RETURN TO SENDER! DIE GRÄSSLICHE GESCHICHTE DER VERGIFTETEN ABGASE UND WIE SIE ZU BEKÄMPFEN SIND – L’histoire affreuse des carburants sulfureux et comment les éviter (PETITION)

Wir schicken die vergiftete Luft zurück in die Schweiz.

Public Eye – September 2016
Der Schweizer Rohstoffhändler Trafigura verkauft giftigen Treibstoff nach Afrika. Mit dramatischen Folgen für die Gesundheit der Menschen. Gemeinsam mit ihnen wehren wir uns und schicken dem Verursacher einen Container mit dreckiger Luft aus Ghana zurück.

Dirty Diesel – Zurück zum Absender
Version française en bas


Published on Sep 15, 2016

Hintergründe: «Dirty Diesel» – wie Schweizer Firmen Afrika mit giftigem Treibstoff fluten

Public Eye – globale Gerechtigkeit beginnt bei uns
Public Eye kämpft gegen Ungerechtigkeiten, die ihren Ursprung in der Schweiz haben und setzt sich als unabhängiger Verein mit 25000 Mitgliedern für die weltweite Achtung der Menschenrechte ein. Gegründet wurde Public Eye 1968 als «Erklärung von Bern» auf der Basis des gleichnamigen Manifests.….Weiterlesen

Public Eye – Agir ici pour un monde plus juste
Public Eye porte un regard critique sur l’impact de la Suisse et de ses sociétés sur les pays pauvres. Avec le soutien de ses 25 000 membres, elle lutte contre les injustices trouvant leur origine en Suisse et demande le respect des droits humains partout dans le monde. Association indépendante, elle a été fondée en tant que « Déclaration de Berne », sur la base du manifeste du même nom.…En savoir plus

DirtyDieselDie malischen Partnerorganisationen bei dieser Kampagne / Les partenaires maliens pour cette campagne:
Association Malienne d’Éveil au Développement Durable (AMEDD)
Association Malienne pour la Sauvegarde du Bien-être Familial (AMASBIF)

Schweizer Rohstoffhandelsfirmen wie Trafigura nutzen die schwachen Standards in afrikanischen Ländern systematisch aus: Sie überschwemmen diese Märkte mit schmutzigen Treibstoffen, die in Europa niemals verkauft werden dürften – mit verheerenden Folgen für die Gesundheit der Menschen.
Kapitel 1 – Luftverschmutzung in Afrika. Die Zeitbombe tickt.
Afrikas Millionenstädte werden täglich grösser. Bis 2050 dürfte sich die urbane Bevölkerung des Kontinents verdreifachen. Mehr Menschen heisst mehr Autos. Und mehr Autos bedeuten mehr Abgase, mehr Luftverschmutzung, mehr Krankheiten. …Weiterlesen
Kapitel 2 – Schweizer Händler und «African Quality»
Ganz bestimmt kennen Sie BP, Shell oder Total. Aber kennen Sie Vitol und Trafigura? Tatsächlich sind diese Schweizer Rohstoffhandelsfirmen zu Giganten geworden. …
Doch wie schmutzig ist das Benzin und der Diesel tatsächlich, den Schweizer Firmen an afrikanischen Tankstellen verkaufen? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden: Man muss den Treibstoff analysieren, der aus diesen Zapfsäulen kommt. Genau das haben wir getan. Wir haben an 25 Tankstellen in acht Ländern Benzin- und Dieselproben genommen – und diese von einem international renommierten Labor testen lassen.
Die Resultate sind schockierend: Ob in Ghana, in der Elfenbeinküste, in Mali oder im Senegal – wo wir auch Diesel-Proben nahmen, der Schwefelgehalt lag stets um das Hundertfache über dem in Europa geltenden Grenzwert. Die giftigste Probe, von einer Oryx-Tankstelle in Mali, wies einen Schwefelwert auf, der 378-mal so hoch war wie die europäische Grenznorm von 10 ppm (parts per million; Millionstel). Nicht ein Tropfen des von uns analysierten Treibstoffs dürfte in Europa verkauft werden.
…Dass Afrika mit giftigem Treibstoff geflutet wird, ist umso absurder, wenn man bedenkt, dass gerade Westafrika erstklassiges Rohöl mit einem sehr tiefen Schwefelgehalt fördert. Nur: Weil die meisten westafrikanischen Länder über keine Raffinerien verfügen oder deren Kapazitäten nicht ausreichen, um das hochwertige Rohöl zu verarbeiten, wird der grösste Teil davon exportiert, nach Europa und anderswohin. Im Gegenzug importieren dieselben Länder giftigen Treibstoff aus Europa, und zwar vor allem aus einer ganz bestimmten Region: jener um Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen, bekannt als ARA-Region.…Weiterlesen
Kapitel 3 – Es eilt – und die Lösung ist bekannt
Treibstoffe mit unnötig hohem Schwefelgehalt müssen überall und rasch verboten werden. Die afrikanischen Regierungen müssen schnell strikte Schwefel-Standards für Benzin und Diesel einführen. Diese unkomplizierte Massnahme alleine würde den Schadstoffausstoss des Verkehrs halbieren. Würden zudem die vielen alten «Drecksschleudern» auf Afrikas Strassen durch neue, mit Katalysatoren und Partikelfiltern ausgerüstete Fahrzeuge ersetzt, wäre gar eine Reduktion um 99 Prozent möglich. Doch das geht nur mit schwefelarmem Treibstoff, der diese Technologien nicht zerstört.
…Das Geschäftsmodell der Rohstoffhandelsfirmen, die diese schwachen Standards ausnutzen, um auf Kosten der Gesundheit von Millionen Afrikanerinnen und Afrikanern ihren Gewinn zu maximieren, ist illegitim. Deshalb setzen sich zivilgesellschaftliche Organisationen aus Ghana, Nigeria, Mali und der Elfenbeinküste für griffige Treibstoff-Standards ein. Und sie fordern zusammen mit uns, dass Schweizer Unternehmen aufhören, diese Länder mit giftigem Treibstoff zu fluten – und auch für und in Afrika nur noch Benzin und Diesel mit einem möglichst geringen Gehalt an Schwefel und anderen giftigen Stoffen herstellen und verkaufen.…Weiterlesen

Kapitel 4 – Jetzt mit uns aktiv werden

Petition unterzeichnen! => HIER

Schluss mit dem schmutzigen Treibstoffgeschäft
Sehr geehrter Jeremy Weir, sehr geehrte Trafigura-Direktoren
Sie haben sich zum Ziel gesetzt im Bereich sozialer Verantwortung Branchenleader zu werden. Zeigen Sie, dass Sie dieses Vorhaben ernst nehmen, und machen Sie einen ersten konkreten Schritt: Stellen Sie die Produktion (durch Blending) und den Verkauf von stark schwefelhaltigem, gesundheitsschädigendem Treibstoff nach Afrika ein und verkaufen Sie weltweit nur noch Treibstoff in europäischer Qualität.
Sie machen sich momentan die tiefen Treibstoffstandards der jeweiligen afrikanischen Länder zunutze, um Treibstoffe zu verkaufen, die in Europa niemals erlaubt wären. Dieses Handeln mag zwar legal sein, es ist aber illegitim. Denn damit tragen Sie ganz direkt zur Luftverschmutzung bei und nehmen bewusst in Kauf, die Gesundheit von Millionen von Afrikanerinnen und Afrikanern zu gefährden. Doch die afrikanische Bevölkerung hat das gleiche Recht auf Gesundheit wie wir.
Ihr Verhalten ist auch deshalb enttäuschend, weil es für Sie einfach wäre, qualitativ hochstehende Treibstoffe herzustellen. Für die schweizerische und europäische Bevölkerung machen Sie dies ja längst – wieso nicht auch für Afrika?
Gegen die schädlichen Folgen des schwefelhaltigen Diesels für Mensch und Umwelt in Afrika können Sie etwas unternehmen. Tragen Sie Ihren Teil zur Lösung bei, so dass das Recht auf Gesundheit aller Menschen gewährt ist!

Download Petitionstext als pdf

Nous renvoyons en Suisse l’air pollué du Ghana.

Le négociant suisse en matières premières Trafigura vend des carburants toxiques en Afrique. Les conséquences sur la santé de la population sont désastreuses. Ensemble, nous dénonçons ces pratiques et renvoyons à l’expéditeur un conteneur rempli d’air pollué du Ghana.
Dirty Diesel – Retour à l’expéditeur


Published on Sep 15, 2016

Contexte: « Dirty Diesel » – Les négociants suisses inondent l’Afrique de carburants toxiques
Public Eye – Septembre 2016
Les sociétés suisses de négoce comme Trafigura inondent les pays africains de carburants toxiques qui ne pourraient jamais être vendus en Europe. Les conséquences sur la santé de la population sont désastreuses.
Chapitre 1 – La pollution de l’air en Afrique : une bombe à retardement
Chapitre 2 – Les négociants suisses et la « qualité africaine »
Chapitre 3 – Il est temps d’agir – et la solution est connue

Chapitre 4 – Engagez-vous à nos côtés

Signez la pétiton! => ICI

Pour mettre un terme au commerce de carburants toxiques
Cher Monsieur Jeremy Weir, chers directeurs de Trafigura,
Vous vous êtes fixé l’objectif de devenir un leader en matière de responsabilité sociale d’entreprise. Montrez-nous que votre démarche est sérieuse, en faisant un premier pas concret : cessez de produire (par le blending) et de vendre en Afrique de l’essence et du diesel à haute teneur en soufre, néfastes pour la santé. Commercialisez uniquement des carburants conformes au standard européen, partout dans le monde.
Vous profitez de la faiblesse des standards en Afrique pour vendre des carburants qui ne pourraient jamais être commercialisés en Europe. Si ces pratiques sont légales, elles n’en restent pas moins illégitimes : vous contribuez directement à la pollution de l’air en Afrique et mettez en danger la santé de millions de personnes, en toute connaissance de cause. Le droit à la santé est pourtant universel.
Vos pratiques sont d’autant plus choquantes que vous pourriez facilement produire et vendre des carburants de bonne qualité. Vous le faites depuis longtemps pour les marchés suisses et européens,
alors pourquoi pas pour l’Afrique ?
Vous pouvez agir dès maintenant contre les conséquences désastreuses des carburants à haute teneur en soufre pour les populations et l’environnement en Afrique. Contribuez à résoudre ce problème et à garantir le droit à la santé pour tous les êtres humains !

Télécharger le texte en pdf

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