ÜBERGANGSPRÄSIDENT BAH N’DAW: « LASST IHN SEINE ARBEIT MACHEN! » – « Laissez le faire son travail ! »

1. Mali: Ex-Militär Bah N’Daw soll Übergangspräsident werden
Deutsche Welle – 22.09.2020
Der frühere malische Verteidigungsminister Bah N’Daw soll nach dem Willen der Junta für 18 Monate das Land regieren. Militärchef Goïta, Anführer der Putschisten, wird zum Stellvertreter. Das gefällt nicht allen.
2. Wer ist Bah N’Daw, der neue Übergangspräsident von Mali? Portrait
RFI – 22.09.2020
Der ehemalige Verteidigungs- und Veteranenminister und ehemalige Militär Bah N’Daw wurde am Montag, dem 21. September 2020, zum Übergangspräsidenten von Mali ernannt.

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1. Nouveau président au Mali: vers une sortie de crise?
RFI – 22/09/2020 10:39
Par Nathalie Amar
Le Mali célèbre, ce mardi 22 septembre, ses 60 ans et cet anniversaire ne ressemble en rien à ce que l’on aurait pu imaginer il y a encore quelques semaines.

Le président de transition malien, Bah N'Daw, lorsqu'il était ministre de la Défense, le 28 mai 2014.

Foto (c) HABIBOU KOUYATE / AFP: Le président de transition malien, Bah N’Daw, lorsqu’il était ministre de la Défense, le 28 mai 2014. – Bah N’Daw, Übergangspräsident für Mali, als er 2014 Verteidigungsminister war.

Le pays dont Modibo Keïta, le premier président, vantait la grandeur, fait face aujourd’hui aux conséquences du coup d’État du 18 aout le quatrième de son histoire. Et c’est désormais l’ex-ministre de la Défense Bah N’Daw qui va présider à la destinée du pays. Cet officier à la retraite vient d’être désigné président de la transition. Une annonce survenue quelques heures avant qu’expire l’ultimatum de la Cédéao pour la remise du pouvoir à un président civil.
À ses côtés, Moussa Mara, ancien Premier ministre d’Ibrahim Boubacar Keïta entre avril 2014 et janvier 2015, Lamine Savané, chercheur à l’université de Ségou et Mohamed Amara, chercheur au Centre Max Weber de l’Université Lyon 2 et enseignant à l’université de Bamako.
© 2020 rfi.fr

Foto (c) AFP/MICHELE CATTANI: Le chef de la junte malienne, le colonel Assimi Goïta, prend la vice-présidence du gouvernement de transition. – Der Chef der malischen Junta, Oberst Assimi Goïta, übernimmt die Vizepräsidentschaft der Übergangsregierung.

2. Qui est Bah N’Daw, le nouveau président de transition du Mali?
RFI – 22/09/2020 10:31
Ex-ministre de la Défense et des Anciens combattants, l’ancien militaire Bah N’Daw a été nommé président de transition du Mali ce lundi 21 septembre 2020.
La junte avait un seul nom à proposer au poste de président de transition : Bah N’Daw. L’assistance n’a fait que prend acte et s’est engagé à accompagner la junte, qui a pris le pouvoir au Mali, dans son choix de nommer Bah N’Daw nouveau président de transition. Agé de 70 ans, il est à la retraite avec le grade de colonel major.
De cette retraite, il a été rappelé une première fois en mai 2014 pour assurer les fonctions de ministre de la Défense et des Anciens combattants. Ibrahim Boubacar Keïta était alors président de la République. Mais il n’est pas resté longtemps à cause de « divergences de vue », confie un proche à notre correspondant à Bamako, Serge Daniel. « Il y a des choses que Bah N’Daw n’accepte pas », ajoute-t-il. Il était en désaccord avec la politique de Démobilisation et réinsertion conduite par le gouvernement.
Un pur produit de l’armée malienne
Le nouveau président de transition du Mali est avant tout un pur produit de l’armée malienne. Il débute sa formation dans le pays. Originaire de San, dans la région de Ségou, il est incorporé dans l’armée après son baccalauréat. Il y fait partie de la 7ème promotion de l’école militaire interarmées de Kati. Une formation qu’il complète ensuite à l’école de Guerre en France. Puis en Russie, où il effectue un stage en pilote d’hélicoptère. On le dit d’ailleurs pro-russe.
Il revient ensuite au Mali et fait une partie de sa carrière au sein de l’armée de l’Air. Il gravit rapidement les échelons : il est nommé aide de camp de l’ancien président Moussa Traoré. Et démissionne au moment où personne n’ose s’opposer au Chef de l’Etat. Cela ne freine pas sa carrière : Bah N’Daw devient chef d’Etat-major de l’armée de l’Air, puis directeur de l’Office des Anciens combattants de 2008 à 2012. C’est un homme « rigoureux », insiste l’un de ses soutiens.
Il est polyglotte, il parle notamment français, anglais et russe. Dans sa tâche, il sera secondé par un vice-président : Assimi Goïta, le chef de la junte malienne.
© 2020 rfi.fr

1. Mali: Ex-Militär Bah N’Daw soll Übergangspräsident werden
Deutsche Welle – 22.09.2020
Von Mahamadou Kane (Bamako), Antonio Cascais
Der frühere malische Verteidigungsminister Bah N’Daw soll nach dem Willen der Junta für 18 Monate das Land regieren. Militärchef Goïta, Anführer der Putschisten, wird zum Stellvertreter. Das gefällt nicht allen.
In Mali wird der pensionierte Oberstmajor Bah N’Daw als Präsident des Nationalen Komitees für die Errettung des Volkes (CNSP) den Übergang leiten. N’Daw ist politisch kein unbeschriebenes Blatt: Der 70-Jährige hatte bereits wichtige Posten in der Hierarchie des malischen Staates und Militärs inne. So war er bereits Adjutant des kürzlich verstorbenen ehemaligen Präsidenten Moussa Traoré. 2014 war er zudem kurzzeitig Verteidigungsminister in der Regierung des geputschten Ex-Präsidenten Ibrahim Boubacar Keïta.
Ein militärisch-militärisches Tandem an der Spitze
Oberst Assimi Goïta, Anführer der Putschisten, die Ex-Präsident Keïta Mitte August zu Fall gebracht haben, soll Vizepräsident des CNSP werden. Ein Militär und ein ehemaliger Militär sollen also übergangsweise die Geschicke Malis bestimmen. Eine Konstellation, die für viel Kontroverse in Mali und in der ganzen Region sorgt.
Die Protestbewegung vom 5. Juni (M5-RFP) kritisiert die Art, wie die jüngsten Personalentscheidungen zustande kamen. Sie sei nicht fair, erklärt Choguel Kokalla Maïga, Koordinator von M5-RFP, im DW-Interview. Seine Bewegung sei nicht angemessen am Nominierungsverfahren beteiligt gewesen: „Imam Mahmoud Dicko, den wir als unsere moralische Instanz ansehen, wurde als Berater in das Ernennungsgremium eingeladen.“ Dort habe es aber keine Debatte gegeben, sondern es sei nur eine Mitteilung vorgelesen worden, so der Repräsentant der Protestbewegung.
Immerhin: Bei den Gesprächen vor eineinhalb Wochen einigten sich Militärs, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft darauf, dass sich weder der Interimspräsident noch sein Vize nach Ablauf der 18-monatigen Übergangszeit in ein öffentliches Amt wählen lassen dürfen.
Assimi Goita fordert bei der Zeremonie zur Unabhängigkeit Malis die ECOWAS auf, die Sanktionen nun abzuschaffen
In der Zivilgesellschaft gibt es vor allem kritische Stimmen: Die Bloggerin und Menschenrechtsaktivistin aus Timbuktu, im Norden des Landes, Fatoumata Harber, auch bekannt als Tunbutu Woy, ist der Meinung, dass mit den jüngsten Personalentscheidungen der Protestbewegung M5-RFP der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Der Übergang unter ziviler Führung sei vereitelt worden. „Es war zu erwarten, dass die Macht in den Händen der Junta bleibt“, so die Aktivistin.

Soldatinnen und Soldaten marschieren in blau-brauner Uniform und mit Mundschutz (Michele Cattani/AFP)

Foto (c) Michele Cattani/AFP: Défilé militaire à l’occasion du 60e anniversaire de l’indépendance du Mali, le 22 septembre 2020 à Bamako – Trotz der politischen Unruhe feierte Mali sein Unabhängigkeitsjubiläum mit einer Parade

Forderung der ECOWAS erfüllt?
Laut dem Soziologen Brema Ely Dicko stellt die Wahl eines ehemaligen Obersts an der Spitze des Übergangs ein Bollwerk dar, das Assimi Goïta und seine Kameraden des CNSP gegen die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS einsetzen. Die ECOWAS hatte der Militärjunta nach dem Putsch vom 18. August ein Ultimatum gestellt. Bis zum 22. September müssten ein ziviler Präsident und Ministerpräsident eingesetzt werden, forderten die Regierungschefs der Region nach einem Gipfeltreffen in der nigrischen Hauptstadt Niamey.
„Die ECOWAS hatte ja einen zivilen Übergang gefordert. Und jetzt hat die Junta einen ehemaligen Soldaten im Ruhestand, also sozusagen einen Halbzivilisten, präsentiert“, sagt der Soziologe. Seiner Meinung nach kann mit der Nominierung aber nach vorne geschaut und ein echter Zivilist als Premierminister ernannt werden.
Die Diskussion dreht sich jetzt um die Frage, ob die jüngsten Entscheidungen über das Präsidenten- und Vizepräsidentenamt die ECOWAS-Kriterien erfüllen. Die Regionalgemeinschaft wird noch diese Woche ihre Vermittler nach Mali schicken. Die Organisation hatte Sanktionen gegen Mali verhängt, die aufgehoben werden sollten, sobald eine neue Übergangsführung eingesetzt würde. Oberst Goita forderte bereits bei Feierlichkeiten anlässlich des 60. Jubiläums der malischen Unabhängigkeit an diesem Dienstag, die ECOWAS sollte die Sanktionen aufheben.
„Ein ruhiger Mann“
Allaye Bocoum, Aktivist in der SADI-Partei (Afrikanische Solidarität für Demokratie und Unabhängigkeit), kennt den designierten Übergangspräsidenten N’Daw persönlich: „Wir sind seit circa 13 Jahren Nachbarn und ich kann sagen: N’Daw ist ein sehr bescheidener, ruhiger Mann und ein Mann, der meines Wissens noch nie Probleme mit jemandem hatte.“
Der neue Übergangspräsident und sein Vize sollen am Freitag offiziell ins Amt eingeführt werden.
© 2020 dw.com

2. Wer ist Bah N’Daw, der neue Übergangspräsident von Mali? Portrait
RFI – 22.09.2020
Der ehemalige Verteidigungs- und Veteranenminister und ehemalige Militär Bah N’Daw wurde am Montag, dem 21. September 2020, zum Übergangspräsidenten von Mali ernannt.
Die Junta hatte lediglich einen Namen für das Amt des Übergangspräsidenten vorzuschlagen: Bah N’Daw. Die Anwesenden nahmen das nur zur Kenntnis und haben zugesagt, die Junta, die die Macht in Mali übernommen hat, bei ihrer Entscheidung, Bah N’Daw zum neuen Übergangspräsidenten zu ernennen, zu begleiten. Im Alter von 70 Jahren ist er im Rang eines Oberstleutnants im Ruhestand.
Aus seiner Pensionierung wurde er im Mai 2014 zum ersten Mal abberufen, um den Posten des Verteidigungs- und Veteranenministers zu übernehmen. Ibrahim Boubacar Keïta war damals Präsident der Republik. Aber er blieb nicht lange wegen „Meinungsverschiedenheiten“, vertraute ein Verwandter unserem Korrespondenten in Bamako, Serge Daniel, an. „Es gibt Dinge, die Bah N’Daw nicht akzeptiert“, fügt er hinzu. Er war mit der Demobilisierungs- und Wiedereingliederungspolitik der Regierung nicht einverstanden.
Der neue malische Übergangspräsident ist in erster Linie ein reines Produkt der malischen Armee. Er beginnt seine Ausbildung im Land. Ursprünglich aus San in der Region Ségou stammend, tritt er nach seinem Abitur in die Armee ein. Er ist Teil der 7. Promotion der Militärschule von Kati. Anschließend schließt er seine Ausbildung an der Ecole de Guerre in Frankreich ab. Dann absolviert er in Russland eine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten. Man sagt ihm übrigens nach, er sei pro-russisch.
Danach kehrt er nach Mali zurück und durchläuft einen Teil seiner Karriere in der Luftwaffe. Er steigt schnell durch die Ränge auf: Er wird zum Adjutanten des ehemaligen Präsidenten Moussa Traoré ernannt. Und tritt zu einer Zeit zurück, als niemand es wagt, sich dem Staatsoberhaupt zu widersetzen. Dies behindert seine Karriere nicht: Bah N’Daw wird Stabschef der Luftwaffe, dann von 2008 bis 2012 Leiter des Büros für Veteranenangelegenheiten. Er ist ein „rigoroser “ Mensch, betont einer seiner Unterstützer.
Er ist mehrsprachig, er spricht Französisch, Englisch und Russisch. Bei seiner Aufgabe wird er von einem Vizepräsidenten unterstützt werden: Assimi Goïta, dem Chef der malischen Junta.
© 2020 rfi.fr

Ein Gedanke zu „ÜBERGANGSPRÄSIDENT BAH N’DAW: « LASST IHN SEINE ARBEIT MACHEN! » – « Laissez le faire son travail ! »

  1. Gouvernement de transition: Oumar Tatam Ly pressenti à la primature, Malick Diaw à la Sécurité, Wagué à la Défense …
    L’Indépendant – 25.09.2020 à 19:15
    Selon des sources concordantes, il nous revient que le gouvernement de Transition que le chef de l’Etat, Bah N’Daw s’apprête à nommer sera très vraisemblablement dirigé par l’ancien Premier ministre Oumar Tatam Ly, cadre de la BCEAO connu pour sa compétence, son intégrité et sa rigueur.
    C’est dire qu’il est très proche de retrouver son fauteuil à la cité administrative d’où il avait démissionné pour protester contre la mauvaise gouvernance sous le régime IBK.
    © 2020 L’Indépendant

    ..Nach übereinstimmenden Quellen gehen wir davon aus, dass die Übergangsregierung, die der Staatschef Bah N’Daw in Kürze ernennen wird, höchstwahrscheinlich vom ehemaligen Premierminister Oumar Tatam Ly geleitet wird, einem Mitarbeiter der BCEAO, der für seine Kompetenz, Integrität und Disziplin bekannt ist.
    Das bedeutet, dass er kurz davor steht, seinen Sessel in der Cité administrative zurückzugewinnen, von dem er aus Protest gegen die schlechte Regierungsführung unter dem IBK-Regime zurückgetreten ist.

    Portrait: WER SOLL DIE ÜBERGANGSREGIERUNG BILDEN? HIER SCHON MAL 2 OPTIONEN – Qui doit former le gouvernement de transition? Pensez à Oumar Tatam Ly et à Malick Coulibaly!, MALI-INFOS 15.09.2020

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