ÜBER „FFF MALI“ UND DIE ARBEIT EINER NGO BERICHTET JETZT DIE RUHRGEBIETSLOKALPRESSE – Ensemble pour le Climat-Bamako dans la presse locale

2. So hilft ein Duisburger Student im Krisengebiet Mali
Duisburg/Bamako (Neue Ruhrzeitung) – 12.02.2020 – 06:00 Uhr
Von Simon Gerich

2. Voici => la traduction de la page du journal  en français par google !

„Die Berichterstattung über Mali ist fast immer nur schlecht, dabei ist das Land nicht nur Krieg und Krise“, sagt Marcus Lamprecht. Kurz vor Weihnachten war der Duisburger Student mit einer Hilfsorganisation aus dem Ruhrgebiet in dem westafrikanischen Land – trotz Kriegsberichten in der Tagesschau und Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Um den Menschen in dem bitterarmen Land zu helfen.

Foto (c) Aktion Pro Afrika: L’étudiant Marcus Lamprecht de Duisburg (à gauche) avec Fousseny Traoré (fondateur d’Ensemble pour le climat – une sorte de branche malienne de Fridays for Future) – Der Duisburger Student Marcus Lamprecht (links) mit Fousseny Traoré (Gründer von Ensemble pour le climat – dem Fridays for Future Ableger in Mali)

Seit rund sieben Jahren engagiert sich der 30-Jährige in der Bochumer Hilfsorganisation „Aktion Pro Afrika“ (APA). Angefangen hatte alles in einem Politik-Seminar an der Universität Duisburg-Essen. „Wir haben eine UN-Sitzung zur Unabhängigkeit Nord-Malis simuliert.“ Seitdem lässt ihn das Land nicht mehr los. „Als Politikstudent hatte ich mich bereits damit befasst, ob Entwicklungshilfe sinnvoll ist oder neue Abhängigkeiten schafft.“ Es sei wichtig, betont Lamprecht, dass den Menschen die Werkzeuge in die Hand gegeben werden, um sich selber zu helfen – durch eine gute schulische Ausbildung, Fortbildungen zur beruflichen Selbstständigkeit und medizinische Versorgung. Gerade deswegen spricht ihn der „Hilfe zur Selbsthilfe“-Ansatz des Bochumer Vereins an. Nach einem Vortrag wird er Mitglied. Mit seinen 30 Jahren ist er einer der Jüngsten unter den rund 50 Mitgliedern.
– Drei Wochen quer durchs Land –
Bereits zwei Mal war Lamprecht schon in Mali vor Ort. „Vor der Reise habe ich keine Angst empfunden, ich war eher gespannt, was mich dort erwartet.“ Und ja: „Es ist ein Kulturschock“, sagt Lamprecht. Von Krieg und Terror aber scheinbar keine Spur: „Wir konnten ohne Probleme reisen. Es ist nicht so, dass das Land durchzogen ist von Terroristen.“ Den nördlichen Teil Malis meiden sie aber dennoch: zu gefährlich.

Foto (c) Aktion Pro Afrika: Eröffnung eines Gesundheitspostens im Dorf Pitagalasso in der Region Sikasso in Mali

In Mali selbst wird die Vereins-Delegation von der malischen Partnerorganisation „Action pour Afrique-Mali“ begleitet. Sie ist auch der Übermittler von Hilfsanträgen, die dann von Deutschland aus unterstützt werden sollen. „Ganze Dörfer oder einzelne Bewohner reichen einen Antrag in Mali ein“, erklärt Lamprecht. Gemeinsam mit der malischen Partnerorganisation werden dann die Projekte ausgewählt: „Wir entscheiden nichts alleine. Uns ist es wichtig, dass der Antrag von vor Ort kommt und auch nur in Zusammenarbeit mit der malischen Partneraktion entschieden wird und nicht von weit weg aus Deutschland.“
Fast drei Wochen reist die Gruppe durch das Land und besucht verschiedene Orte, wo die Hilfe des Vereins schon eingetroffen ist oder bald kommen wird. „Die Projekte werden weiterhin von uns betreut und wir bleiben so ansprechbar.“ Das unterscheide die eigene Arbeit von einigen anderen Hilfsorganisationen, so Lamprecht.
Und fast jedes Mal ist der Besuch aus Deutschland ein großes Ereignis in den malischen Orten: bei der Eröffnung eines Gesundheitspostens im Dorf Pitagalasso wird die Delegation von zahlreichen Menschen klatschend empfangen, im Dorf Kati ist gar das malische Staatsfernsehen vor Ort.
– Neue Hebammenstation soll 25.000 Euro kosten –
Abseits der jährlichen Reisen in das westafrikanische Land besteht die Vereinsarbeit hauptsächlich aus Spendensammeln. Dafür stehen die Mitglieder etwa auf Flohmärkten oder schreiben Anträge an das Entwicklungsministerium. Aber auch Sachspenden nimmt der Verein. Zweimal im Jahr wird dann ein Container mit gespendeten medizinischen Hilfsgütern gepackt und nach Mali geschickt. „Wenn wir Geld ausgeben, dann ausschließlich in Mali vor Ort“, sagt Lamprecht. Etwa für die nächsten anstehenden Aktionen. „2020 steht ganz im Jahr der Wasserprojekte“, erzählt der 30-Jährige. Sechs Brunnen will der Verein bauen. „Ein neuer Brunnen spart den Menschen kilometerweite Wege. Hier sieht man die Hilfe am unmittelbarsten und das Leben der Menschen wird dadurch unmittelbar verbessert.“
Und auch das kleine Dorf Sanandio soll unterstützt werden. Es liegt buchstäblich im Nichts, umso wichtiger ist die medizinische Versorgung vor Ort. Eine dringend notwendige Hebammenstation soll 25.000 Euro kosten. Geld, das der Verein jetzt auftreiben will.
>>> Reiseberichte aus Mali:
Marcus Lamprecht spricht am Mittwoch, 12. Februar, im Rahmen eines Vortrags über seine Reise nach Mali und die Arbeit der Hilfsorganisation vor Ort.
Der kostenlose Vortrag beginnt um 17 Uhr im Raum LF028 an der Universität Duisburg-Essen, Lotharstraße 65, Duisburg.
Wer heute keine Zeit hat, hat weitere Möglichkeiten, den Vortrag zu hören: Am Dienstag, 18. Februar, um 19:30 Uhr im Raum 6 im Bahnhof Langendreer in Bochum oder am Donnerstag, 27. Februar, um 19 Uhr im Kunsthaus in Essen, Rübezahlstraße 33. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.
© 2020 nrz.de

1. Bäume pflanzen und Müll sammeln: Business as usual
Fridays for Future Deutschland – 07.12.2019
Da wir von euch wirklich oft zu hören bekommen, wir sollten lieber „Bäume pflanzen“ oder „Müll sammeln“, wollen wir gerne mal auf die Vielzahl von Aktionen der Ortsgruppen aufmerksam machen. Zum Beispiel wurden erst gestern in Duisburg 555 Bäume gepflanzt, und erst gestern haben wir in Fulda fremden Müll gesammelt. Unsere Ortsgruppen veranstalten regelmäßig Aktionen wie diese. Im Folgenden eine lange Liste an Beispielen, die längst nicht vollständig ist.…Weiterlesen

Das sind auch starke Initiativen der Gruppe „Citoyens pour le Climat“ *), einer Art FFF made in Mali, die dort verständlicherweise nicht so viele Menschen auf die Strasse bekommt wie FFF in Deutschland.
*) mit der facebook-Seite Ensemble pour le Climat – Bamako

1. Planter des arbres et ramasser les ordures : Business as usual
Fridays for Future Deutschland Allemagne – 07.12.2019
Comme vous nous dites souvent que nous devrions plutôt „planter des arbres“ ou „ramasser des ordures“, nous tenons à attirer une fois encore votre attention sur les nombreuses actions des groupes locaux. Par exemple, hier seulement, 555 arbres ont été plantés à Duisburg, et hier encore, nous avons ramassé les ordures d’autres personnes à Fulda. Nos groupes locaux organisent régulièrement des campagnes comme celles-ci. Voici une longue liste d’exemples loin d’être complète.…Lire la suite.

Ces initiatives sont aussi parmi celles du groupe „Citoyens pour le Climat“ *), une sorte de FFF made in Mali, qui, évidemment, n’arrive pas à faire descendre autant de gens dans la rue que les FFF en Allemagne ou les autres pays européens.
*) affichant la page facebook Ensemble pour le Climat – Bamako

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s