KOMMENTAR VON EINER, DIE WEITER IM DOGONLAND LEBT UND ARBEITET – Commentaire d’une coopérante qui continue à vivre et travailler au Pays Dogon

Von Gabriele Riedl-Kassougé (autorisierter Gastbeitrag)

… Was da vor knapp 3 Wochen in Hombori und Timbuktu passiert ist, hat das ganze Land erschüttert. Nicht nur, dass es erstmals Entführungen von Europäern auf malischem Boden selbst gab, auch wurde ein Mensch erschossen und bisher gibt es keine Hinweise auf die Hintergründe dieser Verbrechen. Es wird vermutet, dass es sich um Ex-Söldner aus Lybien oder Côte d’Ivoire handelt.
Das an sich ist schon schlimm genug, dass nun aber ein armes Land wie Mali eine seiner wichtigsten Einnahmequellen vollständig zu verlieren droht, das ist wirklich absolut tragisch. Weiterlesen

HERR LAMMERT FÄHRT AUCH INS DOGONLAND – M. Lammert rend visite au Pays Dogon

Vraiment, c’est une récompense pour la population du Pays Dogon qui se sent laissée tombée. Beaucoup de grands et petits investissements dans le secteur tourisme, et la saison est encore une fois foutue – pas de visiteurs. Les voyageurs sont déconseillés par les ambassades. Au moins les Allemands travaillant dans la coopération au pays Dogon ont pu y retourner après un atelier de sécurité tenu à Bamako. La police malienne a multiplié les patrouilles et diminue le sentiment d’insécurité, ce qui reste pourtant.

Das ist eine Genugtuung für die Menschen im Dogonland, die wirklich momentan nichts zu lachen haben und sich im Stich gelassen fühlen. Viele grosse und kleine Investitionen im Tourismussektor, und die Saison ist eingebrochen – keiner kommt, Reisewilligen wird von Botschaftsseite abgeraten. Immerhin durften die dort noch in Projekten der Kooperation arbeitenden Deutschen jetzt nach einem Sicherheitstraining in Bamako wieder dorthin zurückkehren. Die malische Polizei fährt vermehrt Streife und verringert so das Gefühl der Unsicherheit, das bleibt.

Die deutsche Lektion
Bamako (Le Républicain) 08/12/2011
Von Adam Thiam

Nur wenige Tage nach der Ermordung eines deutschen Touristen von seinen Entführern besucht der Präsident des Deutschen Bundestages uns. Und er besteht darauf, erzählte uns sein malischer Amtskollege, dass das ursprüngliche Programm beibehalten wird. Weiterlesen