« MACHT MALI WIEDER ZU EINEM HAFEN DES FRIEDENS » – Le Festival sur le Niger s’est déroulé pour la paix, un acte de résistance

Gut, dass es nicht abgesagt wurde: das Festival sur le Niger hat gezeigt, dass Frieden möglich ist.
Le Festival, en tant que combat contre l’obscurantisme, était une réussite.

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1a. Bis zum Hals im Niger
Süddeutsche Zeitung – 19. März 2018, 18:54 Uhr
Was Waffengewalt nicht kann, schafft die Musik. Das Festival „Sur le Niger“ trotzt den Dschihadisten und lädt Bands, Rapper und Sängerinnen aus ganz Afrika ein.
Von Jonathan Fischer
Darf man zum Tanz aufrufen, wenn gerade Dutzende Tote zu beklagen sind? Ist Musik wirklich wichtiger als die Sicherheit der Bevölkerung?

Foto (c) Jonathan Fischer: „Macht Mali wieder zu einem Hafen des Friedens“ prangt auf den T-Shirts. Politik ist allgegenwärtig vor und auf der Bühne am Ufer des Nigerstromes, der hier oben in Mali eigentlich noch ein Fluss ist.

Und wer garantiert angesichts der Terror-Gefahr für die Besucher des größten jährlichen Musikereignisses Malis, des Festival sur le Niger in Ségou? So fragte vor einigen Wochen ein Kommentator der malischen Nachrichtenseite Maliactu.net. (siehe #0 dieses Posts, Ed.) Und forderte die Absage des traditionsreichen Festival sur le Niger in Ségou, einer Provinzhauptstadt, 235 Kilometer flussabwärts von der Hauptstadt Bamako. Nur eine Woche vor Beginn hatten Dschihadisten nicht weit vom Festivalort bei Überfällen auf Armeelager mehr als 40 Soldaten und Zivilisten ermordet.
Tatsache ist, dass der malischen Armee die Kontrolle über weite Teile des Landes entglitten ist, dass ein Netzwerk miteinander verflochtener Dschihadisten und Drogenkartelle darüber bestimmt, welche Schule in Zentralmali noch operieren kann und welches Dorf es noch wagen kann, Hochzeiten abzuhalten. Aber sollen die Malier deswegen auch noch auf ihr größtes und international renommiertestes Musikfestival verzichten?
„Wir dürfen uns,“ konterte Mamadou Daffé, der Direktor des Festival sur le Niger, „von den Terroristen nicht unser Leben vorschreiben lassen. Nichts ist wertvoller als unsere Kultur.“ Daffé erklärte die Tanztheater, Konzerte, Ausstellungen und traditionellen Zeremonien in Ségou kurzerhand zum „Akt des Widerstands“. Auch deswegen hatte man das zuletzt in die besser zu schützende Innenstadt verlegte Festival ans Niger-Ufer zurückgebracht.
Ségou mit seiner alten sudanesischen Lehmarchitektur und den breiten ungeteerten Alleen macht trotz einiger Schützenpanzer nicht den Eindruck eines Kriegsgebietes. Ambulante Händlerinnen balancieren Kochbananen und Fisch auf dem Kopf, Motorpirogen und Eselsgespanne tauschen am Ufer ihre Fracht aus. Seit Jahrhunderten waren die verschiedenen großen Ethnien Malis von den Bambara im Süden bis zu den arabisch geprägten Tuareg ganz im Norden entlang des Niger durch den Handel miteinander verbunden. Man tauschte nicht nur Waren aus, sondern auch Songs. „Musik“, hat der malische Griot Bassekou Kouyaté erklärt, „diente uns immer als Kitt.“
Musik ist auch der Grund, warum Mali, eines der ärmsten Länder der Welt, als kulturelle Größe gilt. So hatten die Veranstalter des Festival sur le Niger bei der Premiere 2005 noch Tausende Touristen angelockt. Malische Musiker wie Ali Farka Touré wirkten als Publikums-Magnete. Und das Festival au Desert in den Sanddünen vor Timbuktu ließ gar Promis wie Bono mit dem Hubschrauber einfliegen.
Vierzehn Jahre später ist das alles Geschichte. Die weißen Festivalbesucher in Ségou kann man an zwei Händen abzählen. Und die hinter den Taschenkontrollen lagernden Händler aus Gao, Mopti und Timbuktu können einem leidtun, wenn sie klagen, dass keine Kundschaft mehr für ihre Indigo-Decken und Kamelledertaschen komme. Seit sechs Jahren hoffen sie vergeblich. Nach der Besetzung des Nordens durch Dschihadisten im Jahre 2012 und einem darauffolgenden Putsch hatte zwar Frankreich militärisch interveniert. Der von einer großen Uno-Truppenpräsenz begleitete Friedensprozess jedoch stockt.
Die Rapperinnen sind deutlich: „Nein zum Terrorismus. Nein zur Korruption.“
Regiert werden bestenfalls noch ein paar größere Städte. Denn de facto haben viele Politiker, wie auch gewisse Religionsführer, Drogenbosse und ihre wirtschaftlichen Profiteure kein Interesse an einem funktionierenden Staat.
Ségou wirkt da wie ein Lichtblick. Hier erlebt der panafrikanische Gedanke ein Comeback. Oliver Mutukudzi aus Harare, Zimbabwe, das Orchester K Musica aus der kongolesischen Hafenstadt Pointe Noire und mehrere mauretanische Rapper aus Nouakchott spielen auf der großen Festivalbühne im Niger. Auffällig auch, wie viele junge weibliche Rapperinnen und Sängerinnen dieses Jahr auf dem Programm stehen. Da tanzt Kareyce Fotso aus Kamerun in Jeans und mit umgehängter Gitarre zu energischen Afrobeats über die Bühne, um zwischendurch ziemlich launig die Zwangsehe zu verurteilen. „Wir lassen uns nicht vorschreiben, mit welchem Mann wir zusammenleben. Wir sind stark, wir sind klug, wir sind schön – und wir entscheiden selbst.“ Jubel unter den zigtausend überwiegend jungen Frauen, die sich mit Hidschab, Turban oder Hip-Hop-Käppis vor der Bühne drängen und mit ihren Smartphones in die Nacht leuchten.
„Nein zum Terrorismus. Nein zur Korruption. Nein zu Politikern, die nur ihre Taschen füllen“, wettert wenig später das malisch-senegalesisch-mauretanisch-marokkanische Frauen-Hip-Hop-Quartett Jokko Cam. Die Politik ist allgegenwärtig. Nicht nur an den Infoständen von Initiativen zur Aids-Aufklärung, zur Beschulung von Mädchen oder Frauenkooperativen. Auf dem großen Festival-Bazar, zwischen Parfüm- und Kleiderhändlern, fallen immer wieder Trupps von jungen, westlich gekleideten Studentinnen auf: „Macht Mali wieder zu einem Hafen des Friedens“ prangt auf ihren weißen T-Shirts.
„Unsere Initiative“, sagt Rahabel Nantoume, die junge malische Koordinatorin der Initiative „Peace is Possible“, „zielt darauf ab, die Jugendlichen in die politische Diskussion einzubeziehen.“ Besonders in den Krisenstädten wie Timbuktu, Gao oder Mopti halte man regelmäßige Workshops ab. Politische Bildung sei das eine. Das andere die Einrichtung von Werkstätten und Landwirtschaftsbetrieben für die einst im Lohn von Dschihadisten und Drogengangs stehenden Jugendlichen. „Ich habe erlebt, dass hier einstige Todfeinde friedlich zusammenarbeiten“, sagt sie. „Unsere Spaltung ist nicht naturgegeben. Aber es gibt Leute, die davon profitieren.“
Fast heimlich fand dann auch das Festival in Timbuktu wieder statt, nur eben ohne Weltstars
Man kann dieses Festival ansonsten sicher nicht mit westlichen Maßstäben messen. Manches scheint schlecht organisiert. Doch wer wissen wollte, warum westliche Musiker und Produzenten wie Damon Albarn und Doctor L die Reisewarnungen ihrer Botschaften für Mali immer wieder in den Wind schlagen, der musste nur etwa die Off-Konzerte im Innenhof des Hambe Hôtel besuchen, wo die pentatonischen Grooves lokaler Balafon-Orchester eine Brücke vom Niger zum Mississippi schlugen, und die nasalen Gesänge malischer Divas mit dem dreckigen Blues der Ngoni-Laute um die Wette klagten.
„Der Himmel möge“, flehte der malische Popstar Abdoulaye Diabaté von der Bühne, „unserem Land in dieser schwierigen Übergangsphase helfen.“ Am Ende war es Hilfe zur Selbsthilfe. Denn nur eine Woche später hielt das legendäre Festival au Desert Wiedereinzug in Timbuktu, zum ersten Mal seit sechs Jahren und fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. Aus Sicherheitsgründen hatte Organisator Mani Ansar das Event so gut wie nicht beworben. Trotzdem oder gerade deswegen funktionierte es. Ein halbes Dutzend Bands, darunter Ali Farka Tourés Sohn Vieux Farka Touré, ließen sich für das Vorhaben gewinnen, die Bühnenanlage kam auf dem Niger eingeschifft und das Personal mit der UNO-Mission aus Bamako eingeflogen. „Der Enthusiasmus der Bewohner von Timbuktu“, erzählte der Tuareg-Veranstalter anschließend, „war mit Händen zu greifen.“ Malis Kultur wird nicht kampflos untergehen – so viel verrät der Mut seiner Musiker.
© 2018 sueddeutsche.de

1b. Festival sur le Niger : La 14 e édition à la hauteur des espérances
L’Express du Mali – 05.02.2018
Par Mohamed Idal El Ansary
Les rideaux sont tombés ce dimanche 4 février 2018 sur la 14 e édition du Festival sur le Niger (FSN) officiellement lancée le jeudi 1er février sur les berges du fleuve Niger, à Ségou. Malgré le contexte sécuritaire difficile, la ville de Ségou s’y est engagée et a pu satisfaire les attentes des participants.

Foto (c) lexpressdumali.com: Interview de Mamou Daffé, promoteur du FSN – Interview des Direktors des Festival sur le Niger, Mamou Daffé

Placée sous le thème : « Ségou ville d’architecture », cette 14 e édition du FSN était couplée à la Foire internationale de Ségou. Il s’agit pour la commission d’organisation de cette rencontre annuelle de mettre en valeur la culture architecturale « Bambara » que regorge la 4 e région administrative du Mali. La cérémonie de lancement était présidée par le ministre de l’Artisanat et du Tourisme, Nina Walet Intalou en présence du promoteur du FSN, Mamou Daffé, et les autorités régionales.
Durant les quatre jours de cette rencontre culturelle et touristique, plusieurs activités ont meublé l’évènement : un colloque sur Ségou, la caravane culturelle pour la paix, les arts visuels. On peut ajouter à cela les expositions, le workshop, le master class des nuits théâtrales, des danse, des contes, des prestations des masques et marionnettes, sans oublier les concerts géants sur les berges du fleuve Niger.
Comme les précédentes, cette 14 e édition a été magnifiée par la présence de plusieurs pays africains et d’ailleurs.
Les organisateurs n’ont pas oublié l’aspect sécuritaire. Un dispositif sécuritaire mixte composé de la police, de la gendarmerie, de la garde et la protection civile, a été mobilisé pour la quiétude de l’ensemble des participants.
Le FSN est d’une importance capitale pour le développement de la cité des Balanzans, en particulier et du Mali en générale, a indiqué le ministre du Tourisme et de l’Artisanat, Nina Walet Intallou, lors de la cérémonie d’ouverture.
Pour, Nouhoum Diarra, le maire de la commune urbaine de Ségou, le Festival sur le Niger est devenu une tradition de la ville de Ségou. C’est pourquoi, dira-t-il, malgré le contexte sécuritaire difficile, la ville de Ségou s’est engagée à ce que l’événement se tienne.
La commission d’organisation a relevé le défi, pour le grand bonheur des artistes, des commerçants et toute la population de la cité des Balanzans. Vivement la prochaine édition.
© 2018 lexpressdumali.com

1c. Mamou Daffé, directeur du festival sur le Niger, à la cérémonie de clôture : ” Pendant le Festival, les cultures étaient en résistance face à l’obscurantisme “
Aujourd’hui-Mali – 17 Fév 2018
Par Siaka DOUMBIA, envoyé spécial
Les rideaux sont tombés le dimanche 4 février 2018 sur la 14e édition du Festival sur le Niger. La cérémonie de clôture a été l’occasion pour Mamou Daffé, le directeur du Festival, de remercier les festivaliers pour leur participation qualitative. Aux dires de M. Daffé, le Festival sur le Niger est un trait d’union entre la tradition et la modernité, entre le passé et le futur et dont le pont, depuis 14 ans, se construit pour ouvrir des opportunités pour les populations de Ségou et du Mali. Il a formulé des mots d’humilité, de reconnaissance et il a rendu grâce à Dieu parce que, selon lui, la tenue du Festival n’était pas évidente, elle a été un grand défi pour qui connaît la situation sécuritaire du monde et du Mali en particulier qui est plus que compliquée. “Malgré tout ça, voir des étrangers, des amis, des Africains d’Afrique et d’ailleurs, que tout le monde se mobilise, surtout la population locale de Ségou qui en premier lieu a exigé la tenue de cette 14e édition, cela veut dire qu’il y a une appropriation et que nous avons mis en commun nos identités plurielles pour faire face à l’obscurantisme, pour dire que le Mali reste debout. Pour faire face, pour contrer l’obscurité, il faut de la lumière. Et pour nous acteurs culturels, créateurs et artistes, la plus forte, la plus lumineuse des lumières, c’est la création. C’est pourquoi, en tant de crise, il faut créer, créer et créer. Donc, pendant cette semaine, les cultures étaient en résistance à Ségou. Pendant cette semaine, Ségou a été la capitale africaine de la culture. Et ceci, grâce aux engagements, aux soutiens constants des festivaliers”, a-t-il évoqué.
Il a ensuite salué les autorités de Ségou pour leur implication dans l’organisation du Festival qui est devenue une affaire africaine, voire internationale. Il en a fait de même pour les forces de sécurité qui ont sécurisé les sites du festival.
(…)
© 2018 Aujourd’hui-Mali

Les Concerts sur le Fleuve
festivalsegou, le site du Festival sur le Niger
Un grand nombre d’artistes sont attendus avec de grandes figures de la musique africaine et malienne mais également des talents révélés qui feront la scène africaine de demain. Ils sont :
• SALIF KEÏTA • SAUTI SOL (KENYA / TBC) • OLIVER MTUKUDZI (ZIMBABWE) • MAREMA (SÉNÉGAL)
• HABIB KOITE • NAMPÉ SADIO • KAREYCE FOTSO (CAMEROUN)
• KAMALDINE (GUINÉE)• NÉBA SOLO • RASMOOLAH (SWAZILAND)
• BABANI KONÉ • ABDOULAYE DIABATÉ • HOBA HOBA SPIRIT (MAROC) • PAYE CAMARA
• DJARABIKAN (RCI) • ORCHESTRE K MUSICA (CONGO BRAZZA)• CISBY (BURKINA FASO) • KADER TARHANIN (MALI/ALGÉRIE)
• WOMEN GROOVE PROJECT (SÉNÉGAL) • AZIZ SAHMAOUI (MAROC) • JOKKO/FAM (SÉNÉGAL-MALI-MAURITANIE-MAROC)
• KOUDY (BÉNIN) • CHEICKINA SISSOKO • SAHEL BLUES •HINIZI • ORCHESTRE KORÈ
• KANAGA DE MOPTI • ENSEMBLE INSTRUMENTAL DE SÉGOU • CHEICK SIRIMAN. SISSOKO • M’BOUILLÉ KOITÉ
• ASTOU NIAMÉ • AMANAR DE KIDAL• SAHEL SAHARA BAND • IBA ONE (TBC)
• KING KJ • TAL B • KIRA KONO • AMY YÈRÈWOLO • PENZY…

0. Pourquoi ne pas annuler le festival sur le Niger ?
maliactu -1 février 2018
Le Mali vient d’être victime d’une série d’attaques dans des localités situées non loin de Ségou, faisant plusieurs dizaines de morts. Face à cette situation, le gouvernement a décrété 3 jours de deuil national. Mais, visiblement, rien n’empêche les businessmen de se faire de l’argent même s’il faut mettre la vie des gens en danger.
La tenue du festival sur le Niger, dans ce contexte extrêmement tendu, est une illustration de l’insouciance de certains maliens face à l’appât du gain. Selon les organisateurs du festival, la sécurité sera leur priorité sachant bien que les terroristes ont plusieurs modes opératoires et aussi que des zones entières du pays échappent encore au contrôle des forces maliennes et étrangères. Celles-ci sont régulièrement visées par des attaques malgré la signature de l’accord censé isoler définitivement les djihadistes, mais dont l’application accumule les retards.
Rien que ce mercredi, plusieurs Ambassades ont conseillé à leurs ressortissants d’éviter les lieux de regroupement et de faire très attention car, d’après eux, il y a de fortes chances que les terroristes passent à l’acte. Le gouvernement du Mali, à travers le ministère de la culture, doit assumer ses responsabilités afin d’éviter d’être complice en cas de mauvaise tournure des événements.
La situation du pays devrait empêcher le gouvernement à autoriser un évènement d’une telle envergure dans une zone située non loin des champs de bataille.
Quatre soldats maliens ont été tués dimanche dans une attaque suicide à Ménaka, dans le nord-est du pays. La veille, à Soumpi, dans le centre du pays, 14 militaires avaient péri dans une attaque contre leur base, selon l’armée malienne. Le 24 janvier, toujours dans le centre du Mali 26 civils, dont six femmes et quatre enfants, ont péri dans l’explosion d’une mine au passage de leur véhicule.
Le mercredi 31 janvier un bureau de change a été braqué en plein cœur de la capitale malienne (Halles de Bamako) par 4 individus armés faisant 1 mort. Une somme importante d’argent aurait également été emportée.
Que faut-il de plus pour que les organisateurs du festival sur le Niger ainsi que le gouvernement du Mali puissent se rendre compte qu’organiser un tel événement dans une région du centre du pays c’est exposer le public au danger ?
La rédaction
© 2018 maliactu.net

0. Mali: Warum nicht das Festival sur le Niger absagen?
maliactu – 01.02.2018
Mali wurde gerade Opfer einer Reihe von Angriffen in Ortschaften unweit von Segou, wobei mehrere Dutzend Menschen getötet wurden. Angesichts dieser Situation verfügte die Regierung drei Tage nationaler Trauer. Aber natürlich hindert nichts die Unternehmer, Geld zu verdienen, selbst wenn dabei das Menschenleben in Gefahr gebracht werden.
Die Durchführung des Festivals sur le Niger, in diesem extrem angespannten Kontext, ist ein Beispiel für die Unbekümmertheit einiger Malier, die sich vom Gewinn verlocken lassen. Die Festival-Organisatoren geben an, die Sicherheit sei ihre Priorität, wobei sie doch wissen, dass die Terroristen mehrere Vorgehensweisen haben und auch, dass ganze Gebiete des Landes nach wie vor außerhalb der Kontrolle der malischen und ausländischen Truppen sind. Diese werden regelmäßig von Angriffen heimgesucht, obwohl das Abkommen unterzeichnet wurde, das die Dschihadisten definitiv isolieren sollte, aber bei dessen Anwendung immer mehr Verzögerungen auftreten.
Gerade vor kurzem haben mehrere Botschaften ihren Landsleute geraten, Orte mit Menschenansammlungen zu vermeiden und sehr vorsichtig zu sein, weil dabei die Chance groß ist, dass die Terroristen zuschlagen. Die malische Regierung muss durch das Kulturministerium ihre Verantwortung übernehmen, damit sie nicht im Falle einer schlechten Entwicklung der Ereignisse zum Komplizen wird.
Die Lage des Landes sollte die Regierung daran hindern, ein Ereignis dieser Größenordnung in einem Gebiet unweit der Schlachtfelder zuzulassen.
Vier malische Soldaten wurden am Sonntag bei einem Selbstmordanschlag in Ménaka im Nordosten des Landes getötet. Am Vortag waren in Soumpi, im Zentrum des Landes, 14 Soldaten bei einem Angriff auf ihr Camp ums Leben gekommen, so die malische Armee. Am 24. Januar starben in Zentralmali 26 Zivilisten, darunter sechs Frauen und vier Kinder, bei einer Minenexplosion.
Am Mittwoch, dem 31. Januar, wurde im Herzen der malischen Hauptstadt ein Geldwechselbüro von 4 bewaffneten Personen überfallen, was ein Todesopfer forderte. Eine große Geldsumme soll auch geraubt worden sein.
Was muss noch passieren, damit die Organisatoren des Festivals auf dem Niger und die malische Regierung erkennen können, dass eine solche Veranstaltung in einem Bereich des Zentrums zu organisieren bedeutet, die Öffentlichkeit in Gefahr zu bringen?
La rédaction
© 2018 maliactu.net

2 Gedanken zu „« MACHT MALI WIEDER ZU EINEM HAFEN DES FRIEDENS » – Le Festival sur le Niger s’est déroulé pour la paix, un acte de résistance

    • Man hat sie gefragt, die Menschen. Der Festivaldirektor und der Bürgermeister. Luise hat Recht: es war eine Demonstration des Widerstandes gegen die Terroristen und eine Demonstration für den Frieden.
      Wenn noch mehr Touristen das Festival besuchen würden, wie früher, wäre das wie eine Belonung für die Bevölkerung. Hoffen wir auf 2019.

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