VOM VERSUCH, NICHT WEISS ZU SCHREIBEN (BUCHANKÜNDIGUNG)

by blogautorin aramata:
Im September 2012 erschien das neue Buch der Journalistin Charlotte WIEDEMANN, zu dem sie u.a. durch Erfahrungen in Mali angeregt wurde:

Vom Versuch, nicht weiß zu schreiben. Oder: Wie Journalismus unser Weltbild prägt.

„Es handelt sich um eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit
eurozentrischen Sichtweisen und Wahrnehmungen, entlang meiner eigenen
Erfahrungen als Auslands-Reporterin, unter anderem in 16 islamischen
Ländern.“ sagt sie selbst.
Sie nimmt ihre LeserInnen mit auf eine Reise durch Kulturen und Kontinente und lässt sie hinter die Kulissen ihrer Arbeit blicken.
Der Versuch, nicht weiß zu schreiben, ist die Suche nach einem Blick auf die Welt befreit von der Enge des Eurozentrismus. Ein Plädoyer für einen Journalismus des Respekts.

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pdf-Flyer des Verlags

Vorwort
Ist weiß eine Farbe? Die Farbigen, das sind für uns die anderen. Weiterlesen

EIN ANDERER BLICK AUF MALI – Un autre regard sur le Mali (Essay de Charlotte Wiedemann)

Charlotte Wiedemann ist eine freiberufliche deutsche Autorin, die Reportagen aus dem Ausland, aber auch Bücher verfasst.wiedemann_portrait2
Sie wurde 1954 geboren und arbeitet seit 25 Jahren als Journalistin. Sie erhielt u.a. den Medienpreis Entwicklungspolitik 2008 – den Hauptpreis in der Kategorie Print.

Böses Spiel hinter der Fassade

DIE WOCHENZEITUNG, Schweiz – 09.08.2012
Von Charlotte Wiedemann
Kann ein Land binnen kurzem von einer gepriesenen Demokratie zum failed state werden? Oder ist schon die Frage falsch gestellt?

Der Blick auf Mali und seine Krise wird von einem Dickicht falscher Annahmen verstellt. Wer auf einer Karte die bizarre Silhouette des Landes sieht, mag glauben, es handele sich ohnehin um ein künstliches Gebilde, immer schon zweigeteilt, wo nun auseinanderbreche, was noch nie zusammengehörte. Tatsächlich zählte Mali jedoch zu den wenigen großen Reichen der afrikanischen Geschichte; der heutige nachkoloniale Staat bedeckt nur einen Teil des einstigen Territoriums. Die Bevölkerung Malis war immer multi-ethnisch; sie ist es auch heute, in allen Landesteilen, den Norden inbegriffen, wo die Tuareg, die am meisten von sich reden machen, eine Minderheit sind. WEITER UNTER DEM KASTEN

Protestaktion in der Hauptstadt Bamako gegen die Besetzung des Nordens
Foto (c) Keystone/Harouna Traoré: «Eher den Tod als die Teilung von Mali»: durch islamistische Extremisten.

Un autre regard sur le Mali

Par Charlotte Wiedemann
Est-ce qu’un pays peut-il se transformer dans une courte période d’une démocratie tant vantée vers un État défaillant? Ou encore la question est faussement posée?
Le regard sur le Mali et sa crise est obstrué par un taillis de fausses suppositions. Weiterlesen

AFRIKA MIT ANDEREN AUGEN SEHEN

AFRIKA MIT ANDEREN AUGEN SEHEN

In Timbuktu wird ein schwarzes Kulturerbe neu entdeckt

(So lautete der Titel des Artikels von Charlotte WiedemannDIE WÜSTE LIEST„, als er am 22.12.2009 zum ersten Mal in der ZEIT erschien.)

Das Abendlicht steckt rosa Federn an den Himmel. Eine Ziegenherde wirbelt Staub auf, und als er sich senkt, fällt sandfarbene Dämmerung über eine sandfarbene Stadt. Vor dem Lehmbau der Sankoré-Moschee liegen Männer plaudernd im Sand, er verschluckt ihre Stimmen, murmelnd versinkt Timbuktu in früher Nacht.

Wir sind mit dem Flugzeug gekommen; ein Stilbruch. Weiterlesen

MYTHEN DER MIGRATION (Charlotte Wiedemann) – Harraguantanamo. Le voyage d’Ilyess

Les mythes de la migration – cet essai primordial de l’auteure freelance Charlotte Wiedemann n’existe pas en français, malheureusement pour nos lecteurs francophones.
En tant que ersatz, on vous propose la documentation d’Ilyess, Tunisien, en partant de Tunisie à destination de Lampedusa, en 70 photos qu’il a prises avec son portable, en mars/avril 2011. Son portable photographie la barque chargée de migrants, la famille qui l’accueille à Lampedusa, et puis et surtout la „tendopoli“, le campement de Trapani, qu’il définit Guantanamo, les moments de repos jouant au foot, les gréves de la faim et du sommeil organisés par protestation en enfin le titre de séjour pour motifs humanitaires.
Les dernières prises de vue montrent le paysage sicilien qu’il voit du bus quand il est enfin libre de poursuivre son voyage. Ilyess arrive à Paris le 20 avril 2011.

Le voyage d’Ilyess a été publié d’abord dans le blog Fortress Europe de Gabriele Del Grande, journaliste italien suivant les routes de la migration et accompagnant les victimes de l’émigration clandestine.
=> VOIR LA VIDEO en bas sous l’article en allemand.

Dies ist ein weiterer Beitrag von Charlotte Wiedemann, einer freiberuflichen deutschen Autorin, die Reportagen aus dem Ausland, aber auch Bücher verfasst.
Sie wurde 1954 geboren und arbeitet seit 25 Jahren als Journalistin. Sie erhielt u.a. den Medienpreis Entwicklungspolitik 2008 – den Hauptpreis in der Kategorie Print.
In diesem Essay schreibt sie über die Akteure der Migration, ihre Beweggründe, ihren Mut und die Tatkraft, ein besseres Leben auf diese Weise einzufordern, und macht die Unsinnigkeit europäischer Abschottungspolitik klar. Das Zitat des Frontex-Reports liest sich auf diesem Hintergrund wie ein Hohn.
Trotz des Erscheinungsdatums (Juni 2009) hat die Analyse nichts von ihrer Aktualität verloren, wenn man einmal von dem kurzen Abschnitt über die Behandlung der Flüchtlinge in Libyen absieht, und auch das ist z.T. charakteristisch. Europa muss sich von diversen Mythen verabschieden – kämpfen wir dafür!

Mythen der Migration

„Menschlichkeit ist der wichtigste Eckstein modernen europäischen Grenzmanagements.“ Frontex General Report 2008

LE MONDE DIPLOMATIQUE 12.06.2009

Von Charlotte Wiedemann

Es war Nacht in Mali, eine Januarnacht, als sich die Nachricht in Windeseile verbreitete. Zuerst blinkten die Displays der Mobiltelefone bei den Aktivisten in Bamako, der Hauptstadt am Niger, dann sprang die Meldung über in die Diaspora, wanderte als Shortmessage durch die überfüllten Wohnheime der afrikanischen Migranten in den Vorstädten von Paris. Keine Unterschrift!, lautete die Nachricht; wer sie erhielt, wusste, was gemeint war. Weiterlesen

DAS DORF IHRER TRÄUME – Le village de leurs rêves

Charlotte Wiedemann est une auteure allemande freelance de reportages à l’étranger. Née en 1954, elle exerce le métier de journaliste depuis 25 ans. Elle est titulaire d’un Master en Sciences Pédagogues et Sciences Politiques et d’un diplôme de l’Ecole de Journalisme, Hamburg.
Dans cet essai (en bas, sous la version allemande), elle parle d’une aide au développement pas comme d’habitude, une aide provenant de cette volonté collective d’améliorer les conditions de vie au village, tout ça financé via le travail à l’étranger des migrants.

Charlotte Wiedemann ist eine freiberufliche deutsche Autorin, die Reportagen aus dem Ausland, aber auch Bücher verfasst.
Sie wurde 1954 geboren und arbeitet seit 25 Jahren als Journalistin. Sie erhielt u.a. den Medienpreis Entwicklungspolitik 2008 – den Hauptpreis in der Kategorie Print.
In diesem Essay berichtet sie von einer Entwicklungshilfe anderer Art: aus eigener Kraft, finanziert durch die Arbeit der Migranten im Ausland.

Das Dorf ihrer Träume
Le village de leurs rêves

Kabaté, ein Weiler im Westen Malis, lebt von seinen Migranten.
Eine Erfolgsgeschichte – mit absehbarem Ende

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Die Pressefreiheit in Gefahr und das andere Mali – ein Essay

Charlotte Wiedemann ist eine freiberufliche deutsche Autorin, die Reportagen aus dem Ausland, aber auch Bücher verfasst.
Sie wurde 1954 geboren und arbeitet seit 25 Jahren als Journalistin. Sie erhielt u.a. den Medienpreis Entwicklungspolitik 2008 – den Hauptpreis in der Kategorie Print.
In diesem Essay berichtet sie von einem Ereignis in Mali 2007, als fünf Journalisten inhaftiert wurden, weil sie ihre Arbeit ordentlich gemacht hatten.
Und sie erzählt überzeugend das andere Mali: es existiert in den Dörfern, fern der Hauptstadt mit dem Bamako-Blues.

Die Demokratie der Armen

DIE ZEIT  – 11.10.2007
VON Charlotte Wiedemann

LE MEME ARTICLE EN FRANÇAIStriMali zählt zu den ärmsten Ländern der Welt – und ist dennoch ein Vorbild für Afrika.
Dörflicher Bürgersinn bricht Clan-Wirtschaft und Korruption

Nun steht man also vor dieser Eisenklappe, das war nicht vorgesehen. Die Eisenklappe öffnet sich und schließt sich, sie gehört zu einer eisernen Tür. Hinter ihr liegt das zentrale Arresthaus, und dort sitzen fünf verhaftete Journalisten – die Herausgeber malischer Zeitungen. Das war nicht vorgesehen, nicht in dieser Geschichte, die von der Demokratie in Mali handeln soll, einer der wenigen Demokratien in Afrika.

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La liberté de la presse en danger et l’autre Mali – un essai

Charlotte Wiedemann est une auteure allemande freelance de reportages à l’étranger.
Née en 1954, elle exerce le métier de journaliste depuis 25 ans. Elle est titulaire d’un Master en Sciences Pédagogues et Sciences Politiques et d’un diplôme de l’Ecole de Journalisme, Hamburg.
Dans cet essai, elle parle d’un évènement au Mali en 2007 où des journalistes s’étaient fait arrêtés pour avoir fait correctement leur travail. Et elle raconte d’une façon convaincante l’autre Mali qui existe dans les villages, loin de la capitale.

Bäjäfanga. Le pouvoir pour tous!

Mali: un essai en cinq étapes pour comprendre la citoyenneté malienne

Par Charlotte Wiedemann

I. LA CAPITALE: BAMAKO-BLUES

Voilà, maintenant nous nous trouvons devant cette trappe métallique, un imprévu dans le programme. Cette trappe de fer s’ouvre et se ferme. Elle fait partie d’une porte en métal, derrière laquelle se trouve la maison d’arrêt centrale; là sont incarcérés cinq journalistes de la presse malienne. Cela n’était pas prévu, pas dans cette histoire où il est question de la démocratie au Mali, une des rares démocraties en Afrique.

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