ENDE DER WAHLEN IN MALI; IBK KANN ZUFRIEDEN SEIN – Législatives: victoire du parti présidentiel et ses alliés

Parlamentswahlen in Mali: Sieg der Präsidentenpartei und ihrer Verbündeten
Bamako (AFP) – 2013.12.18 15:04
Die Partei von Präsident Ibrahim Boubacar Keïta aus Mali und ihre Verbündeten gewannen die absolute Mehrheit bei den Parlamentswahlen in Mali, deren zweite Runde am Sonntag stattfand, nach am Dienstag veröffentlichten vorläufigen offiziellen Ergebnissen.
Von den 147 Sitzen in der Nationalversammlung erhält die Partei des Präsidenten, der Zusammenschluss für Mali (RPM), fast 60 und seine verschiedenen Verbündeten, darunter eine der großen malischen Parteien, das Bündnis für die Demokratie in Mali (Adema), mehr als 50, insgesamt 115 Sitze.

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=> ALLE Artikel zu den beiden Wahlgängen der Parlamentswahlen in den MALI-INFORMATIONEN

Législatives au Mali: victoire du parti présidentiel et ses alliés
Bamako (AFP) – 18.12.2013 15:04
Le parti du président malien Ibrahim Boubacar Keïta et ses alliés ont obtenu la majorité absolue aux élections législatives au Mali dont le second tour s’est déroulé dimanche, selon les résultats officiels provisoires officiels publiés mardi soir.

Infographie présentant les résultats du 2e tour des élections législatives au Mali
Foto (c) AFP: voir le ZOOM : Infographie présentant les résultats du 2e tour des élections législatives au Mali
Infographie der Ergebnisse der zweiten Runde der Parlamentswahlen in Mali

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WAHLVERDROSSENHEIT BEI DEN PARLAMENTSWAHLEN IN MALI – Les vraies raisons de la faible affluence observée au second tour des législatives

Wahlmüdigkeit in Mali
Deutsche Welle – 16.12.2013
Am Sonntag (15.12.2013) hat in Mali die zweite Runde der Parlamentswahlen stattgefunden. Die Sicherheitslage im Land bleibt angespannt, Politikverdrossenheit macht sich breit – und die Wahlbeteiligung sinkt.

WEITER UNTER DEN LETZTEN FOTOS – DER FRANZÖSISCHE ARTIKEL AUS DER LOKALPRESSE WIRD VON MIR SPÄTER ÜBERSETZT

Second tour des élections législatives : Les vraies raisons de la faible affluence observée hier
Bamako (L’Indépendant) – 16 Décembre 2013
Par Mamadou FOFANA
S’il est encore prématuré de présager du taux de participation lors du second tour des législatives d’hier, force est, cependant, de reconnaître qu’il sera en deçà de celui observé au premier tour qui a eu lieu le 24 novembre dernier (38%).
centre_de_vote_du_Badialan

Foto (c) malijet: Centre de vote à Bamako-Badialan
Wahlllokal in einem Viertel Bamakos

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EHEMALIGER PUTSCHFÜHRER SANOGO WEGEN MORDES ANGEKLAGT; SEINE ANHÄNGER STIMMEN NICHT MEHR FÜR IBK’s LISTE – Sanogo inculpé de meurtre; les pro-Sanogo décident ne plus voter pour IBK au 2e tour

1. Mali: ein Massengrab mit 21 Leichen entdeckt, Sanogo Verdächtiger Nr. 1
afrik.com – 4. Dezember 2013
Die Sache scheint kompliziert zu werden für General Amadou Sanogo, der am 27. November in Bamakowegen wegen diverser Morde und Attentate angeklagt wurde.
2. Verhaftung von Kapitän Sanogo und die Parlamentswahlen: Die Pro-Sanogo-Leute beschießen, ihre Stimmen in der zweiten Runde nicht der RPM-Liste zu geben
Bamako (L’Indicateur du Renouveau) – 10.12.2013
Bei den Parlammentswahlen erhofft sich der RPM (Zusammenschluss für Mali) eine parlamentarische Mehrheit für den Präsidenten der Republik. Ein Ziel, dessen Erreichen die Anhänger des Kapitän Amadou Haya Sanogo, die bei der Wahl von IBK von unschätzbarem Wert waren, verhindern wollen, weil für sie IBK die führende Geige bei der Verhaftung ihres Mentors spielt.

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1. Mali : un charnier de 21 corps découvert cette nuit, Sanogo suspect n°1
afrik.com – 4 décembre 2013
par Malick Hamid
Amadou Haya SanogoFoto (c) afrik.com: Amadou Haya Sanogo
Les choses semblent se corser pour le Général Amadou Sanogo inculpé mercredi 27 novembre à Bamako, pour meurtres et assassinats. Weiterlesen

ES GAB AUCH ZWEI REINE FRAUENLISTEN BEIM ERSTEN WAHLGANG – Participation encourageante des femmes au scrutin législatif 2013

Die Beteiligung der Frauen an den Parlamentswahlen im Jahr 2013 : Ein Trio von Amazonen, entschlossen, die politische Landschaft zu verändern
Bamako (L’Indépendant) – 29. November 2013
Die Parlamentswahlen vom 24. November haben eine sehr erfreuliche Beteiligung der Frauen erfahren. Der beste Fall ist die Präsentation der rein weiblichen Wahllisten in einigen Wahlkreisen.

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Assemblée Nationale
Foto (c) malijet: L’Assemblée Nationale à Bamako

Participation des femmes au scrutin législatif 2013 : Un trio d’Amazones déterminées à changer le paysage politique
Bamako ( L’Indépendant) – 29 Novembre 2013
Par Clarisse NJIKAM 
Les élections législatives du 24 novembre dernier ont connu une participation très encourageante des femmes. Le cas le plus édifiant étant la présentation de listes électorales uniquement composées de femmes dans certaines circonscriptions. A titre d’exemple on peut citer celle présentée dans la commune II du District de Bamako et une autre à Djenné. Il s’agit d’une première dans l’histoire politique du Mali. Weiterlesen

WAHLBETEILIGUNG UND FOTOREPORTAGE VON DEN PARLAMENTSWAHLEN IN MALI – Législatives 1er tour: Une participation de 38,4 %, en dessous des attentes

Foto (c) aramata: Une des 5 salles du bureau de vote Kati-St.Joseph, les assesseurs (g), le président (au fond), la cabine et l’urne (d)
Eins der 5 Wahllokale im Büro Kati-St.Joseph, links die Beisitzer, hinten der Vorsitzende, rechts Wahlkabine und Urne

Kommentar der Blogautorin: Wirklich 38,4%? Nach dem, was ich aus meiner Familie und Umgebung in Kati hörte, wer hier alles nicht wählen ging, hätte ich eher auf 20% getippt. Na schön. Aber die Gründe sind verständlich, warum wenige sich aufraffen, zum Wahllokal zu gehen: die Abgeordneten sind zu weit von ihren Wählern entfernt, haben nichts für ihre Gemeinde getan während ihres letzten Mandats, es geht ihnen nur ums Geld, was man dabei verdient…und es sind sowieso meist die gleichen Leute wie vorher, kein wirklicher Neuanfang.
Vielleicht merken die Menschen auch intuitiv, was schon z.B. Aristoteles so erachtete: Wahlen als Werkzeug der Oligarchie, und „es gibt nur da wirkliche Demokratie, wo freie aber arme Menschen die Mehrheit bilden und souverän sind.“

Vraiment 38,4%? J’ai vu peu de membres de ma famille et de mon entourage aller voter, comme ça j’aurais plutôt deviné 20% de participation. Mais les raisons de cette abstention se comprennent: les députés sont en général loin de leurs électeurs, ils n’ont rien fait pour leur commune pendant leur mandat, ils ne font que bouffer l’argent…et ce sont les mêmes personnes qu’avant la crise, pas de vrai renouveau.
Il se peut aussi que les gens sentent ce que „les Anciens“ comme Aristote concevaient: les élections en tant qu’outil de l’oligarchie, et „il n’y a pas de démocratie réelle que lá où les hommes libres mais pauvres forment la majorité et sont souverains.“

1. Parlamentswahlen: Die Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang zu erhöhen ist möglich
Bamako (L’Essor) – 29.11.2013
Die malische Vereinigung zur Verbeserung der Wahlbeteiligung (AMRTPE) hat gestern eine Pressekonferenz abgehalten über die Beteiligung am ersten Wahlgang der Parlamentswahlen.
KURZMELDUNG: Wahlbeteiligung niedriger als erwartet
Bamako (Mali demain)- 04.12.2013
Die Parlamentswahlen vom Sonntag, dem 24. November, haben mit einer Beteiligung von 38 % nicht die Erwartungen erfüllt.
2. Parlamentswahlen in Mali gehen in die zweite Runde
Deutsche Welle – 28.11.2013
Seit über einem Jahr versucht Mali wieder zur Demokratie zurückzukehren. Die jüngsten Parlamentswahlen haben aber keinen Sieger hervorgebracht. …Die Wahlbeteiligung war niedrig – nur 38,4 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.

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1. Législatives : Améliorer le taux de participation au second tour, c’est possible
Bamako (L’Essor) – Date: 29 Novembre 2013
Par M. COULIBALY
L’Association malienne pour le relèvement du taux de participation aux élections (AMRTPE) a tenu hier une conférence de presse pour faire le point de la participation au premier tour des élections législatives.
Wahlen in Mali 2013_Die Beteiligung lag nur bei 38,4 Prozent
Foto (c) dpa: Wahlen in Mali 2013: Die Beteiligung lag nur bei 38,4 Prozent Weiterlesen

PARLAMENTSWAHLEN FRIEDLICH, ABER EXTREM GERINGE BETEILIGUNG – législatives paisibles, mais sans affluence

1. Mali: Abstimmung ohne Begeisterung für Legislativwahlen unter Überwachung
Bamako ( AFP) – 2013.11.24 18.41 – By Serge DANIEL
Abgesehen von Zwischenfällen durch Tuareg- Separatisten im Norden Malis waren die Parlamentswahlen in diesem Land am Sonntag friedlich, aber ohne die gleiche Leidenschaft wie für die Präsidentenwahl Juli-August.
2. Mali: Erleichterung nach Parlamentswahl ohne djihadistische Angriffe
Bamako ( AFP) – 25.11.2013 13.02 Uhr – von Serge DANIEL
Die Erleichterung war groß nach der ersten Runde der Parlamentswahlen, die nicht zu gefürchteten djihadistischen Angriffen geführt hat , aber wenig Wähler mobilisierte , im Gegensatz zu den Präsidentschaftswahlen im Sommer.

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1. Mali: vote sans enthousiasme pour des législatives sous surveillance
Bamako (AFP) – 24.11.2013 18:41 – Par Serge DANIEL
Hormis des incidents provoqués par des indépendantistes Touareg dans le nord du Mali, les élections législatives se sont déroulées dans le calme dimanche dans ce pays, mais sans susciter la même ferveur que la présidentielle de juillet-août.

Une Malienne insère son bulletin de vote dans l'urne, à Bamako le 24 novembre 2013
Eine Malierin stimmt bei den Parlamentswahlen ab
Une Malienne vote pour les législatives, le 24 novembre 2013 à Bamako
afp.com – Habibou Kouyaté

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MALIERIN MIT CHINESISCHEN WURZELN KANDIDIERT IN SEGOU – La chinoise malienne croise le fer pour sortir Segou de la pauvreté

Von Shanghai nach Ségou
derstandard – 23. November 2013
Um die 147 Sitze, die bei den malischen Parlamentswahlen am heutigen Sonntag zu besetzen sind, ringen mehr als 1000 Anwärter. Viele davon gehören unterschiedlichen Ethnien und Religionen an und sprechen verschiedene Sprachen. Aus dieser ohnehin heterogenen Masse sticht eine Kandidatin aber nochmals deutlich hervor. Astan Coulibaly.

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Foto (c) AFP: La Malienne originaire de Chine, Yu Hong Wei dite Astan Coulibaly est en train de décrocher des voix pour le Mouvement pour un destin commun.
Die als Chinesin geborene Malierin Yu Hong Wei, genannt Astan Coulibaly, gewinnt Unterstützung für die Partei für ein gemeinsames Schicksal

Législatives/Ségou : les chances de Yu Hong Wei face à la liste Montaga Tall-Dramane Dembélé
Ségou (Le Soir de Bamako) – 18 Novembre 2013
Par Moussa TOURÉ
Les élections législatives à Ségou présentent de belles affiches notamment celle présentée par les candidats Mountaga Tall (du Cnid-Fyt) et Dramane Dembélé (candidat de l’Adéma-pasj à la dernière élection présidentielle). Si Dramane Dembélé, qui a été 3ème à l’issue du 1er tour du scrutin présidentiel de juillet dernier, est à son coup d’essai (à une élection législative), Mountaga TALL a par contre à son actif trois (3) mandats de député, tous au compte de sa région de naissance, Ségou. C’est donc un quatrième mandat qu’il veut décrocher.
L’affiche Mountaga Tall-Dramane Dembélé tient donc, du fait de la pointure de ses animateurs, le haut du pavé et jouit de fortes chances de raffler la mise à Ségou.
C’est contre une telle affiche que la chinoise malienne, Yu Hong Wei dite Astan Coulibaly, candidate sur la liste commune à trois partis politiques (dont le parti la Sadi de Oumar Mariko) baptisée „Ségou Kanou“ („L’amour de Ségou“ en bambara), a décidé de faire du kung fu, pardon de croiser le fer. Quelles sont ses chances ? Âgée de 54 ans et née à Shanghai de parents chinois, Yu Hong Wei, devenue malienne et rebaptisée Astan Coulibaly, cherche à être élue députée à Ségou, où elle vit depuis 31 ans. Elle est arrivée au Mali à 23 ans et travaille dans le domaine médical.
Dans ce chef-lieu de région à près de 240 km au nord de Bamako, cette petite femme de 54 ans, visage rond et avenant, est reconnue et interpellée par les habitants. „Tout Ségou connaît cette femme ! Elle était ici bien avant que je ne sois né“, lance Mamadou Diarra, 23 ans. À Ségou, personne n’avait connu avant elle de candidat à un scrutin national qui soit asiatique „à 100%“, c’est-à-dire non métissé. „Depuis 1982, je suis installée à Ségou avec mon mari“, raconte Yu Hong Wei dite Astan Coulibaly, s’exprimant clairement en langue nationale bambara. „Je n’ai vécu qu’ici. C’est pourquoi je veux aider notre ville et nos enfants à sortir de la pauvreté“.
QUELLES SONT LES CHANCES DE YU HONG WEI DITE ASTAN COULIBALY ?
Si elle est élue, elle compte lancer des projets „qui aideront beaucoup les habitants de Ségou“, en améliorant „les conditions de vie des femmes, des enfants et des jeunes sans emploi“. Elle n’exclut pas de demander l’aide de Chinois présents au Mali avec lesquels elle est en contact. „Il y a plus de cent Chinois dans la région de Ségou actuellement“, précise Yu Hong Wei dite Astan Coulibaly. C’est en Chine qu’elle a rencontré à la fin des années 1970 Amadou Coulibaly, alors étudiant dans le domaine de l’industrie textile. „Il m’a demandée en mariage et mes parents ont fini par accepter après quelques temps d’hésitation“, raconte-t-elle, émue. Ils se marient à Shanghai en 1982 puis viennent s’installer à Ségou.
Aujourd’hui Amadou est à la retraite, Astan est toujours dans le domaine médical et a étendu ses activités au transport et à l’immobilier. Elle n’a pas coupé les ponts avec la Chine, où elle se rend chaque année. Le couple Coulibaly a quatre enfants dont le plus jeune a 13 ans, et un petit-fils. Son fils aîné, Ibrahima, soutient „sans réserve“ sa mère. Depuis l’ouverture de la campagne électorale, „j’ai compris que je suis aimée“ dans la région, les habitants „me l’ont prouvé, village après village“, soutient Astan Coulibaly.
A Dioro, localité au bout d’une piste à 60 kilomètres de Ségou, la candidate reçoit un accueil enthousiaste. Mais certains habitants voient surtout en elle un moyen pour accéder à l’aide de la Chine, de plus en plus présente dans la région. „On votera pour toi pour que les Chinois viennent faire la route Ségou-Dioro !“, lance une femme. Un de ses colistiers, Adama Diarra, opérateur économique, explique „la grande popularité“ de Mme Coulibaly par ses actions sociales, notamment „auprès des personnes âgées qu’elle soigne gratuitement même dans les villages“. Pour la liste „Ségou Kanou“, c’est un „avantage“ certain, avance M. Diarra, qui fonde „beaucoup d’espoir sur elle pour gagner les législatives“ dans leur circonscription.
Malgré des atouts réels, la question reste posée : quelles sont les chances de Yu Hong Wei dite Astan Coulibaly ? Surtout face aux candidats soutenus par les deux partis fondateurs, sinon pères fondateurs de la révolution de mars 1991 et de la démocratie malienne. La réponse au soir du 24 novembre courant.
© 2013 Le Soir de Bamako

Von Shanghai nach Ségou
derstandard – 23. November 2013
Von Josef Saller
Um die 147 Sitze, die bei den malischen Parlamentswahlen am heutigen Sonntag zu besetzen sind, ringen mehr als 1000 Anwärter. Viele davon gehören unterschiedlichen Ethnien und Religionen an und sprechen verschiedene Sprachen. Aus dieser ohnehin heterogenen Masse sticht eine Kandidatin aber nochmals deutlich hervor. Astan Coulibaly lebt zwar bereits seit 1982 in Ségou, mit rund 140.000 Einwohnern der fünftgrößten Stadt Malis, und auch ihr Name klingt – für malische Verhältnisse – weder exotisch noch ungewöhnlich. Bevor sie allerdings ihren malischen Mann Amadou heiratet und mit ihm nach Mali zog, hieß sie Yu Hong Wei, war chinesische Staatsbürgerin und in Shanghai geboren und aufgewachsen.
In den mehr als drei Jahrzehnten, die Coulibaly mittlerweile in Mali lebt, hat sie es zu einer Art Prominentenstatus gebracht. Nicht selten wird sie von Einheimischen auf der Straße angehalten. „Ganz Ségou kennt diese Frau. Sie war schon lange hier, bevor ich geboren wurde“, scherzte etwa der 23-jährige Mamadou Diarra gegenüber der „South China Morning Post“. Auf ihrer Wahlkampftour wird Coulibaly oftmals enthusiatisch empfangen. Viele Malier sehen in ihr ein Bindeglied zu China, das sich bereits in vielen afrikanischen Ländern finanziell engagiert. Dieses Engagement ist jedoch weniger altruistischen Motiven als der Versorgung der eigenen Bevölkerung geschuldet. Die häufig bitterarmen afrikanischen Ländern profitieren nur sehr selten davon.
– „Muster erfolgreicher Integration“ –
Sie wolle die Armut in Ségou bekämpfen und die Harmonie zwischen den Ethnien stärken. „Ich habe in Mali schon immer hier (Ségou) gelebt. Das ist der Grund, weshalb ich unserer Stadt und unseren Kindern helfen möchte, der Armut zu entkommen“, sagte Coulibaly, die für die gerade gegründete Partei Mouvement pour un destin commun antritt, der Nachrichtenagentur AFP. Auch wenn es in einem Staat wie Mali, dessen Grenzen und politische Richtung sich in der Vergangenheit unzählige Male verschoben haben, schwer nachzuweisen ist, so dürfte Coulibaly doch eine der ersten Asiaten in einem politischen Amt in Mali sein.
Sie sei „ein Muster erfolgreicher Integration“, sagte Nouhoum Keita, Politiker der linken malischen Partei Solidarité Africaine pour la Démocratie et l’Indépendance, über Coulibalys politischen Ambitionen. Seit vielen Jahren führt die 54-Jährige zudem eine Praxis für moderne und chinesische Medizin in ihrer Wahlheimat und lebt mit ihrem Mann und mittlerweile vier Kindern zusammen. Coulibaly ist eine von lediglich 135 Frauen auf den Kandidatenlisten, jeder achte Kandidat ist somit weiblichen Geschlechts.
(…)
© 2013 derStandard.at

Chinese candidate Astan Coulibaly blazes election trail in Mali
Segou (South China Morning Post/AFP) – 18.11.2013
Vow to battle poverty and ability to promote racial harmony wins support for Shanghai-born candidate seeking office in West African state
Unassuming and affable, election candidate Astan Coulibaly would be unremarkable on the campaign trail in Mali, except that as a Chinese national she has been hailed as an embodiment of racial harmony in the fractured west African nation.
The 54-year-old, born Yu Hong Wei in the eastern Chinese metropolis of Shanghai, is competing for a constituency in the city of Segou, 230 kilometres northeast of Malian capital Bamako, in the November 24 parliamentary election.
Now a naturalised Malian, she is thought to be the first Asian — or at least one of the first — to go into politics in Mali, a claim which cannot easily be verified in a country whose historical borders have shifted as much as its politics.
In an election involving more than 1,000 candidates vying for 147 seats in Mali’s national assembly, Coulibaly’s candidacy is undeniably unique.
In Segou, the historic capital of the Bambara Empire and the cradle of the Coulibaly dynasty of kings in the 17th and 18th centuries, no resident claims to know of an Asian ever standing for a seat in parliament.
“I’ve been in Segou with my husband since 1982,” Coulibaly told AFP in fluent Bambara, Mali’s lingua franca.
“I have only ever lived here. This is why I want to help our town and our children to get out of poverty.”
A 23-year-old ingenue when she arrived in the early 1980s, Coulibaly was welcomed in a country largely at peace with itself after a period of political turmoil and several coup attempts.
But today the nation is a melting pot of rival ethnic groups and tensions between the communities intensified during a 10-month Islamist occupation ended by a French-led military intervention launched in January.
The government in Bamako is due to resume talks with its northern populations this month with a view to devolving more power to its marginalised minorities, but racial disharmony remains an urgent problem.
“At a time when other foreign nations are throwing out foreigners we in Mali welcome a successful example of integration,” Nouhoum Keita, of the African Solidarity for Democracy and Independence party, said of Coulibaly’s election hopes.
Coulibaly runs a medical surgery in Segou, where she practises both modern and Chinese medicine.
Her manifesto as a candidate for the recently formed Movement for a Common Destiny party, hardly a radical piece of political philosophy, proposes the kind of changes that anyone would want to see in impoverished sub-Saharan Africa.
If elected, she says, she would launch initiatives that “will help many people in Segou, (improving) the lives of women, children and young people without jobs”.
Coulibaly met her husband Amadou, a native Malian textiles student, in Shanghai in the late 1970s.
“He asked me to marry him and my parents finally agreed after some hesitation,” she recalls, revelling for a moment in the excitement of the romance.
The couple married in Shanghai in 1982 and came to settle in Segou.
Amadou has retired but his wife, ever the entrepreneur, has moved into real estate and haulage, renting trucks to Chinese construction companies and travelling to China at least once a year to shore up business relationships.
The couple have four children — the youngest is 13 — and their eldest boy, Ibrahim, says he supports his mother’s political ambitions “without reservation”.
– Attracting Chinese investment –
Over three decades in her adoptive home, Coulibaly has become something of a celebrity in Segou, where locals often stop her in the street for a chat.
“The whole of Segou knows this woman! She was here long before I was born,” joked Mamadou Diarra, 23.
On the campaign trail in Dioro, 60 kilometres from Segou, Coulibaly receives an enthusiastic welcome, and it is perhaps unsurprising that many supporters see her as means of access to much-needed Chinese aid and investment.
“We’ll vote for you so that the Chinese make the journey here,” one woman cries.
Coulibaly doesn’t rule out tapping her contacts to seek aid from the small but burgeoning Chinese business community in Mali.
“There are more than 100 Chinese in the Segou region now,” she said.
Adama Diarra, a trader and a running mate in Coulibaly’s party, puts her “great popularity” down to her community work, which includes free medical consultations for the elderly, and says many locals are placing their hopes on her.
But victory is far from a done deal for Coulibaly, who is competing with many grandees of the political scene, including the incumbent lawmaker, a lawyer called Mountaga Tall.
Tall says he has known his rival for years and congratulated her on her candidacy.
“I’m very proud that this is happening in Segou,” he told AFP.
© 2013 AFP