AFRICA STOP EBOLA: HOFFNUNG STATT TROSTLOSIGKEIT (mit Text) – L’espoir au lieu de la stupeur

Africa Stop Ebola: Hoffnung statt Trostlosigkeit
Deutsche Welle – 25.11.2014
Fast zeitgleich zu Bob Geldofs „Band Aid 30“ haben Stars der westafrikanischen Musikszene ein Lied gegen Ebola aufgenommen. Der Unterschied: Es zeichnet ein anderes Afrika-Bild und hat die Unterstützung der Afrikaner.

Foto (c) Reuters/C.Fuentes: Kampagne Africa Stop Ebola, Mory Kante und Tiken Jah Fakoly am 24.11.2014 in Paris
Mory Kanté et Tiken Jah lors de la campagne de MSF à Paris

Es liest sich wie das Who is Who der westafrikanischen Musikszene: Tiken Jah Fakoly, Reggae-Star aus der Elfenbeinküste, der senegalesische Rapper Didier Awadi, die malischen Musiker Salif Keita, Oumou Sangaré, Kandia Kouyaté und das Duo Amadou & Mariam, aus Guinea Mory Kanté und Sia Tolno.
DEUTSCHER ARTIKEL WEITER UNTER DEM VIDEO.

=> NEUER SONG: AFRICA STOP EBOLA – Tiken Jah Fakoly et les artistes africains se mobilisent – 27/11/2014
=> MORE EBOLA in MALI-NFOMATIONEN

Africa Stop Ebola – Tiken Jah Fakoly, Amadou & Mariam, Salif Keita, Oumou Sangare and others.
Un collectif de musiciens Africains s’est réuni autour de Tiken Jah Fakoly pour enregistrer une chanson afin de sensibiliser les opinions sur le virus Ebola en Afrique. La chanson, intitulée „Africa Stop Ebola“, met en vedette les chanteurs Tiken Jah Fakoly, Amadou & Mariam, Salif Keita, Oumou Sangaré, Kandia Kora, Mory Kanté, Sia Tolno, Barbara Kanam et les rappeurs Didier Awadi, Marcus de Banlieuzart (du groupe Banlieuz’Arts) et Mokobé, ainsi que les musiciens Sékou Kouyaté (guitare électrique, basse, kora électrique) et Ludovic N’Holle (batterie).
La chanson s’adresse aux citoyens et les informe de ce qu’ils peuvent faire pour aider à arrêter la propagation du virus Ebola en Afrique. Les artistes chantent en français et dans les langues vernaculaires des régions concernés en Afrique pour s’assurer que le message est entendu quel que soit le niveau d’alphabétisation et d’éducation de la population.
Remerciements à Cheick Tidiane Seck pour sa participation active à la réalisation de ce projet.
Published on Oct 27, 2014
ALL PROFITS go to Médecins Sans Frontières / Doctors without Borders (MSF).
© 2014 youtube
Vous y trouverez aussi les paroles de la chanson.


Africa Stop Ebola – Tiken Jah Fakoly, Amadou & Mariam, Salif Keïta, Oumou Sangare, Mory Kanté, Sia Tolno, Barbara Kanam, Kandia Kora, Didier Awadi, Marcus et Mokobe
Eingestellt am 27.Oktober 2014

(Kandia Kora) Afrika ist voller Traurigkeit
unsere Familien sterben zu sehen
Berührt nicht unsere Kranken
Berührt nicht unsere Toten
Alle sind in Gefahr
die Jungen und die Alten
Wir müssen für unsere Familien agieren

Ebola, Ebola, der unsichtbare Feind…

(Tiken Jah Fakoly) Ebola, du bist unser Feind
Wenn ihr euch krank fühlt, werden euch die Ärzte helfen
Ich versichere euch, die Ärzte werden euch helfen
Es gibt Hoffnung, Ebola aufzuhalten,
habt Vertrauen in die Ärzte

Ebola, Ebola, vertraut auf die Ärzte…

(Amadou & Mariam) Ebola ist nicht gut
Geht zum Arzt…
Ebola verletzt
Geht zum Arzt…

Ebola, Ebola, invisible enemy…

( Salif Keïta auf Malinke) Ebola, nehmt sie ernst,
diese sehr ernste Krankheit.
Wenn sie euch ereilt, ist der Tod nicht weit.
Wenn ihr Symptome habt, geht zum Arzt,
er kann euch helfen
Wascht euch die Hände und schüttelt euch nicht die Hände.

(Sia Tolno auf Kissi) Ich bitte euch, liebe Eltern,
folgt dem Rat der medizinischen Behörden.
Ebola kam um uns zu schaden,
respektiert ihren Rat.

(Barbara Kanam auf Lingala) Ebola, du kamst um unser Volk zu ersticken,
du fügst der DR Kongo weiteren Schmerz zu.
Aber wir werden es schaffen,
früher oder später werden wir dich besiegen.

(Mory Kanté auf Malinké und Soussou) Steht auf,
Ebola ist ein Problem für uns
Wir können niemanden grüßen,
wir können niemanden umarmen.
Es bedeutet nicht, dass man sich schämen muss,
es ist einfach die Realität.

(Oumou Sangaré auf Bambara) Ebola ist heute ein Problem für uns geworden.
Ich fordere alle Ärzte in Afrika auf aufzustehen
Ebola ist wirklich ein Problem für uns geworden.

(En français) Ebola, Ebola, vertraut auf die Ärzte…

(Didier Awadi) Nochmal reden wir von einer Tragödie,
wie von einer falschen Note in der Melodie,
Ebola, wir dachten du seist vertrieben,
aber du läufst herum und verbreitest die Krankheit.
Wir werden nicht vor dir fliehen,
weil wir wissen, dass wir die Mittel haben, dich zu vertreiben.
Wir werden dich schlagen – wir sind keine Plage,
wir kommen zusammen und feuern dich.

(Marcus auf Soussou) Unter ihnen sind viele, die ins Krankenhaus gehen konnten,
diejenigen die geheilt sind, sind nicht länger ansteckend.
Einige bleiben zu Hause, bis das Übel größer wird.
Oh mein Gott, Mama Africa steh auf
und lasst uns vereint bleiben,
wie wir es immer in unseren anderen Schlachten gemacht haben,
Ebola du wirst auch besiegt werden.

(Mokobe) Noch ein Drama, das den Kontinent trifft.
Afrika braucht Impfstoffe, Medikamente.
Ist ihnen Hoffnung erlaubt?
Kann man die Augen schließen und sie sich selbst überlassen? Nein!
Also vereinen wir uns für die gute Sache
Wir werden aktiv und brechen die geschlossenen Türen auf.
Ebola ich schwöre, dich bis zur Vertreibung zu verfolgen.
Afrika braucht Impfstoffe um gesund zu werden.

Ebola, Ebola, invisible enemy…
Habt Vertrauen zu den Ärzten..

Africa Stop Ebola: Hoffnung statt Trostlosigkeit
Deutsche Welle – 25.11.2014
Fast zeitgleich zu Bob Geldofs „Band Aid 30“ haben Stars der westafrikanischen Musikszene ein Lied gegen Ebola aufgenommen. Der Unterschied: Es zeichnet ein anderes Afrika-Bild und hat die Unterstützung der Afrikaner.
Es liest sich wie das Who is Who der westafrikanischen Musikszene: Tiken Jah Fakoly, Reggae-Star aus der Elfenbeinküste, der senegalesische Rapper Didier Awadi, die malischen Musiker Salif Keita, Oumou Sangaré, Kandia Kouyaté und das Dou Amadou & Mariam, aus Guinea Mory Kanté und Sia Tolno.
„Africa Stop Ebola“ heißt ihr gemeinsamer Hit. „Ebola ist ein unsichtbarer Feind“, singen sie auf Französisch und den westafrikanischen Sprachen Malinke, Soussou, Kissi und Lingala. „Geh zum Arzt. Es gibt Hoffnung, Ebola zu stoppen.“
Auf Youtube hat das Video bislang fast 300.000 Klicks. (Heute, 20.12.: 440 000, Ed) Seit Anfang Oktober hat sich die Single eine Viertelmillion mal verkauft. Der Erlös geht an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die in Sierra Leone, Liberia und Guinea bislang rund 6000 Ebola-Patienten versorgt hat.

Botschaft der Hoffnung
„Die Leute hören eher auf Musiker wie uns als auf die Politiker. Wir können die Botschaft in alle Stadtviertel und in alle kleinen Dörfer tragen, dass man Vorsichtsmaßnahmen treffen muss, um diese Pandemie zu stoppen“, sagt Tiken Jah Fakoly im DW-Interview. Der Rapper hat das Projekt ins Leben gerufen. „Musik spielt eine wichtige Rolle bei uns, sie ist der kürzeste Weg, eine Botschaft zu vermitteln“, pflichtet Musiker-Kollege Mory Kante bei.
Das Lied sei Ausdruck der Solidarität, sagt Claire Magone von Ärzte ohne Grenzen. „Die Menschen in unseren Behandlungszentren hören das Lied im Radio, es gibt ihnen Hoffnung.“ Das sei genau so wichtig wie das Geld, das das Lied einspiele.

Gegenpol zu Band Aid 30
„Africa Stop Ebola“ ist ein Lied von Afrikanern für Afrikaner. Praktische Verhaltensregeln, gepaart mit der Überzeugung, dass die Epidemie überwunden werden kann. Es klingt wie ein Gegenentwurf zu Bob Geldofs Neuauflage des Charity-Hits „Do they know it’s Christmas“, in dem namenhafte westliche Künstler statt der Hoffnung die Trostlosigkeit in den von Ebola betroffenen Ländern besingen. Es gebe keinen Frieden und keine Freude an Weihnachten in Westafrika, heißt es da.
„Der Text hat mich schockiert. Die Botschaft von Band Aid 30 spiegelt die afrikanische Realität nicht im Geringsten wider“, schreibt der britische Rapper Fuse ODG in der Tageszeitung The Guardian. Fuse ODG heißt mit bürgerlichem Namen Nana Richard Abiona, seine Familie kommt aus Ghana. Bob Geldof hatte ihn gefragt, ob auch er beim Band-Aid-Projekt mitmachen wolle. Fuse ODG lehnte ab. „Die vergangenen vier Jahre bin ich genau wegen des Friedens und der Freude über Weihnachten nach Ghana gefahren. Diesen Text zu singen, wäre für mich eine Lüge.“

Gegen die gängigen Afrika-Klischees
Voir le ZOOM: Foto (c) dpa: Initiator Tiken Jah Fakoly
Das Band-Aid-Projekt ist vielfach kritisiert worden, vor allem von Afrikanern. Denn es bedient sich dem im Westen gängigen Verständnis, dass ganz Afrika an Kriegen, Armut und Krankheiten zugrunde gehe. „Wenn solche Bilder über Jahrzehnte verbreitet werden, dann ist es wahrscheinlicher, dass der durchschnittliche Westeuropäer monatlich zwei Pfund spendet oder eine Charity-CD kauft, was ihm ein angenehmes, warmes Gefühl gibt. Aber es ist weniger wahrscheinlich, dass er nach Afrika in den Urlaub fahren oder dort investieren wird“, schreibt Fuse ODG
Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters beschreibt Tiken Jah Fakoly, der ivorische Initiator von „Africa Stop Ebola“, Geldofs Initiative als löblich. Aber: „Wir müssen versuchen, Afrika nicht als den Kontinent zu stigmatisieren, der Hilfe braucht.“
© 2014 DW.DE

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