MOBILE SOLARCONTAINER VERSORGEN FAMILIEN IN MOURDIAH MIT BILLIGEM STROM – Des centrales solaires mobiles desservent les familles de Mourdiah à un prix raisonnable

www.africagreentec.com
Homepage des Unternehmens, auf der auch die weiteren Projekte zu finden sind: in Dioliba, in Dalakana, in Nafadji, in Niamé.
UND HIER ZUM VIDEO: Ankunft Solarcontainer in Mourdiah im Oktober 2015

1. Der den Strom bringt
Süddeutsche Zeitung – 19. September 2016
Mehr als 600 Millionen Menschen in Afrika leben noch immer ohne Anschluss an ein Stromnetz. Das hemmt jede wirtschaftliche Entwicklung. Ein Teil der Lösung sind mobile Solarkraftwerke – die liefern nicht nur Energie.
Torsten Schreiber wird nie vergessen, wie er im Sommer vor zwei Jahren zum ersten Mal das Dieselkraftwerk in Bamako betrat: Nur müde 20 Megawatt Leistung, Sechzigerjahre-Standard…
2. 700 Prozent günstiger – Solarcontainer versorgen 25 Dörfer in Mali mit Strom (Video)
pravda-tv – 10. Dezember 2016
Solarcontainer versorgen künftig 25 Dörfer in Mali mit Energie und lösen damit alte Dieselgeneratoren ab, die mehr als siebenmal teureren Strom liefern.

ZWEI DEUTSCHE ARTIKEL WEITER UNTER DEM FRANZÖSISCHEN UND DEM VIDEO

Avec son conteneur solaire mobile, Africa GreenTec propose une centrale solaire avec des batteries de stockage modulables. Le conteneur solaire est monté et démonté en quelques heures à peine.
=> www.africagreentec.com/fr

Energie solaire : la centrale mobile de Mourdiah lancée
Malijet – Date: 22 Décembre 2015
Par A.T.Dansoko
Le conteneur solaire de 30 kwc et 45 kwh de batterie de la société Africa Green Tec, financé par des investisseurs allemands, a été mis en service en début décembre [2015] à Mourdiah, dans le cercle de Nara.

Foto (c) Africa Greentec: C’est à Mourdiah au nord-ouest du Mali que le premier conteneur solaire d’Africa Greentec est installé. Les plaques restent mobiles. – In Mourdiah, Nordwest-Mali, steht der erste Solarcontainer des Start-ups Africa Greentec. Die Module lassen sich wieder einklappen, der Container bleibt mobil.


Après la construction d’un réseau électrique de plus de 4 km dans le village par Africa Green Tec, le conteneur solaire dessert actuellement jour et nuit plus de 100 familles en électricité.
L’inauguration de la centrale solaire mobile de Mourdiah a été faite sous le haut patronage du secrétaire général du ministère de l’Energie, des représentants de l’Amader, du sous-préfet de la Commune de Niamana, du maire et du chef de village de Mourdiah.
La société Africa Green Tec, en plus d’offrir de l’électricité aux communes rurales, participe aussi au développement social de ces localités en coopérant avec les organisations à but non lucratif. Lumindo et Labdo offrent d’une part 300 ampoules LED aux familles abonnées au réseau électrique, et d’autre part, don de 20 ordinateurs configurés en langue française et Bambara, aux deux écoles de Mourdiah, pour promouvoir l’éducation de base. De plus, la société participe à la baisse du chômage car, elle emploie en son sein 4 personnes par conteneur.
Africa Green Tec n’entend pas s’arrêter en si bon chemin, elle projette installer le second conteneur solaire du genre dans la localité de Dioliba. Les études sur le terrain ont déjà été bouclées et les populations sont quasi prêtes à recevoir dès avril prochain leur première centrale solaire.
Les projets futurs de la société Africa Green Tec sont de participer au développement énergétique du Mali à partir des énergies renouvelables. Pour l’année 2016, Africa Green Tec se donne pour objectif de mettre en service une dizaine de conteneurs solaires mobiles au Mali.
© 2016 malijet.com

Solarcontainer – Crowdfunding für Niamé (Mali) – crowd4climate
mit Bildern vom Aufbau in Mourdiah

Veröffentlicht am 29.10.2016

REGARDEZ LA VIDEO en français => Projet CONTENEUR SOLAIRE
1. Der den Strom bringt
Süddeutsche Zeitung – 19. September 2016
Mehr als 600 Millionen Menschen in Afrika leben noch immer ohne Anschluss an ein Stromnetz. Das hemmt jede wirtschaftliche Entwicklung. Ein Teil der Lösung sind mobile Solarkraftwerke – die liefern nicht nur Energie.
Von Jan Willmroth
Torsten Schreiber wird nie vergessen, wie er im Sommer vor zwei Jahren zum ersten Mal das Dieselkraftwerk in Bamako betrat: Nur müde 20 Megawatt Leistung, Sechzigerjahre-Standard, eine Anlage aus der Kolonialzeit. 170 000 Liter Diesel verbrennt dieses Ungetüm jeden Tag, neun Sattelzüge voll. Der Generator liefert ein Zehntel des Stroms für die Hauptstadt Malis. Nur wenige Prozent der Energie werden zu Strom, der Rest verfliegt als Wärme, in einem Land, in dem fast immer die Sonne scheint, bei bis zu 50 Grad im Schatten. Ein Irrwitz, aber in vielen Ländern Afrikas nicht ungewöhnlich.
„Ich dachte damals: Entweder werde ich Energieminister von Mali“, sagt Torsten Schreiber, 44, „oder ich muss etwas tun.“
Er tat etwas. Gemeinsam mit seiner in Mali aufgewachsenen Frau Aida gründete er 2015 das Unternehmen Africa Greentec. Er baute ein Netzwerk aus Partnern auf, sprach mit den Menschen der Region, mit Ministern, mit dem Präsidenten. Seit Ende Mai steht im 5000-Einwohner-Dorf Mourdiah, 280 Kilometer von Bamako entfernt, ein grün-gelb-roter Container: Schreibers Pilotprojekt. Es ist ein Frachtcontainer im Standard-Format, darin sind Solarmodule verbaut und Batterien für die Stromversorgung in der Nacht. Früher ratterte in der Gemeinde ein kleiner Dieselgenerator, der zwischen 18 Uhr und 22 Uhr Strom produzierte, solange es Treibstoff gab. Jetzt versorgt ein mobiles Solarkraftwerk mehr als 1000 Menschen rund um die Uhr und das für etwa die Hälfte des Preises.

Ohne elektrische Energie gibt es keine wirtschaftliche Entwicklung. In vielen Teilen Afrikas aber ist Strom noch immer selten. Mehr als 600 Millionen Menschen auf dem Kontinent leben ohne Anschluss an ein Stromnetz, die meisten südlich der Sahara und weit weg von den Metropolen mit ihren größeren Kraftwerken. Wenn es dunkel wird, laufen alte Dieselgeneratoren, der Strom ist teuer, die Luft verpestet.
Wenn Schulkinder am Abend lernen, vergiften Kerosinlampen ihre Atemwege. Krankenstationen können ihre Medikamente nicht kühlen; viele Mütter sterben, wenn sie zufällig am Abend oder in der Nacht ihre Kinder gebären. Getreidemühlen laufen nur wenige Stunden am Tag, solange es Sprit und Strom gibt. Selbst dort, wo Netze vorhanden sind, ist die Versorgung oft unterbrochen, der Netzausbau hält mit dem Bevölkerungswachstum nicht Schritt. Wer keinen Strom hat, ist in der Regel arm und hat kaum eine Chance, das zu ändern.
Viele Jahrzehnte dachte man, die Netze in Ländern wie Mali müssten so aussehen wie in der industrialisierten Welt. Große, zentrale Kraftwerke, Leitungen über Tausende Kilometer. Kleine Umspannwerke, die den Strom in ländlichen Regionen verteilen. Dafür braucht man Investoren, die Milliarden ausgeben, bevor der Strom in den Häusern ankommt, man braucht genügend Kunden, die dauerhaft Strom beziehen wollen und bezahlen können. Weil es an beidem fehlt, wissen Millionen Afrikaner bis heute nicht, dass auch ohne brummende Generatoren Lichter leuchten können. Christoph Kannengießer, Hauptgeschäftsführer des Afrika-Vereins der Deutschen Wirtschaft, ist von Projekten wie Africa Greentec überzeugt. „Solche Off-Grid-Modelle werden ein Teil der Lösung sein: Der Strom wird dort produziert, wo er auch verbraucht wird“, sagt er. Off-Grid, ohne Netz, wie bisher. Nur sauberer, günstiger und vor allem: zuverlässig.

Foto (c) africagreentec: Le fondateur d’Africa greentec devait d’abord convaincre la communauté. – Gründer Torsten Schreiber musste zuvor die Dorfgemeinschaft ueberzeugen

Entwicklungshilfe war gestern, heute ist Business
Kaum war das Pilotkraftwerk in Mourdiah angeschlossen, häuften sich die Anfragen bei Schreiber. Vier weitere Projekte in Mali hat er finanziert, bis Ende des Jahres sollen an fünf Standorten Kompakt-Kraftwerke stehen. Mit ihnen bringt er jeweils mehr als nur Strom in den Flächenstaat: Mit dabei sind LED-Lampen, die wenig Energie verbrauchen; seine nächsten Container sollen mit Wasser-Reinigungsanlagen und Internetverbindungen ausgestattet werden. In Kooperation mit der Initiative Labdoo versorgt Schreiber örtliche Schulen mit alten, aufbereiteten Laptops, 20 bis 40 Stück pro Standort. „Mir geht es gar nicht in erster Linie um den unternehmerischen Erfolg“, sagt er, „ich will sehen, wie sich das Leben der Menschen verändert.“ Worte eines Sozialunternehmers, der das Geschäft mit einem philanthropischen Anspruch verbindet. Entwicklungshilfe war gestern, heute ist Business.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich das Projekt irgendwann von allein trägt. Ein Schwesterunternehmen von Africa Greentec installiert künftig die Kraftwerke, schult Mitarbeiter und verkauft den Strom direkt an die Dorfbewohner. Die zahlen eine Grundgebühr und umgerechnet 19 Euro-Cent pro Kilowattstunde am Tag, in den Abendstunden 38 Cent, der Batterie-Strom ist teurer. Der Diesel-Strom dagegen ist immer knapp und kostet etwa einen Euro pro Kilowattstunde.
Von Beginn an kam Schreiber ohne Entwicklungsgelder aus. Eine Million Euro Eigenkapital hat er bislang investiert und davon mehrere Hunderttausend Euro über Crowdfunding auf der Online-Plattform Bettervest eingeworben, die er 2012 mit gegründet hatte. Noch in diesem Jahr will er eine Tilgungsanleihe über zehn Millionen Euro für die Projekte in Mali begeben. In einem Jahr sollen 50 Kraftwerke in dem Land stehen. In Niger, auf Madagaskar, in der Demokratischen Republik Kongo, in Senegal, Burkina Faso, Nigeria, Ghana und Togo plant Schreiber mit seinen derzeit 35 Mitarbeitern weitere Projekte.
Dabei war am Anfang das Misstrauen groß. Nun, kaum steht das erste Kraftwerk, kann es den Regierungen und Dörfern nicht schnell genug gehen. Auf Menschen, die Strom seit 60 Jahren als etwas Unbeständiges kennen, das es nur gibt, wenn man Diesel verfeuert, wirkt ein Solarkraftwerk im Container wie ein Raumschiff. Jetzt, viel Überzeugungsarbeit später, fließt in Mourdiah der Sonnenstrom, die Bewohner sparen Geld, sie können Kühlschränke betreiben und Ernten einlagern, es gehen mehr Kinder zur Schule. Und eine junge Firma, die in Deutschland Solarcontainer produziert, wird damit vielleicht irgendwann Geld verdienen.
© 2016 sueddeutsche.de

2. 700 Prozent günstiger – Solarcontainer versorgen 25 Dörfer in Mali mit Strom
pravda-tv – 10. Dezember 2016
Solarcontainer versorgen künftig 25 Dörfer in Mali mit Energie und lösen damit alte Dieselgeneratoren ab, die mehr als siebenmal teureren Strom liefern. Dazu stellt das Wittenberger Unternehmen Tesvolt 50 Anlagen bereit, so eine Vereinbarung mit Africa Green Tec, einer Institution mit dem Ziel, ländliche Regionen mit bezahlbarem Strom zu versorgen.
Finanziert wird das durch Crowdfunding, also mit dem Geld von Anlegern, die davon durchaus profitieren. Denn Solarstrom ist in Afrika weitaus billiger als Strom aus Dieselgeneratoren, der laut Tesvolt 1,50 Euro pro Kilowattstunde kostet. Strom aus dem Solarcontainer kommt auf gerade mal 20 Cent
Grund für die Diskrepanz ist der aufwändige Transport von Diesel, weil ländliche Regionen über keine ausreichende Verkehrsinfrastruktur verfügen. Solarcontainer produzieren dagegen vor Ort, und das nahezu wartungsfrei. Zu jedem Container gehören Solarmodule mit einer Leistung von 37 bis 45 Kilowatt, die aus dem Boden aufgestellt werden.
Der Container selbst enthält die Elektronik, der den Gleichstrom, der aus den Modulen kommt, in Wechselstrom umwandelt. Dazu kommt eine Batterie mit einer Kapazität von 60 Kilowattstunden, die dafür sorgt, dass auch nach Einbruch der Dunkelheit noch Strom zur Verfügung steht.
Auf Wunsch kann er mit zusätzlichen Systemen ausgestattet werden, beispielsweise mit einer Aufbereitungsanlage für schadstoffbelastetes Wasser .
Jedes Dorf erhält zwei Anlagen, die umweltschädliche Dieselgeneratoren ablösen. Dass der Solarstrom trotz der Anfangsinvestition für die Fotovoltaikanlage und den Container in Höhe von 150.000 Euro so billig ist liegt daran, dass die Ausbeute an Solarstrom in Mali weitaus höher ist als etwa in Deutschland. Die Sonne scheint ganzjährig zwischen neun und sieben Stunden pro Tag.
In den Dörfern können die Bewohner dank der Tesvolt-Speicher nicht nur tagsüber Solarstrom für etwa neun Stunden nutzen, sondern auch nach Einbruch der Dunkelheit von rund 18 bis 22 Uhr.
Bei Tagestemperaturen von bis zu 45 Grad Celsius ziehen viele Bürger des Landes es vor, körperliche Arbeit am Abend zu verrichten. Bisher war das wegen des teuren Dieselstroms ein Luxus. Jetzt können sich das weitaus mehr Menschen leisten.
„Unsere Speicher haben eine lange Lebensdauer“, sagt Simon Schandert, Technikchef bei Tesvolt. Das liege an einem intelligenten Energiemanagementsystem, das für eine optimale Be- und Entladung des Speichers sorgt. Die Container sind klimatisiert, damit die Elektronik nicht leidet. Die dazu nötige Energie liefern ebenfalls die Solarmodule.
„Das Projekt zeigt das Potenzial von Solarstrom und Speichern gerade auch in entlegeneren Regionen der Welt, die nicht an das Stromnetz angeschlossen sind“, sagt Schandert.
„Unsere Speicher sind überall einsetzbar und haben eine hohe Lebensdauer. Dafür sorgt eine intelligente Steuerung jeder einzelnen Batteriezelle, die eine optimale Be- und Entladung der Speicher sicherstellt. Das macht sie natürlich interessant für den Einsatz an Orten, die nicht so leicht zugänglich sind und an denen die Technik einfach lange halten muss.“
© 2016 pravda-tv.com

TESVOLT ist Spezialist für leistungsstarke Lithium-Speichersysteme, die sich besonders für die Anwendung in Gewerbe und Industrie eignen. Dank eines hochflexiblen Baukastenprinzips können die verschiedenen Speichergrößen beliebig kombiniert werden – von 10 kWh bis zu mehreren MWh Kapazität. Dabei benötigen sie nur wenig Platz und halten auch extremen Temperaturen von 5 bis 40 Grad Celsius stand – sie lassen sie sich so gut wie überall aufstellen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s