BUNDESWEHR SETZT IN MALI AUFKLÄRUNGSDROHNEN EIN – La Bundeswehr déploie ses drones de reconnaissance dans le Nord

Aufklärung ist gut, weniger Krieg ist besser – hoffentlich wird es eines Tages dazu führen, dass Mali weniger Soldaten braucht…

1. Drohnen sollen Bundeswehrsoldaten in Mali schützen
spiegel online – 04.07.2016
Der Bundeswehreinsatz im Norden Malis wird gefährlicher, weil dort verschiedene Terrorgruppen verstärkt zusammenarbeiten. Überwachungsdrohnen sollen die Soldaten nun besser schützen.
2. Erstmals Bundeswehr-Patrouille in Mali angegriffen
Deutsche Welle – 07.07.2016
Seit drei Jahren ist die Bundeswehr im westafrikanischen Mali im Einsatz, bildet Soldaten aus und übernimmt Aufklärungsarbeit. Nun wurden die deutschen Soldaten dort erstmals direkt beschossen.

DEUTSCHE ARTIKEL WEITER UNTER DEM ZWEITEN FOTO

1.+2. Des soldats allemands pris pour cibles au Mali
Dépêches du Mali – 08.07.2016
Les soldats allemands de la Bundeswehr au Mali ont eu chaud. Pour la première fois, le contingent déployé dans le cadre de la MINUSMA a essuyé des tirs, pendant une patrouille à Gao, dans le nord.On ignore toujours l’identité des auteurs de ces tirs qui n’ont pas fait de victimes humaines et matérielles. Mais cet incident relance la lancinante question de l’insécurité dans le nord du Mali.
Ces dernières semaines, plusieurs Casques bleus de la MNUSMA, la mission de l’ONU au Mali, ont été tués, sans que les auteurs de ces attaques ne soient identifiés. Question : à qui imputer la responsabilité de cette situation d’insécurité qui perdure ?
En dépit de cet incident, la Bundeswehr, l’armée allemande promet de poursuivre sa mission. L’engagement ferme a été pris par l’armée allemande. L’Allemagne qui a stationné actuellement 650 soldats au Mali, 151 soldats pour le compte de la mission européenne de formation au Mali (EUTM). Et 499 au sein de la MINUSMA..
Preuve de sa détermination à traquer les terroristes, l’armée allemande a décidé de déployer ses drones LUNA. Ces avions furtifs auront pour mission principale la reconnaissance et la surveillance du territoire malien. La certification a été donnée à Berlin par l’ONU, le 24 juin dernier, pour leur permettre de survoler le vaste désert du nord-Mali, en l’occurrence le massif montagneux de l’Adrar des Ifogas, considéré comme le repaire par excellence des groupes terroristes.
Précisons que ces drones allemands ont la particularité d’avoir six heures d’autonomie de vol. Et leur rayon d’action est estimé à 70 km avec une altitude maximale de 5000 mètres. Ce qui permet à ces drones de retransmettre en temps réel des flux vidéo et des images infrarouges.
(A partir du mois de novembre, c’est prévu de déployer également des drones „Heron 1“. Cet appareil a 24 heures d’autonomie de vol, une altitude max de 9000 mètres et son rayon d’action est beaucoup plus élevé. Ed)

Foto (c ) dpa: Bundeswehrsoldat in Mali

1. Drohnen sollen Bundeswehrsoldaten in Mali schützen
spiegel online – 04.07.2016
Von Matthias Gebauer
Der Bundeswehreinsatz im Norden Malis wird gefährlicher, weil dort verschiedene Terrorgruppen verstärkt zusammenarbeiten. Überwachungsdrohnen sollen die Soldaten nun besser schützen.
Die Anschlagsgefahr beim Uno-Einsatz der Bundeswehr im Norden Malis steigt, daher entsendet Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen so schnell wie möglich drei Aufklärungsdrohnen vom Typ Heron. Bereits im November sollen die israelischen Drohnen mit ihren hochempfindlichen Kameras die ersten Überwachungsflüge starten und Missionen der Bundeswehr aus der Luft absichern, so das Ministerium in einem Bericht für den Bundestag. Bewaffnet sind die unbemannten Flieger nicht.
Die Lagebeschreibung für die kürzlich erst begonnene Mission der Bundeswehr klingt düster: Angesichts der derzeitigen Bedrohungslage, so der Vermerk, seien die Drohnen zum Schutz der Soldaten dringend notwendig. Besonders bei ihren Erkundungsfahrten außerhalb des Uno-Camps in der Stadt Gao drohen demnach Anschläge auf die Truppen.
Ende Mai attackierte ein Selbstmordkommando das Uno-Lager in Gao, in dem auch rund 400 Bundeswehrsoldaten stationiert sind. Ein chinesischer Soldat wurde getötet. In internen Papieren rechnet die Bundeswehr den Anschlag mit einer Autobombe direkt der Terrorgruppe al-Qaida zu.
Im Norden Malis agieren diverse bewaffnete Milizen. Seit Jahren kämpfen die Tuareg um mehr Einfluss und die Unabhängigkeit der Region, hinzu kommen Schmuggler und Islamisten, die sich al-Qaida angeschlossen haben.
Seit Ende 2015 bündeln die Feinde der Uno-Mission ihre Fähigkeiten offenbar. Die Lage werde derzeit durch die „gestiegene Effektivität“ der verschiedenen Terrorgruppen in Nordmali bedrohlicher, so die Analyse der Bundeswehr: Sie arbeiteten zusammen und tauschten ihre Expertise im Bombenbau und in Angriffstaktiken aus.
– Angriff aus dem Hinterhalt-
Als Beispiel für die Effizienz der Gegner wird in Bundeswehrkreisen ein Angriff auf einen Uno-Konvoi Ende Mai genannt. Damals wurden die Uno-Fahrzeuge zunächst mit einem Sprengsatz und dann mit Handfeuerwaffen attackiert. Ein solcher Hinterhalt, den deutsche Soldaten aus ihrem Einsatz in Afghanistan kennen, sei bisher in der Region nicht üblich gewesen.
Aktuell hat die Bundeswehr die Bedrohungslage für alle großen Verbindungsstraßen in Nordmali auf die höchste Stufe („HOCH“) gesetzt, mit Bombenattacken muss man demnach dort jederzeit rechnen. Die Truppe verlässt das Lager in Gao grundsätzlich nur in schwer gepanzerten Fahrzeugen, die man aus dem Afghanistan-Einsatz kennt. Um ihre Mission zu erfüllen, müssen sie jedoch immer wieder absitzen und bei Gesprächen die Situation am Boden sondieren.
Die Heron-Drohnen gelten bei der Bundeswehr als sehr effektiv. Aus der Luft können sie das riesige Gebiet in Norden Malis stundenlang beobachten. Dabei können die Analysten am Boden gut erkennen, wenn an Straßen Bomben vergraben werden oder Feinde kleine Stellungen für Hinterhalte anlegen. Für das Lagebild der Uno insgesamt seien die Bilder sehr wertvoll. Bisher fliegt die Bundeswehr in Mali nur mit „Luna“-Drohnen, die einen viel kleineren Radius haben.
– Gefährlichste Uno-Mission weltweit –
Die Mission in Nordmali gilt weltweit als die gefährlichste Mission der Vereinten Nationen überhaupt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 wurden 24 Uno-Soldaten getötet, rund die Hälfte davon im Mai und Juni. Im gesamten Vorjahr kamen zwölf Uno-Soldaten ums Leben.
Trotz intensiver Bemühungen der Europäischen Union kommt der politische Prozess, der dem Norden Malis mehr Unabhängigkeit sichern soll, nicht richtig in Gang.
2012 hatten islamistische Gruppen vom Norden aus versucht, auf die Hauptstadt Bamako im Süden zu marschieren, erst eine französische Intervention konnte sie stoppen. Auftrag der Uno-Mission in Mali (Minusma) ist es, das Land nun wieder zu stabilisieren. Doch seit über einem Jahr verhandelt man über diverse Abkommen für mehr regionale Autonomie, immer wieder ziehen sich die verschiedenen Parteien von den Gesprächen zurück.
Wegen der fragilen Sicherheitslage stockt die Uno ihre Truppen noch einmal auf 13.300 Soldaten auf. Auch das Mandat für den Einsatz wurde angepasst. Noch recht abstrakt heißt es darin, die Soldaten könnten nun „alle notwendigen Mittel“ zur Ausübung ihres Mandats ergreifen, dazu zählten auch „direkte Einsätze“ gegen Dschihadisten „im Fall schwerer und glaubwürdiger Bedrohung“.
Bisher gehen einzig die Franzosen in einer separaten Mission gegen islamistische Gruppen vor. Im Mandat der Bundeswehr ist eine aktive Bekämpfung von Feinden nicht vorgesehen – allenfalls zum Selbstschutz sollen sie Gewalt anwenden.
© 2016 spiegel.de

2. Erstmals Bundeswehr-Patrouille in Mali angegriffen
Deutsche Welle – 07.07.2016
Seit drei Jahren ist die Bundeswehr im westafrikanischen Mali im Einsatz, bildet Soldaten aus und übernimmt Aufklärungsarbeit. Nun wurden die deutschen Soldaten dort erstmals direkt beschossen.
Der Angriff auf eine Bundeswehr-Patrouille der UN-Mission für Mali (MINUSMA) erfolgte nördlich von Gao während eines Stopps, wie die Bundeswehr mitteilte. Verletzte gab es demnach nicht. Auch Fahrzeuge seien nicht beschädigt worden. Die Patrouille kehrte in ihren Stützpunkt Camp Castor in die nordmalische Stadt zurück.
Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Die Bundeswehr ist seit drei Jahren in dem westafrikanischen Krisenstaat im Einsatz. Im Rahmen der EU-Trainingsmission EUTM Mali bildet sie einheimische Soldaten aus. Als Teil der MINUSMA-Unterstützungsmission übernimmt sie vor allem Aufklärungsaufgaben. (…)
… in einem anderen Stadtviertel von Gao wurden Anfang Juni UN-Minenräumer attackiert. Bei dem Angriff wurden laut der UN-Mission zwei malische Sicherheitsleute und ein „internationaler Experte“ getötet. Zu beiden Anschlägen (s.o. #1) bekannte sich Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI), der nordafrikanische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.
(…)
© 2016 dw.com

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s