COVIDSITUATION UND IMPFSTAND IN MALI – Situation du covid 19 et état de la vaccination au Mali

In dieser Phase II der Impfkampagne gegen Covid 19 konnte die Zahl der Geimpften rasant erhöht werden gegenüber den
=> 86 477 vollständig Geimpften am 23.August, Beginn der Kampagne (mit 151 200 gelieferten Dosen Johnson & Johnson).
Die tagesaktuellen Berichte finden sich auf der => fb-Seite des Gesundheitsministeriums und sind hier auszugsweise wiedergegeben.

25. August:

29. August:

2. September:

10. September: 100.000 mehr als zu Beginn der Phase II

Lutte contre la Covid 19 : le Mali recoit 79200 doses de vaccin AstraZeneca
MSDS – 13.09.2021
Ce samedi 11 septembre 2021, la ministre de la Santé et du Développement social, Mme Diéminatou Sangaré, a réceptionné un lot de 79 200 doses de vaccin Astrazeneca. Ce lot de vaccins est un don du Royaume du Danemark et de la Norvège dans le cadre de l’initiative Covax.
Kampf gegen Covid 19: Mali erhält 79.200 Dosen des Impfstoffs AstraZeneca
Gesundheitsministerium Mali – 13.09.2021
Am Samstag, den 11. September 2021, erhielt die Ministerin für Gesundheit und soziale Entwicklung, Frau Diéminatou Sangaré, eine Impfstofflieferung von 79.200 Dosen Astrazeneca. Dies ist eine Spende von Dänemark und Norwegen im Rahmen der Covax-Initiative.

14. September:

18. September:

Ein Gedanke zu „COVIDSITUATION UND IMPFSTAND IN MALI – Situation du covid 19 et état de la vaccination au Mali

  1. Schleppender Impffortschritt in Afrika: Langes Warten auf den Piks
    Cotonou (taz) – 23.09.2021
    Von Katrin Gänsler
    Unverändert kommt das Impfen in Afrika nur schleppend voran – erst 4 Prozent der Menschen sind voll immunisiert. Das liegt nicht nur an zu wenig Dosen.
    Béatrice Aguessy lebt mit ihrer Familie in Cotonou, in Benins Wirtschaftsmetropole. In ihrem kleinen Haus im Stadtteil Fidjrosse quetschen sich fünf Kinder auf das alte braune Sofa und schauen sich eine Serie im Fernsehen an. Beengte Wohnverhältnisse sind die Regel. Auch teilen sich viele Menschen mit ihren Nachbarn Toilette und Dusche: für einen Virus wie Corona gute Möglichkeiten zur Ausbreitung. Dennoch sind in Benin die Fallzahlen gering. Nach Informationen der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (AU) gab es 21.450 positive Tests. Allerdings wird immer wieder über die Zuverlässigkeit derselben spekuliert.
    Die Regierung will die Zahlen niedrig halten. Neben dem neuerlichen Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 50 Teil­neh­me­r*in­nen und dem Schließen von Diskotheken fordert Präsident Patrice Talon zum Impfen auf, um sich und andere zu schützen. Eine Impfpflicht soll es künftig für medizinisches Personal sowie Mit­ar­bei­te­r*in­nen von Behörden geben.
    Wird diese durchgesetzt, muss sich auch Béatrice Aguessy impfen lassen. Sie ist Krankenschwester. Benin mit seinen 13 Millionen Ein­woh­ne­r*in­nen hatte über das Covax-Programm – über die Plattform soll Impfstoff weltweit gerechter verteilt werden – zunächst 144.000 Dosen AstraZeneca erhalten. Die USA spendeten im Juli 302.400 Dosen von Johnson & Johnson. Einen Impftermin in Cotonou zu bekommen ist kein Problem. Auch Aguessy hatte eine Einladung, die sie aber ausgeschlagen hat: „Ich habe Angst. Ich bin doch gesund, und mein Coronatest war negativ.“ Zu anderen Impfstoffen, etwa gegen Polio, hat sie mehr Vertrauen.
    Auf den Straßen Cotonous, aber auch in sozialen Medien wird ständig über mögliche Nebenwirkungen gesprochen (ebenso in Mali, wo auch viele Fake-Videos kursieren, Ed). Immer wieder heißt es, dass junge und gesunde Menschen nach der Impfung gestorben seien. Genaue Informationen darüber gibt es allerdings nicht und auch keine verlässlichen Zahlen. Auch weiß niemand, wie viele Impf­geg­ne­r*in­nen es tatsächlich gibt.
    – Abwanderung von medizinischen Fachkräften –
    Auch in anderen Teilen des afrikanischen Kontinents ist das Vertrauen in das Gesundheitssystem generell gering. In einer Umfrage (Wellcome Monitor) mit 140.000 Befragten gab 2018 knapp je­de*r Dritte in Afrika an, kein Vertrauen in Krankenhäuser und Kliniken zu haben. Im weltweiten Vergleich hatte man außerdem am wenigsten Vertrauen in medizinisches Personal. Vor Ort wundert das wenig. Braindrain, also das Abwandern von Fachkräften, schwächt den Sektor allerorts seit Jahrzehnten.
    Nach Informationen der Hilfsorganisation WaterAid haben beispielsweise 17 Prozent aller Gesundheitseinrichtungen keinen Zugang zu Wasser. Im krisengebeutelten Sahelstaat Burkina Faso haben mehr als 822.000 Menschen nur noch einen eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung.
    Die internationale Gemeinschaft versucht die Impfquote auf dem Kontinent zu erhöhen. Nach AU-Angaben sind gerade einmal gut 4 Prozent der gut 1,2 Milliarden Menschen komplett geimpft. Spitzenreiter ist Marokko mit knapp 50 Prozent. Südafrika liegt mit fast 18,5 ­Prozent an zweiter Stelle. US-Präsident Joe ­Biden kündigte deshalb während eines virtuellen Coronagipfels an, 500 Millionen weitere Impfdosen zu spenden.
    Während der UN-­Vollversammlung in New York hatte Generalsekretär António Guterres am Dienstag kritisiert, dass 90 Prozent der Afri­ka­ne­r*in­nen weiter auf ihre erste Impfung warteten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sollen über Covax bis zum Jahresende 470 Millionen Impfdosen geliefert werden. Dazu kommen bilaterale Zusagen, etwa von der chinesischen Regierung, die auch als politisches Instrument gelten. Wie viele Dosen tatsächlich geliefert werden, lässt sich nicht prüfen.
    (…) Dezentrales Impfen gilt als wichtig. Gerade im ländlichen Bereich müssen viele Kilometer bis zum nächsten Impfzentrum zurückgelegt werden. Dafür hat die ärmere Bevölkerung aber nicht das Geld. In manchen Ländern Afrikas leben 40 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, das heißt, sie ver­fügen über weniger als 1,9 US-Dollar pro Tag.
    © 2021 taz.de

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s