AQMI, KONKURRENZ FÜR DEN ISLAMISCHEN STAAT? – Pourquoi le salafisme fondamental prospère en Afrique?

AQIM: Rivale für den Islamischen Staat?
Deutsche Welle – 14.03.2016
Mali, Burkina Faso, jetzt die Elfenbeinküste: Hinter den letzten Anschlägen in Westafrika steckt die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb, kurz AQIM. Eine Miliz, die dem Islamischen Staat Konkurrenz macht?

DEUTSCHER ARTIKEL WEITER UNTER DEM FRANZÖSISCHEN

VOIR AUSSI / LESEN SIE AUCH in MALI-INFORMATIONEN:
=> ANALYSEN DER INTERNATIONAL CRISISGROUP UND IRIN: KOMMT DER FRIEDEN IM SAHEL VON UNTEN? UND NEUE STRATEGIEN DER AQMI – La paix dans le sahel vient-elle d’en bas? Et la nouvelle stratégie jihadiste – 24.02.2016

Pourquoi le salafisme fondamental prospère en Afrique?
Deutsche Welle – 16.03.2016
Par Bob Barry
Il y a trois jours – des inconnus ont ouvert le feu sur des civils sur la plage de Grand-Bassam tuant 15 civils et 3 membres des services de sécurité. Ces attaques font suite à celles survenues à Bamako et Ouagadougo.
Hier, les présidents béninois Thomas Boni Yayi et togolais Faure Gnassingbé, se sont rendus à Abidjan en signe de solidarité avec le peuple ivoirien. Ils ont tous les deux appelés à une riposte régionale et internationale contre la menace jihadiste.
Par ailleurs, le ministre français de l’Intérieur et le chef de la diplomatie française, Jean-Marc Ayrault, étaient eux aussi à Abidjan pour témoigner de la solidarité de la France à la suite de l’attaque djihadiste de dimanche. Dans un communiqué rendu public, Al Qaïda au Maghreb islamique (Aqmi) a déclaré que l’attaque contre la station balnéaire de Grand-Bassam était une opération de vengeance contre le dispositif militaire français Barkhane au Sahel.
Enfin, l’ex-président français Nicolas Sarkozy, par ailleurs président du parti Les Républicains, est attendu aujourd’hui et demain en Côte d’Ivoire, pour rendre hommage aux victimes.
L’attaque meurtrière de Grand-Bassam nous donne l’occasion de se pencher sur l’émergence d’un salafisme sanglant en Afrique de l’Ouest et dans les pays du bassin du Niger. Abdoulaye Sounaye est spécialiste du salafisme au Centre moderne de l’Orient en Allemagne (Zentrum Moderner Orient, Berlin). Cliquez pour écouter:
„Il faut que les gouvernements arrivent à prendre en charge une jeunesse accessible à des idélogies radicales“
© 2016 dw.com

DW 140316 MNLA-Kämpfer

Foto (c) AP/Rebecca Blackwell: Miliciens du MLNA devant un bâtiment public de Kidal en juillet 2013
MNLA-Kämpfer in Kidal im Juli 2013


AQIM: Rivale für den Islamischen Staat?
Deutsche Welle – 14.03.2016
Von Theresa Krinninger

Mali, Burkina Faso, jetzt die Elfenbeinküste: Hinter den letzten Anschlägen in Westafrika steckt die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb, kurz AQIM. Eine Miliz, die dem Islamischen Staat Konkurrenz macht?
Ursprünge und Ziele
Die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM, auch AQMI genannt) sei „der jüngste Spross der islamistischen Auflehnung in Nordafrika“, sagt der Konfliktforscher William Assanvo vom afrikanischen Zentrum für Sicherheitsstudien. Bereits in den 1980er Jahren waren dort islamistische Gewaltgruppen aktiv. Die Attentate nahmen in den 1990ern zu, als Dschihadisten vermehrt gegen „unislamische Unrechtsregime“ Anschläge verübten, vor allem in Algerien, schreibt Hanspeter Mattes vom German Institute of Global and Area Studies (GIGA) in einer Analyse.
2007 ging AQIM aus der algerischen salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf (Groupe Salafiste pour la Prédication et le Combat, kurz GSPC) hervor. Zu dem Zeitpunkt hatte sich bereits eine länderübergreifende Ideologie entwickelt, die Basis für ein gemeinsames Ziel: einen islamischen Staat im Maghreb zu errichten und alle „islamfeindlichen“ Regierungen zu beseitigen.
– Allianzen und Netzwerke –
Den algerischen Sicherheitskräften gelang es, die AQIM-Miliz im Land stark zurückzudrängen. Die Kämpfer wichen nach Süden aus und fanden im Norden Malis einen sicheren Hafen für ihre Operationen. Von dort haben sie seither ein Netzwerk lokaler Allianzen aufbauen können. „AQIM hatte viele verschiedene Terrorzellen“, sagt Konfliktforscher Assanvo. Der AQIM-Ableger im Norden Mali sei die wichtigste. Die Gruppierung soll Anfang 2012 in Mali über mehrere hundert Kämpfer in vier Brigaden verfügt haben.
AQIM profitiert aber auch von den Kontakten zu anderen Terrorgruppen wie Al-Murabitun, und Ansar Dine, eine malische Tuareg-Miliz, die nach dem Sturz des libyschen Regimes in der Region auftauchte. Obwohl die Gruppen unterschiedliche ethnische Strukturen aufweisen und unterschiedliche Ideologien vertreten, verfolgen alle drei Gruppen ähnliche Ziele und führen gemeinsame Operationen durch.
– Strategie und Finanzierung –
AQIM-Kämpfer entführen Europäer, schmuggeln Menschen, Zigaretten und Drogen und verüben Anschläge. Dem Terrorism Research and Analysis Consortium (TRAC) zufolge soll AQIM in den vergangenen zehn Jahren mehr als 50 Millionen Dollar durch Geiselnahmen eingenommen haben. Dass AQIM und verbündete Gruppen derzeit wieder stärker werden, sei auch dem Ausnahmezustand in Libyen geschuldet, meint der tunesische Maghreb-Experte Kamal Ben Younes im DW-Interview: „Diese Gruppen operieren in 23 Ländern in ganz Nordafrika. In diesen Ländern kursieren viele schwere Waffen, die vom Gaddafi-Regime in Libyen übrig geblieben sind.“ Schwere Waffen würden nun durch die Hände der verschiedenen Terrormilizen im ganzen Sahel gehen – bis nach Burkina Faso.
– IS: Rivale oder Partner? –
Der Libyen-Beauftragte der Vereinten Nationen, Martin Kobler, warnte kürzlich vor einem Islamisten-Bündnis in Nordafrika. Er befürchtet einen Schulterschluss des Islamischen Staats (IS) mit Gruppen wie Boko Haram oder AQIM. Konfliktforscher Assanvo spricht hingegen von einem Konkurrenzkampf beider Gruppen: „Derzeit ist der IS der Vorreiter im globalen Dschihad. Deshalb müssen wir die Anschläge in Ouagadougou im Januar und in Bamako im November 2015 als einen Versuch von AQIM interpretieren, mehr Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.“ Auch zwischen den verschiedenen AQIM-Brigaden löste die internationale Vormachtstellung des IS bereits Konflikte aus. Laut GIGA-Analyse haben sich in den vergangenen zwei Jahren mehrere nicht-algerische AQIM-Brigaden in Nordafrika abgespalten und sich dem IS angeschlossen. Seit der Ausrufung des IS-Kalifats im Juni 2014 in Irak und Syrien stünden nun bestehende nordafrikanische Terrorgruppen vor einer „Zerreißprobe“, schreibt GIGA-Autor Mattes.
© 2016 dw.com

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s