KLIMA-KAMPF DER UNSICHTBAREN: „HANDELT ENDLICH, SONST NEHMEN WIR JUNGEN DAS AUF UNSERE WEISE IN DIE HAND!“ – La crise du climat: « Faites quelque chose sinon, nous jeunes, le ferons á notre manière »

Jetzt ist es ein Jahr her, dass der freie Journalist Jonathan Fischer das Interview mit Fousseny Traoré geführt hat – und ein halbes Jahr, dass er es in der Süddeutschen Zeitung publizieren konnte. Vor einem Jahr trafen auch wir Fousseny zu einem Austausch, ein Highlight unserer damaligen APA-Projektreise, und lernten die Arbeit seines Vereins Ensemble pour le Climat – Bamako kennen, dem malischen Ableger von Fridays for Future. Mit bis zu 200 Aktivist*innen leistet die Gruppe wichtige Aufklärungsarbeit und packt  selbst mit an, indem sie u.a. Müllsammelaktionen durchführt. Eine Reaktion von der Politik blieb bisher zwar immer noch aus, doch die Gruppe lässt sich nicht entmutigen.
Für dieses Blog ist es somit an der Zeit, die Geschichte nochmal aufzugreifen und ins Gedächtnis zu rufen.

Zusammen fürs Klima!

Cela fait maintenant un an que le journaliste indépendant Jonathan Fischer a réalisé l’interview avec Fousseny Traoré – et six mois qu’il a pu la publier dans le Süddeutsche Zeitung. Il y a un an, nous avons également rencontré Fousseny pour un échange, un moment fort de notre voyage de projet de l’APA à l’époque, et nous avons découvert le travail de son association Ensemble pour le Climat – Bamako, – Fridays for Future à la malienne. Avec jusqu’à 200 militants, le groupe effectue un important travail de sensibilisation. Bien qu’il n’y ait pas eu de réaction des politiciens jusqu’à présent, les jeunes ne se découragent pas.
Donc pour ce blog, il est temps de reprendre cette histoire et de nous la rappeler.
Ensemble pour le climat!

2. Fousseny Traore ist besorgt.
facebook – 18.12.2020
Am Freitag, dem 18. Dezember, war der Internationale Tag der Migranten.

DEUTSCH WEITER (IN VON MIR ETWAS VERBESSERTER DEEPL-ÜBERSETZUNG) UNTER DEM LETZTEN FOTO

2. Fousseny Traore se sent inquiet.
facebook – 18.12.2020
Vendredi 18 décembre, c’était la journée internationale des #migrants. L’occasion de rappeler que les hommes ont toujours migré, et que c’est ce qui a permis de peupler le monde. CONTINUEZ EN BAS

1. KLIMA-KAMPF DER UNSICHTBAREN
Kein Kontinent leidet unter der Erderwärmung so wie Afrika. Die Umweltaktivisten dort fühlen sich allerdings von ihren Regierungen und vom Westen im Stich gelassen.

jonathanfischer.wordpress.com – 13.08.2020
Vergangener Herbst am Rande einer Staubpiste in Bamako: Fousseny Traoré reckt ein selbstgemaltes Schild in die Höhe. Man muss nahe herangehen, um die dünne Handschrift zu entziffern: „Handelt endlich, sonst nehmen wir Jungen das auf unsere Weise in die Hand!“
Ein paar Dutzend Schüler und Studenten in Warnwesten begleiten ihn, drängen sich zwischen überladenen Kleinbussen, Mofa-Trauben und Lastenträgern. „Unsere Generation. Unser Planet. Unsere Zukunft!“, ruft Traoré in sein Megafon. Und: „Stoppt den Klimawandel jetzt.“ Parolen also, die an diesem Tag auch viele Millionen Menschen so oder so ähnlich in München, Paris oder Sydney skandieren, wo Rundfunk, Fernsehen und Zeitungsreporter breit über den globalen Klimastreit der Aktivisten von „Fridays for Future“ berichten. Während in westlichen Großstädten allerdings Soundanlage, Bühne und Ordner selbstverständlicher Teil eines solchen Medienereignisses sind, müssen sich Traoré und seine Mitstreiter mühsam gegen das tägliche Hupkonzert, die Konkurrenz der Marktschreier und Wasserverkäufer durchsetzen. Keine Popband greift ihnen unter die Arme. Ja nicht einmal Flyer oder Aufkleber haben sie zu verteilen. Nur der Wille, endlich etwas zu verändern, treibt die jungen Malier an.

[Umweltaktivismus in Afrika
Süddeutsche Zeitung – 12. August 2020, 14:57 Uhr
Klima-Kampf der Unsichtbaren

Fousseni Traore et Mohamed, gardien de la GIE qui gère la plateforme sur laquelle les récupérateurs déposent leurs sacs de matières et d'objets collectés, dépôt 36, commune 4, Bamako, Mali, novembre 2019

„Ensemble pour le Climat“-Gründer Fousseny Traore (links) und sein Mitstreiter Zoumana Keita auf verlorenem Posten in Bamako.(Foto: Nathalie Guironnet/Collectif DR)

Von Jonathan Fischer
Endlich in der Süddeutschen veröffentlicht.]

Ein crowdfunding, das eine junge Australierin 2019 für Fousseny und die anderen Klimaaktivisten in Mali eingerichtet hat, ist noch aktiv. Bisher sind etwa 1000 € zusammengekommen.
READ THE STORY !

=> https://gogetfunding.com/foussenys-fight-for-climate-justice-in-mali/

Wer allerdings westliche Medien verfolgt, erfährt kaum etwas von den Fousseny Traorés dieser Welt. Die Berichterstattung über die globalen Klimastreiks zeigt fast ausschließlich weiße Gesichter. Fast könnte man glauben, der Klimaschutz sei ein Anliegen des privilegierten Bürgertums im Westen. Wo aber bleibt Afrika? Wo die Sahelzone, deren Länder zwar für nur 0,25 Prozent der weltweiten Treibhausemissionen verantwortlich sind, deren Bewohner aber jetzt schon am meisten unter dem Klimawandel leiden?
Schnell entsteht der Eindruck, der Westen müsse mehr oder weniger im Alleingang die Welt retten – während Afrikanern die „Fridays for Future“-Parolen egal seien. „Viele Leute haben schon Probleme genug, sie sind einfach entnervt“, sagt Traoré in einem Café in Bamakos Stadtteil Hippodrome. Er spricht leise. Fast wirkt es, als ob der schmale Mann im gebügelten Hemd sich hinter seinem Anliegen zurückstellen würde. Die Einladung zur Cola jedenfalls lehnt er ab. Niemand soll denken, er sei als Bittsteller gekommen. Immerhin kennt er den Verdacht mancher Landsleute, er und seine Umweltschützer-Kollegen würden das Geschäft der Westler betreiben: „Sie sagen: Wir haben eine schlechte Gesundheitsversorgung, die Schulen funktionieren nicht, im Norden herrscht Krieg – und dann kommt ihr noch mit der Klimakrise! Überlassen wir das doch den Europäern!“
Traoré ist 26 Jahre alt, hat mal Apotheker gelernt und muss sich wie die meisten Malier seiner Generation mit kleinen Jobs über Wasser halten. Die Umwelt- und Klimaschutzinitiative „Ensemble pour le Climat Bamako“ hat er vor drei Jahren gegründet. Weil er die Menschen leiden sah, aber kaum jemand über die Zusammenhänge Bescheid wusste. „Ich bin bei meinem Onkel, einem Bauern und Lehrer, in einem Dorf in der Nähe der Hauptstadt aufgewachsen. Und ich habe dort gesehen, wie sich die Umwelt verändert, wie es auf den Feldern jedes Jahr trockener wird.“ 2010 hätten sie noch 100 Säcke mit Hirse geerntet. 2012 seien es nicht mal 70 gewesen. „Gleichzeitig sehe ich, wie unsere Landwirtschaft die Böden zerstört. Es fehlt an Informationen über nachhaltige Anbaumethoden.“
Weitere Lieblingsthemen Traorés sind die Wertschätzung der Bäume und der Kampf gegen den Plastikmüll. In Bamako ist er allgegenwärtig: Knäuel von Plastiktüten säumen jeden Straßenrand, jede Brachfläche, hängen als Fetzen in jedem Strauch. An den Marktstraßen häufen sie sich zu meterhohen Müllbergen, der beißende Geruch brennenden Plastiks weht überall durch die Stadt. Und zur Regenzeit gibt es wegen der mit Plastik verstopften Abwasserkanäle sogar tödliche Überschwemmungen. Wenn Traoré regelmäßig mit einem Dutzend Mitstreiter ausrückt, um den Straßenmüll zusammenzukehren oder Abwasserkanäle zu reinigen, dann habe das vor allem erzieherischen Wert: „Irgendjemand muss damit anfangen. Sonst schiebt nur einer die Verantwortung auf den anderen.“
Eine Facebook-Seite für „Ensemble pour le Climat“ hat Traoré inzwischen eingerichtet. Aber gedruckte Poster? Broschüren? Geld gar für ein eigenes Büro? Fehlanzeige. Traoré arbeitet von seinem Schlafzimmer aus, sein Laptop ist die einzige Verbindung zur großen Welt da draußen und all den Klimaaktivisten aus Frankreich, Amerika, Deutschland, mit denen er – notfalls per Google Translator – Kontakt aufnimmt. Eine französische Umweltgruppe hat ein Interview mit ihm online gestellt. Eine australische Umweltwissenschaftlerin sich auf Facebook für seine Arbeit begeistert. Dauerhaftere Partnerschaften aber haben sich bisher nicht ergeben. Traoré und seine Mitstreiter sind denn auch hin- und hergerissen: Zwischen dem Wunsch, Teil einer weltweiten Bewegung zu sein, und dem Gefühl, am Rande zu stehen. So wie die ugandische Klimaschutzaktivistin Vanessa Nakate beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Ein Fotograf der Agentur Associated Press hatte aus einem Gruppenbild von Greta Thunberg und ihren jugendlichen Mitstreitern aus aller Welt ausgerechnet das einzige schwarze Gesicht herausgeschnitten.
Klimaaktivisten aus Afrika haben es doppelt schwer: Sowohl im Ausland als auch daheim kämpfen sie oft vergeblich um Sichtbarkeit. Umso bewegender ist es zu sehen, mit welcher Unermüdlichkeit und trotziger Hoffnung das Grüppchen Klima-Aktivisten um Traoré agiert. An jedem der weltweiten Klimastreik-Freitage stehen sie an einer Straßenkreuzung in Bamako: „Stoppt die Umweltzerstörung durch die Minenkonzerne“, haben sie mit Filzmarker auf eine der Wellpappen geschrieben. „Fridays for Future Mali“ auf eine andere. Oder auch einfach: „Merci Greta!“
In der afrikanischen Metropole voll von Gerüchen, Farben und Lärm kann man die Demonstranten leicht übersehen. Und dennoch: Traoré und seine Mitstreiter – es sind zur Hälfte Frauen – haben am Ende einige der Umstehenden überzeugt. Im persönlichen Gespräch. Der einzigen Methode, die den mittellosen Aktivisten zur Verfügung steht. „Bei jeder Demonstration“, sagt der „Ensemble pour le Climat“-Präsident, „gewinnen wir in der Regel ein paar Dutzend neue Mitglieder“.
Das ist an sich schon ein Erfolg. Denn nicht einmal die örtlichen Radio- und Fernsehsender berichten über „Ensemble pour le Climat“. Was wohl nicht nur daran liegt, dass die zwei Hundertschaften an „Fridays for Future“-Aktivisten in Bamako rein zahlenmäßig nicht mit ihren westlichen Pendants konkurrieren können. Sondern auch an der Ignoranz der Politik: „Wir können von unserem Umweltministerium keine Unterstützung erwarten. Es bleibt privaten Initiativen überlassen, etwas zu bewegen.“
Etwa der Stiftung Santé Environnement, die zusammen mit dem Bürgermeister der Gemeinde VI des Distrikts Bamako im Juni 2019 das Pilotprojekt „Bamako ohne Plastikmüll“ ins Leben gerufen hat, und seitdem in zehn Kiosken aus Haushalten, Straßen und Rinnen gesammeltes Plastik gegen eine Zahlung von umgerechnet 30 Cent pro Kilo annimmt. Anschließend werden die gesammelten Kunststoffe Recyclingunternehmen zugeführt und wieder für den lokalen Markt aufbereitet. Traoré aber geht das noch nicht weit genug: In Ruanda, Kenia und Tansania etwa seien Plastikverpackungen von den Märkten verbannt. Auch in Mali gebe es bereits seit 2012 ein Gesetz gegen den Import, Verkauf und die Verwendung von Plastiktüten. Nur interessiere das niemanden. Die Verordnung werde nicht durchgesetzt, es fehlten jegliche Sanktionen. Genauso verhalte es sich mit einem Gesetz gegen das illegale Abholzen. Viele junge Menschen sähen keinen anderen Weg zum Überleben, als wahllos Bäume zu fällen und als Feuerholz zu verkaufen. Der Staat müsse ihnen Alternativen bieten.
„Die Alten klauen uns unsere Zukunft“, sagt Traore, „aber wenn wir sie ansprechen, sagen sie uns: Du bist jung, du musst dich unterordnen.“ Gerade weil die Altershierarchien in Afrika so erdrückend seien, sei er froh „um die Ehrlichkeit und Respektlosigkeit unserer Schwester Greta“. Bei jeder Demonstration rede er über den Vorbildcharakter der 17-Jährigen aus Schweden. Dabei mutet der Kampf der malischen Klimaschützer ebenso heldenhaft an. Mindestens. Um gehört zu werden, müssen sie sich nicht nur gegen die Ablenkungen der Selfie-Kultur, die Klimaleugner, eine apathische Regierung und den täglichen Überlebensstress durchsetzen. Sondern auch gegen einen latenten Rassismus.
„Wir jungen afrikanischen Umweltaktivisten“, sagt Traoré, „kämpfen denselben Kampf wie unsere Brüder und Schwestern im Westen, aber wer gibt uns eine Bühne? Wer lädt uns zu den großen internationalen Gipfeln ein?“ Er selbst habe schon zahlreiche Schreiben an internationale Organisationen wie etwa Greenpeace Afrika verfasst. Um Kooperation gebeten. Gemeinsame Aktionen angeregt, etwa eine Aufklärungskarawane, die durch die malischen Dörfer zieht, um die Menschen dort über Naturschutz, Klimawandel und eine daran angepasste Landwirtschaft zu informieren. Eine Antwort aber sei nie gekommen.
„Der Planet braucht es, dass wir alle Hand in Hand zusammenarbeiten. Am Ende aber werden nur medial hochgehandelte Partner zu den Konferenzen eingeladen – und die afrikanische Jugend bleibt unsichtbar.“ Es ist das erste Mal, dass in Fousseny Traorés Augen so etwas wie Wut aufleuchtet. Auch später schickt er regelmäßig Mails über die Aktivitäten seiner Umweltgruppe. Während in Bamako gerade Barrikaden brennen und die Opposition fast täglich Demonstrationen gegen das als korrupt und unfähig geltende Regime organisiert, schreibt Traoré, das Problem sei durch einen neuen Präsidenten für ihn noch nicht gelöst. Weil kaum ein Politiker langfristige Umweltziele verfolge. Das Bewusstsein für Klimapolitik sei bisher kaum wahlentscheidend. Noch.
Traorés Gruppe hatte die Covid-19-Krise genutzt, um die Bevölkerung über die Zusammenhänge von Seuchen und Umweltzerstörung aufzuklären. „Die Leute hören zu, wenn sie sehen, dass du auf ihrer Seite stehst.“ So verteilten die Umweltaktivisten von ihrem Spendengeld Seifen, Säcke mit Reis und halfen bei verschiedenen kommunalen Gemüseanbauprojekten. Die Notsituation hat zu panafrikanischer Solidarität geführt. Gerade hat Traoré mit Gesinnungsgenossen aus Togo, Niger, Burkina Faso, Senegal und der Elfenbeinküste die Koalition „Sauvons le Sahel“ (Lasst uns den Sahel retten) gegründet. Eine ihrer ersten medialen Aktionen: ein Kettenbrief, der gerade von Tausenden Afrikanern an die Afrikanische Union, deren Parlamentsmitglieder und den Vorsitzenden, den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa geschickt wird. Er zählt die wachsenden Umweltprobleme – Heuschreckenplage, Waldbrände, Trockenheit und Überschwemmungen – auf und mahnt: „Afrika ist den Klimawandel betreffend der verwundbarste Kontinent.“ Traoré weiß, dass es noch lange nicht sein letzter Brief sein wird.
© 2020 jonathanfischer.wordpress.com

Traduction du site par google =>
1. LUTTE CLIMATIQUE DES INVISIBLES
Aucun continent ne souffre du réchauffement climatique comme l’Afrique. Les militants écologistes se sentent cependant abandonnés par leurs gouvernements et par l’Occident.

Süddeutsche Zeitung – 12.08.2020
L’automne dernier, au bord d’une route poussiéreuse à Bamako : Fousseny Traoré brandit une pancarte qu’il a dessinée lui-même. Il faut s’approcher pour déchiffrer l’écriture fine : „Faites quelque chose sinon nous jeunes ferons à notre manière !“
Quelques dizaines de lycéens et d’étudiants en gilets de sécurité l’accompagnent, se faufilant entre des minibus surchargés, des tas de cyclomoteurs et des porteurs de cargaisons. „Notre génération. Notre planète. Notre futur !“ lance Traoré dans son mégaphone. Et, „Arrêtez le changement climatique maintenant“. Des slogans, autrement dit, que plusieurs millions de personnes entonnent également aujourd’hui à Munich, Paris ou Sydney, où les journalistes de la radio, de la télévision et de la presse écrite rendent largement compte du différend climatique mondial des militants de „Fridays for Future“. Alors que les systèmes de sonorisation, les scènes et les stadiers font naturellement partie d’un tel événement médiatique dans les villes occidentales, Traoré et ses compagnons doivent lutter contre le klaxon quotidien, la concurrence des crieurs du marché et des vendeurs d’eau potable. Aucun groupe de pop ne leur vient en aide. Ils n’ont même pas de dépliants ou d’autocollants à distribuer. Seule la volonté d’enfin changer quelque chose pousse les jeunes Maliens.
Cependant, ceux qui suivent les médias occidentaux n’apprennent presque rien sur les Fousseny Traorés de ce monde. La couverture des grèves climatiques mondiales montre presque exclusivement des visages blancs. On pourrait presque croire que la protection du climat est une préoccupation de la classe moyenne privilégiée en Occident. Mais où est l’Afrique ? Où est le Sahel, dont les pays ne sont responsables que de 0,25 % des émissions mondiales de gaz à effet de serre, mais dont les habitants souffrent déjà au maximum du changement climatique ?
(…)
Il a fondé il y a trois ans l’initiative de protection de l’environnement et du climat «Ensemble pour le climat Bamako». … Traoré a maintenant créé une page Facebook pour «Ensemble pour le climat». Mais des affiches imprimées? Brochures? De l’argent pour louer un bureau? Rien. Traoré travaille depuis sa chambre, son smartphone est la seule connexion avec le grand monde et tous les militants pour le climat de France, d’Amérique, d’Allemagne. Avec lesquels il entre en contact – si nécessaire via Google Translator. (…)

Une cagnotte mise en place en 2019 par une jeune Australienne pour Fousseny et les autres activistes écologistes au Mali est toujours active. Jusqu’à présent, environ 1000 euros ont été récoltés. READ THE STORY!
=> https://gogetfunding.com/foussenys-fight-for-climate-justice-in-mali/

…les deux centaines d’activistes des «Fridays For Future» à Bamako ne peuvent pas rivaliser avec leurs homologues occidentaux en termes de nombre. Mais aussi à cause de l’ignorance de la politique: «Nous ne pouvons attendre aucun soutien de notre ministère de l’Environnement. Il est laissé aux initiatives privées de faire la différence. “
Comme la Fondation Santé Environnement qui, avec le maire de la commune VI du district de Bamako, a lancé le projet pilote «Bamako sans déchets plastiques» en juin 2019, et qui accepte le plastique collecté dans les ménages, les rues et les caniveaux dans dix kiosques contre un paiement de l’équivalent de 0,30 € par kilo. Les plastiques collectés sont ensuite transmis à des entreprises de recyclage et sont réutilisés pour le marché local. Mais Traoré estime que cela ne va pas assez loin : au Rwanda, au Kenya et en Tanzanie, par exemple, les emballages en plastique ont été bannis des marchés. Le Mali a également adopté une loi contre l’importation, la vente et l’utilisation de sacs en plastique depuis 2012. Cependant, cela n’intéresse personne. Le décret n’est pas appliqué et il n’y a pas de sanctions. Il en est de même pour une loi contre le déboisement illégal.
…En lire plus

Lisez le dernier post de Fousseny où il manifeste sa préoccupation actuelle :

2. Fousseny Traore se sent inquiet.
facebook – 18.12.2020
Vendredi 18 décembre, c’était la journée internationale des #migrants. L’occasion de rappeler que les hommes ont toujours migré, et que c’est ce qui a permis de peupler le monde. Aller voir au-delà de son horizon visible à toujours été une particularité humaine.
Puis hommes et femmes ont migrés, pour des raisons économiques, sociales, politiques, culturelles, à la recherche de plus de #sécurité.
Le changement climatique vient aujourd’hui s’ajouter aux Raisons de migrer. Désertification, dégradation des sols, catastrophe naturelles, ont un impact trop violent sur les conditions de vie de certaines populations qui n’ont et n’auront d’autre choix que fuir pour #survivre.
Et pourtant, cinq ans après la signature de l’Accord de Paris, aucun des pays représentés n’a encore annoncé de plan pour réduire le réchauffement à 1,5°C…malgré l’urgence.
La crise climatique qui prend de l’ampleur au #Sahel, précisément le long des frontières du Burkina Faso, du Mali et du Niger, provoque des niveaux de souffrance record, amplifiant encore la pauvreté qui rend les populations vulnérables, notamment aux #pressions des terroristes présents dans cette zone.
La solidarité #internationale est nécessaire, il faut intensifier l’aide #humanitaire.
Alors que plus de 100 milliards de dollars ont été injectés pour sauver les #banques touchées par les crises économiques depuis 2007, les populations vulnérables sont laissées à leur condition misérable…
Hélas, l’hypocrisie, le manque de volonté, le cynisme même, freinent l’application des mesures de protection de l’environnement, au mépris des #générations futures…
L’urgence climatique ne connais pourtant pas les #frontières, la terre est le bien de tous, ne la laissons pas se détériorer au-delà de ce qu’elle l’est déjà.
Alors rejoingnez nous, et ensuite, faisons #pression sur les politiques pour un changement positif durable !
☐ Discrimination
☐ Xénophobie
☐ Stigmatisation
La #COVID19 ne doit pas devenir un prétexte pour faire des #migrants et autres groupes vulnérables des boucs émissaires.
#JournéeDesMigrants
#réfugiésclimatique
#OuvrezlesFrontières
#LaissezNousPasser
#ActOnsahel
#SahelNow
✍🏿 par l’activiste environnementaliste Fousseny Traore du Mali💚💛❤

2. Lesen Sie auch das letzte Statement Foussenys, wo er seinem Anliegen Ausdruck gibt:

Fousseny Traore ist besorgt.
facebook – 18.12.2020
Am Freitag, dem 18. Dezember, war der Internationale Tag der Migranten. Eine Gelegenheit, sich daran zu erinnern, dass die Menschen schon immer migriert sind, und dass dies die Welt überhaupt erst besiedelt hat. Über den eigenen sichtbaren Horizont hinauszugehen, war schon immer eine menschliche Eigenart.
So sind Männer und Frauen migriert, aus wirtschaftlichen, sozialen, politischen, kulturellen Gründen, auf der Suche nach mehr Sicherheit.
Heute kommt der Klimawandel zu den Gründen für die Migration hinzu. Wüstenbildung, Bodendegradierung, Naturkatastrophen, haben einen zu heftigen Einfluss auf die Lebensbedingungen mancher Bevölkerungsgruppen, die keine andere Wahl haben und haben werden, als zu fliehen, um zu #überleben.
Und dennoch hat fünf Jahre nach der Unterzeichnung des Pariser Abkommens noch keines der vertretenen Länder einen Plan zur Reduzierung der globalen Erwärmung auf 1,5°C angekündigt… trotz der dringenden Notwendigkeit.
Die Klimakrise, die sich in der Sahelzone, namentlich entlang der Grenzen von Burkina Faso, Mali und Niger ausbreitet, verursacht ein rekordverdächtiges Maß an Leid und verstärkt die Armut, die die Menschen verwundbar macht, insbesondere gegenüber dem Druck der in diesem Gebiet präsenten Terroristen.
Internationale Solidarität ist notwendig, die humanitäre Hilfe muss intensiviert werden.
Während seit 2007 mehr als 100 Milliarden Dollar zur Rettung der von der Wirtschaftskrise betroffenen Banken geflossen sind, werden die gefährdeten Bevölkerungsgruppen ihren miserablen Lebensbedingungen überlassen.
Leider behindern Heuchelei, mangelnder Wille, ja sogar Zynismus, die Durchsetzung von Umweltschutzmaßnahmen, in Missachtung der zukünftigen Generationen…
Doch der Klimanotstand kennt keine Grenzen, die Erde ist unser aller Gut, lassen wir nicht zu, dass sie sich über das hinaus verschlechtert, was sie bereits ist.
Macht also mit, und lasst uns Druck auf die Politik ausüben, um nachhaltige positive Veränderungen zu erreichen!
COVID19 darf nicht zum Vorwand werden, um #Migranten und andere gefährdete Gruppen zum Sündenbock zu machen.
#MigrantsDay
#Klimaflüchtlinge
#OpenBorders
#DasRechtZuBleibenUndDasRechtZuGehen
✍🏿 vom Umweltaktivisten Fousseny Traore aus Mali💚💛❤

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