte er mir, was die Deutschen hier alles fördern: landwirtschaftliche Projekte, Infrastrukturausbau. Oder dank Initiativen wie „Donko Ni Maaya“ auch die urbane Kultur. Ich selbst habe mit Hilfe der GIZ (der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Anm. d. A.) einige meiner Hip-Hop-Projekte realisiert.

ZEIT ONLINE: Sie gelten in Mali als Rapper, der keine Angst hat, die Mächtigen zu kritisieren. Woher rührt Ihr rebellischer Geist?

Doucouré: Der kommt aus meiner Familie. Ich bin ein Doucouré aus der Ethnie der Soninke. Die Doucouré sind als traditionelle Krieger sehr respektiert – und ich hatte schon immer den Drang, mich auf die Seite der Mittellosen zu schlagen. Denjenigen, die weder das Geld noch den gesellschaftlichen Status haben, um sich Gehör zu verschaffen. Deshalb wollte ich Journalist oder Rechtsanwalt werden. Zuerst aber habe ich mich beim Militär beworben …

ZEIT ONLINE: Warum wurden Sie dann kein Soldat?

Doucouré: Die Aufnahmeprüfung habe ich bestanden, sogar als einer der Besten. Dann wurden die Ergebnisse veröffentlicht, und neben meinem stand plötzlich ein anderer Name. Jemand hatte offensichtlich dafür gezahlt. Seitdem habe ich mich nie wieder auf eine staatliche Ausschreibung beworben. Stattdessen beschloss ich, gegen diese verbreitete Form der Korruption anzukämpfen. Und zwar mit Musik. Kein Medium erreicht die malische Jugend effektiver als ein Hip-Hop-Song.

ZEIT ONLINE: Neben Ihrer Rap-Karriere haben Sie dann noch ein Jurastudium absolviert. Warum?

Doucouré: Es war für mich wichtig, das juristische Handwerkszeug zu kennen. Mir die Gesetze und die Verfassung anzueignen Jetzt habe ich die Zulassung, um als Rechtsanwalt im Gericht aufzutreten. In erster Linie aber verstehe ich mich als Anwalt der Straße.

ZEIT ONLINE: Niemand in Mali bringt Gesellschaftskritik pointierter vor als Sie in Ihren Rap-Songs. Wann haben Sie angefangen, sich für Politik zu interessieren?

Doucouré: Mein Großvater gehörte der sozialistischen Partei unseres ersten Präsidenten Modibo Keïta an. Schon als ich zehn Jahre alt war, hat er mich zu Parteitreffen mitgenommen und so bei mir ein Interesse für politische Fragen geweckt. Diese Leidenschaft versuche ich heute über meine Musik weiterzugeben. Ich will, dass man auf der Straße über die wirklichen Probleme Malis redet.

ZEIT ONLINE: Die wären aus Ihrer Sicht?

Doucouré: Allen voran fehlt es an Gerechtigkeit. Nur wenige profitieren von den Ressourcen unseres reichen Landes, der Rest ist bettelarm. Aus diesem Grundübel sind alle anderen Konflikte hervorgegangen: Schon seit Jahrzehnten gibt es im Norden Malis immer wieder Aufstände, die jetzt eben auch auf das Zentrum übergegriffen haben. Der Dschihadismus ist dabei heute nur ein Deckmantel. Letztlich geht es um Weidegründe und Ackerland – und um einen Staat, der die Grundbedürfnisse seiner Bürger nicht erfüllt. In der Verfassung steht geschrieben, dass ich als Malier ein Recht auf ein Krankenhaus in meiner Nähe habe, das Recht auf Schulbildung für meine Kinder, das Recht auf Trinkwasser und das Recht auf Sicherheit.

ZEIT ONLINE: Als Mali unter Modibo Keïta Anfang der Sechzigerjahre wie so viele andere afrikanische Staaten unabhängig wurde, glaubte man diesen Versprechen offenbar noch. Was ist aus dem Optimismus von damals geworden?

Doucouré: Immer noch kämpfen viele Jugendorganisationen in Mali für die aufgeklärten Ideen Modibo Keïtas. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir eine stolze und lange Geschichte haben, wir die Nachfahren solcher Krieger wie Sundiata Keïta (legendärer erster Herrscher des Malireichs im 13. Jahrhundert, Anm. d. A.) oder Askia Mohammed (Herrscher des Songhaireiches im 15. und 16. Jahrhundert, Anm. d. A.) sind. Anders als diese Nationalhelden, die sich für ihr Land geopfert haben, bereichern sich viele Politiker heute nur selbst – und gehen dabei straflos aus. Die titleParlamentsmehrheit bestimmt die Richter am Obersten Gericht, überhaupt alle bedeutenden Posten werden von der jeweils regierenden Partei besetzt. Klar, dass man nicht die Hand beißt, die einen füttert, wenn man auf solche Art ernannt wird.

ZEIT ONLINE: Glauben Sie als Jurist, dass neue Antikorruptionsgesetze nötig wären?

Doucouré: Wir brauchen in Mali keine neuen Gesetze, sondern Regierende, die sich an die bestehenden halten und sie auch umsetzen. Nur ein Beispiel: Unsere Hauptstadt Bamako erstickt im Plastikmüll, die Abwasserkanäle sind damit verstopft, der Niger ist kontaminiert. Es gibt längst ein Gesetz gegen die Verwendung von Plastiktüten. Doch niemand setzt es durch. So wie niemand das Wuchern von Mülldeponien in der Nähe von Krankenhäusern und Schulen stoppt. Ich habe darüber schon öfter gerappt.

ZEIT ONLINE: Sie haben vor vier Jahren mit der von Ihnen angeführten Bewegung „An Té A Bana“ („Rührt unsere Verfassung nicht an“, Anm. d. A.) Tausende Jugendliche auf die Straße gebracht, die gegen eine Verfassungsänderung demonstriert haben, die dem damaligen Präsidenten Ibrahim Boubacar Keïta größere Machtbefugnisse einräumen sollte. Mit Erfolg. Haben Sie selbst keine Ambitionen auf ein politisches Amt?

Doucouré: Angebote gab es schon öfter. Der Präsident hat mich damals in seinen Palast eingeladen. Man bot mir Geld, Autos, Posten an. Das ist die malische Art, einen Kritiker zu besänftigen. Aber ich habe immer abgelehnt, zuletzt sogar einen Posten in der aktuellen Übergangsregierung. Würde ich Teil der Regierung, verlöre ich meine Glaubwürdigkeit bei meinen Fans.

ZEIT ONLINE: In westlichen Demokratien gelten die Medien als vierte Gewalt im Staat. Im Idealfall bringen sie brisante Themen in die Öffentlichkeit und ziehen Politiker und Mächtige zur Verantwortung. Übernimmt diese Rolle in Mali mittlerweile der Hip-Hop?

Doucouré: Ein Großteil unserer Bevölkerung kann nicht lesen und schreiben. Unsere Kultur ist vor allem eine mündliche, und Hip-Hop ist in Mali und ganz Westafrika die populärste Musik. Mit Kollegen aus Burkina Faso und Senegal haben wir deshalb ein Hip-Hop-Kollektiv gegründet, Les ambassadeurs de la liberté de l’expression: die Botschafter der freien Meinungsäußerung. Wir stärken uns gegenseitig und tauschen Erfahrungen aus.

ZEIT ONLINE: Von Ihren senegalesischen Kollegen haben Sie sich die Idee des Journal Rappé abgeschaut, eines gerappten monatlichen Nachrichtenmagazins.

Doucouré: Ich rappe in den Videos über aktuelle politische Themen, die nicht in den offiziellen Nachrichten vorkommen. Über die Vermüllung. Oder die korrupte Polizei. Die Malier lieben das => Journal Rappé. Da bekommen sie Nachrichten, denen sie Glauben schenken. Als ich während der Pandemie wegen geplatzter Konzerte ein paar Monate kein Geld für neue Folgen hatte, haben mich Jugendliche auf der Straße beschimpft: ob ich nichts mehr zu sagen hätte?

ZEIT ONLINE: Trotz der Pandemie wollen Sie dieses Jahr wieder das größte Hip-Hop-Festival Malis ausrichten, „Rapou Dogo Kun“.

Doucouré: Ja, im November, es wird malische Rap-Stars und Zehntausende Jugendliche zusammenbringen. Es findet nicht im Zentrum Bamakos statt, sondern am Stadtrand. Das ist Absicht: Denn viele Jugendliche dort haben nicht mal das Geld für die Fahrtkosten mit dem Minibus. Also kommen wir zu ihnen. Eine Woche lang finden dann nicht nur Konzerte statt, sondern auch Filmvorführungen, politische Diskussionen, Workshops. Dann zeigt sich, was Hip-Hop hierzulande bewegen kann

ZEIT ONLINE: Zum Beispiel?

Doucouré: Im letzten Jahr ist etwa ein Rapper aus Gao gekommen, der einer bewaffneten Miliz angehört. Nach unserem Workshop machte er eine öffentliche Ansage: Statt mit der Waffe wolle er von nun an nur noch mit dem Mikro kämpfen. Wegen solcher Erlebnisse bin ich immer noch optimistisch, was die Zukunft Malis betrifft.

ZEIT ONLINE: Zerfällt das Land nicht gerade in ethnische Fraktionen?

Doucouré: Trotz einiger schrecklicher Massaker zwischen Peulh und Dogon ist Mali nicht wirklich entlang ethnischer Grenzen gespalten. Beide Völker haben jahrhundertelang friedlich zusammengelebt. Diese Konflikte werden von außen ethnisiert. Ich begegne jeden Tag vielen Jugendlichen, die sich politisch engagieren. Die für die Einheit Malis kämpfen. Wir sind zwar gerade in einer unkomfortablen Situation. Aber Mali ist noch längst nicht am Ende.
© 2021 zeit.de

2. ‘Le Pouvoir du Peuple’
Voice4thought – septembre 18, 2020
Par Kibili Demba Sissoko
‘Le pouvoir du peuple’ est le titre de la dernière chanson de l’artiste Master Soumy, chanteur malien. Dans sa chanson, Master Soumy se prononce sur la situation politique que traverse son pays. Il dénonce la mauvaise gouvernance de l’ancien régime et invite la population à un changement positif de comportement et de vision. Pour lui, il n’y a aucun doute, le Mali peut devenir ce que les maliens souhaitent qu’il soit. Kibili Demba Sissoko, l’un des coaches de Voice4Thought Académie, a écrit son point de vue sur la situation au Mali. 

Comme prédit à l’avance par certains observateurs, la chute du pouvoir du président Ibrahim Boubacar Keita n’a pas été une surprise.
A quoi sert l’arrogance face à son propre peuple ? Et pourtant tout le monde a vécu pareille situation avec la chute du président Amadou Toumani TOURE. Les Maliens voyaient, dans leur grande majorité, la solution en la personne d’IBK; d’autres sont restés sceptiques sur  la capacité d’ IBK à diriger le pays.
La question qu’on pourrait se poser est pourquoi avoir plébiscité une personne comme l’ancien président IBK (2013 élu avec 77%) qui n’avait pourtant aucun projet de société ni de plans de développement du Mali ? Mais ceci est rendu possible grâce à quelques prêcheurs. En Effet, dans un pays ou plus de 80% de la population est analphabète, ce sont souvent les prêcheurs et surtout les soit disant érudits qui induisent la population en erreur à travers la religion musulmane. Justement, les élections au Mali sont devenues un jeu pour ces prêcheurs; les plus influents monnayent en quelque sorte leurs soutiens à travers leurs fidèles, aux hommes politiques. Si dieu le veut (Inchallah) est devenu le maître mot de ces personnes qui s’en foutent de la religion et dont la seule raison sont les avantages liés à leurs soutiens aux politiciens véreux.
Malgré la situation catastrophique dans laquelle se trouve le pays, les enfants des dirigeants font la java à travers le monde. Le comble est que l’un des fils de l’ex président IBK avait été imposé à l’hémicycle au poste stratégique de président de la commission défense alors qu’il n’a aucune formation militaire. Malgré cela, cette situation a perduré pendant toute une magistrature et les maliens étaient restés bouche bée.
Dans un pays pauvre comme le Mali, confronté à une occupation sans précédent de son territoire (3/4 du territoire occupée),l’ex président se prenait comme un roi du 13° siècle dans une opulence ostentatoire. Or le pouvoir d’un président est éphémère, surtout à notre époque où la démocratie est devenue un phénomène social dans le monde.
La connaissance est universelle et ça ne sert à rien d’être arrogant, méprisant envers les autres alors que le poste qu’il occupait est un fait de dieu.
Face à tous ces mots, une fois que le peuple déterminé  se révolte, surtout comme ce fut le cas en 2013 et 2020, l’on se rend compte qu’être hautain ne sert à rien.
Pourquoi tirer sur son peuple ? Qui a donné l’ordre de tirer alors qu’il n’y avait plus de gouvernement, est ce qu’on serait revenus plus de 20 ans en arrière comme quand le général Moussa Traoré avait tiré sur la population qui voulait la démocratie au Mali? On ne  tire pas sur sa population IBK; maintenant quel avenir as-tu réservé à tes fils (Karim et Bouba). Ils ont pris la fuite en abandonnant leur papa président pour ne pas être lynchés par la population.
Nous sommes tous Maliens, il faut un changement de mentalité à tous les niveaux. L’achat des consciences au moment des élections doit être banni par nous tous, car en acceptant l’argent des élus qui n’ont pas de feuille de route, ni de projet de société pour le développement du pays, on reviendra toujours à des renversements de pouvoir soit disant démocratique.
© 2020 voice4thought.org

3. Transcription ‘Le Pouvoir du Peuple’
Master Soumy
Il doit comprendre que ce n’est qu’un début, mais je le jure, s’il s’entête à rester au pouvoir, sa chute sera connue de tous.
Certains sont arrogants et imbus d’eux, mais la vérité ne revient qu’à DIEU.
A qui appartient la vérité ?
Certains sont prétentieux, mais seul DIEU a le pouvoir.
A qui appartient la vérité ?
Vous avez tous étés témoins de la chute du pouvoir d’ATT (Amadou Toumani Touré, ancien président du Mali),
La peur, la perplexité et l’angoisse, que doit faire le Mali ?
Les autorités soutiennent le vote, les imams sont unanimes à ce sujet, Les maliens demandent aussi le vote,
Les hommes en grands boubous ne sont pas tous intègres
Les hommes avec des chapelets ne sont pas tous des personnes de confiances
Les personnes qui disent “ Inchallah” ne sont pas tous des personnes de paroles
Les maliens ne subissent que la souffrance depuis des années
Les maliens ne font que pleurer depuis des années
Les maliens, depuis des années ont faim et soif
Pendant ce temps, ‘’Bourama’’ (pseudonyme donné à IBK par la population) est dans de meilleures conditions, ses enfants et proches font des anniversaires ‘’mondiales’’
Pendant que des braves hommes de l’armée tombent sur des champs de bataille,
L’école, la santé et la sécurité ne sont plus à l’ordre du jour, les malversations, corruptions et la gourmandise ont pris le dessus.
Quiconque qui essaie de se plaindre se verra violenté !
Un pouvoir comme celui de ‘’Kaya Manka’’ (Il était roi du VIIIe siècle au XIIIe siècle) n’a pas d’avenir !
Le pouvoir d’un seul président ne peut être la fin du monde !
Si une personne pense connaitre 100 choses, qu’elle se dise qu’une autre en connaît 1000 !
Ni les policiers, ni les gendarmes, ni les militaires, ni l’argent de l’état ne soit à toi !
Certains sont arrogants et imbus d’eux, mais la vérité ne revient qu’à DIEU.
A qui appartient la vérité ?
Certains sont prétentieux, mais seul DIEU a le pouvoir.
© 2020 voice4thought.org

2. ‚Die Macht des Volkes‘
Voice4though – 18.09.2020
Von Kibili Demba Sissoko
‚Le pouvoir du peuple‘ ist der Titel des neuesten Songs des malischen Künstlers Master Soumy. In seinem Lied bezieht er Stellung zur politischen Situation in seinem Land. Er prangert die schlechte Regierungsführung des früheren Regimes an (IBK bis zum 18.08.2020, Ed.) und fordert die Menschen zu einer positiven Veränderung ihres Verhaltens und ihrer Visionen auf. Für ihn besteht kein Zweifel, dass Mali das werden kann, was die Malier sich vorstellen. Kibili Demba Sissoko, einer der Dozenten der Voice4Thought Academy, hat seinen Standpunkt zur Lage in Mali dargelegt.
Wie von einigen Beobachtern vorausgesagt, war der Sturz von Präsident Ibrahim Boubacar Keita keine Überraschung.
Was nützt die Arroganz gegenüber dem eigenen Volk? Und doch haben alle die gleiche Situation schon einmal mit dem Sturz von Präsident Amadou Toumani TOURE erlebt. Die große Mehrheit der Malier sah die Lösung in der Person von IBK, andere blieben skeptisch, was die Fähigkeit von IBK zur Führung des Landes anging.
Die Frage, die man sich stellen könnte, ist, warum sie für eine Person wie den ehemaligen Präsidenten IBK (2013 mit 77% gewählt) gestimmt haben, der überhaupt keine sozialen Projekte oder Entwicklungspläne für Mali hatte. Aber das ist durch einige Prediger ermöglicht worden.
In einem Land, in dem mehr als 80 % der Bevölkerung Analphabeten sind, sind es oft die religiösen Führer und insbesondere die sogenannten Gelehrten, die die Menschen mithilfe der muslimischen Religion in die Irre führen. Gerade die Wahlen in Mali sind für diese Geistlichen zu einem Spiel geworden; die einflussreichsten von ihnen finanzieren gewissermaßen ihre Unterstützung für die Politiker durch ihre Anhänger. So Gott will (= Inchallah) ist zum geflügelten Wort dieser Leute geworden, die sich einen Dreck um Religion scheren und deren einziger Grund die Vorteile sind, die mit ihrer Unterstützung für korrupte Politiker verbunden sind.
Trotz der katastrophalen Lage, in der sich das Land befindet, gehen die Kinder der Machthaber auf Weltreise. Das Schlimmste ist, dass einer der Söhne des ehemaligen Präsidenten IBK in die strategische Position des Vorsitzenden der Verteidigungskommission gehievt wurde, obwohl er keinerlei militärische Ausbildung hat. Trotzdem dauerte diese Situation eine ganze Amtszeit lang an, und die Malier standen einfach nur fassungslos da.
In einem armen Land wie Mali, das mit einer beispiellosen Besetzung seines Territoriums konfrontiert ist (3/4 des Territoriums sind besetzt), inszenierte sich der Ex-Präsident in einer ostentativen Opulenz wie ein König des 13. Jahrhunderts. Aber die Macht eines Präsidenten ist vergänglich, insbesondere in unserer Zeit, in der die Demokratie zu einem sozialen Phänomen in der Welt geworden ist.
Wissen ist universell, und es hat keinen Sinn, arrogant zu sein und andere zu verachten, denn die Position, die er einnahm, ist eine gottgegebene Tatsache.
Es wird einem klar, dass Hochmut nichts nützt, wenn das entschlossene Volk revoltiert, wie es 2013 und 2020 der Fall war.
Warum auf die eigenen Leute schießen? Wer hat den Schießbefehl gegeben, obwohl es keine Regierung mehr gab? Hätten wir mehr als 20 Jahre zurückgehen müssen, als General Moussa Traoré auf die Menschen schoss, die die Demokratie für Mali wollten? Man schießt nicht auf sein Volk, IBK; welche Zukunft haben Sie nun für Ihre Söhne (Karim und Bouba) vorgesehen? Die sind geflohen und haben ihren Vater in seiner Funktion als Präsident im Stich gelassen, um nicht von der Bevölkerung gelyncht zu werden.
Wir sind alle Malier, wir brauchen einen Mentalitätswandel auf allen Ebenen. Der Stimmenkauf bei den Wahlen muss von uns allen verboten werden, denn wenn wir Geld von gewählten Vertretern annehmen, die weder einen Aktionsplan noch ein Gesellschaftsprojekt für die Entwicklung des Landes haben, werden wir immer wieder zu so genannten demokratischen Umstürzen zurückkehren.
© 2021 voice4thought.org

Ein Gedanke zu „MASTER SOUMY ALIAS ISMAILA DOUCOURÉ, EINER DER POPULÄRSTEN RAPPER MALIS, BLEIBT OPTIMISTISCH FÜR DIE ZUKUNFT SEINES LANDES (INTERVIEW) – Master Soumy reste optimiste quant à l’avenir du Mali

  1. Le pouvoir du peuple – Master Soumy
    Deutsche Welle – 21.09.2020
    À la veille du 60ème anniversaire de l’indépendance du Mali, le rappeur Master Soumy nous emmène sur la place de l’Indépendance, haut lieu de la contestation qui a conduit au départ du président Ibrahim Boubacar Keïta le 18 août.
    ECOUTEZ (soustitré en français)

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