Saite gerissen – Malis berühmte Kunst- und Musikschule „Institut National des Arts“ bringt trotz Notstand und Vernachlässigung durch die Politik noch Stars wie Wassa Kouyaté hervor

Von Jonathan Fischer:

Corde brisée – L’Institut national des arts du Mali, célèbre école d’art et de musique, produit toujours des stars telles que Wassa Kouyaté en dépit du délaissement par l’État
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Bamako, Parc National: Wassa Kouyatés klarer nasaler Gesang dringt durch den Lärm der Mofas, das Gehupe der Busse und das Lachen von Schulkindern, die in ihren blauen Uniformen über den Rasen rennen. Hier im einzigen Park der staubigen Metropole am Niger probt sie ihre neuen Lieder. Songs über ihr Heimatdorf Djoliba, über die Liebe und den Verlust der Menschlichkeit in der Stadt. Ab und zu bleiben Passanten stehen, zücken ihre Handys und filmen die junge Frau, die ihr Saiteninstrument auf dem Schoß wiegt wie ein zu groß geratenes Baby.

Wassa Kouyaté aber scheint ihre Umwelt kaum zu bemerken. Sie spricht mit der Kora. Sie atmet, sie schreit, sie fleht mit den perlenden harfenartigen Klangkaskaden, die sie dem Instrument entlockt. Es scheint fast, als sei das westafrikanische Saiteninstrument mit dem Kalebassen-förmigen Bauch und dem schmalen Hals eine natürliche Verlängerung ihres weiblichen Körpers.

„Ich bin schon als Kind auf unerklärliche Weise von der Kora…

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