FELDBESETZUNG IN SANAMADOUGOU UND SAHOU GEGEN LANDGRABBING – La population fait front à la prise des terres

Un activiste de Bamako a publié à l’occasion de l’occupation commencée le 18 avril une vidéo de 03:45 minutes, une reportage sur la première grande manifestation tenue le 16/06/2015 à Sanamadougou.
Journée de réflexion sur la prise des terres de Sahou et Sanamadougou dans la zone office du Niger au Mali, le 16 juin 2015


Published on Apr 18, 2016 by Bouba Gakou, Bamako
Deutsche Version unter dem Beitrag!

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Hintergrund und Vorschau bei / Plus de détails sur Sanamadougou et Sahou
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4. TAG FELDBESETZUNG IN SANAMADOUGOU UND SAHOU
betterplace.org – 22.04.2016
Von Volker Mörchen
Am Montag (18.04.) haben die beiden Dörfer Sanamadougou und Sahou in Mali mit der Besetzung ihres Landes begonnen. Genauer: Mit der Besetzung des Landes, das ihnen 2010 von dem Investor Modibo Keita geraubt wurde und das sie seitdem nicht mehr betreten konnten (wobei hinzugefügt werden sollte, dass der Investor indirekt auch von Geldern aus der deutschen Entwicklungszusammenarbeit profitiert).
[18.04.16: An dem Sit-in beteiligen sich auch 40 Aktivist_innen von Afrique-Europe-Interact aus Bamako, außerdem sind gestern Abend 100 Bauern und Bäuerinnen der bäuerlichen Basisgewerkschaft COPON sowie zahlreiche Vertreter_innen aus Nachbardörfern in Sanamadougu und Saho angekommen. Für die Öffentlichkeitsarbeit wurden knapp 20 Journalist_innen eingeladen, darunter auch zahlreiche lokale Radios. Insgesamt rechnen die Dörfer mit 500 bis 1.000 Teilnehmer_innen, entsprechend teuer wird die Aktion sein.]
Das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact unterstützt die Besetzung finanziell und politisch. Konkreter: Jeder Besetzungstag kostet ca. 300 bis 500 Euro. Insbesondere für Essen und Fahrtkosten, da sich nicht nur Bauern und Bäuerinnen aus der Region beteiligten, sondern auch zahlreiche Aktivist_innen von Afrique-Europe-Interact aus Bamako. Hinzu kommen die Kosten für Journalist_innen. Denn in Mali müssen ganz normale Gebühren bezahlt werden, wenn Zeitungen, Radios oder das Fernsehen über solche und ähnliche Aktivitäten berichten.
Die Besetzung hat in Mali bereits ein lebhaftes Echo ausgelöst. Hierzu gehören auch Hetzartikel in malischen Medien, in denen unglaubliches Zeug behauptet wird, beispielsweise, dass die von Afrique-Europe-Interact engangierten Journalist_innen aus der Hauptstadt Bamako auf dem Weg nach Sanamadougou und Sahou wegen eines Streits um Geld wieder umgekehrt seien. Darüber hinaus hat Afrique-Europe-Interact in den letzten Tagen nicht nur zahlreiche Regierungsvertreter_innen von Europa aus telefonisch kontaktiert, sondern auch den Investor Modibo Keita selbst. Dabei hat der Investor ganz ungeniert sein Leid geklagt, zudem hat er gefragt, ob wir denn Lösungsvorschläge hätten. Auf den naheliegenden Vorschlag, das Land zurückzugeben, wollte er sich nicht einlassen, aber er will morgen erneut anrufen und fragen, ob es nicht eine Verhandlungslösung geben könnte (worüber natürlich die Dörfer selbst entscheiden müssen). Bemerkenswert ist auch, dass der zuständige Präfekt mit einem Tross von 21 Mitarbeiter_innen zu den Besetzer_innen gekommen ist. Doch leider hatte er nur Drohungen im Gepäck. Konkret meinte er, dass Modibo Keita demnächst noch weitere 20.000 Hektar in der Region erhalten würde und dass dann alle Dörfer endgültig weg müssten.

Dieses Video, das von der ersten größeren Demonstration am 16.06.2015 in Sanamadougou und Sahou berichtet, wurde von
Bouba Gakou, Bamako, erstellt und deutsch untertitelt :


Published on Apr 19, 2016

Vor dem obigen Hintergrund – konkret werden bereits die ersten zwei Tage (mit An- und Abfahrt, Verpflegung, Kosten für Journalist_innen etc. etc.) über 5.000 Euro kosten – rufen wir dringend zu steuerlich absetzbaren Spenden auf.
Kontoverbindung:
Namen: Globale Gerechtigkeit e.V.
Bank: GLS Gemeinschaftsbank
IBAN: DE67 4306 0967 2032 2373 00
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: SANAMADOUGOU UND SAHOU

by: betterplace.org und Mali-Informationen

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