INTERVIEW MIT AMINATA DRAMANE TRAORE ÜBER DIE EUROPÄISCHE FLÜCHTLINGSDEBATTE: «  Die Migranten sind die Flüchtlinge eines Wirtschaftskrieges » – « Les migrants sont les réfugiés d’une guerre économique »

„Die Migranten sind die Flüchtlinge eines Wirtschaftskrieges“
Interview mit Aminata Dramane Traoré
marxistische linke – 24. September 2018
Für Aminata Dramane Traoré gibt es keinen Zweifel, dass die in Europa so heftig umstrittene „Flüchtlingskrise“ vor allem ein Symptom des Scheiterns der von den führenden EU-Kreisen verfolgten neoliberalen Rezepte in Afrika sind und diese selbst für die damit entstandenen Probleme verantwortlich sind.

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MORE Aminata D. Traoré in MALI-INFORMATIONEN: p.ex. FRAUEN, DIE IN AFRIKA GEBRAUCHT WERDEN – Aminata Dramane Traoré, hommage du rappeur Didier Awadi et 2 autres

Aminata Dramane Traoré : « Les migrants sont les réfugiés d’une guerre économique »
l’Humanité – 28 Juin, 2018
Propos recueillis par Rosa Moussaoui
Pour l’essayiste Aminata Dramane Traoré, ancienne ministre de la Culture du Mali, la « crise migratoire » est d’abord le symptôme de l’échec d’une marche forcée vers le libre-échange.

Foto (c) Humanité/Francine Bajande: Aminata Dramane Traoré, lors de la conférence mondiale pour la paix et le progrès, à Paris, en 2016. – ADT während der von der PCF organisierten Internationalen Konferenz für Frieden und Fortschritt 2016 in Paris

En quoi les procédures de tri appliquées aux migrants relèvent-elles des logiques néolibérales, capitalistes ?
Aminata Dramane Traoré Je pense, d’abord, que cette politique de l’« immigration choisie » ne date pas d’aujourd’hui. Weiterlesen

BÜRGERFORUM IN ABIDJAN VOR DEM EU-AU-GIPFEL BEHINDERT – Sommet UA-UE : une nouvelle ère de coopération? Sommet alternatif avorté par la police

Anders als geplant: Der Alternativgipfel von Abidjan wird massiv von Sicherheitskräften behindert
venro.org -29. November 2017
Eigentlich sollte es am dritten Tag des zivilgesellschaftlichen Gipfels Forum Citoyen um die Fertigstellung der Abschlusserklärung gehen.

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Es geht um Jobs, Bildung, Perspektiven – denn das fehlt Millionen jungen Menschen in Afrika. Viele machen sich deshalb auf die gefährliche Reise nach Europa. Dabei braucht es oft nur ein wenig Hilfe, damit sich Menschen gegen die Flucht entscheiden.
Sehen Sie das Video: Großer EU-Afrika-Gipfel in Abidjan dw – 29.11.2017
„Investitionen in die Jugend“ stehen im Mittelpunkt beim Gipfel in Abdijan. 55 afrikanische Staats- und Regierungschefs sprechen mit ihren Kollegen aus 28 EU-Ländern auch über Migration und Fälle von Sklaverei. (…)
NGO’s ausgesperrt
Aber bringen diese Projekte, von mehr oder minder demokratischen Regierungschefs aus Afrika gemeinsam mit ihren europäischen Kollegen beschlossen, konkreten Nutzen für die Bevölkerung? Kadidia Koné, örtliche Vertreterin der Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ ist gleichermaßen wütend und verängstigt. Schon am Montag hatte die Polizei kurzerhand das alternative Treffen der NGO’s in der Innenstadt von Abidjan geschlossen, ohne das zu begründen. Beim Gipfeltreffen selbst sind, entgegen normaler Praxis, auch keine Vertreter der Zivilgesellschaft zugelassen. Sogar ein Treffen mit Jugendlichen wäre am Morgen fast noch verhindert worden, obwohl der Gipfel sich doch um sie drehen soll.
Das Verbot sei „ein Schlag gegen die Demokratie“, sagt Koné, „solche Gipfel seien völlig nutzlos, wenn die Stimme der Menschen vor Ort nicht gehört werde. „Das ist nur für die Regierenden, ich glaube nicht dass sie die Sorgen der Leute hier ernst nehmen“.
Die NGO-Vertreterin fordert vor allem kleinteilige Förderung ländlicher Kommunen, wo die meisten Menschen in Afrika leben. Sie brauchten Landgeräte, man müsse die Infrastruktur verbessern, dabei helfen ihre Produkte abzusetzen. Den Regierenden aber gehe es vor allem um Prestigeprojekte in den Hauptstädten.
Auch Jean-Baptiste Djeka steht draußen vor der Tür des Gipfeltreffens. Mit einer Gruppe von Künstlern und Studenten bemalt er an der nächsten Straßenkreuzung ein altes Boot mit den Bildern verzweifelter Migranten, die sich in Libyen hinter Gittern wieder finden. „Hier stirbt die Hoffnung“ haben sie geschrieben, und dass sie gegen die Sklaverei protestieren. Jean-Baptiste sieht aber auch die Verantwortung der jungen Afrikaner selbst, und ihrer Regierungen. Man könne nicht immer nur nach Geld aus Europa rufen, „Wir zeigen, dass wir uns alle engagieren müssen und für unsere Anliegen kämpfen“.
© 2017 dw.com

UA-UE Côte-d’Ivoire: La police met fin à un Forum citoyen de 600 participants venus d’Afrique et d’Europe
FACE Abidjan – 29.11.2017
Par Adolphe Angoua
« Loin du faste de l’hôtel Ivoire, un forum citoyen a réuni plus de 600 participants venus d’Europe et d’Afrique pendant trois jours dans l’amphithéâtre de la bourse du travail de Treichville. Mais mardi, la dernière cession de ce sommet « bis » a été mystérieusement interdite par la police. » (Jeune-Afrique)

Foto (c) faceabidjan/archives: Les forces de l’ordre ont dispersé les membres de la société civile qui voulaient tenir une conférence de presse à la Bourse du Travail à Treichville – Ordnungskräfte zerstreuten Mitglieder der Zivilgesellschaft, die am der Gewerkschaftszentrale in Treichville eine Pressekonferenz abhalten wollten

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MIGRATIONSKONTROLLE (PROJEKT) – Le contrôle de la migration

Un projet du journal allemand „tageszeitung“ sur le contrôle de la migration Europe/Afrique, un sublime documentaire très bien recherché, doté de beaucoup de résultats de maintes sources, de voix africaines également, et trés bien présenté – en allemand et anglais. Les chiffres indiqués sont compris facilement aussi par les francophones.

Ein Projekt der tageszeitung aus Berlin .
taz – updated Juni 2017
Überwältigende und umfassendste Recherche zur Migrationskontrolle
Der Kampf gegen die ungesteuerte Migration hat für die Regierenden in Europa höchste Priorität. 25 JournalistInnen – RedakteurInnen und KorrespondentInnen der taz sowie Freie – und einige WissenschaftlerInnen haben dazu seit Juli 2016 in 21 Ländern gemeinsam recherchiert. Wir wollten wissen: Was genau wird heute getan, um Migration abzuwehren? Wie viel Geld fließt dafür tatsächlich? Was sind die Folgen für die Menschen in Afrika, für Flüchtlinge, für Arbeitsmigranten? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer dieser Politik?
Die Auslagerung der europäischen Migrationskontrolle betrifft viele Menschen in anderen Teilen der Welt. Doch die haben meist nur wenig Möglichkeiten, sich über diese Politik zu informieren.…Weiterlesen
+ Hintergründe + detaillierte Länderreports

The fight against uncontrolled migration has become a top priority for European governments. 25 journalists – editors and correspondents of the taz as well as freelancers – and some academics have been researching this topic together since July 2016 in 21 countries. We wanted to know: What exactly is being done today to prevent migration? How much money does it actually flow? What are the consequences for the people of Africa, for refugees, for labor migrants? Who are the winners, who are the losers of this policy?
The outsourcing of European migration control affects many people in other parts of the world. But they usually have very little opportunity to learn about this policy.…READ MORE
It is the most comprehensive documentation on the European migration control that exists. In June 2017 the information was updated.

1) Wer wird bezahlt, um die Flüchtlinge aufzuhalten?
…Who gets paid, to stop the world’s refugees?
2) Asylanträge in der EU
…Asylum applications in the EU
3) Internierungslager
…Detention Centers
4) Migrations- und Rücknahmeabkommen
…Readmission and migration-related agreements

THESEN:
These 1 : Geld fließt dorthin, wo die Migrationszahlen schnell gesenkt werden können
These 2 : Die EU verlässt sich auf Afrikas Diktatoren, um Migration zu stoppen
These 3 : Migration bringt armen Staaten mehr als Entwicklungshilfe
These 4 : Gewinner der Migrationskontrolle sind Europas führende Rüstungskonzerne
These 5 : Verlierer sind die Afrikaner insgesamt – nicht nur Flüchtlinge und Migranten
=> …Hier ist die gesamte Dokumentation zu finden

Thesis 1 : Money flows to where the migration numbers can be quickly reduced
Thesis 2 : The EU relies on African dictators to stop migration
Thesis 3 : Poor countries are benifiting more from migration as they do from aid
Thesis 4 : Winners of migration control are Europe’s leading arms companies
Thesis 5 : Africans as a whole are losing – not just refugees and migrants

=> …To see the whole documentation

Europa verfährt nach dem Motto: Schengen für uns, Zäune für Afrika.
Europe is following the motto: Schengen for us, fences for Africa.

FATOU DIOME IN BERLIN! MIGRATION ALS FREIHEIT UND EMANZIPATION – L’immigration: liberté et émancipation (Lecture et discussion avec Fatou Diome à Berlin)

Fatou Diome: “Migration nach Europa als Freiheit und Emanzipation!“

Lesung und Diskussion mit Fatou Diome und Sarah Hiruth Zewde
Eine Veranstaltung von AfricAvenir International e.V., der African Refugees Unions (ARU) und der Oplatz Media Group

Update: Deutschlandradio Kultur berichtet über die Lesung von Fatou Diome, die am 15. Juli in Berlin-Kreuzberg stattfand
„Ich mag die Opfermentalität nicht“
deutschlandradiokultur.de – 16.07.2015
Von Anke Schaefer
Die im Senegal geborene Schriftstellerin Fatou Diome kämpft mit Blick auf das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer für eine gerechtere Asylpolitik. In Berlin-Kreuzberg las sie aus ihren Texten – und übte Kritik auch an der afrikanischen Jugend.
„Bonjour, guten Abend!“
Fatou Diome sitzt unter dem Abendhimmel in Berlin, sie wird scharfe und differenzierte Kritik üben, an Europa, an Afrika. Aber zum Auftakt liest sie aus ihrem Buch, „Der Bauch des Ozeans“. Sie liest aus dem Kapitel, in dem ein Mann, der aus dem Senegal nach Frankreich ausgewandert ist, in sein Land zurückkehrt und erzählt. Er schildert Paris in den schillerndsten Farben.
„Glaubt mir, sie sind dort sehr reich.“ Er erzählt, wie luxuriös man wohnt, dass man in den schicksten Läden auf den Champs Elysees einkauft, die Hausarbeit von Maschinen erledigen lässt und dass es für jedes Kind Kindergeld gibt. Fatou Diome klappt das Buch zu und kommentiert ihren Text.
„Das ist ein Verhalten eines Auswanderers, der das, was er in Europa tatsächlich erlebt hat, verschweigt, um sich in Afrika als reicher Mann zu präsentieren.“ Hört endlich auf, sagt sie, die Lüge zu verbreiten, Europa sei das Eldorado. Macht lieber Afrika zu einem Eldorado. Lasst Euch nicht zu Opfern machen!
„Ich mag die Opfermentalität nicht. Ich habe entschieden, kein Opfer zu sein! Und ich denke: Jeder Mensch kann das entscheiden! Und die afrikanische Jugend muss sich sagen können: Ich komme zurecht, mit oder ohne Europa.“
Verantwortung zu übernehmen, darum geht es Fatou Diome
Und wer jetzt denke, dass sie, Fatou Diome, das ja leicht sagen könne, weil sie sich gerade in Europa befinde und gerettet sei – der liege falsch. Sie habe bereits mit zwölfeinhalb Jahren im Senegal ihr eigenes Geld verdient. Verantwortung zu übernehmen – darum gehe es. Soviel an die Adresse ihrer Landsleute. An die Europäer appelliert sie, Afrika endlich als gleichberechtigten Partner zu sehen und jede paternalistische Haltung aufzugeben. Denn die Lage sei doch klar. Entweder, ruft Fatou Diome, wir werden entweder alle reich, oder wir werden alle ertrinken. Afrika brauche Bildung und Demokratie. Dabei setzt Fatou Diome auf den europäisch-afrikanischen Dialog. Im Publikum zustimmendes Nicken, zum Beispiel von dieser Frau:
„Sie hat ja viel darüber gesprochen, dass wir das zusammen machen müssen und dass das eine ohne das andere untergehen würde – bedeutet ja auch für uns eine Chance, dass wir was machen können, sonst habe ich nicht viele Handlungsmöglichkeiten.“
Jeder kann handeln – das ist Fatou Diomes optimistische Botschaft. Da mag die Zahl der Flüchtlinge erdrückend und die europäische Flüchtlingspolitik zweifelhaft sein – Frust und Resignation lässt sie nicht aufkommen. Erstaunlich beschwingt geht dieser Abend nach drei Stunden zu Ende.
© 2015 deutschlandradiokultur.de

SEHEN SIE AUCH:
=> Kulturzeit-Gespräch mit Fatou Diome
zum Thema Migration
– Der afrikanische Blick: Die senegalesische Schriftstellerin Fatou Diome sagt, Europa und Afrika, das sei wie zwei Kinder, die sich in verzerrten Spiegeln anschauen. 3sat hat mit ihr gesprochen
und
=>Migration – Der afrikanische Blick
In einer französischen Talkshow stellte Diome vor Kurzem alles auf den Kopf, ließ die anderen Teilnehmer kaum zu Wort kommen, attackierte den Westen für seine Migrationspolitik, warf aber auch Afrika Tatenlosigkeit vor. Wie kann es gelingen, dass Europa und Afrika ein klares Bild voneinander bekommen, fragen wir Fatou Diome.
© 2015 3sat.de

Mittwoch, 15.Juli 2015, 18 Uhr, Oranienplatz

„Bei der Migration geht es nicht nur um die Ausbeutung armer Menschen. Es geht auch um Menschen, die weggehen, um sich zu emanzipieren, die im Namen ihrer Freiheit weggehen. Die aus einer Menge anderer Gründe weggehen.“ Fatou Diome
DEUTSCH WEITER UNTER DER FRANZÖSICHEN VERSION

Fatou Diome: “Migration to Europe as Freedom and Emancipation!“
READ (English version)
Reading and discussion with Fatou Diome and Sarah Hiruth Zewde
Wednesday, July 15 2015, 6pm, Oranienplatz

„Migration is not only poor, exploited people. It is also people who leave to emancipate themselves, who leave in the name of liberty – and for a number of reasons.“ Fatou Diome
The great Senegalese writer Fatou Diome will reflect upon flight and migration from her own, literary, and articulate perspective. She will read from her work and at the same time leave space to allow political demands and facilitate discussions. In light of current incidents and the catastrophic way the rising number of deaths in the mediterranean sea has been dealt with, she will discuss ways of understanding migration as freedom and emacipation, offer ideas of what this means for the discussion on origins of flight here and how we can work together to make an emancipated and free mobility for all reality.
Fatou Diome is an author, activist and scientist. She was born on Niodior, a small island situated in front of the Senegalese coast, in 1968, and was initially raised by her grandmother. Before she started her studies in Dakar, she lived with three foster families in different cities. In 1990, she met a French working in Senegal and followed him to France four years later after their marriage, where she experienced various forms of everyday racism. After divorcing her husband, she started to study literature in Strasbourg and lived off a a job as cleaner.
After a collection of short stories and a novella, she published her first novel, „Le Ventre de l’Atlantique“, in 2003, making her internationally famous. It won the LiBeraturpreis, the Prix des Hémisphères Chantal Lapicque and the Jugendbuchpreis der Jury der jungen Leser. She has since published eight books, teached at the University of Strasbourg and the pedagogical college Karlsruhe, and presented the literary emission “Nuit blanche” at France 3. In her works, she intensively deals with issues of migration, flight, and racism, and the relation between Senegal and France.

The reading will take place in French and German. The discussion will be translated into German (English translation possible).
The event takes place as part of the project “Why We Are Here!? African Perspectives on Flight and Migration“ conducted by AfricAvenir e.V. in 2015/2016. In cooperation with ARU and Oplatz media Group.

Fatou Diome: “L’immigration en Europe: liberté et émancipation!”

Lecture et discussion avec Fatou Diome et Sarah Hiruth Zewde
Un évenement d‘AfricAvenir International e.V., African Refugees Unions (ARU) et Oplatz Media Group

Mercredi 15 juillet 2015, 18 heures, Oranienplatz

„L’immigration c’est aussi des gens qui partent pour leur émancipation, qui partent au nom de leur liberté…qui partent pour des tas d’autres raisons“. Fatou Diome

L'écrivaine Fatou Diome (c)Marco Campanozzi, La Presse.caFoto (c) Marco Campanozzi/LaPresse.ca: L’écrivaine Fatou Diome

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FATOU DIOME IN DORTMUND! DAS VERSPRICHT EINE SPANNENDE BEGEGNUNG – Rencontre avec l’écrivaine Fatou Diome

Fatou Diome in einer Talkshow des französischen Senders France 2 (Screenshot)
Capture d’écran de l’emission „Ce soir ou jamais“ sur france2, le 24 avril avec Fatou Diome
Fatou Diome in einer Talkshow des französischen Senders France 2 (Screenshot) – siehe gelber Kasten unten links

Nous vous signalons la rencontre suivante à Dortmund :

Begegnung mit Fatou Diome
Sa 30. Mai, 17 Uhr
Dietrich-Keuning Haus,
Leopoldstraße 50-58, 44147 Dortmund

L’événement sera modéré en français.
Veranstaltung in Deutsch und Französisch

Moderation: Éric Ségueda, Übersetzung: Odile Brogden (Deutsch-Französische Gesellschaft

Im 6. Afro-Ruhr-Festival (www.afro-ruhr-festival.de),
Eintritt zum Afro-Ruhr-Festival 2 – (Kinder bis 6 J. frei)

MORE in MALI-INFORMATIONEN
=> FATOU DIOME
– une femme exceptionnelle
– EINE AUSSERGEWÖHNLICHE FRAU IN DER MITTELMEERDEBATTE – dans le débat „Méditerranée“: On sera riche ensemble ou on va se noyer tous ensemble! – „Weiße Opfer ließen die Welt erzittern“
– 29/04/2015

Ausgrenzung, Exil und Selbstbestimmtheit sind die beherrschenden Themen im Werk von Fatou Diome. Sie sagt: „Ich hatte genug von den Klischees: Bei der Migration geht es nicht nur um die Ausbeutung armer Menschen. Es geht auch um Menschen, die weggehen, um sich zu emanzipieren, die im Namen ihrer Freiheit weggehen. Die aus einer Menge anderer Gründe weggehen“. Ihr erster Roman „Der Bauch des Ozeans“ (Le ventre de l’Atlantique), 2003 erschienen, machte sie international bekannt. Darin schildert sie unbeschönigt, wie die Hoffnung junger Afrikaner auf ein paradiesisches Europa zerplatzt. In „Ketala“ z.B. geht es um das Dilemma moderner Menschen auf der Suche nach Identität und Individualität.
Diome ist keine Pessimistin und ihre Bücher sprühen vor Temperament, Lebensfreude, Humor und Ironie. Vor allem sind sie wunderbar geschrieben. Die Musikalität der senegalesischen Sprache ins Französische zu übertragen, sei ihr ein wichtiges Anliegen, heißt es in einer Rezension von Sabine Adatepe – die übrigens die Übersetzung von Brigitte Große ins Deutsche lobt.
Fatou Diome wurde in Senegal geboren. Sie kam 1994 nach Frankreich und lebt heute in Straßburg. Wir sind gespannt und freuen uns sehr auf die Begegnung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die ins Deutsche übersetzten Werke der Autorin.

Anmeldung erbeten: 0231 838 00 54, kourilova@agnrw.de
Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht, bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob sie diesen Dienst in Anspruch nehmen möchten.

Veranstalter: Africa Positive e.V., Auslandsgesellschaft NRW e.V.

Und abends kann man, ab 20:30, dort

Hugh Masekela

erleben, einen Mitstreiter Nelson Mandelas und ein Stück auch internationaler Musikgeschichte.
Nach Miriam Makeba gibt es wohl keinen anderen Musiker, der weltweit so sehr für südafrikanische Musik und Musikkultur steht wie Hugh Masekela…MORE

FATOU DIOME – une femme exceptionnelle – EINE AUSSERGEWÖHNLICHE FRAU IN DER MITTELMEERDEBATTE – dans le débat "Méditerranée": On sera riche ensemble ou on va se noyer tous ensemble! – "Weiße Opfer ließen die Welt erzittern" (Update 01.05.15)

Fatou Diome in einer Talkshow des französischen Senders France 2 (Screenshot)Am 24.04. im französischen Fernsehen France 2 in der Reihe „Ce soir ou jamais“:
Acceuillir ou pas la misère du monde?

Spektakulärer TV-Auftritt der Autorin Diome „Weiße Opfer ließen die Welt erzittern“
tagesschau – 28.04.2015
Die senegalesische Schriftstellerin Diome hat im französischen TV einen aufsehenerregenden Auftritt gehabt. In einer Talkshow attackierte sie wortreich den Westen – aber auch die afrikanischen Staaten. Der Clip ist ein Hit in den sozialen Medien.
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IN DER WARTESCHLEIFE VOR EUROPA: DIE GESCHICHTE DER MIGRANTEN, ERZÄHLT VON MIRIAM FASSBENDER UND IHNEN SELBST – "Foreign": un film, et un livre, sur le sort des migrants, raconté par eux-mêmes

Miriam Faßbender (34) ist Kamerafrau und Filmemacherin und jetzt auch Autorin. Im April 2013 kam ihr erster langer Dokumentarfilm „FREMD“ in die deutschen Kinos, der von ihrer 2850 km langen Reise mit Mohamed und Jerry „in der Warteschleife vor Europa“ berichtet, von Mali über Algerien nach Marokko. Sie wollte den Migranten ein Gesicht und eine Stimme geben.
Am 12.Mai ist ihr Tagebuch über diese Reise herausgekommen, als Tagebuch einer Flucht.

Miriam Fassbender, 34 ans, est une cadreuse et réalisatrice, et depuis peu, une auteure. En 2011, son premier long métrage est sorti, le documentaire „Foreign“ („Fremd“ depuis 2013 dans les cinémas d’Allemagne). Le film (et le livre) raconte son voyage de 2850 kms ayant accompagné les deux jeunes migrants Mohamed et Jerry, depuis le Mali vers le Maroc en traversant l’Algérie. Elle voulait leur donner un visage et une voix.
Le 12 mai, son livre, „journal d’une fuite“, est sorti en allemand.

Westendverlag_Fassbender: 2850 Kilometer

Leseprobe der ersten 19 Seiten
=> => HIER

EMPFEHLUNG: Sehen Sie hier ein Interview im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, am 01.06.2012 anlässlich des Berlin Documentary Forum 2:
Miriam Faßbender diskutiert mit Harun Farocki und Antje Ehmann
über die Entstehung ihres Films FREMD

Fremd Filmplakat

Statement der Regisseurin
=> aus der website des Films
Je näher ich die jungen Männer und Frauen auf ihrer Odyssee vor Europa kennenlernte, desto dringender verspürte ich den Wunsch, ihnen – die in unsrer politischen Sprache meistens nur als anonyme Masse auftauchen, vor der es sich zu schützen gilt – ein Gesicht zu verleihen. Ich will sie in „Fremd“ als Individuen wahrnehmbar werden lassen und ihnen die Möglichkeit geben für sich selbst zu sprechen.
FILMBESPRECHUNG
kinofenster.de – 24.04.2013
Mohammeds verwitwete Mutter hat ihre Kühe für umgerechnet 1.500 Euro verkauft, um ihren ältesten Sohn nach Europa zu schicken: Dort soll er Arbeit finden, um die daheim gebliebene Familie zu unterstützen. „Eigentlich will ich Mali gar nicht verlassen“, gesteht der 35-Jährige, bevor er aufbricht.

DEUTSCHER TEXT WEITER UNTER DEN FOTOS

Déclaration de la réalisatrice
(traduction aramata)
Le plus je me suis approchée des jeunes hommes et femmes au cours de leur odyssée vers l’Europe , le plus intense je ressentais le besoin de raconter leur histoire et de leur donner une voix – aux personnes qui ont tendance à être rien de plus qu’une masse anonyme dans notre discours politique Weiterlesen