EXODUS DER JUNGEN, Z.B. AUS KAYES – Grammaire de la migration (Essai)

En bas sous l’article allemand vous trouvez un ancien essai de Martin Glasenapp de l’organisation d’aide médicosociale medico international, qui traduit en partie les idées du reportage actuel suivant.

LESEN SIE AUCH / VOIR AUSSI
den vielseitigen aktuellen Eintrag / le post très détaillé
in AFRIKANEWS ARCHIV No2:
=> Migrantengeschichten, Schleusernetze, Schweigen der AU – histoires de migrants, de trafiquants, du silence de l’UA – 18.07.2015
mit vielen Mali-Bezügen / y inclus beaucoup de références au Mali

Zurück auf Los
medico international – 22.06.2015
Die Flucht vor dem Reichtum: Warum eine junge Generation Mali verlässt.
Von Susanne U. Schultz
Nicht selten sind auch Malier unter den Toten, wenn ein Flüchtlingsschiff auf dem Mittelmeer sinkt. Etwa auf jenem, das am 28. Juli 2014 zwischen der Insel Lampedusa und Libyen unterging.
Das Besondere an diesem Unglück war – und das beunruhigte sogar die malische Regierung –, dass 69 der 87 schiffbrüchigen Malier aus dem Kreis Bafoulabé in der westmalischen Region Kayes stammten. Die jungen Männer, fast alle zwischen 15 und 35 Jahren, waren gemeinsam aus ein paar nebeneinander liegenden Dörfern aufgebrochen. Perspektivlosigkeit in Mali und die Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa hatten sie in die Migration getrieben.

In der Goldregion Kayes träumen bereits die Jüngsten von einem Leben in der Ferne.
Foto (c) Reuters: In der Goldregion Kayes träumen bereits die Jüngsten von einem Leben in der Ferne.

Mit ihnen starb diese Hoffnung auch für viele zurückgebliebene Familien in Kayes. Zivilgesellschaftliche Organisationen, allen voran die medico-Partnerorganisation AME gemeinsam mit dem lokalen EMDK (Espace Migration Developpement de Kayes), wurden daraufhin vor Ort aktiv.

=> MORE AME in MALI-INFORMATIONEN

Sie statteten den betroffenen Familien in Bafoulabé Kondolenzbesuche ab und organisierten Workshops in der Region Kayes, um mehr über die Probleme der Menschen dort zu erfahren und Lösungsansätze zu entwickeln.
Bei meinem Besuch in Kayes, vier Monate nach dem Schiffsunglück, höre ich oft, Kayes sei schon immer „die Region der Migration in Mali“ gewesen. Sie ist nicht nur von malischen Auswanderern, Abgeschobenen und Rückkehrern geprägt, sondern ist in den letzten Jahren auch verstärkt zu einem Drehkreuz und Zuwanderungsort für Menschen aus anderen Ländern geworden, von denen viele in den vier Goldminen der Region tätig sind. Madiba Siby von der AMRK (Association des Migrants de Retour de Kayes), einer Organisation, die ebenfalls mit der AME kooperiert, erklärt: „Achtzig Prozent des malischen Goldes kommt von hier, aber die Leute gehen trotzdem weg. Die ausländischen Firmen, die hier den Goldabbau betreiben, beschäftigen lieber Nigerianer, Ghanaer oder Togolesen.“ Da ihnen der Zugang zum industriellen Goldabbau verschlossen ist und sie auch sonst keine Einkommensmöglichkeit haben, sehen viele junge Malier im Moment nur eine Alternative zur Auswanderung: der informelle Goldbergbau.

VOIR AUSSI / SEHEN SIE AUCH
=>AUSBEUTUNG IM GOLDBERGBAU IN MALI UND AFRIKA – Autour des mines d’or au Mali et en Afrique (COLLAGE MULTIMEDIA) – 13/01/2014

Im südlichen Teil der Region Kayes sind in den letzten fünfzehn bis zwanzig Jahren zahlreiche Goldgräberdörfer und -städte entstanden. Wie Magnete ziehen sie junge Männer an. Die körperliche Arbeit im Goldabbau ist hart und beeinträchtigt Gesundheit und Umwelt. Die Goldsucher steigen in tiefe Schächte hinab und filtern mit Hilfe von toxischen Chemikalien die herauf geholte Erde. Nicht selten fordert die informelle Goldsuche Menschenleben.

Das Dorf der Auswanderer
In Marená, einem kleinen Dorf rund sechzig Kilometer von Kayes-Stadt entfernt, sind etwa dreißig Prozent der Bevölkerung irgendwo im Ausland. Der Einfluss der Diaspora ist allgegenwärtig.
Überall ragen leuchtend bunt bemalte Betonhäuser über die einfachen Lehmbauten und Strohhütten hinaus. Madiba hatte auf dem Weg ins Dorf bereits angekündigt: „Hier siehst Du, wie die Migration Neid produziert. Die jungen Leute denken: Der Nachbar hat es geschafft, der ist nach Frankreich gegangen und kann sich jetzt was leisten. Das will ich auch.“
Der Bürgermeister von Marená, selbst ein freiwilliger Frankreich-Rückkehrer, berichtet, dass es heute eher mehr Auswandernde gebe als noch vor einigen Jahren, und beklagt: „Europa ist mörderisch geworden und unsere Politiker tun nichts. Die Menschen sterben, unsere Jungen und Mädchen ertrinken im Mittelmeer!“ Man müsse vor Ort investieren, betont er und verweist stolz auf das Gesundheitszentrum, die Schule und die neue Moschee, die mit Unterstützung der malischen Diaspora geschaffen worden seien. Von den jungen Männern, mit denen wir danach in einer kleinen Werkstatt in der Dorfmitte sprechen, hören wir nichts mehr vom positiven Einfluss der Diaspora auf Marená. Vier der Anwesenden waren vor einigen Monaten auf dem Weg nach Italien in Libyen festgehalten worden. Jetzt sind sie unfreiwillig wieder in ihrem Dorf. Drei von ihnen waren gemeinsam mit 160 anderen auf einem Boot, das auf dem offenen Meer kurz vor Lampedusa auseinanderbrach.
Knapp vor dem Untergang wurden die Insassen von der libyschen Küstenwache eingesammelt und zurück nach Libyen gebracht: „Wir waren da in einem Camp, drei Tage ohne Essen und Trinken. Dann hat uns der Schmuggler zurück nach Tripolis gebracht“, berichtet einer von ihnen. „Dort entschieden wir, zurück nach Marená zu gehen.“ Bei dem gemeinsamen Aufbruch der insgesamt zehn jungen Männer in Richtung Europa sei das ganze Dorf dabei gewesen. Ganz ähnlich muss es in Bafoulabé gewesen sein, wo es sogar 69 waren.
Nun sind sie zurück. Die meisten wollen erst einmal bleiben und ihren Familien bei der Ernte helfen. Viele wollen dann aber auf jeden Fall wieder in die Ferne, auch wenn es ihnen lieber wäre, bei ihren Familien zu sein. Bis sie die finanziellen Mittel für die Ausreise zusammen haben, wird es allerdings dauern. „Meine Familie und ich haben alles verkauft, um meine Ausreise zu finanzieren. Jetzt, nachdem ich zurück bin, haben wir nichts mehr“, erklärt ein großer, zurückhaltender und doch bestimmter junger Mann. Er würde gerne arbeiten, als Gartenbauer, wie vor seiner Abreise, doch er hat kein Geld für eine Bewässerungspumpe.
Nach der Rückkehr ist alles noch schlimmer als vorher. Eine Ausreise ist teuer, es müssen Schmuggler und Vehikel bezahlt werden. Oft dauert es Wochen und Monate, bis jemand sein Ziel erreicht. Auch aus der Aufarbeitung des Schiffsunglücks in Bafoulabé wird klar: Keines der Opfer gehörte zum ärmsten Teil der Bevölkerung. Zum Schiffsunglück von Bafoulabé und den vielen Toten im Mittelmeer sagen die Männer einstimmig: „Solche Tragödien gehören zum Leben. Wenn man sich entschieden hat loszuziehen, kann es auch sein, dass man stirbt. Aber das macht uns keine Angst.“ Madiba weiß aus Erfahrung: „Eine längere Rückkehr von Abgeschobenen und unfreiwillig Zurückgekehrten gibt es tatsächlich selten. Die meisten gehen nach einer Weile wieder los.“ Gefangen in einem ausweglosen Kreislauf von hoffnungsfrohem Aufbruch und enttäuschter Rückkehr nehmen sie den Kampf mit dem europäischen Grenzregime immer wieder auf.
Die Verantwortung der Regierung
Abgesehen von einem verklärten Bild von Europa, das Malier aus der Diaspora vermitteln, wenn sie ihren relativen Reichtum zur Schau stellen, ist es vor allem auch die konkrete Einwirkung der Zielländer vor Ort, die die Menschen in die Migration treibt. Etwa wenn internationale Firmen die Ressourcen in Kayes ausbeuten, ohne dass die lokale Bevölkerung profitiert. Solange sich daran nichts ändert, wird es auch weiterhin kollektiv organisierte Ausreisen und spätere Schiffsunglücke im Mittelmeer geben.
Im Fall von Bafoulabé ist eindrucksvoll zu sehen, wie die Zivilgesellschaft auf den dramatischen Vorfall reagiert hat. Mohammed A. Niang von der EMDK erklärt: „Unsere Arbeit ist noch nicht zu Ende. Wir sind dabei, aus den in den Workshops erarbeiteten Empfehlungen einen Aktionsplan zu entwickeln und einen Forderungskatalog an die Entscheidungsträger in der malischen Politik zu formulieren. Die Ausbildungs- und Einkommensmöglichkeiten für Malier müssen verbessert werden, aber auch der konkrete Schutz der Menschen und ihrer Rechte.“ Und sein Mitstreiter Ibrahim Sarr meint: „Auch der Staat hat Verantwortung an dem Unglück. Er ist gefordert, Migrationswillige zu informieren und ihnen Schutz und Orientierung zu bieten.“ Zudem sollten rückkehrende Migranten unterstützt und ihre Bedeutung für Mali wertgeschätzt werden. Denn eins ist klar: Man wird die Migration nicht stoppen, aber man kann die Risiken der Migration mindern und die Lebensbedingungen derer verbessern, die bleiben wollen.
Besonders in Afrika ist Migration ein Indikator für die soziale Ungleichheit der Globalisierung. Die medico-Partner in der Region halten niemanden auf, versuchen aber auf die Gefahren einer solchen Reise hinzuweisen und kümmern sich um all jene, die zurückgeschickt wurden. In Mali versorgt die Selbsthilfeorganisation der Ausgewiesenen AME die malischen Abgeschobenen des europäischen Migrationsregimes.
Weil Bamako auch das Drehkreuz der zentralafrikanischen Migration ist, kümmert sich die ARACEM, ebenfalls eine Assoziation von Abgeschobenen, um die nicht malischen Abgeschobenen im Land. Der medico-Partner Amadou M‘Bow von der Vereinigung für Menschenrechte (AMDH) in Mauretanien kritisierte jüngst im West Africa Democracy Radio die afrikanischen Führer als Hauptverantwortliche für die Flüchtlingskrisen.
© 2015 medico.de

Grammaire de la migration
Pillage des ressources et croissance de la mobilité en Afrique de l’Ouest

medico international – 29.03.2011
Par Martin Glasenapp
LIRE
Les réfugié‑e‑s et migrant‑e‑s sont les témoins de notre temps. Sur le continent africain et le long des frontières sud de l’Union européenne, les déplacements dus à l’exil et la migration sont le prix humain d’une mondialisation qui s’intéresse aux ressources et aux marchés du continent africain et non au sort de sa population. Lorsqu’un bateau vétuste chavire dans les mers du Sud, noyant les centaines de réfugiés à son bord, l’opinion publique n’est pas informée de ces morts.
Contrairement aux victimes européennes des crashs d’avions, ces naufragé‑e‑s sont dépersonnalisé‑e‑s: ils‑elles n’ont ni nom, ni visage, ni histoire. La mort dans les eaux territoriales européennes exige pourtant un remède politique; en définitive, l’Europe, selon la formule de Bernard-Henri Lévy, n’est «pas un lieu mais une idée d’humanité». Pourtant, audelà de ces déclarations réconfortantes, les noyé‑e‑s de la Méditerranée ne sont que la sinistre conséquence de la coalition européenne et d’une promesse de la mondialisation qui repose sur la liberté de circulation des biens et des marchandises la plus radicale.
– Que disent les faits derrière l’idéologie? –
(…)
Paradoxalement, ce n’est pas seulement la pauvreté, mais également la richesse en ressources disponibles qui est à l’origine de l’émigration au sein du continent africain ou vers l’Europe, comme le révèle l’exemple du Mali, qui est à la fois le troisième producteur d’or en Afrique et l’un des pays les plus pauvres du monde. Le salaire minimum d’un travailleur non qualifié s’élève à environ 23 000 Francs CFA (35 euros) par mois, celui d’un travailleur qualifié avoisine 50 000 Francs CFA. Dans la région du Sahel au Nord-Est du Mali et au bord du Niger se trouvent les villes de Gao et Kidal, par où transitent presque tous ceux qui décident de quitter le continent africain. Même si la route du désert n’est qu’un chemin parmi d’autres pour quitter le continent, elle demeure le passage obligé pour le prolétariat des migrants, ceux qui ne peuvent se payer ni trajet par bateau à partir de la côte sénégalaise, ni même une contrefaçon bon marché d’un visa Schengen.
(…)
– Une vie «pareille à l’enfer» –
… jusqu’à présent, les réseaux de solidarité tels que l’Association Malienne des Expulsés (AME), partenaire de medico international, y ont résisté [aux tentatives d’implication de l’UE par la politique moderne d’endiguement des flux migratoires] et continuent d’apporter une aide directe notamment aux personnes refoulées. Grâce au travail fourni en amont des visites d’États et des négociations avec l’UE, ces organisations ont en outre réussi à empêcher que le gouvernement malien ne conclue des accords non officiels de réadmission (article rédigé en 2010).
Le président de l’AME Ousmane Diarra a décrit l’odyssée migratoire du XXIe siècle et le cas de centaines de milliers de personnes à la merci de la pauvreté structurelle et de l’immobilité forcée en ces termes devant le parlement malien: «En arrivant dans notre pays natal, après avoir été enregistrés par la police frontalière, nous somme entièrement livrés à nousmêmes. Après tant d’années passées ailleurs, les personnes expulsées se retrouvent dans une solitude totale. La plupart d’entre nous ont dû laisser derrière eux femmes, enfants et propriété matérielle. La misère est devenue partie constituante de notre vie. Nous nous retrouvons au Mali et pensons à notre vie qui a été ruinée ailleurs. L’exode rural, suivi de l’émigration, a déjà conduit tant de nos frères et soeurs cadet‑te‑s sur les routes du désert. Lorsqu’ils ne se noient pas en mer, ces migrant‑e‑s reviennent ici expulsé‑e‑s après avoir subi de longues détentions, vexations, des coups et souffert de la faim. Ils et elles sont rejeté‑e‑s de frontières en frontières pour finalement se retrouver débarqués dans le Nord du Mali. Livrés à eux-mêmes, leur périple est pareil à l’enfer».
Au Mali également, l’exode rural ininterrompu prouve que les conditions de crédits et les programmes d’ajustement structurel imposés par le FMI ont depuis longtemps pris le dessus et que les États ne mènent plus de politique sociale et économique indépendante. À cela s’ajoutent les accords de partenariat économique (APE) conclus entre l’UE et 77 pays ACP (Afrique, Caraïbes, Pacifique) qui obligent les pays signataires à libéraliser les conditions-cadre d’investissement et à ouvrir l’accès aux marchés locaux aux entreprises européennes. Le credo commercial libéral qui soutient l’abrogation des restrictions à l’exportation n’élargit pas le marché ni au Mali ni dans l’ensemble de la Communauté économique d’Afrique de l’Ouest, mais au contraire, il réduit plus encore les marges de manoeuvre déjà limitées dans la région et touche de plein fouet l’économie agricole. Selon l’UE, il ne faudrait ni taxer les importations, ni subventionner l’agriculture. Les subventions agricoles de l’UE ne sont pas concernées par ces recommandations, si bien que les marchés du Mali et des autres pays d’Afrique de l’Ouest sont envahis par des produits issus du complexe agro-industriel européen fortement subventionné, à savoir légumes, poudre de lait, tomates, oeufs, viande à bas prix et même ailes de poulet surgelées.
– Extraction des ressources –
Le régime d’accumulation qui caractérise le libre-échange prive le pays de l’accès à ses propres ressources, l’or et le coton. Les mines d’or de la région de Kayes et les plaines fertiles qui bordent le fleuve Niger et constituent le deuxième centre de production de coton d’Afrique subsaharienne figurent, malgré leur richesse, parmi les régions d’origine traditionnelles des migrant‑e‑s malien‑ne‑s. La libéralisation des marchés de semences et l’ouverture du secteur agricole aux investissements étrangers n’a pas été la seule conséquence du diktat de la privatisation auquel s’est soumis le gouvernement malien dès les années quatre-vingt-dix afin de purger sa dette. Au mois d’août 2008, le parlement malien a supprimé le dernier rempart qui protégeait ses producteurs de coton en privatisant la société semi-publique CMDT – Compagnie Malienne pour le Développement des Fibres Textiles. Cette compagnie contrôlait jusqu’alors de manière centralisée le secteur du coton et assurait un revenu de base aux producteurs de coton locaux indépendamment des fluctuations des prix du marché mondial, grâce à une garantie de stabilité des prix. Jusqu’à sa privatisation, la CMDT contrôlait 95 pourcent de l’économie du coton dans le pays. Aujourd’hui, les producteurs de coton maliens ne sont plus compétitifs sur le marché mondial. L’Overseas Development Institute (ODI) estime que sans les subventions agricoles élevées pratiquées aux États-Unis, en Chine et dans l’UE, le revenu des producteurs de coton d’Afrique de l’Ouest augmenterait de 250 millions de dollars américains par an. La structure de l’exploration d’or au Mali est révélatrice du lien existant entre l’exploitation des ressources et la migration. Si les exportations d’or représentent 75 pourcent du total des exportations, le commerce de l’or ne contribue qu’à hauteur de 8 pourcent au produit intérieur brut du Mali. Les causes de ce paradoxe apparent sont inhérentes au marché néolibéral et reposent dans la convergence de trois phénomènes: premièrement, l’ouverture considérable du secteur de l’or aux investisseurs étrangers; deuxièmement, l’expansion de la production industrielle d’or et troisièmement, la rentabilité extrême des coûts de production réalisée grâce aux salaires très bas, à la liberté d’action absolue et à l’exonération fiscale maximale dont bénéficient les entrepreneurs privés. Des lois d’exception adoptées sous la pression de la Banque mondiale limitent la participation de l’État aux mines à 20 pourcent, si bien que l’or du Mali est le plus rentable de toute l’Afrique.
De nombreux Maliens quittent les régions riches en matières premières du fait des mauvaises conditions de travail et de la pollution dans les zones minières. À l’automne 2010, lors d’une réunion d’acteurs de la société civile malienne intitulée «Développement et migration – 50 ans après l’indépendance », Samba Tembely, le porte-parole de la Coalition des Alternatives Dette et Développement Mali (CAD-Mali), qui porte un regard très critique sur la situation, a évoqué cette contradiction flagrante: «Le Mali consomme ce qu’il ne produit pas, et ne consomme pas ce qu’il produit. Ceci entraîne l’appauvrissement de notre population et le pillage de nos ressources, et condamne toute perspective de changement réellement démocratique. Notre pays est ainsi maintenu dans la dépendance et l’oppression».
La crise financière internationale renforce cette tendance, car, comme chacun sait, les interruptions de croissance grippent les investissements et augmentent le problème de la faim dans les systèmes économiques dépourvus de mécanisme de régulation étatique. Selon les dernières estimations de la Banque mondiale et du FMI, le taux de pauvreté dans la région pourrait atteindre 38 pourcent en 2015. Ceci correspondrait à 20 millions de personnes supplémentaires devant survivre avec moins d’un dollar par jour.
…En lire plus

Die Grammatik der Migration
Ressourcenraub und wachsende Mobilität im westlichen Afrika

medico international – 30.06.2011
Von Martin Glasenapp
Flüchtlinge und MigrantInnen sind die ZeugInnen unserer Zeit. Die Bewegungen der Flucht und Migration innerhalb des afrikanischen Kontinents und entlang der südlichen Grenzregionen der Europäischen Union sind der menschliche Preis einer Globalisierung, die an den Ressourcen und Märkten des afrikanischen Kontinents, nicht aber an seiner Bevölkerung interessiert ist. …Weiterlesen

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