EINE JUNGE FRAU KÄMPFT IN FRANKREICH GEGEN GENITALVERSTÜMMELUNG – Diaryatou, excisée à 8 ans, milite contre les MGF

Diaryatou, mit 8 Jahren beschnitten: es ist „ein Schrei, den man nie vergisst“
AFP – 2017.07.05 10:00
Mit 8 Jahren in Guinea beschnitten, mit 13 zwangsverheiratet, kämpft Diaryatou Bah heute in Frankreich gegen sexuelle Gewalt und Genitalverstümmelungen, die die Mädchen zerstören: sie warnt vor den Risiken für Jugendliche, die ihre Ferien im Herkunftsland ihrer Eltern verbringen wollen.

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=>> WEBSITE Excision, parlons-en! http://www.alerte-excision.org/fr/

Diaryatou, excisée à 8 ans: c’est “un cri que l’on n’oublie jamais”
AFP – 05.07.2017 à 10:00
Par Jessica LOPEZ
Excisée à 8 ans en Guinée, mariée de force à 13 ans, Diaryatou Bah milite contre les violences et les mutilations sexuelles qui détruisent des fillettes, alertant sur les risques que peuvent encourir des adolescentes qui passent les vacances dans le pays d’origine de leurs parents. Et elle appelle les hommes à témoigner.

Foto (c) AFP/Jessica LOPEZ: Diaryatou Bah, ambassadrice de la campagne de prévention ”Excision, parlons-en!”, à Montreuil, près de Paris, le 30 juin 2017 – Diaryatou Bah, Botschafterin der Präventionskampagne ”Excision, parlons-en!” (“FGM, lasst uns darüber reden!”) in Montreuil bei Paris

Employée en France dans une association qui vient en aide aux exclus et aux femmes en fragilité, Diaryatou Bah sort en 2006 un livre intitulé „On m’a volé mon enfance“ pour dénoncer la pratique de l’excision.
Elle est aujourd’hui engagée à alerter sur les risques encourus par les adolescentes qui passent les vacances dans le pays d’origine de leurs parents. Elle partage sa douloureuse expérience.
„On m’a demandé de suivre une femme dans une pièce et on m’a vêtue d’un simple pagne. Personne ne m’a dit ce qui allait se passer, on m’a tenu les bras, les jambes et j’ai été excisée“, raconte cette femme de 31 ans à l’AFP.
„Le cri de l’excision, c’est un cri de douleur qu’on ne peut jamais oublier“, poursuit Diaryatou, arrivée en France à l’âge de 17 ans.
L’ambassadrice de la campagne de prévention baptisée „Excision, parlons-en!“ rappelle qu’à l’époque, dans son village, „si une fille n’était pas excisée, ce n’était pas normal“.
„Enfance volée“
Mariée à 13 ans et demi à un polygame de 30 ans son aîné, elle quitte son pays pour rejoindre ce quasi-inconnu aux Pays-Bas.
Lorsqu’elle a 17 ans, le couple s’installe près de Paris.
Souvent laissée seule et sans argent pendant que son mari rejoint d’autres épouses, elle se sent enfermée. „Je ne parlais pas français, je n’avais jamais pris le métro, je n’avais pas de papiers, j’étais coupée du monde“, témoigne-t-elle.
Un soir, après quatre ans de vie conjugale qui lui en ont „paru quarante“, elle tombe sur une émission où témoignent des femmes victimes de violences. A 17 ans, devant son écran, elle note le mot „assistante sociale“ pour pouvoir „sortir de l’enfermement“.
Pour une implication des hommes
Prise en charge par l’Aide sociale à l’enfance, elle est installée dans un foyer de jeunes travailleurs, apprend le français et est suivie par une association et une psychologue.
„C’est un témoignage de femme qui m’a sauvée. Ce que je veux c’est transmettre à mon tour“, dit Diaryatou qui tient à impliquer les hommes dans son combat.
Selon elle, les hommes „aussi doivent s’engager en racontant ce que c’est d’être avec une femme qui a été excisée, qui n’a pas de plaisir et qui ne connait pas son corps“.
En 2016, l’ONU Femmes dénombrait 200 millions de filles et de femmes ayant subi une forme de mutilation génitale dans les pays les plus concernés dont 27 pays africains et aussi le Yémen, l’Irak et l’Indonésie.
Aujourd’hui mère, elle a pardonné et se dit “apaisée”: “Je suis une victime mais ma famille, comme beaucoup de familles africaines, a hérité de ces traditions. C’est à la racine qu’il faut combattre l’excision, le mariage forcé, par l’éducation pour casser l’ignorance et offrir le choix aux prochaines générations.”
Pour les futures campagnes contre l’excision, elle aimerait impliquer davantage les hommes: “Eux aussi doivent s’engager en racontant comment c’est d’être avec une femme qui a été excisée, qui n’a pas de plaisir, qui ne connaît pas son corps”, plaide-t-elle.
© 2017 AFP

Diaryatou, mit 8 Jahren beschnitten: es ist „ein Schrei, den man nie vergisst“
AFP – 2017.07.05 10:00
Von Jessica LOPEZ

Mit 8 Jahren in Guinea beschnitten, mit 13 zwangsverheiratet, kämpft Diaryatou Bah heute in Frankreich gegen sexuelle Gewalt und Genitalverstümmelungen, die die Mädchen zerstören: sie warnt vor den Risiken für Jugendliche, die ihre Ferien im Herkunftsland ihrer Eltern verbringen wollen.
„Mir wurde gesagt, einer Frau in einen Raum zu folgen, und ich wurde in ein einfaches Tuch gehüllt. Niemand hat mir gesagt, was passieren würde, man hat mir die Arme und Beine festgehalten und ich wurde beschnitten“, erzählt die 31-jährige Frau, die mit 17 Jahren nach Frankreich kam, gegenüber AFP.
„Der Schrei der Exzision ist ein Schrei des Schmerzes, den wir nie vergessen können“, sagt Diaryatou, Botschafterin der Präventionskampagne “Excision, parlons-en!” („Weibliche Genitalverstümmelung (FGM), lasst uns darüber reden!“).
Zu der Zeit, in ihrem Dorf, „war es die Tradition.“ „Wenn ein Mädchen nicht beschnitten war, das war nicht normal“, sagt die junge Frau, der erst viel später, als sie ihre Geschichte zu erzählen begann, bewusst wurde, was ihr „entnommen“ worden war – die Klitoris und die kleinen Schamlippen.
Im Jahr 2016 zählte Women’s UN in den am stärksten betroffenen Ländern (27 afrikanische Länder und Jemen, Irak und Indonesien) 200 Millionen Mädchen und Frauen, die einer der Formen der Genitalverstümmelung unterzogen worden waren.
In Frankreich, wo dies verboten ist, wird die Zahl der beschnittenen Frauen auf 60.000 geschätzt, nach dem Netzwerk von Verbänden „Excision, sprechen wir darüber!“, die eine Kampagne und eine Website ins Leben gerufen haben, um junge Mädchen zu sensibilisieren, die ihre Sommerferien in den Herkunftsländern ihrer Eltern, in denen FGM praktiziert wird (wie Senegal, Mali, Ägypten, Guinea und Elfenbeinküste), verbringen werden.
„Man kann eine moderne, unabhängige Familie haben, die, wieder in Afrika, das Gewicht der Tradition erleidet, den Familiendruck. Nur 10 Minuten reichen, um ein Mädchen zu beschneiden – und das Trauma hat sie ihr ganzes Leben“, setzt Diaryatou fort, die die Idee, ihre 18 Monate alte Tochter mit nach Guinea zu nehmen, beunruhigt.
– Einbeziehung der Männer –
Mit 13 1/2 Jahren wurde sie mit einem 30 Jahre älteren polygamen Mann zwangsverheiratet und verließ ihr Land, um diesen praktisch Unbekannten in den Niederlanden zu treffen. „Mit 14 Jahren ist die Ehe theoretisch, ist dir nur aus Romanen bekannt. Ich war auf nichts vorbereitet, wusste nichts, Sexualität war ein Tabu“, sagt Diaryatou, die sehr schnell häusliche Vergewaltigung, Schläge, Beleidigungen und Isolation erlebt.
Als sie 17 Jahre alt war, zog das Paar in die Nähe von Paris. Oft allein gelassen und ohne einen Pfennig, während ihr Mann andere Frauen frequentierte, fühlte sie sich „unsichtbar“: „Ich konnte kein Französisch sprechen, war nie mit der U-Bahn gefahren, hatte keine Papiere, war abgeschnitten von der Welt.”
Eines Abends, nach vier Jahren Ehe, die ihr „wie vierzig erschienen“, sieht sie zufällig eine TV-Show, in der Frauen, die Opfer von Gewalt waren, ihre Geschichte erzählten. Mit 17 Jahren, vor ihrem Bildschirm, notiert sie das Wort „Sozialarbeiterin“, um „aus der Gefangenschaft zu entkommen.“
Unterstützt von der Kinder-Sozialhilfe, zieht sie in ein Heim für junge Arbeitnehmerinnen, lernt Französisch und wird von einem Verein und einem Psychologen betreut.
Im Jahr 2005 bietet die Aufenthaltserlaubnis ihr „neues Leben“: „Es war die Geschichte einer Frau, die mich gerettet hat, jetzt will ich das weitergeben“. Sie arbeitet in einem Verein zur Hilfe von Ausgeschlossen und zerbrechlichen Frauen, der das 2006 erschienene Buch „Sie stahlen mir meine Kindheit“ (“On m’a volé mon enfance”) geschrieben hatte.
Heute ist sie Mutter, sie hat verziehen und sagt, sie sei „befriedet“. „Ich bin ein Opfer, aber meine Familie, wie viele afrikanische Familien, erbte diese Traditionen. An der Wurzel müssen die Exzision, die Zwangsverheiratung bekämpft werden. Durch Bildung die Ignoranz brechen und so den nächsten Generationen eine Wahl bieten. ”
An zukünftigen Kampagnen gegen die Beschneidung von Frauen möchte sie mehr Männer beteiligt sehen: „Auch sie sollten sich engagieren, sagen, wie es ist, mit einer Frau zusammen zu sein, die beschnitten ist, die keine Lust empfindet, die ihren Körper nicht kennt“, plädiert sie.
© 2017 AFP

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