FATOU DIOME – une femme exceptionnelle – EINE AUSSERGEWÖHNLICHE FRAU IN DER MITTELMEERDEBATTE – dans le débat "Méditerranée": On sera riche ensemble ou on va se noyer tous ensemble! – "Weiße Opfer ließen die Welt erzittern" (Update 01.05.15)

Fatou Diome in einer Talkshow des französischen Senders France 2 (Screenshot)Am 24.04. im französischen Fernsehen France 2 in der Reihe „Ce soir ou jamais“:
Acceuillir ou pas la misère du monde?

Spektakulärer TV-Auftritt der Autorin Diome „Weiße Opfer ließen die Welt erzittern“
tagesschau – 28.04.2015
Die senegalesische Schriftstellerin Diome hat im französischen TV einen aufsehenerregenden Auftritt gehabt. In einer Talkshow attackierte sie wortreich den Westen – aber auch die afrikanischen Staaten. Der Clip ist ein Hit in den sozialen Medien.

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Extraits de l’emission


Avec :
Pierre Henry, Président de France Terre d’asile
Fatou Diome, écrivain
Régis Jauffret,écrivain
Catherine Wihtol de Wenden,spécialiste des migrations internationales
Thierry Baudet, juriste et historien
Sylvie Brunel, géographe
Alain Bauer, criminologue

Toute l’emission en 5 parties:

Vous trouverez ICI la présentation des invités avec leurs ouvrages.

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Mehr über Fatou Diome => http://de.wikipedia.org/wiki/Fatou_Diome

Spektakulärer TV-Auftritt der Autorin Diome „Weiße Opfer ließen die Welt erzittern“
tagesschau – 28.04.2015
Die senegalesische Schriftstellerin Diome hat im französischen TV einen aufsehenerregenden Auftritt gehabt. In einer Talkshow attackierte sie wortreich den Westen – aber auch die afrikanischen Staaten. Der Clip ist ein Hit in den sozialen Medien.
Von Marc Dugge, ARD-Hörfunkstudio Nordwestafrika
Das Flüchtlingsdrama auf dem Mittelmeer hat in Europa für große Aufregung gesorgt. Aus Afrika war irritierend wenig zu hören, die Afrikanische Union schwieg. Die senegalesische Schriftstellerin Fatou Diome hat dieses Schweigen nun gebrochen. In einer französischen Talkshow hielt sie ein leidenschaftliches Plädoyer für eine gerechtere Asylpolitik.
„Afrika und Europa sind wie Kinder, die sich im verzerrten Spiegel anschauen“, sagte sie. Es werde Zeit, dass sie sich endlich wirklich respektierten – „damit Europa aufhört, uns seine Industrieabfälle zu schicken, und uns hilft, echte Industrien aufzubauen“.
„Mein Bruder darf nicht hierher“
Im Schengen-Raum dürfe sie an einer niederländischen Universität sprechen, „wenn Sie mein Hirn für salonfähig halten, für nützlich erachten“, meinte sie, „aber mein Bruder, der nicht so gut ausgebildet ist, vielleicht gern auf dem Bau arbeiten würde, darf nicht hierher“. Man dürfe doch nicht einfach die Menschen in nützlich oder unnütz unterteilen.


Diome war vergangenen Freitag einer von acht Studiogästen in der Talkshow „Ce soir (ou jamais!)“ des französischen Senders France 2. Aber sie war ein Gast, der schon bald die Debatte bestimmte. Sie warf Sätze in den Raum, denen die anderen Gäste nichts entgegenzusetzen hatten.
Im Senegal, in Mali, Kanada oder den USA – wo auch immer sie sei, begegne sie Franzosen, Deutschen, Holländern, weil diese den richtigen Pass hätten. „Wenn wir zu ihnen kommen, sind wir Menschenmengen, die man draußen halten muss. Wenn sie mit ihrem Pass zu uns kommen, mit all der Überheblichkeit, die der Pass mit sich bringt, sind sie in einem eroberten Land. Sie suchen Exotik, während für jemanden aus meinem Dorf ein Mann aus Amsterdam der Gipfel an Exotik ist.“
Keine Chance für die anderen Gäste
Ein niederländischer Migrationsexperte sah irritiert aus, wollte etwas erwidern. Aber Diome ließ ihm keine Chance. Es sprudelte aus ihr heraus. Sie sprach von europäischen Firmen, die in Afrika Preise diktieren dürften. Von Familien, die sich gezwungen sähen, alle Hoffnungen, all ihr Geld in die Überfahrt ihrer Söhne zu investieren. Von mangelndem Respekt, wenn das Fernsehen schonungslos die ertrunkenen Afrikaner zeigt.
Sie schäme sich für das Schweigen der Afrikanischen Union: „All die Menschen, die da an den Stränden sterben – ich wäge meine Worte: Wenn es Weiße wären, die ganze Welt würde erzittern.“ Aber es seien Schwarze oder Araber. Wenn sich jemand trotz all der Gefahr auf den Weg mache, denke er, dass er nichts zu verlieren habe. Und habe keine Angst vor dem Tod.
Dabei könne das alternde Europa die jungen Immigranten gut brauchen, glaubt Diome: Menschen, die in Europa ihre Steuern zahlen und so den Wohlstand sichern. Menschen wie sie.
© 2015 tagesschau.de

Fatou Diome, l’entretien
Propos recueillis par Jean-Michel Djian
Jeune Afrique – 10/03/2008
Romancière d’origine sénégalaise, auteure du Ventre de l’Atlantique
(Die deutsche Übersetzung erschien 2006: Der Bauch des Ozeans, Ed)
Née en 1968 à Niodior, au Sénégal, Fatou Diome vit à Strasbourg, en France. Après la publication d’un recueil de nouvelles en 2001, elle s’est fait connaître avec son premier roman, Le Ventre de l’Atlantique.
Jeune Afrique : Que représente le français dans votre imaginaire d’écrivain d’origine sénégalaise ?
Fatou Diome :
Même si je suis d’origine sérère, le français n’est pas, pour moi, une langue étrangère puisque, quand j’étais petite, je l’entendais. Après la révolte de la négritude, et tout ce qu’on a pu dire du français comme langue d’oppression, l’Antillais Léon Lalo disait, en 1948 : « Sentez-vous cette douleur, et cette souffrance, à nulle autre égale / D’apprivoiser avec des mots de France ce cœur, qui m’est venu du Sénégal. »
Je pense que je n’aurais pas le droit de dire la même chose aujourd’hui, parce que tout simplement Senghor a existé avant nous. Il y a eu la négritude, et elle a atteint son but : Senghor a été colonisé, moi pas. Je veux dire par là qu’il y a un autre rapport à la langue française. Je ne vis pas le français comme une langue subie, mais comme une langue désirée, aimée, savourée, adulée, et, comme Senghor, « je la mange [aussi] comme de la confiture » ! Aujourd’hui, la nouvelle génération d’auteurs africains peut tout à fait revendiquer la fin du complexe colonial. Quand j’utilise la langue de Voltaire, je n’ai pas le sentiment de l’emprunter aux Français. Cette langue nous appartient autant qu’à eux. Kateb Yacine disait que le français est un butin de guerre. Un butin de guerre, on le garde.“ …En lire plus

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  1. Nachträge:
    => Migranten Mittelmeer: EU verdreifacht armselige Mittel – Migrants méditerrannée: UE triple ses moyens déplorables in AFRIKANEWS ARCHIV 03.05.2015
    =>Afrikas SOS-Chefs zur Flüchtlingsdebatte: Der Schlüssel zum Flüchtlingsproblem: Bildung, Bildung, Bildung
    München (Mynewsdesk) – 23.04.2015
    Nur Bildung könne langfristig die Flüchtlingsmisere lösen. Dies hat eine Umfrage der SOS-Kinderdörfer anlässlich der EU-Flüchtlingskonferenz am heutigen Donnerstag in Brüssel in verschiedenen afrikanischen Ländern ergeben.

    Die Antworten aus Mali, Ghana, Senegal, Somalia und Äthiopien sind einhellig: Der Schlüssel liege in der Schulbildung und der Stärkung der Berufsausbildungsprogramme für Jugendliche. „Es ist ein offenes Geheimnis, dass junge Menschen ihre Heimat nicht verlassen, wenn wir ihnen Zukunftsperspektiven bieten können“, sagt Senegals SOS-Chefin Salimata Diagne.

    „Die extremen Gefahren illegaler Auswanderung, wie Verhungern oder Verdursten in der Wüste, Kentern auf dem Meer oder Verschleppung durch Kriminelle, wird verzweifelte Menschen von einer Flucht nach Europa nicht abhalten“,ergänzt Alexander Kekula, SOS-Kinderdorfdirektor in Ghana. „Es ist immer eine Frage der Wahl.“

    Auch Ahmed Mohamed, Leiter der SOS-Kinderdörfer im Flüchtlings-Hotspot Somalia, findet, dass eine Erweiterung der Triton-Mission allein das Flüchtlingsproblem nicht lösen werde. Man müsse vielmehr an die Wurzel des Übels. In Somaliland zum Beispiel, kranke es nicht am Bedarf guter Handwerker. Sondern am Fehlen gut ausgebildeter Leute
    „Berufsausbildungsmaßnahmen dauern in Somaliland inklusive Praktika in Unternehmen rund 4-5 Monate. Die Jugendlichen erhalten so fundierte, praktische Fähigkeiten. Viele von ihnen haben schon einen Job, bevor sie ihr Zeugnis in der Hand halten“, berichtet Mohamed. Die SOS-Kinderdörfer bilden in Somaliland viele junge Menschen aus.
    Ein Garant, dass ausgebildete junge Menschen nicht das Land verließen, gäbe es zwar nicht. Mit guten Perspektiven aber schränke es die Anzahl derjenigen, die ihr Leben auf der Flucht riskieren würden, extrem ein, so die Erfahrung des somalischen SOS-Leiters.
    © 2015 SOS-Kinderdoerfer.de

    In Mali gibt es 3 SOS-Kinderdörfer, in Kita, in Sanakoroba (30 km von Bamako), in Soucoura (Region Mopti).
    => Informationen

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