HOFFNUNG FÜR HERZPATIENTEN: 1. GEGLÜCKTE OP IN BAMAKO – 2 500 enfants atteints d’une affection cardiaque en attente d’une opération qui se fera dès lors au Mali

Erstmals Operation am offenen Herzen in Mali
Bamako (AFP) – 11.09.2018
Premiere in Mali: Die sechs Jahre alte Fanta Diarra ist am Montag als erster Mensch in dem westafrikanischen Land erfolgreich am offenen Herzen operiert worden.

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Première opération d’une fillette à coeur ouvert à Bamako
AFP – 11.09.2018 à 10:24
Une fillette de six ans atteinte d’une malformation cardiaque a été opérée à coeur ouvert avec succès lundi à Bamako, une première au Mali où ce type d’opérations nécessitait jusqu’ici une évacuation à l’étranger.

Foto (c) AFP/SEBASTIEN RIEUSSEC: Lors de l’opération à cœur ouvert d’une fillette de 6 ans atteinte d’une malformation cardiaque, à Bamako (Mali), le 10 septembre 2018. Während der Herz-OP in der Klinik Le Luxembourg in Bamako, am 10.September 2018

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LENALI, SOZIALES NETZWERK IN SPRACHE, KÖNNTE DAS INTERNET IN AFRIKA REVOLUTIONIEREN – 1er réseau social vocal: « L’Internet vocal n’exclut pas l’écrit, mais y amène »

Le logo de Lenali: L’Afrique remise sur pied – Das Lenali-Logo stellt Afrika vom Kopf auf die Füße.

Mali: Lenali, dieses soziale Netzwerk, anders als alle anderen, macht einen Unterschied
Lenali, die Erfindung von Mamadou Gouro Sidibé, einem malischen Spitzeninformatiker, ist ein soziales Sprachnetzwerk in lokalen Sprachen. Revolutionär.
Le Point Afrique – 29.08.2018 um 17:54
Lenali entstand aus einer einfachen Frage, die Mamadou Gouro Sidibé, Doktor der Informatik, sich eines Tages in Bamako stellte.

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Vidéo: Lenali, réseau social vocal pour l’économie numérique en Afrique !
Publié le 06.12.2017
Lenali, 1er réseau social totalement vocal, qui parle les langues locales et qui est adapté pour l’économie numérique en Afrique !
Lenali, das erste völlig sprachgestützte Social Network, das die lokalen Sprachen verwendet und der digitalen Wirtschaft in Afrika angepasst ist.

Mali : Lenali, ce réseau social pas comme les autres qui fait la différence
Invention de Mamadou Gouro Sidibé, informaticien malien de haut niveau, Lenali est un réseau social vocal en langues locales. Révolutionnaire.
Le Point Afrique – 29/08/2018 à 17:54
Par Hassina Mechaï, envoyée spécial à Bamako
Lenali est né de l’interrogation simple que s’est faite Mamadou Gouro Sidibé, docteur en informatique, un jour à Bamako. Weiterlesen

FATOU: DIE ROTE FARBE WECKT MICH AUF, DAS IST MEIN GEHEIMNIS – Fatoumata Diawara, rouge est sa couleur

Fatoumata Diawara

1. Einladung zum Konzert
Sonntag, 26. August > 18 Uhr > open air im Skulpturenpark Wuppertal
Fatoumata Diawara Gesang, Gitarre
Yacouba Kone, Gitarre
Sekou Bah, Bass
Jean-Baptiste Gbadoe, Schlagzeug
Arecio Smith, Keyboards
Sie ist eine gefeierte Afro-Folk-Poetin und Gitarristin, Tänzerin und Schau­spielerin, aber auch eine Kämpferin für die Rechte von Frauen und gegen Ungerecht­igkeit. Weiterlesen

REDUZIERUNG DER HERDEN ALS ANTWORT AUF WASSERKNAPPHEIT? – À Nara, le cheptel fait les frais de la pénurie d’eau

Viehzucht in der Gegend um Nara : Der Viehbestand leidet extrem unter der Wasserknappheit
Bamako (L’Essor) – 12. Juli 2018
Das Versiegen der Wasserquellen und der Mangel an Weideland haben ein Massensterben bei den Herden verursacht, deren Leichen man in der Natur verstreut sieht.

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Elevage dans la zone de Nara : le cheptel fait les frais de la pénurie d’eau
Bamako (L’Essor) – 12 juillet 2018
Par Khalifa DIAKITÉ
Le tarissement des sources d’eau et le manque de pâturage ont provoqué des hécatombes chez les troupeaux dont on peut apercevoir les cadavres éparpillés dans la nature.

Foto (c) L’Essor: Des cadavres d’animaux qui sont visibles partout dans la zone – Tierkadaver findet man überall in der Gegend

Le cercle de Nara avec ses grands bois, dont la forêt de Wagadu, représente une grande ressource pastorale pour quelques 341.000 bovins, 495.350 ovins, 5.048.220 caprins, entre autres. Weiterlesen

INTERVIEW MIT DEM ABGEORDNETEN AHMADA AG BIBI AUS KIDAL ÜBER DIE ERWARTUNGEN DER BEVÖLKERUNG IM NORDEN, DEN FRIEDENSPROZESS UND DIE KONTROVERSE ÜBER DAS WÄHLERVERZEICHNIS – D’après le député Ahmada Ag Bibi de Kidal, le scrutin est inévitable

Foto oben/en haut (c) Reuters/Penney: Une électrice malienne vote à Bamako, lors du second tour de l’élection présidentielle, le 11 août 2013. – Eine malische Wählerin stimmt in Bamako während des zweiten Wahlgangs der Präsidentschaftswahlen ab, am 11. August 2013.

1. Präsidentschaftswahlen in Mali – Ahmada Ag Bibi (RPM): „Die Wahl ist unvermeidlich, und diejenigen, die nicht wählen gehen, disqualifizieren sich selbst“
Jeune Afrique – 26.07.2018
Ahmada Ag Bibi, Tuaregwürdenträger der Region Kidal und ehemaliger Kader von Ansar Eddine ist heute Abgeordneter für die RPM (Sammlung für Mali, Präsidentenmehrheitspartei). …
Jeune Afrique: Präsident Ibrahim Boubacar Keïta, als Kandidat für seine eigene Nachfolge angetreten, war am 19. Juli in Kidal auf Stimmenfang. Es war das erste Mal seit fünf Jahren. In welchem ​​Klima wurde er empfangen?
Ahmada Ag Bibi: Ibrahim Boubacar Keïta wurde in Kidal gut aufgenommen.

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1. Présidentielle au Mali – Ahmada Ag Bibi (RPM) : « Le scrutin est inévitable et celui qui n’y va pas se disqualifie »
JeuneAfrique – 26.07.2018
Par Aïssatou Diallo – Envoyée spéciale à Bamako
Ahmada Ag Bibi, notable touareg de la région de Kidal et ancien cadre d’Ansar Eddine, est aujourd’hui député Rassemblement pour le Mali (RPM, majorité). Il revient pour Jeune Afrique sur la polémique sur le fichier électoral, les attentes de la population dans le nord et le processus de paix.

Foto (c) REUTERS/Luc Gnago: A Bamako, le mardi 24 juillet 2018, à quelques jours du premier tour de la présidentielle prévu le dimanche 29. – In Bamako, am 24. Juli 2018, einige Tage vor dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen

Jeune Afrique : Le président Ibrahim Boubacar Keïta, candidat à sa propre succession, était à Kidal pour faire campagne le 19 juillet. C’était la première fois qu’il s’y rendait en cinq ans. Dans quel climat a-t-il été reçu ? Weiterlesen

IN 3 TAGEN IST PRÄSIDENTENWAHL IN MALI – NUR DIE MIGRANTEN SORGEN FÜR ENTWICKLUNG

Spannendes Audiofeature von Jens Borchers vom ARD-Hörfunkstudio Rabat, der außer der Hauptstadt auch ein abgelegenes Dorf, Bandiogoula im Kreis Kolokani, Region Koulikoro, besuchte und u.a. den Oppositionsführer Soumaïla Cissé sowie den Hoffnungsträger vieler junger Malier, Ras Bath, interviewte .

HIER KLICKEN ZUM HÖREN ! Verfügbar bis 29.01.2019

Foto (c) Jens Borchers: Bandiogoula in Mali: Mit dem Geld, das sie als Migranten verdienten, bauten die Dorfbewohner Schulen, Wasserturm und Gesundheitszentrum.

Mali vor der Präsidentschaftswahl
Nur die Migranten sorgen für Entwicklung
Deutschlandfunk Kultur – 23.07.2018
In Mali in Westafrika geht ohne die Hilfe der Migranten nicht viel: Sie schuften in Europa, bauen mit ihrem Geld in den Dörfern zu Hause die Infrastruktur auf. Der Staat tut nichts. Trotzdem hofft der amtierende Präsident auf eine weitere Amtszeit.
Von Jens Borchers
Bandiogoula liegt etwa 600 Kilometer westlich der malischen Hauptstadt Bamako. Hierher führt keine Straße. Nach Bandiogoula kommt man nur über Sandpisten, quer durch die Savannen-Landschaft. Das Dorf hat etwa 8000 Einwohner, sagt der Dorfälteste Salomou Traoré, als wir uns zur Begrüßung im Hof seines Hauses niederlassen. Links und rechts neben diesem gelb gestrichenen Haus stehen traditionelle Lehmhütten.

Foto (c)Jens Borchers: Im Hof seines Hauses: Interview mit dem Dorfältesten von Bandiogoula, Traoré Salomou

Salomou Traoré hat ein Haus aus Stein gebaut. Gut ausgestattet, gepflegt, fast wohlhabend wirkt es. Traoré hat es mit dem Geld gebaut, das er in Frankreich verdient hat:
„Ich war 19 als ich weggegangen bin. Und ich war 43 Jahre in Frankreich, weil es hier im Dorf so viele Probleme gab.“
Das war in den 1960er Jahren. Keine Schule im Dorf, kaum Arbeit, wenig Chancen, Geld zu verdienen. Also wanderte Salomou Traoré aus.
Ohne Migration gäbe es keinen Fortschritt
Am nächsten Tag treffe ich den jungen Moussa im Dorf: 23 Jahre alt, er hat die Schule abgeschlossen, hat aber kein Geld, um in einer großen Stadt zu studieren. Er träumt von der Migration nach Europa:
„Ich könnte nach Marokko gehen und dann versuchen auf eines der Boote zu kommen, die übers Meer nach Europa fahren. Aber viele Boote gehen unter, mir ist das zu gefährlich. Ich kann es mit einem Visum versuchen. Aber das ist schwierig.“
Moussa weiß, dass Visa kaum zu bekommen sind. Er weiß auch, dass er eventuell einen Asylantrag stellen könnte – aber auch da stehen die Erfolgschancen schlecht. Also bleibt er in Bandiogoula. Nur: Eine Idee, was hier aus ihm werden soll, hat er nicht.
Dabei hat sich einiges verbessert im Dorf. Und jeder hier sagt: Diese Fortschritte hätte es ohne die Migration nie gegeben. Denn Migranten aus Bandiogoula überweisen nicht nur Geld an ihre eigenen Familien. Sie haben sich obendrein zusammengeschlossen und investieren in die Infrastruktur von Bandiogoula: Zwei Schulen sind so entstanden, ein Wasserturm, die Moschee wurde renoviert und eine Gesundheitsstation gebaut.
Ein Geburtszimmer – Migranten haben es finanziert
Im Dorf angekommen, werde ich zu einer feierlichen Eröffnungszeremonie eingeladen. In der kleinen Gesundheitsstation ist jetzt ein Zimmer für Geburten eingerichtet worden. Das wird jetzt eingeweiht.

Foto (c) Jens Borchers: Die Menschen im Dorf feiern ein Fest zur Einweihung des Geburtszimmers im Gesundheitszentrum.

Das ganze Dorf kommt dafür zusammen, es werden Reden gehalten, es wird getanzt. Die Dorfbewohner sind stolz. Es sind ihre Familienangehörigen, die in Europa schuften und das Geld für solche Investitionen nach Hause schicken. Salomou Traoré, der Dorfälteste, betont das gleich ein paar Mal:
„Alles, was es in unserem Dorf gibt, haben wir selbst aufgebaut. Der malische Staat hat hier nichts gemacht.“
„Wir leben von der Diaspora“
Es gibt keinen Strom, kein fließendes Wasser. Aber das Dorf hat trotzdem mehr als viele andere Dörfer vorweisen können, dank der Migranten. Lebt der Traum von der Migration also weiter? Ein alter Herr, auch er hat lange Jahre in Europa gearbeitet, beantwortet die Frage so:
„Wir haben doch keine Wahl – wir leben von der Diaspora. Wenn es hier mal wieder nicht regnet, so wie im vergangenen Jahr, als es keinen Tropfen Wasser gab, dann leben wir vom Geld der Migranten in Frankreich, in den USA, in Spanien oder in Deutschland.“
Die jungen Leute im Dorf sehen keine Zukunft in der Landwirtschaft, die wegen des Wassermangels und des extremen Klimas schon immer schwierig war. Der Viehhandel bringe auch nicht genug ein, sagen sie.
Moussa, der junge Mann, der davon träumt nach Frankreich zu gehen, zuckt mit den Schultern.
„Ich weiß nicht, wie die Zukunft sein wird. Ich habe niemanden in Frankreich, in Europa. Ich bin alleine.“
Aber er träumt weiter von einem Visum für Europa. Von einer Zukunft als Migrant, als einer der es schafft, im Ausland Geld zu verdienen, damit es seiner Familie im Dorf Bandiogoula, in Mali, besser geht.
Niemand hier erwartet, dass der malische Staat, dass die Regierung etwas für die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Region unternimmt. Oder dass die anstehende Präsidentschaftswahl Ende Juli etwas entscheidend verändern könnte. Wahlkampf? – Das beschäftigt in Bandiogoula kaum jemanden.


Abenteuerliche Fahrt in die Hauptstadt Bamako
Wir fahren zurück in die Hauptstadt Bamako. Durch Dörfer, die deutlich ärmer dran sind als Bandiogoula mit all seinen Migranten, die Geld nach Hause schicken. Durch Gassen und über Dorfplätze, zugemüllt mit Abfällen, Verpackungen und Plastiktüten. Vorbei an Ziegenherden und mageren Rindern. Vorbei an sandfarbenen Lehmhütten und halbfertigen Ziegelbauten. Aus dem Radio schallt die Musik der malischen Band Bogoly.
Die Nationalstraße nach Bamako ist streckenweise in einem abenteuerlichen Zustand. Tiefe Schlaglöcher lauern massenweise, manchmal hilft nur ein Ausweichmanöver in die Savanne. Die Lastwagen kommen auf dieser Straße nur mühsam voran. Erst kurz vor Bamako erreichen wir einen neu asphaltierten Streckenabschnitt. Er soll noch kurz vor der Wahl offiziell eingeweiht werden.
Denn in Bamako wird schon Wahlkampf gemacht. Und wie: Soumaila Cissé, Chef der Opposition im malischen Parlament, schaffte es bereits im Mai, etwa 40.000 Menschen ins große Fußballstadion der Hauptstadt zu locken.
Der Kandidat der Opposition hat wenig konkrete Ideen
Vuvuzelas dröhnen, Sirenen heulen – Soumaila Cissé wird empfangen wie ein Triumphator. Der 68-Jährige hatte die Wahlen vor fünf Jahren verloren. Er sagt, weil die Stimmenauszählung damals manipuliert wurde.…Weiterlesen
(…)
Korruption und Misswirtschaft sind ein Dauerthema der malischen Politik. Präsident Ibrahim Boubacar Keita hatte zu Beginn seiner Amtszeit versprochen, massiv gegen Bestechung, Bestechlichkeit und Vetternwirtschaft vorzugehen. Tatsächlich aber gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche Korruptionsaffären.
Die hat ein Mann besonders laut angeprangert, der sich nicht als Politiker versteht, der aber die malische Politik ordentlich aufgemischt hat. Ras Bath nennt er sich, wir treffen ihn in einem winzigen Büro, das er in einem Jugendzentrum in Bamako hat.

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Hoffnungsträger für die Jugend: ein Radiomoderator
Der 45-Jährige ist vor allem bei jungen Leuten beliebt. Er hat Radioshows moderiert. Eine davon, „Karten auf den Tisch“, wurde berühmt für einen sehr unverblümten Umgang mit den Mächtigen in Mali. Ras Rath hat Korruptionsfälle dokumentiert und klagt darüber, wie wenig Präsident Keita und seine Regierung dagegen unternommen haben. Sein Lieblingsbeispiel für das, was er „Verantwortungslosigkeit“ nennt, ist der Fall des ehemaligen Landwirtschaftsministers, der in einen Skandal um Kunstdünger verwickelt war und nach langem Hin und Her schließlich seinen Posten räumen musste. Eine rein kosmetische Maßnahme, kritisiert der malische Aktivist:
„Die Sanktion gegen den Landwirtschaftsminister bestand darin, dass er nach seiner Entlassung zum Aufsichtsratschef der größten Bank des Landes ernannt wurde. Er ist übrigens aktuell Vorsitzender der Partei des Präsidenten. Das ist natürlich eine der schönsten Strafen, die man sich vorstellen kann.“
Ras Bath hat einen Riesenwirbel ausgelöst, als er öffentlich machte, dass bei der Armee Geld unterschlagen wird. In einem Land, in dem die Soldaten schlecht ausgerüstet und miserabel bezahlt gegen Extremisten kämpfen müssen, sorgte die Nachricht für böses Blut. Viele junge Menschen sehen in Ras Bath deshalb einen Anführer. Jemanden, der die etablierte Polit-Elite zur Verantwortung ziehen will. Und er gefällt sich offensichtlich in dieser Rolle.
(…)
Ras Bath selbst möchte nicht in die Politik. Aber jetzt, vor der Präsidentschaftswahl, tritt er gemeinsam mit dem Oppositionsführer Soumaila Cissé auf. Dem Politiker Cissé soll das wohl Sympathien insbesondere bei vielen jungen Wählern verschaffen. Der Aktivist Ras Bath seinerseits hofft anscheinend darauf, bei einem Wahlerfolg Cissés zumindest einen Teil seiner Vorstellungen von Transparenz und Reformen politisch einklagen zu können.
Ob sich Soumaila Cissé wirklich gegen den amtierenden Präsidenten Keita durchsetzen kann – viele glauben nicht daran. Unter den Vertretern der internationalen Gemeinschaft in der malischen Hauptstadt Bamako scheint das auch gar nicht die entscheidende Frage zu sein. Cissés vage Vorschläge zur Lösung der komplexen Probleme Malis überzeugen sie nicht. Mit Präsident Keita haben sie vor allem eine Erfahrung gemacht: Da wird viel angekündigt und wenig umgesetzt.
Die Diplomaten treibt aber eine viel akutere Sorge um: Dass nämlich die Partei der Präsidenten versuchen könnte, auf Biegen und Brechen einen Sieg Keitas bereits im ersten Wahlgang durchzusetzen. Mit allen erlaubten, aber teilweise auch mit unerlaubten Mitteln wie Stimmenkauf. Natürlich redet darüber niemand offiziell, das verbietet die Diplomatie.
Aber einer wie Ras Bath spricht das ganz offen an. Er sagt, die Regierung habe kaum etwas dafür getan, dass junge Erstwähler tatsächlich auch an der Wahl teilnehmen können. Sie hätten sich registrieren lassen müssen, um eine Wahlkarte zu bekommen. Viele junge Menschen wissen das gar nicht und könnten im Wahllokal dann abgewiesen werden.
(…)
Der geopolitische Blick auf ihr Land ist vielen Maliern fremd. Im Dorf Bandiogoula werden kleine Fortschritte mit dem Geld der malischen Migranten in Europa finanziert – hier denkt man nicht über Sahel-Region nach. Im Norden von Mali wollen die Menschen vor allem Schutz vor Extremisten und vor der zunehmenden Kriminalität. Die große internationale Politik spielt da keine Rolle.
Die Mehrheit der Menschen hat ganz andere Probleme. Die Analphabetenquote liegt in Mali über 50 Prozent. Die meisten Dörfer haben weder Strom noch fließendes Wasser. Und fast die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Sicherheit. Bildung. Strom. Wasser. Und vor allem Arbeitsplätze – Jobs, Jobs, Jobs – das erwarten die Menschen von ihrem Staat und von ihrer Regierung.
„Der malische Staat hat hier nichts gemacht“
Im Dorf Bandiogoula, 600 Kilometer weit weg von den politischen und geopolitischen Gefechten der Hauptstadt, sind das die wichtigsten Themen. Nicht die malische Regierung hat im Dorf für Schulen, einen Wasserturm und ein Gesundheitszentrum gesorgt. Das haben die Dorfbewohner selbst gemacht. Mit dem Geld, das sie als Migranten im Ausland verdient haben. Wie hatte der Dorfälteste Salomou Traoré es noch ausgedrückt?
„Alles was es in unserem Dorf gibt, haben wir selbst aufgebaut. Der malische Staat hat hier nichts gemacht.“
Wahrscheinlich beschreibt der Dorfälteste von Bandiogoula damit ziemlich genau die Ursache der vielen Probleme, mit denen Mali schon so lange kämpft.
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Foto (c) Baba Ahmed: 16.07.2018, Mali, Yanfolila (Süden): Soumaila Cisse, Präsidentschaftskandidat der Union für die Republik und die Demokratie (URD), gestikuliert während einer Wahlkampfveranstaltung aus einem Auto in Richtung seiner Anhänger.

Unter etwas anderen Vorzeichen auch vom Bayerischen Rundfunk gesendet:
Eine Präsidentschaftswahl und ihre Risiken
Pulverfass Mali
Bayerischer Rundfunk 21.07.2018
Den westafrikanischen Staat Mali kennen viele Deutsche vermutlich nur deshalb, weil dort Bundeswehrsoldaten stationiert sind. (…)
Am 29. Juli finden Präsidentschaftswahlen statt. Die Kandidaten stehen Schlange, um Staatsoberhaupt Ibrahim Boubacar Keita aus seinem Amt zu verdrängen. Die Frage ist nur: Würde Keitas Niederlage an Malis fataler Situation irgendetwas ändern? Sind seine Gegenkandidaten tatsächlich Hoffnungsträger? Und wie leben Malis Bürger in einem Staat, der ihnen eigentlich nur sehr wenig bietet?
Jens Borchers über ein Land, in dem ungefähr die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt. Ein Land, in dem Terroristen den grausamen Alltag bestimmen. Ein Land, das viele daher auch für ein Pulverfass halten.
© 2018 br.de

MIT GENVERÄNDERTEM SAATGUT FÄHRT MAN NICHT BESSER: AUCH SO WIRD MALI WIEDER GRÖSSTER BAUMWOLLPRODUZENT – Le Mali redevient le premier producteur de coton en Afrique, sans OGM

Mali wird 2017/18 wieder der größte Baumwollproduzent in Afrika
Paris (AFP) – 26. Februar 2018
ORTM / Tagesschau vom 25. Februar 2018
Mali hat 2017/18 eine sehr gute Baumwollernte eingefahren, von mehr als 700.000 Tonnen und wird wieder zum ersten afrikanischen Erzeugerland vor Burkina Faso.

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=> WARUM GIBT BURKINA FASO DIE MONSANTO-BAUMWOLLE AUF? – Le Burkina Faso, no.1 des cultivateurs OGM en Afrique, entame sa sortie in MALI-INFOS 17.03.2016

Le Mali redevient le premier producteur de coton en Afrique en 2017/18
Paris (AFP) – 26 Fév 2018
ORTM / Journal TV du 25 Février 2018
Le Mali a réalisé une très bonne récolte de coton sur la saison 2017/18, dépassant les 700.000 tonnes et redevenant le premier pays producteur d’Afrique devant le Burkina Faso, selon un responsable de l’interprofession malienne.

Foto (c) maliweb: capture d’écran ORTM – Screenshot ORTM, Baumwollernte

“Cette année, le Mali a fait une très bonne récolte de coton et il est redevenu le premier producteur en Afrique, devant le Burkina”, a déclaré Tiniougo Sangaré, secrétaire exécutif de l’interprofession du coton, dans un entretien avec l’AFP au salon de l’Agriculture. Weiterlesen