TERRY RILEY’S IN C MALI, AUFGENOMMEN IM MAISON DES JEUNES IN BAMAKO – La musique multiculturelle du projet Africa Express

Africa Express Presents… Terry Riley’s In C Mali

Grüße aus Bamako…
Dies lief gerade in Funkhaus Europa, da hab ich es mir gesucht und eingestellt. Das Video zeigt auch Sequenzen von Fahrten durch die Stadt, nicht nur vom Aufnahmeort Maison des Jeunes, Bamako.
Eine Ergänzung über das Projekt AFRICA EXPRESS, das bereits 2006 von Damon Albarn, dem Frontsänger der Gruppe Blur, gestartet wurde, wird folgen


Published on Dec 9, 2014

Video directed by Roland Hamilton

Marking the 50th anniversary of Terry Riley’s pioneering masterpiece ‘In C’, Africa Express will release the first African version of the minimalist classic, ‚Africa Express presents… Terry Riley’s In C Mali‘. Africa-Express_jpeg_630x658_q85This new version was recorded at the Maison des Jeunes youth club in Bamako, Mali in 2013, and is led by young contemporary conductor André de Ridder. The album features the cream of new artists from Bamako, among them Adama Koita, Bijou, Cheick Diallo, alongside Africa Express stalwarts Damon Albarn, Brian Eno and Nick Zinner. Co-produced and mixed by Andi Toma (Mouse on Mars), the album will be released via Transgressive Records on digital formats on 24th November, with a CD and limited edition vinyl following 26th January 2015.

Brian Eno, Damon Albarn and Olugbenga are among the Africa Express musicians taking part
Foto (c) BBC: Brian Eno, Damon Albarn and Olugbenga are among the Africa Express musicians taking part in the Malian recording project (oct.2013)

Eine Hommage von Africa Express an Terry Riley
Minimal aus Mali
Neue Zürcher Zeitung – 13.2.2015
Von Knut Henkel
Die Kamera fährt durch die Strassen Bamakos, hält die Menschen am Strassenrand fest, auf Zweirädern und in Vierrädern, bevor dann am Eingang zum Maison des Jeunes angehalten wird. Der Jugendklub von Bamako, mit seinen ansehnlichen, filigranen Mosaiken im Eingangsbereich, ist der Ort, wo im Spätsommer 2013 die Vorhut des britisch-afrikanischen Musikprojekts Africa Express landete.
«Wir waren gekommen, um die Menschen, die Zivilgesellschaft, zu unterstützen. Wir wollten mit unserer Musik auf das Gemeinsame hinweisen», erklärt Marc Antoine Moreau. Der Musikmanager, der seit rund zwanzig Jahren für Musikprojekte und -verlage in Westafrika unterwegs ist, gehört seit acht Jahren zu Africa Express. Damals initiierten der Blur-Sänger Damon Albarn und der britische Musik-Promotor Stephan Budd das ungewöhnliche Projekt, das Musiker von Afrika, England und anderswo zusammenbringen will. Das funktionierte, wie etwa die legendäre Zugreise 2012 von rund achtzig Musikern durch England zeigte; jeden Abend wurde an einem neuen Ort ein Konzert gegeben.
Ähnlich kreativ und ähnlich verbindend waren, so Moreau, auch die Sessions im Maison des Jeunes. Den Jugendklub im Herzen Bamakos hatte sich Africa Express als Hauptquartier für die Sessions in Mali ausgesucht. Hier wollte man ein Zeichen gegen den Krieg setzen, gemeinsam musizieren, improvisieren, produzieren und den jungen Musikern aus Mali die Chance geben, auf sich aufmerksam zu machen. Moreau hatte alles vorbereitet: kleine Studios für Sessions und separate Aufnahmen genauso wie die Anlage für das grosse Orchester im Hof, wo das bekannte Stück «In C» von Terry Riley eingespielt wurde – von Damon Albarn, Brian Eno und dem Yeah-Yeah-Yeahs-Gitarristen Nick Zinner auf der einen Seite und vielversprechendsten Nachwuchsmusikern aus Mali – etwa die Sängerin Bijou oder der N’goni-Virtuose Adama Koita – auf der anderen.
«In C» gilt als eine Hymne der Minimal Music, wurde am 4. November 1964 vom heute fast 80-jährigen Terry Riley live vorgestellt und brach mit akademischen Kompositionstechniken. Riley, beeinflusst von indischer und afrikanischer Trance-Musik, setzt wiederkehrende Motive, Improvisation und den Zufall nebeneinander. Direkte Folge ist, dass «In C» zwischen einigen Minuten und einigen Stunden dauern und von einigen wenigen bis mehreren Dutzend Musikern interpretiert werden kann. Ideal für ein offenes Band-Projekt wie Africa Express. Das fiel auch André de Ridder auf. Der deutsche Dirigent, der schon mit Damon Albarns Cartoon-Band Gorillaz gearbeitet hat und vom Africa-Express-Mastermind nach Bamako eingeladen worden war, schlug vor, die Komposition neu zu interpretieren. Der Rest entwickelte sich bei den Sessions im Maison des Jeunes fast von allein. Perlende Kora-Töne, die sich mit den Klängen des Balafons in polyrhythmischem Wettstreit befinden, werden abgelöst von der Kalimba, ergänzt von Flöten, der Melodica von Damon Albarn und der Violine André de Ridders.
Doch dann werden Melodie und Motive neu aufgenommen und diesmal auf der Kalebasse oder einem anderen Percussion-Instrument weitergetragen – ergänzt durch Gesang oder Wortfetzen im Hintergrund, die erst irritieren und sich dann einfügen, um neuen Improvisationen Platz zu machen. – Diese Mali-Version von «In C» wurde im November von einem 18-köpfigen Orchester in der monumentalen Turbine Hall des Londoner Tate Modern Museums vorgestellt. Auch der Komponist Terry Riley war zugegen. Er freute sich über eine «unglaubliche musikalische Reise durch den Soul Afrikas».
© 2015 nzz.ch

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