ARCHIVBEITRAG: AUF PATROUILLE MIT DEN DEUTSCHEN BLAUHELMSOLDATEN IN GAO

Deutsche Soldaten in Mali
Auf Wache mit der Kamelspinne

Gao (n-tv) – 31.10.2016
Von n-tv Reporterin Svenja Kleinschmidt

Das Video (4 min) zum Beitrag: Patrouillenfahrt
Einsatz ist „schlimmer als in Afghanistan“
n-tv.de – 19.11.16

Es gibt, grob gesagt, drei Gründe, warum deutsche Soldaten im Camp Kastor in Gao plötzlich loslaufen: Sie trainieren für den nächsten Wüstenlauf, das Camp wird mit Raketen beschossen oder eine Kamelspinne streckt ihnen ihre behaarten Beine entgegen. Doch die lerne ich erst später kennen.
Was ich zuerst höre, noch bevor ich in die kleine Propellermaschine von Bamako nach Gao steige, ist, dass dort das Deutsch-Niederländische Camp vor nicht einmal 48 Stunden mit Raketen beschossen wurde. Ob die Angreifer bewusst das Feldlager zum Ziel hatten, ist nicht klar, doch eine der Raketen ist nur ein paar hundert Meter entfernt eingeschlagen – so nah an den Soldaten wie noch nie zuvor. Weiterlesen

Advertisements

Bon Anniversaire – ZUM ANDENKEN AN ABDOULAYE BATHILY – A sa mémoire

Aujourd’hui il aurait fêté ses 67 ans… VOIR la version française en bas!
Et des impressions du dernier „sacrifice“, maintenant plutôt une réunion de famille, le 21 novembre dernier.
Ganz unten: Fotogalerie vom letzten Gedenktag, der jetzt mehr und mehr zu einem Familientreffen wird.

Heute hätte er Geburtstag gehabt, seinen 67., mein geliebter, nun seit viereinhalb Jahren verstorbener malischer Ehemann Abdoulaye Bathily. lever du soleil sur le plateau 01.11.12Ein Anlass, diesen kleinen persönlichen Film, den ich selbst öfter mal anschaue, wieder aus den Tiefen dieses Blogs in die Gegenwart zu holen und auch anderen, Freunden und Fremden, wieder näher zu bringen – warum, lesen Sie ein paar Abschnitte weiter unten.
Geburtstage werden in Mali selten gefeiert, und an einem 3. Juni, als ich selbst dort in Kati war, hatte ich ihn sogar vergessen – und wurde erst durch den Anruf meiner kleinen Schwester aus Deutschland, die meinem Mann ihre Glückwünsche mit einem Lied überbrachte, daran erinnert 😉 und er kommentierte mein Vergessen mit den Worten: „guck mal, jetzt bist du wirklich hier bei uns angekommen“. Heute denken seine Kinder an ihn, er fehlt ihnen – Papa chéri, dors en paix – er fehlt ihnen wie mir.
Weiterlesen

LEHRERAUSBILDUNG IN MALI UND AUFNAHMEPRÜFUNG FÜR DEN STAATSDIENST – Les concours d’entrée à la fonction publique

Foto oben (c) aramata: Le Niger dans la vallée de Moribabougou

Über die Lehrerausbildung (aus eigener Sicht)
Zwei unserer Jungs in Kati, 15 km westlich von Bamako, hatten sich beim IFM (Institut de formation de maîtres) eingeschrieben. Papa (23) im Schuljahr 2014/2015, Mamadou (26) ein Jahr später. Normalerweise dauert die Ausbildung 4 Jahre, mit ihrem Abitur in der Tasche verkürzt sie sich auf 2. Davon vermittelt das erste Jahr an einem der zahlreichen IFMs im Lande eine theoretische Ausbildung, das zweite ist eine Art Referendariat. Die Praktikanten werden dazu auf öffentliche Schulen im Bereich der Akademie (Schulaufsichtsbehörde) verteilt. Papa erwischte es im letzten Jahr kalt, seine Schule in Tamanin lag im Busch 200 km hinter Bamako, und der vorgesehene Mentor hatte die Schule verlassen. So ersetzte er diesen und versorgte er die stattliche Anzahl von 40 Schüler*innen mit 27 Wochenstunden Französisch und Geschchte/Geographie. Und lernte am lebenden „Objekt“.
Mamadou ist in diesem Jahr nur 30 km von zu Hause entfernt in Moribabougou als Bio/Chemie-Referendar eingesetzt, hat einen Freund an derselben Schule und einen Ausbildungslehrer. Hatte also mehr Glück. Das Theoriejahr hatte ihn an das IFM Kayes verschlagen, ca. 600km von Kati entfernt.
Die Absolventen werden nach der Ausbildung nicht direkt verbeamtet, sondern müssen eine weitere Prüfung ablegen (concours, also eher ein Wettrennen). Ob dabei ihre Noten und Gutachten in Betracht gezogen werden, ist mir nicht ganz klar – auf jeden Fall geht es um die festgelegte Einstellungsquote. Siehe dazu untenstehenden Artikel. In der Zwischenzeit suchen sich manche, wie auch Papa, eine Stelle bei einer der Privatschulen, von denen es im Lande nur so wimmelt.
Bezahlt wird er im Stundenlohn mit 1250 FCFA, ca. 2 €, pro erteilter Stunde.
Die Lehrergehälter an den staatlichen Schulen sind auch nicht berauschend, aber immerhin ist man als Beamter abgesichert und rentenberechtigt.
Wünschen wir Papa also viel Glück für den Concours.

30-04-16-papa-a-tamani18-05-16-mamadou-sur-fb
Aperçu de la formation des maîtres au Mali (témoignage de l’auteure de ce blog)
Deux des jeunes de ma famille à Kati (à 15 km à l’ouest de Bamako) s’étaient inscrits à l’IFM (Institut de formation de maîtres). Papa (23) pendant l’année scolaire 2014/2015, Mamadou (26) un an plus tard. Normalement, la formation dure 4 ans. Avec leur bac en poche, elle dure 2 ans. La première année à l’un des nombreux IFM du pays comporte la formation théorique, la deuxième est un stage à l’école. Les stagiaires sont répartis par l’Académie dans des écoles publiques de toute la région, Koulikoro dans notre cas. Papa, l’an dernier, n’a pas eu trop de chance, son lieu d’affectation se trouvait en brousse à Tamanin, 200 km derrière Bamako, et son formateur prévu avait quitté le service. Alors, Papa a remplacé le maître et donné 27 heures de cours par semaine en français et histoire/géo à un nombre considérable d’élèves. En apprenant sur le tas.
Mamadou, lui, est affecté seulement à 30 km de chez nous, à Moribabougou. Il est stagiaire en biologie/chimie, il a un ami avec lui et un formateur. Donc, il a eu plus de chance. La premiére année de la théorie l’avait amené à l’IFM de Kayes, à environ 600 km de Kati.
Les diplômés ne sont pas titularisés sur le coup, mais ils doivent se présenter à un autre examen, le concours d’entrée à la Fonction publique de l’Etat. Que ce soit ou non leurs notes et évaluations sont prises en considération, moi je ne suis pas au courant – en tout cas il y a un quota fixe qui n’est pas très élevé. Voir l’article ci-dessous. En attendant, certains, comme Papa, postulent un emploi dans l’une des écoles privées, dont le pays abonde.
Il est payé d’un salaire horaire de 1250 FCFA, environ 2 € par heure donnée.
Les salaires des enseignants dans les écoles publiques ne sont pas importants, mais au moins, en tant que fonctionnaire on est rassuré, étant sécurisé et ayant droit à une pension.
Souhaitons donc bonne chance à Papa pour le Concours.

Aufnahmeprüfung für den öffentlichen Staatsdienst 2017
journalduMali (Kurznachrichten) – 27.12.2016 11:38
Am 24. Dezember begann die Aufnahmeprüfung für den öffentlichen Dienst des malischen Staates im Jahr 2016. Dieser Test schickt bis zum 30. Dezember 31 768 Kandidaten malischer Staatsangehörigkeit für 827 zu besetzende Stellen in den Wettbewerb.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Concours d’entrée à la Fonction publique de l’Etat 2017
journalduMali (L’info en continu) – 27.12.2016 11h38
Le samedi 24 décembre, le concours direct d’entrée à la Fonction publique de l’Etat au titre de 2016 a débuté au Mali. Weiterlesen

MAOULOUD-FEST: WIE WEIHNACHTEN – Maouloud 2016 : Une fête sous haute sécurité

Anmerkung der Blogautorin aus der Familie in Kati, 12.12.2016:
Heute und gestern ist es hier ganz wie bei uns in Deutschland an Weihnachten: Maouloud, der Geburtstag des Propheten, wird gefeiert. Mit großem Essen ( Hähnchen und loco, die platanos/Kochbananen, mit leckerer Sauce ), inkl. Getränken (kleine cola- oder spriteflaschen aus der boutique, gewöhnlich trinkt man ja nur Wasser), und manchem Verwandtenbesuch. Die hatten noch eine delikate Mischung aus Fonio (eine Hirseart) und gemahlenen Erdnüssen mitgebracht.

Nachts ist die Moschee dran. Und heute ist Feiertag. Alle, auch die nicht in der Moschee waren, profitieren davon.

Ce jour-ci et la veille, c’est pareil à Noël chez nous: on fête le Maouloud, une fête qui rappelle la naissance du Prophète Mohamed. On mange bien (le poulet et des locos, ce sont les bananes plantaines, avec une sauce délicieuse), on emmene des boissons (ce sont des petites bouteilles de coca etc. au lieu de l’eau du canari), et on reçoit les parents. Les visiteurs avaient encore emporté un plat délicat de fonio (une espèce de mil) mélangé avec des arachides moulues.

La nuit, on va à la mosquée – jusqu’à l’aube. Et aujourd’hui c’est jour férié. Même ceux qui n’étaient pas à la mosquée en profitent.

1. Maouloud 2016: Ein Fest unter hohen Sicherheitsvorkehrungen
bamada.net – 2016.12.11
Die muslimische Gemeinschaft Malis feiert heute Abend Maouloud, eine Zeremonie, die an die Geburt des Propheten Mohammed erinnert.
2. Zum Maouloud-Fest 2016 in Mali: 100.000 Getränkeflaschen von Bramali verteilt
Le Républicain – 13/12/2016
Wie in anderen Jahren nahm das Unternehmen Bramali die Feier des Maouloud-Festes 2016 in unserem Land zum Anlass, kostenfrei 100.000 Flaschen von gekühlten Erfrischungsgetränken an die muslimischen Gläubigen zu verteilen.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

dscf4995s

Foto (c) aramata: Beaucoup de familles égorgent un mouton. – Viele Familien schlachten auch zu diesem Fest ein Schaf.

Der Feiertag ist gut verlaufen, es gab keine Anschläge.
1. Maouloud 2016 : Une fête sous haute sécurité
bamada.net – 11.12.2016
La communauté musulmane du Mali célèbre ce soir le Maouloud, cérémonial marquant la naissance du Prophète Mohamed (Paix et salut sur lui). Weiterlesen

MALIS BUCHMARKT – «ALS STUDENT IN MALI» VON BOUBACAR SANGARE: « Etre étudiant au Mali » – Le secteur du livre en berne

Es ist relativ schwierig, in Mali an Bücher zu kommen, wenn man nicht in der Hauptstadt lebt. In Kati gibt es keinen einzigen Buchladen, nur Schulbücher für die Grundschule kann man an der Straße kaufen. Einen Versandhandel gibt es nicht, aufgrund der fehlenden Strukturen im Finanzwesen: kaum jemand bezahlt Rechnungen anders als bar. Auch meine Rente kann man mir nicht überweisen.
Von der Krise auf dem Buchmarkt handelt #3, die beiden ersten Artikel sind Rezensionen einer Neuerscheinung zu Missständen an der Uni.

1. Literatur: „Als Student in Mali“ von Boubacar SANGARE .
Unser Mitarbeiter, Boubacar SANGARE hat sein zweites Buch herausgebracht. In einer Sammlung von Kolumnen stellt er uns den apokalyptischen „Planeten der malischen Hochschulbildung“ vor.
Le Pays – 16/11/2016
2. „Als Student in Mali,“ das Buch der Eskapaden der Hochschulbildung
RFI – 04.12.2016 11:45
In Mali besteht das Studentenleben aus Streiks, zu spät ausgezahlten Stipendien, käuflichen Noten. Wenigstens sagt das ein Student, der die Eskapaden des malischen Studentenlebens in humoristischen Kolumnen der lokalen Zeitungen beschreibt.
3. Der Buchsektor in der Krise
journaldumali – 01.12.2016. 09:28
Die Internationale Buchmesse von Ségou, die in der Stadt der Balazans (typische akazienähnliche Baumart, es soll davon 4444 in Ségou geben, Ed) vom 25. bis 28. November stattfand, stellte mit den traditionellen Buchpräsentationen und dem Austausch zwischen Schriftstellern, Verlegern und der Öffentlichkeit eine Möglichkeit dar, das Lesen in Mali zu fördern und einen Anschub für die krisengeschüttelte Buchbranche zu geben.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNGEN) WEITER UNTER DEM ZWEITEN FOTO

1. Littérature : «Etre étudiant au Mali » de Boubacar SANGARE.
Notre collaborateur, Boubacar SANGARE, vient de signer son deuxième ouvrage. Une série de chroniques à travers laquelle, il nous propose une immersion dans l’apocalyptique «planète de l’enseignement supérieur malien».
Le Pays – 16.11.2016
Par Aly BOCOUM
Edité par la maison d’édition la «sahélienne», le recueil de dix-huit chroniques passe au peigne fin les maux qui ont mis l’enseignement supérieur malien dans l’ «entonnoir d’une dégradation graduelle» : corruption, piston, étudiants fictifs, salaires bas (pour les enseignants) et les «Notes Sexuellement Transmissibles ».

FOTO (c) AFP/ISSOUF SANOGO: Boubacar Sangaré: «Je parle des problèmes auxquels les étudiants sont confrontés: les bourses qui n’arrivent pas à temps, les grèves interminables, les années académiques tronquées, le népotisme, la corruption, le favoritisme.»

Weiterlesen

FATIM, DIE POWERFRAU VON KENIEBA, SETZT SICH IN EINEM UNGEWÖHNLICHEN BERUF DURCH – Interview avec Fatoumata Diaby, la battante de Sakolabada dans le sud-ouest

Interview mit Fatoumata Diaby, der Powerfrau von Sakolabada bei Kéniéba
Fasokan – 06.25.2016
Von Boukary Konaté
Auch „Taxinin“ (kleines Taxi) oder „katakatanin“ genannt, wird das Motorrad-Taxi jetzt in fast allen Regionen von Mali genutzt. …
Ich traf Fatoumata in Kati am 28. Juni 2016 auf ihrem neuen Motorrad-Taxi, als sie nach Kéniéba aufbrach, und ich bat sie um ein Interview.

DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Interview avec Fatoumata Diaby, la battante de Sakolabada à Kéniéba
fasokan – 25.06.2016
Par Boukary Konaté
Communément appelé « Taxinin » ou « katakatanin », le moto-taxi est aujourd’hui utilisé dans presque toutes les régions du Mali. Il sert de transport en commun dans certaines villes comme à Ségou par exemple où il tente de supplanter les taxis à cause de son prix abordable, comme souligné dans le blog TOUBABOU A BAMAKO. A Bamako, il est utilisé pour le transport de bagages. Dans certaines zones rurales, des commerçants s’en servent pour aller vendre leurs marchandises de villages en villages. Dans toutes ces activités, Ce sont les hommes qui travaillent avec le « katakatanin », mais le cas de Fatoumata était ma première fois de voir cet engin conduit par une femme.

Fatim, la commerçante de Moto-taxi à Sakolabada, Kéniéba au Mali
Fatoumata Diaby, die Powerfrau für den Handel mit Mopedtaxis in Sakolabada bei Kéniéba im Südwesten Malis

Weiterlesen

TÖDLICHE RISIKEN AUF DEM WEG DURCH DIE WÜSTE – Risques de traversée du désert: voie périlleuse entretenue par des réseaux de passeurs criminels

Aus aktuellem Anlass (ein Sohn meiner Familie, immerhin einer mit viel Initiativgeist, der ihm leider keinen Erfolg beschert hatte, hat sich trotz aller abweichenden Ratschläge auf den Weg gemacht, destination Europe) bringe ich heute diese „News“ aus dem letzten Monat.

34 Migranten in Sahara verdurstet
Deutsche Welle – 16.06.2016
Beim Versuch einer Durchquerung der Sahara-Wüste sind 34 Flüchtlinge im afrikanischen Staat Niger ums Leben gekommen. Die Leichen seien bei der Ortschaft Assamaka nahe der Grenze zu Algerien gefunden.

DEUTSCHER ARTIKEL WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Niger: 34 migrants, dont 20 enfants, retrouvés morts dans le désert
RFI – 16.06.2016
Ils sont probablement morts de soif. Trente-quatre corps de migrants ont été retrouvés dans le désert, près d’Assamaka, un poste-frontière entre le Niger et l’Algérie.

Foto (c) DW/Alimdi:  Die Ténéré-Wüste in Niger

Foto (c) DW/Alimdi: Die Ténéré-Wüste in Niger

Le ministère nigérien indique que les victimes sont cinq hommes, neuf femmes et surtout vingt enfants. Selon toute vraisemblance, ces personnes ont été abandonnées par leurs passeurs, il y a une semaine de cela.
Selon les termes d’un communiqué du ministère nigérien de l’Intérieur, les 34 personnes retrouvées mortes au Niger tentaient de se rendre en Algérie en traversant le désert. Elles « ont été abandonnées par des passeurs » pendant « la semaine du 6 au 12 juin 2016 », précise le communiqué, qui indique aussi que seuls deux corps ont été identifiés, ceux d’un Nigérian et d’une Nigérienne de 26 ans. Dans cette région d’Assamaka, les températures peuvent monter jusqu’à 42 degrés.
Pour l’Organisation internationale pour les migrations (OIM), en matière de routes migratoires vers l’Union européenne, et en particulier vers l’Italie, le Niger est un pivot, puisque 60 % des migrants qui traversent la Libye pour rejoindre l’Europe par la Méditerranée centrale « sont passés par le Niger ». L’Algérie est devenue une destination privilégiée pour les migrants subsahariens, en lieu et place de la Libye.
Ces dernières années, des milliers de migrants sont arrivés clandestinement sur le sol algérien, principalement en provenance des voisins frontaliers du Mali et du Niger. Dans son communiqué, le ministère nigérien de l’Intérieur « attire l’attention des migrants clandestins » quant aux « risques qu’ils courent en tentant » de passer par cette « voie périlleuse savamment entretenue par des réseaux de criminels ».
Plus de 7 000 Nigériens, dont la moitié sont des femmes et des enfants, ont été reconduits vers leur pays en 2015 en vertu d’un accord entre Alger et Niamey. Après l’accord fébrile signé entre l’Union européenne et la Turquie en mars, la route maritime depuis l’Afrique est redevenue la principale porte d’entrée clandestine en Europe. Mais elle est toujours aussi dangereuse.
La semaine dernière, la Commission européenne a présenté un plan aux pays africains, proposant de acheminer, d’ici 2020, 8 milliards d’euros en provenance de fonds déjà en place pour l’aide au développement vers les pays d’origine qui accepteront d’endiguer l’afflux de migrants, faisant planer la menace de « conséquences » sur le plan commercial pour les autres.
© 2016 rfi.fr

34 Migranten in Sahara verdurstet
Deutsche Welle – 16.06.2016
Beim Versuch einer Durchquerung der Sahara-Wüste sind 34 Flüchtlinge im afrikanischen Staat Niger ums Leben gekommen. Die Leichen seien bei der Ortschaft Assamaka nahe der Grenze zu Algerien gefunden.
Die 14 Erwachsenen und 20 Kinder seien offenbar von Schleppern in einer Wüstenregion zurückgelassen worden und dort verdurstet, teilte das nigrische Innenministerium in der Hauptstadt Niamey. Unter den 14 Erwachsenen seien fünf Frauen. Von den Aufgefundenen konnten nach Behördenangaben zunächst nur zwei identifiziert werden; beide stammten aus Nigeria. Das Flüchtlingsdrama habe sich bereits in der vergangenen Woche ereignet. Staatspräsident Mahamadou Issoufou sprach den Angehörigen sein Beileid aus.
Tausende von Flüchtlingen wagen sich jedes Jahr auf den gefährlichen Weg durch die Sahara. Die tot in Niger aufgefundenen Menschen waren offenbar unterwegs nach Algerien, von wo aus viele Flüchtlinge dann weiter nach Europa zu gelangen versuchen. Vor allem die Stadt Agadez im Norden Nigers gilt als wichtige Wegstation für Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa übersetzen wollen. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzt, dass im vergangenen Jahr etwa 120.000 Menschen Agadez passiert haben. Die IOM hat im Vorjahr 37 Migranten registriert, die in der Wüste gestorben sind.
Das Innenministerium von Niger warnte Fluchtinteressierte in der Erklärung eindringlich vor den Risiken einer Wüstendurchquerung: Sie begäben sich in den Händen von „Kriminellennetzwerken“ auf einen „gefährlichen Weg“, hieß es.
© 2016 dw.com