DIE ODYSSEE DES FESTIVALS IN DER WÜSTE – L’odyssée du Festival au Désert entre Le Cap et la capitale allemande

Seit 3 Jahren kann das FESTIVAL AU DESERT nicht mehr in seiner Heimat bei Essakane im Norden von Timbuktu stattfinden. Die Künstler haben ersatzweise die Kulturkarawane des Friedens ins Leben gerufen und in gemeinsamen Veranstaltungen mit dem Festival von Taragalte und dem Festival auf dem Niger die Musik lebendig erhalten. Das große Abschlusskonzert spielte sich am 21./22.Februar in Bamako ab.
Cultural Caravan for peace 2015: New programme.
Dear friends of the Festival au Désert,
(by http://www.festival-au-desert.org)
Back from the festival in Morocco (23 to 25 of January), the caravan will leave Bamako to Segou (from February 4 to 7); then it will move to Koutiala on the 08; to San on the 10; to Mopti on 13 and 14 February and then it will go back to Bamako on the 15 to prepare the final with a Grand Concert artists International on 21 February.

Ehemaliges / le festival jadis in MALI-INFORMATIONEN:

=> DAS FESTIVAL IN DER WÜSTE FINDET STATT!! – Le FESTIVAL AU DESERT aura lieu à Tombouctou! – 10/01/2012
=> „FESTIVAL IN DER WÜSTE“ DIESMAL IN DER DIASPORA – Le „festival au désert“ aura lieu à l’extérieur du Mali – 18/11/2012

La Caravane culturelle pour la paix 2015: 2 grands concerts de clôture à Bamako
Tous les événements et beaucoup de vidéos sur facebook!
Après les succès respectifs sur les étapes du Maroc, de Ségou, Koutiala, San et Mopti, la Caravane Culturelle pour la Paix organisé par le Festival au Désert en partenariat avec le festival Taragalte du Maroc et le festival sur le Niger, clôturera son parcours à Bamako par deux concerts géants à l’Esplanade du Monument du Cinquantenaire au bord du Fleuve Niger face au siège de la BCEAO, les 20 et 21 février 2015. Ces Nuits de la Réconciliation Nationale, sont placées sous le Haut Patronage de la Première Dame Mme Keita Aminata Maiga .
Parrainée par la Ministre de Culture de l’Artisanat et du Tourisme et du Ministre de la Réconciliation Nationale, Les nuits de la Paix de Bamako seront animés par des artistes nationaux et internationaux dont Noura Mint Seymali de Mauritanie, Oumou Sangaré, Salif Keita, Cheik Tidiane Seck, Tartit, Khaira Arby, Terakaft, Fatoumata Diawara, Takamba, Baba Salah, Master Soumi… Et bcp d’autres venant du Maroc, du Burkina Faso et de France.
Ces concerts inedits sont ouverts au public et gratuits.

„Im Exil: Festival au Desert“ Blues aus der Wüste
Berliner Zeitung – 12.01.2014
Von Markus Schneider
Drei Tage gastierte das „Festival au Désert“, eines der wichtigsten Musiktreffen Westafrikas, in der Berliner Volksbühne. Geladen hatte Schlingensiefs Operndorf. Im Ursprungsland Mali hat der Bürgerkrieg 2012 dem Woodstock von Timbuktu genannten Festival vorerst ein Ende gesetzt. Seither sind Malis Musiker auf Tour.
In vollem Ornat betritt Khaira Arby die Volksbühne. Eigentlich fließt sie eher zum Mikro, turbanartiges Geflecht um den Kopf, in ein wallend changierendes Gewand gehüllt. Zu einer zwirbelnden, hellen Loop von zwei Gitarren und einem Keyboard, ungefähr funky von Bass und Drums angeschoben, beginnt sie einen seelenstarken, melismatisch klagenden Gesang. Dazu öffnet sie die Arme zu fatalistischem Achselzucken, legt die Hand auf die herzseitige Brust oder wackelt mahnend mit einem Zeigefinger. Auch wenn man kein Wort der Sängerin aus Mali versteht, kann man sich denken, dass es in den Texten um die Hintergründe geht, die den Anlass für das Konzert geben.
Mit zwei Bands aus Mali, neben Khaira Arby noch das Orchestre Amanar de Kidal, und den Hamburger Diskursrockern Kante schließt am Freitagabend das dreitägige „Im Exil: Festival au Desert“, mit dem auch in Filmen, Gesprächen, Workshops auf die bedrängte Situation in Mali und genauer der nomadischen Tuareg aufmerksam gemacht wurde.
Als musikalisches Treffen der Tuareg fand die Veranstaltung einst in der Nähe Timbuktus im Norden Malis statt, zum ersten Mal 2001. Das Festival hatte sich zu einem der größten westafrikanischen Events und zu einer Touristenattraktion entwickelt, die von U2s Bono oder Blur- und Gorillaz-Frontmann Damon Albarn auch prominent besucht war.
Das änderte sich im Jahr 2012 als die nationale Befreiungsbewegung der Touarag, die MLNA, gegen die malische Regierung rebellierte und die Region Azawad zum unabhängigen Staat erklärte. Der Aufstand aber wurde von den radikalislamischen Ansar Dine gekapert, die einen islamistischen Staat auf den Gesetzen der Scharia anstreben. Dazu zählt das Verbot weltlich identifizierter Kultur einschließlich traditioneller Musiken.
Seit vergangenem Jahr nun zieht das Festival als exilnomadische „Friedenskarawane“ durch die Welt; Ende Januar findet es in Burkina Faso statt, in Christoph Schlingensiefs interkulturellem Projekt „Operndorf Afrika“. Unter dessen Schirmherrschaft steht auch der ausverkaufte Exilaufenthalt in der Volksbühne.

In der schönen Dokumentation „Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands“, die zur Eröffnung im Kino Babylon Mitte gezeigt wurde, erhellt die Regisseurin Désirée von Trotha die Geschichte der Veranstaltung. Man sieht großartige Bilder von durch Generatoren betriebenen Bühnen vor weitläufigen Dünen, Setdesigner in Zelten, die am Computer die Lage des „Kamelodroms“ festlegen, wo die herbeischaukelnden Gruppen ihre Reittiere parken, und Musiker, deren traditionelle Kleidung die umgehängten E-Gitarren seltsam cool wirken lassen. Und man hört zahlreiche Veranstalter, Musikerinnen und Musiker, die ihre Idee eines friedlichen und offenen Islams erklären. „Bilde einen Mann“ erklärt sinngemäß eine der Sängerinnen, „und du bekommst eine gebildete Person. Bilde eine Frau und du hast eine aufgeklärte Nation.“
Dabei verstehen sie sich, so formulierte es auch der Festivalleiter Ansar in der Volksbühne, ebenso als Botschafter, wie sie das Festival als Symbol für die notwendige Öffnung und Verbindung zum Rest der Welt verstehen.
Tatsächlich changieren in der Volksbühne nicht nur die Kleider der Musiker, sondern auch die Musik zwischen west- und nordafrikanischen Einflüssen und greifen westliche Motive auf. Die elektrische Gitarre hat Lauten und Flöten ersetzt, und neben den bluesartigen Schlaufen könnte man zu Funk und R&B geöffnete polyrhythmische Strukturen erkennen. So erinnert das repetitive Leiern Khaira Arbys mit den Call- and Responseverstärkungen ihrer Band an afroamerikanische Spirituals, mit transparent zickigen, gefährlich verwinkelten Beats und eindrücklich rockquiekenden Soli des Leadgitarristen. Und der Sound des fantastischen, abschließenden Orchestre Amanar de Kidal klingt in seinen fein gniedelnden Gitarrenmotiven und dem schwer pluggernden Bass wie eine hypnotisch kompakte Funkband, die bekiffte Grateful Dead-Soli interpretiert. Daher fügt sich auch die Beteiligung Kantes durchaus schlüssig in den Abend.
Beim gemeinsamen Abschluss des ebenso gelungenen wie frenetisch bejubelten Konzerts finden wiederum die Gitarren und Bläser Kantes nicht so recht in den Flow der jammenden Afrikaner. Die fröhliche Ratlosigkeit zeigt andererseits die hochkomplexe Kompetenz der Musik – ein Sound, dessen Verständnis mehr Arbeit fordert, als die freie und luftige Einladung des Hörers ahnen lässt.
© 2014 Berliner Zeitung

Le « Festival au Désert » en exil à Berlin
Deutsche Welle – 09.01.2014
Cette manifestation, point d’orgue de la culture du peuple Kel Tamachek, a lieu normalement chaque année à Tombouctou. Pour sa 13ème édition, le Festival est en exil dans la capitale allemande.

Le cinéma Babylon accueille le Festival
Foto (c) DW/Axel Lambrette: Le cinéma Babylon accueille le Festival
Das Berliner Programmkino BABYLON richtet das Festival aus

A la place des tentes et des dunes qui accueillent normalement le « Festival au Désert », des salles berlinoises de cinéma ou encore de théâtre. Les organisateurs et acteurs du Festival, obligés de fuir Tombouctou pour des raisons de sécurité, se sont mis en route dans la caravane de la paix. Après le Maroc et la Mauritanie, et avant le Burkina Faso, ils font une escale à Berlin. Pour l’organisateur du Festival Manny Ansar, il s’agit de montrer que la culture malienne continue de se faire entendre malgré toutes les menaces.
=> ECOUTEZ Le Festival au Désert à Berlin, 2 min
© 2014 DW.DE

Les petits frères de Tinariwen
Deutsche Welle – 17.02.201
Par Audrey Parmentier
Pas de tentes, de dunes, ni de chameaux: cette année, le « Festival au désert » qui se tient normalement à Tombouctou était une nouvelle fois en exil à Berlin. Parmi les musiciens, l’Orchestre Amanar de Kidal.
Ahmed Ag Kaedi, von der Gruppe Amanar aus KidalFoto (c) DW/Robert Dray: Ahmed Ag Kaedi de l’orchestre Amanar de Kidal
Les artistes qui participent au « Festival au désert » ont formé une caravane qui parcourt différents pays pendant plusieurs mois, pour finir au Burkina Faso et plus précisément au Village Opéra de Christoph Schlingensief. Après la Mauritanie et le Maroc, la caravane de musiciens a fait un petit détour par Berlin. Un des points d’orgue du « Festival au désert » a été le concert qui a rassemblé à la Volksbühne Khaira Arby, Nneka, le groupe allemand Kante et l’Orchestre Amanar de Kidal. Ce groupe a été fondé en 2003 par le chanteur et guitariste Ahmed Ag Kaedi qui était de retour de Lybie.
La musique de l’Orchestre Amanar de Kidal, comme celle des « grands frères » de Tinariwen, exprime la résistance du peuple Tamachek. Elle cherche à inciter les jeunes à aller à l’école, et les peuples du Mali à se réconcilier.
© 2014 DW.DE

Dear friends of the Festival au Désert,
(by http://www.festival-au-desert.org)
it is with sadness that we inform you that the Festival in the Desert can not be held in Timbuktu 9,10 and 11 January 2014.

Despite all the efforts that have been put in place by the Government of Mali, by MINUSMA and ourselves, to try to keep the 14th edition of the festival to the foreseen dates and in Timbuktu, it is clear that the security situation in Timbuktu is not yet appropriate to allow to make our festival ensuring the safety of all persons.

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Dear friends of the Festival au Désert,
(by festival-au-desert.org)
„Until the music can return to its roots with freedom of expression and dignity, the Festival au Desert has become, a Festival in Exile.“

Festival au Desert – in Exile from BlackBeardStudios on Vimeo, published in 2013.

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