EBOLA IN WESTAFRIKA: AUCH USA UND AFRIKANISCHE UNION SUCHEN WEITER NACH LÖSUNGEN – Réunion d’urgence de l’Union africaine pour définir une stratégie commune

0a. „Die Toten liegen auf der Straße“
Deutschlandfunk – 08.09.2014
Margret Gieraths-Nimene im Gespräch mit Peter Kapérn
Sie betreibt ein Krankenhaus für die Armen in einem Vorort der liberianischen Hauptstadt Monrovia.
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Es sind schockierende Informationen: Die Hunde knabbern schon an den Toten auf den Straßen, berichtet Margret Gieraths-Nimene im DLF – sie betreibt ein Krankenhaus für die Armen in einem Vorort der liberianischen Hauptstadt Monrovia. Die Lage sei außer Kontrolle, und daran hätten auch die Hilfsorganisationen einen gewissen Anteil.
Den Menschen sei am Anfang der Epidemie gesagt worden, dass, wenn man an dem Virus erkrankt sei, man auf jeden Fall daran sterbe. Deshalb kämen viele Erkrankte nicht ins Krankenhaus, weil sie nicht auf einer Isolierstation sterben wollten, abgeschnitten von den Verwandten.
Bedarf bestehe an 500 Betten in Monrovia. Dort stünden aber nur 220 Betten zur Verfügung, sagte Gieraths-Nimene. In der vergangenen Woche habe es über 300 Tote aufgrund von Ebola gegeben. Es werde sehr, sehr schwierig den Kampf gegen Ebola zu gewinnen. Es werde nicht gut zusammengearbeitet. Die Hilfsorganisationen untereinander müssten schneller aufeinander reagieren und aufeinander zugehen. Und nicht jeder solle so vor sich hinarbeiten.
Zusammen mit dem Hilfswerk Medeor baut Gieraths-Nimene derzeit eine Quarantäne-Station in ihrem Krankenhaus auf.

Das Interview in voller Länge
Peter Kapern: Um die 2.000 Tote hat die Weltgesundheitsorganisation bislang gezählt, Menschen, die der Ebola-Epidemie in Westafrika erlegen sind. Und alle Versuche, die Seuche einzudämmen, sind bislang ohne Erfolg geblieben. Hilfsorganisationen warnen, der Kampf gegen Ebola könnte verloren gehen. Die Krankheit erschüttert mittlerweile die wirtschaftlichen Fundamente der betroffenen Länder. UN-Experten befürchten sogar eine Hungerkatastrophe. In Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba treffen sich heute die Mitglieder der Afrikanischen Union, um über eine afrikaweite Strategie im Kampf gegen Ebola zu beraten.
Margret Gieraths-Nimene hat bereits in den 1980er-Jahren eine Klinik in Liberia aufgebaut, gemeinsamen mit ihrem Mann Domo Nimene. In den vergangenen Jahrzehnten hat das Hilfsprojekt eine sehr wechselvolle Geschichte erfahren: zerstört im Bürgerkrieg, wiederaufgebaut danach. Und derzeit errichtet Margret Gieraths-Nimene mit Unterstützung des Medikamenten-Hilfswerks Aktion Medeor in ihrer Klinik eine Quarantänestation in Monrovia, also in der Hauptstadt Liberias. Vor der Sendung hat mir Margret Gieraths-Nimene ihr jüngstes Projekt beschrieben.
Margret Gieraths-Nimene: Das ist eine Isolierstation, die aus zwei Zelten bestehen wird, und zwar soll dieses Zelt zum einen für Patienten sein, die an Ebola erkrankt sind und wo diese Krankheit auch bestätigt worden ist, die dann aufgenommen werden, und in dem anderen Zelt sollen Patienten aufgenommen werden, die erkrankt sind, aber wo man noch nicht weiß, ob die nun erkrankt sind an Ebola, oder an anderen Krankheiten.
Kapern: Wie groß wird diese Quarantänestation sein?
Gieraths-Nimene: Ein Zelt hat 22 Betten, und das sind dann 44 Betten. Der Bedarf in Monrovia an Betten besteht zurzeit bei 500 und im Moment sind 220 Betten verfügbar in Monrovia.
In der vergangenen Woche hatten wir über 300 Tote aufgrund der Ebola-Epidemie, sodass es dringend erforderlich ist, dass weitere Betten, aber auch weitere Unterstützung uns hier gegeben wird, weil wir sehr isoliert in Liberia leben. Die Grenzen sind geschlossen. Es kommen nur noch zwei Fluglinien nach Liberia. Die Regale in den Märkten leeren sich. Die Ebola-Toten liegen auf der Straße. Wir haben nicht genügend Fahrzeuge, um die Toten einzusammeln. Die Hunde knabbern schon an den Toten. Es dauert manchmal fünf bis sieben Tage, bis ein Toter abgeholt wird und zum Krematorium gefahren wird. Es fehlt aber auch an Ambulanzen, die die Kranken einsammeln und dann zu den einzelnen Stationen fahren. Aber wie gesagt, es sind auch nicht genügend Betten vorhanden, sodass das sehr, sehr schwierig ist hier in Liberia, um der Situation gerecht zu werden und den Leuten zu helfen.
Fehler von Anfang an
Kapern:
Frau Gieraths-Nimene, kann man Ihrer Meinung nach davon sprechen, dass das Gesundheitssystem in Liberia mehr oder weniger kollabiert ist, weil es völlig überfordert ist?
Gieraths-Nimene: Es ist völlig außer Kontrolle geraten. Es sind nicht frühzeitig die richtigen Maßnahmen ergriffen worden. Das Traurige an der Geschichte ist, dass der Bevölkerung zum Beginn der Epidemie gesagt wurde, wenn Du an Ebola erkrankt bist, dann kannst Du nicht mehr gerettet werden. Mit diesem Gedanken im Kopf geht natürlich kein Patient, der sich schlecht fühlt, in ein Krankenhaus und lässt sich untersuchen, sondern dann bleibt man doch lieber zuhause und stirbt bei seinen Familienangehörigen, als wenn man in eine Isolierstation kommt und dann nicht weiß, ob man da wieder herauskommt und ob man seine Lieben noch einmal sieht.
Kapern: Frau Gieraths-Nimene, das ist ja nun einige Monate bereits her. Haben Sie eine Erklärung dafür, warum immer noch so einfache Dinge wie Betten und Schutzanzüge für medizinisches Personal fehlen?
Gieraths-Nimene: Ja das ist schwierig zu sagen. Es liegt zum Teil daran, dass die Motivation zum Teil fehlt, aber auch zum Teil die Güter oder Hilfslieferungen lange auf sich warten lassen und jetzt allmählich nach einigen Monaten erst die Hilfslieferungen eintreffen. Jetzt kommt natürlich dazu, dass der Flugverkehr eingestellt wurde, bis auf die zwei Fluglinien, sodass sich das noch alles ballt und die Verteilung sehr, sehr schwierig ist.
Kapern: Auch in Ihrer Klinik hat es ja schon Todesfälle unter dem medizinischen Personal gegeben. Was ist da schief gelaufen, was ist da passiert?
Gieraths-Nimene: Ja das ist schwierig zu sagen. Das heißt ja, dass die Angestellten nach Feierabend, wenn sie aus der Gerlib-Klinik nach Hause gehen, in Kontakt mit anderen Menschen kommen, und da weiß man nicht, ob das jetzt nun hier in der Gerlib-Klinik passiert ist, oder ob das außerhalb der Arbeit passiert ist. Als diese Ebola-Epidemie begann, habe ich gleich Handschuhe gekauft und wir haben uns versucht zu schützen. Zum anderen kam dann auch freundlicherweise Aktion Medeor auf uns zu und hat angeboten, Handschuhe und Gesichtsmasken und dergleichen mehr uns direkt zu senden, was dann auch passiert ist, sodass wir eigentlich recht gut ausgestattet waren.
Einer der Angestellten, der lebte in Mount Barkley und da ist ein Todesfall direkt zu Beginn aufgetreten. Der Angestellte hatte verwandtschaftliche Verbindungen zu dieser Familie, wo die Frau verstorben ist. Wir haben gefragt, ob er da eventuell jemanden angefasst hat. Es wurde uns gesagt, nein, aber man steckt da nicht drin. Es gibt so viele Möglichkeiten, wo man vielleicht auch unbewusst die Hände reicht oder sich anfasst. Es ist ja jetzt erst ein Lernprozess, dass die Leute lernen, sich nicht mehr mit den Händen zu begrüßen, sich nicht mehr zu umarmen. Das ist ja auch ein Problem, wenn Sie zum Beispiel zu einer Beisetzung gehen. Dann wird sich umarmt, dann wird sich geküsst. Das müssen sie erst lernen, dass man das in der jetzigen Situation nicht machen darf.
„Jeder kocht so vor sich hin“
Kapern:
Frau Gieraths-Nimene, die Organisation Ärzte ohne Grenzen, die hat gerade gesagt, die Welt sei dabei, den Kampf gegen Ebola zu verlieren. Sehen Sie das auch so?
Gieraths-Nimene: Ich will nicht ganz so pessimistisch sein. Aber es wird sehr, sehr schwierig und wir müssten zusammenarbeiten. Das funktioniert leider auch nicht, dass man Hand in Hand arbeitet. Das habe ich schon während des Krieges in der Nothilfe festgestellt und da hat sich leider auch in der Beziehung nichts geändert. Jeder kocht so vor sich hin sein Süppchen und man arbeitet nicht, um der Bevölkerung was Gutes zu tun und was Positives zu erreichen.
Kapern: Das müssen Sie, Frau Gieraths-Nimene, noch mal erläutern. Wer genau müsste da besser zusammenarbeiten, die Hilfsorganisationen untereinander, oder wen meinen Sie?
Gieraths-Nimene: Die Hilfsorganisationen untereinander müssten schneller reagieren und schneller aufeinander zugehen und untereinander Dinge zur Verfügung stellen und bereits Gegenstände und Hilfe und Technologie zur Verfügung stellen, und nicht jeder so vor sich hinzuarbeiten und dann zu sehen, dass das Projekt, was sie da angeführt haben, auch erfolgreich ist, sondern wir müssen einfach zusammenarbeiten, und das ist ein großes Problem hier im Lande, dass man da nicht Hand in Hand miteinander arbeitet.
Kapern: … , sagt Margret Gieraths-Nimene, die derzeit in Monrovia eine Ebola-Quarantäne-Station aufbaut. Die schlechten Telefonleitungen in Liberia zählen derzeit wohl zu den kleinsten Problemen des Landes. Wir bitten aber trotzdem um Verständnis für die schlechte Leitungsqualität.
© 2014 deutschlandfunk.de
=> HIER finden Sie das Interview als Tondokument.

0b. Deutsche Medizinerin trotzt Ebola
Deutsche Welle – 17.09.2014
Drei ihrer Mitarbeiter hat die deutsche Klinikleiterin Margret Gieraths-Nimene an Ebola verloren. Nun hat sie ihre kleine Einrichtung in Liberia wieder eröffnet.
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Von Julius Kanubah, Maja Braun
„Es ist ein schwerer Verlust, für die ganze Klinik“. Margret Gieraths-Nimene muss einmal tief durchatmen. Drei ihrer insgesamt 25 Mitarbeiter hat die Klinik in den letzten Wochen verloren, gestorben am Ebola-Virus. Sechs Wochen lang musste die Einrichtung in einem Vorort der liberianischen Hauptstadt Monrovia schließen. Seit wenigen Tagen ist sie – dekontaminiert und renoviert – wieder eröffnet.
„Die Menschen hier brauchen uns“, sagt die deutsche Klinikleiterin. Sie sei noch in der Lage zu helfen – dank der Unterstützung aus Deutschland. „Das gibt mir die Kraft, hier weiter zu machen.“ Aus Deutschland kommen nicht nur Spenden für die Klinik, sondern auch für eine Isolierstation und einen Leichenwagen. „Tote liegen auf den Straßen und werden schon von den Hunden angefressen“, berichtet Gieraths-Nimene.
Hilfe schon im Bürgerkrieg
Die Dinge selbst anpacken, das hat die Deutsche in Liberia schon immer getan. Mit ihrem Mann, einem liberianischen Arzt, gründete sie vor fast 30 Jahren die Gerlib-Klinik, kurz für Deutsch-Liberianisch. Ihr gemeinsames Ziel: Den Menschen zu helfen, die kein Geld für eine medizinische Versorgung haben. Gieraths-Nimene selbst hatte ihr Medizin-Studium nicht abgeschlossen. Dennoch arbeitete sie bis in den Bürgerkrieg während der 90er Jahre hinein mit ihrem Mann in der Klinik, versorgte Rebellen und zivile Opfer. Viele Jahre verfolgte sie das Schicksal des Bürgerkriegslandes Liberia aus dem Ausland, gründete einen Hilfsverein, verlor ihren Mann, der an den Folgen eines Übergriffs von Kindersoldaten in der Klinik starb. 2006 kehrte sie schließlich nach Liberia zurück und baute die Klinik weiter aus.
Ebola in den eigenen Räumen
Auf Ebola-Fälle war ihre Klinik zunächst nicht vorbereitet, Patienten mit den typischen Symptomen wurden an andere Zentren verwiesen. Bis ein eigener Mitarbeiter an dem Virus erkrankte. Die Klinik nahm ihn stationär auf. „Alle waren äußerst vorsichtig“, erzählte Margret Gieraths-Nimene. Dank des Medikamenten-Hilfswerks Action Medeor hatten die Mitarbeiter Handschuhe und Mundschutz. Dennoch dauerte es, nachdem der Virus getestet war, noch mehrere Tage, bis ein Krankenwagen den Patienten zu einer Isolierstation brachte. Diese war überfüllt – mit Lebenden und auch mit Leichen. Fünf Wochen später starb der Gerlib-Mitarbeiter. Auch zwei weitere Kolleginnen starben an dem Virus.
„Ich habe keine Angst“, sagt Gieraths-Nimene. Damit baut sie auch bei ihrem Personal Vertrauen auf, weiterzumachen. Die Klinik sei nun gut ausgestattet. „Wenn wir richtig ausgerüstet sind, können wir etwas bewirken“, bestätigt der diensthabende Arzt der Klinik, Konah Dolo. „Es ist eine beängstigende Situation, auch weil diese Krise so schwer zu verstehen ist. Aber deshalb sollte man nicht aufgeben.“
© 2014 DW.DE

1. Internationale Hilfe für Westafrika: USA schicken Soldaten in Ebola-Gebiete
tagesschau – 08.09.2014
Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika will die US-Regierung Soldaten in die betroffenen Länder schicken.
2. Ebola: Dringlichkeitssitzung der Afrikanischen Union, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln
Addis Abeba (AFP) – 08.09.2014 12:05
Die Afrikanische Union (AU) versammelte sich am Montag in Addis Abeba, um eine Strategie auf dem ganzen Kontinent gegenüber der Ebola-Epidemie zu entwickeln, die der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge bereits mehr als 2.000 Todesfällen in Westafrika gefordert hat.
3a. Die Afrikanische Union fordert die Aufhebung der Reisebeschränkungen
Addis Abeba (AFP) – 08.09.2014 17:39
Die Afrikanische Union (AU), versammelt in Addis Abeba (…) hat die afrikanischen Staaten aufgerufen, alle gegen die Epidemie erlassenen Reisebeschränkungen aufzuheben.
3b. Abschottung erschwert Kampf gegen Ebola
Deutsche Welle – 09.09.2014
Politiker, Wirtschaftsvertreter und Hilfsorganisationen fordern, Reisebeschränkungen in die von Ebola betroffenen Staaten aufzuheben. Die Folgen der Blockade seien gravierender als die Krankheit selbst.
4. Verdachtsfälle in Mali getestet: negativ
Bamako (Ministerium für Gesundheit und öffentliche Hygiene) – 6. September 2014 um 10:28
Von Markatié Daou, Kommunikationsbeauftragter beim Ministerium
Am 5. September 2014 waren die technischen Teams der Abteilung für Gesundheit und öffentliche Hygiene an ort und Stelle zur Durchführung von Untersuchungen an Patienten und einem Verstorbenen mit Verdacht auf Ebola. Die Analyse der Proben ergab ein negatives Ergebnis.

DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) sowie DEUTSCHE ARTIKEL WEITER UNTER DEN LETZTEN FOTOS

1. Les Etats-Unis vont envoyer des moyens militaires en Afrique
Washington (AFP) – 07/09/2014 à 21:15
Deux jours après le déblocage par l’Union européenne de 140 millions d’euros, les Etats-Unis ont annoncé dimanche qu’ils mobiliseraient leurs moyens militaires en Afrique pour lutter contre Ebola, une épidémie dont Barack Obama a déploré qu’elle échappe pour l’instant aux autorités.

Foto (c) AFP/Dominique Faget: Une patiente et un membre du personnel médical dans l’hôpital Elwa géré par MSF, le 7 septembre 2014 à Monrovia
Eine Patientin und ein Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen, die das Krankenhaus Elwa in Monrovia betreiben…En lire plus
Le président américain Barack Obama a annoncé dans une interview diffusée dimanche que les Etats-Unis enverraient des moyens militaires, dont des unités de mise en quarantaine, pour aider les pays d’Afrique à lutter contre le virus.
Ces pays –principalement la Guinée, la Sierra Leone et le Liberia– „font des progrès significatifs“ dans la lutte contre la maladie, a dit Barack Obama sur la chaîne NBC. „Mais ils n’avaient pas les infrastructures sanitaires adéquates. Et maintenant, ce problème, qui aurait pu être résolu, est hors de contrôle parce que les malades ne sont pas mis en quarantaine comme ils devraient l’être. Les gens ne sont pas formés comme ils devraient l’être. Il n’y a pas assez de personnels de santé publique“.
„Nous allons devoir envoyer des éléments militaires américains pour, par exemple, installer des unités de mise en quarantaine et des équipements, afin d’assurer la sécurité des équipes médicales qui arrivent du monde entier“, a annoncé Barack Obama.
„Mais même en faisant cela, plusieurs mois vont passer avant que le problème ne soit sous contrôle en Afrique (…). Et si rien n’est fait maintenant et si (le virus) se répand en Afrique et dans d’autres régions du monde, le virus pourrait muter“, a-t-il prévenu. „Il se transmettrait plus facilement et représenterait un réel danger aux Etats-Unis“, a-t-il averti, tout en assurant qu’à court terme, que les Américains n’avaient rien à craindre.
(…)
– Mobilisation internationale –
L’engagement américain marque une nouvelle étape dans la mobilisation internationale contre la pire épidémie d’Ebola de l’histoire.
La Commission européenne s’est engagée vendredi à débloquer 140 millions d’euros contre Ebola. L’enveloppe permettra de renforcer l’offre de services publics et de soutenir directement les systèmes de soins dans les pays les plus affectés.
L’argent européen sera aussi utilisé pour améliorer les systèmes d’eau et d’assainissement, et installer sur place des laboratoires mobiles pour mieux détecter le virus et former plus de personnels médicaux.
D’autres institutions ont annoncé cet été des financements d’urgence.
La Banque mondiale a promis 200 millions de dollars le 5 août, là encore dans une double optique de court terme et de long terme: soutien médical direct, mais aussi soutien économique, budgétaire et social.
Et l’OMS avait annoncé un plan de 100 millions de dollars le 31 juillet, qui devait se concrétiser par le déploiement sur le terrain de centaines de travailleurs humanitaires pour appuyer les quelques centaines déjà présents.
Côté américain, les Centres fédéraux de contrôle et de prévention des maladies (CDC) devaient envoyer 50 experts en août. Et l’agence américaine de développement (USAID) a débloqué le 9 août 12 millions de dollars, ce qui s’est déjà traduit par la livraison de tonnes d’équipements médicaux, comme des abris temporaires, des unités de purification d’eau et des gants ou combinaisons de protection.
© 2014 AFP
2. Réunion d’urgence de l’Union africaine pour définir une stratégie commune
Addis Abeba (AFP) – 08.09.2014 12:05 …En lire plus
Par Jacey FORTIN
L’Union africaine (UA) s’est réunie lundi à Addis Abeba pour définir une stratégie à l’échelle du continent face à l’épidémie d’Ebola qui, selon l’Organisation mondiale de la Santé (OMS), a déjà fait plus de 2.000 morts en Afrique de l’Ouest.
En ouverture des débats, la présidente de la Commission de l’UA, Nkosazana Dlamini-Zuma, a appelé à une „réponse africaine unie, complète et collective“.
Des représentants des pays de l'Union Africaine participant à la réunion d'urgence sur l' Foto (c) AFP/Zacharias Abubeker: Des représentants des pays de l’Union Africaine participant à la réunion d’urgence sur l’épidémie du virus Ebola, le 8 septembre 2014 à Addis Abeba – Vertreter der Länder der AU bei der Ebolakonferenz in Addis Abeba, am 8.September 2014
Des mesures de suspension de vols – déjà partiellement en place – et de fermeture des frontières maritimes et terrestres devraient notamment être discutées lundi dans la capitale éthiopienne, où l’UA a son siège.
Mme Dlamini-Zuma a reconnu que la crise avait „mis en lumière la faiblesse des systèmes de santé“ dans les pays concernés, pointant la „grave pénurie“ de personnel de santé. Mais elle a aussi insisté sur la nécessité de mener une „lutte“ qui „ne conduise pas à l’isolement ou à la stigmatisation des victimes, des communautés ou des pays“.
„Nous devons faire attention à ne pas mettre en place des mesures qui auraient un impact social et économique supérieur à celui de la maladie elle-même“, a-t-elle ajouté. S’il faut agir „pour stopper la propagation de la maladie (…)nous devons aussi mettre en place des mesures pour permettre (au secteur agricole) de continuer et pour aider les commerçants“.
Selon Carlos Lopes, secrétaire exécutif de la Commission économique des Nations unies pour l’Afrique, la crise coûtera certainement „plusieurs points de PIB“ à la Guinée, la Sierra Leone et au Liberia, les trois pays les plus touchés. En cause notamment: des cycles agricoles perturbés, des restrictions au commerce transfrontalier, des investissements reportés.
– Investissements massifs nécessaires –
Selon l’OMS, près de 4.000 personnes ont déjà été infectées depuis le début de l’année, dont plus de 2.000 sont mortes. Au delà de la Guinée, de la Sierra Leone et du Liberia, des décès ont été recensés au Nigeria et une infection a été confirmée au Sénégal.
En Sierra Leone, où le bilan frôle les 500 morts, les autorités ont annoncé une mesure extrême et très critiquée à la fois par les ONG et la population: le confinement à domicile de tous les habitants du 19 au 21 septembre.
(…)
L’ONU estime que 600 millions de dollars sont nécessaires immédiatement pour faire face à la crise, la plus grave depuis la découverte du virus en 1976 mais que la communauté internationale est accusée d’avoir considérablement traîné à prendre au sérieux.
Fin août, l’OMS a annoncé un plan de 100 millions de dollars et la Commission européenne s’est engagée vendredi à débloquer 140 millions d’euros. Les Etats-Unis ont eux annoncé des moyens militaires, dont des unités de mise en quarantaine.
„On ne peut s’attaquer à Ebola qu’avec des investissements massifs“, a insisté M. Lopes lundi, en appelant l’Afrique à participer à l’effort international.
„Les femmes paient le plus lourd tribut à cette maladie, car ce sont elles qui s’occupent des malades, des enfants et membres de la famille et préparent les corps pour les enterrements“, a encore ajouté Mme Dlamini-Zuma. „Alors que nous finalisons notre réponse à ce grave défi auquel nous sommes tous confrontés, nous devons être déterminés à gagner la bataille“.
© 2014 AFP
3a. L’Union africaine appelle à la levée des restrictions aux voyages
Addis Abeba (AFP) – 08.09.2014 17:39 …En lire plus
Par Jacey FORTIN
L’Union africaine (UA), réunie lundi à Addis Abeba pour définir une stratégie à l’échelle du continent contre l’épidémie d’Ebola, a appelé les pays africains à lever toutes les restrictions aux voyages mises en place contre l’épidémie.
Il a été „décidé d’exhorter tous les pays membres à lever toutes les interdictions de voyage, afin que les gens puissent se déplacer entre pays et faire du commerce et afin de favoriser les activités économiques“, a déclaré la présidente de la Commission de l’UA, Nkosazana Dlamini-Zuma, à l’issue de cette réunion „d’urgence“ d’une journée.
„Il a également été souligné que, si les interdictions de voyage devaient être levées, des mécanismes de surveillance adéquats devaient être mis en place, aux points de départ des citoyens et aux points d’entrée“, a-t-elle ajouté.
Aucune mesure n’a été prise pour contraindre les États membres à appliquer cette décision, ni sur les délais pour sa mise en œuvre.
„Nous pensons que (les États) vont l’appliquer, parce qu’ils étaient ici et que cela a été décidé. (…) Nous prenons des mesures de principe et nous comptons sur nos États-membres pour les mettre en œuvre“, a-t-elle expliqué.
„Ce sont eux qui peuvent dire précisément quand exactement ils vont lever ces interdictions, mais la décision (prise lundi) est que cela doit être fait d’urgence“, a-t-elle poursuivi.
(…)
Plusieurs pays limitrophes ont fermé leurs frontières avec les pays touchés, des États ont interdit l’entrée sur leur territoire aux voyageurs venant de ces pays et plusieurs compagnies aériennes ont suspendu leurs liaisons avec les zones où sévit l’épidémie.
En ouverture des débats, Mme Dlamini-Zuma avait appelé à une „réponse africaine unie, complète et collective“ …
(…)
Mustapha Kaloko, commissaire de l’UA aux Affaires sociales, a annoncé la mise sur pied d’une mission africaine d’aide contre l’épidémie en Afrique de l’Ouest. „Elle sera composée de 100 membres du personnel médical“, qui effectueront des rotations d’un mois par groupes d’une vingtaine de personnes.
Ebola se transmet seulement par contact direct avec des fluides corporels de personnes infectées ou des objets, comme des aiguilles de seringues contaminées. Il provoque fièvre, vomissements, diarrhées et parfois hémorragies internes, et la moitié des malades meurent.
Aucun vaccin n’existe, mais l’OMS a décidé d’utiliser immédiatement des traitements expérimentaux et espère qu’un vaccin sera disponible en novembre, en priorité pour les personnels de santé.
Cependant, selon une étude publiée dimanche qui vient conforter l’annonce de tests sur les humains, une injection d’un vaccin expérimental, renforcée par une piqûre de rappel, permet une protection „rapide et durable“ contre Ebola chez des singes.
© 2014 AFP
4. Des cas suspects testés négatifs au Mali
Bamako (Ministère de la Santé et de l’Hygiène Publique) – 6 sept 2014…En lire plus
Par Markatié Daou, chargé de Communication au MSHP
Ce vendredi 5 septembre 2014, des équipes techniques du département de la Santé et de l’Hygiène Publique, étaient à pied d’œuvre pour mener des investigations sur des malades et une dépouille mortelle tous présumés atteints de maladie à hémorragique à virus Ebola. L’analyse des prélèvement a donné des résultats négatifs.
Parmi les différents cas suspects, une dame du village de Baboto, admise au CSref de Sitakili, commune rurale du même nom, cercle de Kéniéba. La patiente aura été déclarée par le chef de village de Baboto au médecin de la compagnie minière Randgold en la personne de Dr Mama Kanta. Après examen par l’équipe médicale, il s’est avéré que la dame souffrait d’une hypertension artérielle pour laquelle elle est en train d’être prise en charge.
Un autre cas suspect : une jeune dame, évacuée de Sanankoroba pour l’Hôpital du Mali. Suite aux examens, il s’est avéré que cette patiente souffre d’une crise semblable à celle du diabète. Le troisième cas, un voyageur blanc venu de la Guinée et admis depuis 48h au CHU du Point G où il a malheureusement rendu l’âme il y a deux jours.
L’examen des écouvillons prélevés sur son corps par le laboratoire de pointe Serefo ont ont été testés négatifs à la maladie à virus Ebola. Au total, tous ces trois cas suspects ont été testés négatifs. Au demeurant, le Mali n’a pour le moment enregistré aucun cas de virus Ebola. Face aux rumeurs qui circulent souvent ça et là, les autorités sanitaires rassurent la population que les équipes techniques prédisposées ne négligeront aucun détail susceptible de perturber la stratégie de riposte face à la menace. Mieux, il convient de saluer ici l’implication des communautés dans la lutte contre Ebola.

Pour le département de la santé, « une fausse alerte vaut mieux qu’une mauvaise surprise ». C’est pourquoi chaque alerte, sérieuse ou pas, fait l’objet d’un examen au laboratoire. Cela, pour éviter qu’un quelconque détail sous estimé ne puisse pas demeurer préjudiciable à un dispositif de prévention qui marche bien. Le ministre de la santé, Ousmane Koné, salue de passage la collaboration de tous dans la prévention de cette maladie qui a déjà fait plus de 1500 morts en Afrique (Guinée, en Sierra Leone, au Libéria et en République démocratique du Congo…).
© 2014 maliweb.net

0 dpa Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen desinfizieren in Schutzkleidung am Ebola-Zentrum der Hilfso
Foto (c) dpa /Caroline van Nespen: Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen desinfizieren in Schutzkleidung am Ebola-Zentrum der Hilfsorganisation im liberischen Monrovia Leichensäcke.

Des personnels médicaux, vêtus de combinaisons de protection, procèdent à une opération Deux responsables de Médecins Sans Frontières, Meinie Nicolai et Christopher Stokes à l'Des personnels médicaux, vêtus de combinaisons de protection, procèdent à une opération

Fotos © AFP/Dominique Faget: Des personnels médicaux, vêtus de combinaisons de protection, procèdent à une opération de désinfection à l’hôpital Elwa, géré par MSF, le 7 septembre 2014 à Monrovia, au Liberia
Deux responsables de Médecins Sans Frontières, Meinie Nicolai et Christopher Stokes à l’hôpital Elwa le 7 septembre 2014 à Monrovia
Bottes et tabliers du personnel médical en cours de désinfection le 7 septembre 2014 à l’hôpital Elwa à Monrovia
Médecins dans la capitale du Liberia, Monrovia, mettent des combinaisons de protection pour soigner des patients infectés par Ebola.
Im Elwa Krankenhaus in Monrovia, das von Ärzte ohne Grenzen betrieben wird, am 7. September 2014:
Medizinisches Personal in Schutzanzügen führt eine Desinfektion durch

Zwei Verantwortliche von Ärzte ohne Grenzen, Christopher Stokes und Meini Nicolai
Stiefel und Schürzen des medizinischen Personals werden desinfiziert
Ärzte in Liberias Hauptstadt Monrovia ziehen sich Schutzanzüge an, um mit Ebola infizierte Patienten zu behandeln.


Foto (c) A. Kriesch/DW: Panneau d’avertissement à l’aéroport de Lagos, Nigéria
Ebola-Warnschild am Flughafen Lagos, Nigeria

Margret Gieraths-Nimen, Leiterin der Gerlib Clinic in Monrovia, Liberia, mit ihren Mitarb
Foto (c) DW/J.Kanubah: Margret Gieraths-Nimene, directrice de la Gerlib Clinic à Monrovia, Liberia, avec ses collègues
Margret Gieraths-Nimene, die Leiterin der Gerlib Clinic in Monrovia mit ihren Mitarbeitern

0a. „Die Toten liegen auf der Straße“
Deutschlandfunk – 08.09.2014
Margret Gieraths-Nimene im Gespräch mit Peter Kapérn
(s.o.)

0b. Deutsche Medizinerin trotzt Ebola
Deutsche Welle – 17.09.2014
Drei ihrer Mitarbeiter hat die deutsche Klinikleiterin Margret Gieraths-Nimene an Ebola verloren. Nun hat sie ihre kleine Einrichtung in Liberia wieder eröffnet. (s.o)

1. Internationale Hilfe für Westafrika USA schicken Soldaten in Ebola-Gebiete
tagesschau – 08.09.2014
Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika will die US-Regierung Soldaten in die betroffenen Länder schicken. Präsident Barack Obama kündigte in einem Interview mit dem Sender NBC an, sie sollten Isolierstationen und Geräte aufbauen und internationale Helfer vor Ort schützen. Wie viele Soldaten entsandt werden, sagte Obama nicht.
„Falls sich das Virus weiter ausbreite, könnte es mutieren und letztlich auch die USA erreichen“, warnte der Präsident. Dort könnte es eine ernste Gefahr für die öffentliche Gesundheit werden. Für die nationale Sicherheit der USA sei es wichtig, dass die Seuche in Afrika eingedämmt werde.
Auch die Bundesregierung will Helfer nach Westafrika schicken. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) kündigte ein Trainingsprogramm für medizinisches Personal in den Krisengebieten an. Deutsche Experten für Infektionsschutz sollten vor Ort Angestellte in Krankenhäusern im Umgang mit der ansteckenden Krankheit schulen, sagte Gröhe der „Rheinischen Post“. Das Programm werde in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut entwickelt. Bisher hat Deutschland die internationalen Hilfsbemühungen mit 2,4 Millionen Euro unterstützt.
Experte: Mobile Kliniken nach Westafrika bringen
Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk, plädierte für die Lieferung kompletter Krankenhäuser nach Westafrika, um die Epidemie einzudämmen. „Man muss ganze Hospitäler dort hinschaffen oder ein Hospitalschiff vor der Küste vor Anker gehen lassen“, sagte Gottschalk der „Frankfurter Rundschau“. Jedes mobile Hospital aus Europa sei 1000 Mal besser als die afrikanischen Krankenhäuser. Den betroffenen Ländern sei nur noch von außen zu helfen, sagte Gottschalk, der eng mit dem Robert-Koch-Institut zusammenarbeitet.
Die drei am schwersten von Ebola betroffenen Länder sind Guinea, Liberia und Sierra Leone. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind inzwischen fast 2100 Menschen an dem Virus gestorben, mehr als 3500 Menschen sind infiziert.
© 2014 AFP

2. Ebola: Dringlichkeitssitzung der Afrikanischen Union, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln
Addis Abeba (AFP) – 08.09.2014 12:05
Von Jacey Fortin
Die Afrikanische Union (AU) versammelte sich am Montag in Addis Abeba, um eine Strategie auf dem ganzen Kontinent gegenüber der Ebola-Epidemie zu entwickeln, die der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge bereits mehr als 2.000 Todesfällen in Westafrika gefordert hat.
Bei der Eröffnung der Debatten hat die Vorsitzende der AU-Kommission, Nkosazana Dlamini-Zuma, zu einer „einheitlichen, umfassenden und kollektiven afrikanischen Antwort“ aufgerufen…
Streichungen von Flügen – bereits teilweise angewandt – und Schließen der Land-und Seegrenzen insbesondere sollte am Montag in der äthiopischen Hauptstadt, wo die AU ihren Sitz hat, diskutiert werden.
Frau Dlamini-Zuma erkannte an, dass die Krise „die Schwäche der Gesundheitssysteme ans Licht gebracht hat“ in diesen Ländern, und erinnerte an den „schweren Mangel“ von Gesundheitspersonal. Aber sie betonte auch die Notwendigkeit für einen „Kampf“, der „nicht zu Isolation oder Stigmatisierung der Opfer, Gemeinschaften und Länder führen dürfe.“
„Wir müssen darauf achten, keine Maßnahmen zu treffen, die höhere soziale und wirtschaftliche Auswirkungen als die Krankheit selbst haben würden“, fügte sie hinzu. Wenn wir handeln müssen, „um die Ausbreitung der Krankheit (…) zu stoppen, müssen wir auch in Maßnahmen umsetzen, die (der Landwirtschaft) ermöglichen weiterzumachen und den Händlern helfen.“
Carlos Lopes, Exekutivsekretär der UN-Wirtschaftskommission für Afrika, zufolge wird die Krise sicherlich Guinea, Sierra Leone und Liberia, den drei am stärksten betroffenen Ländern, „mehrere Prozentpunkte des BIP“ kosten. Besonders in folgendem: Störungen der Agrarzyklen, Beschränkungen des grenzüberschreitenden Handels, Aufschieben von Investitionen.
– Massive Investitionen notwendig –
Nach Angaben der WHO haben sich fast 4.000 Menschen seit Beginn des Jahres infiziert, mehr als 2.000 starben. Zusätzlich zu Guinea, Sierra Leone und Liberia, wurden Todesfälle in Nigeria berichtet und eine Infektion wurde in Senegal bestätigt.
In Sierra Leone, wo die Bilanz sich 500 Toten nähert, gaben die Behörden eine extreme Maßnahme bekannt, sowohl von NGOs als auch der Öffentlichkeit kritisiert: alle Einwohner müssen vom 19. bis 21. September in ihren Häusern bleiben.
(…)
Die UN schätzt, dass 600 Millionen $ sofort benötigt werden, um mit der Krise umzugehen, der schlimmsten, seit das Virus 1976 entdeckt wurde, die aber von der internationalen Gemeinschaft deutlich zu spät ernst genommen wurde.
Ende August kündigte die WHO einen 100 Millionen Dollar-Plan an, und die Europäische Kommission verpflichtete sich am Freitag, 140 Millionen Euro freizugeben. Die Vereinigten Staaten haben militärische Mittel angekündigt, darunter die Bereitstellung von Quarantäne-Einheiten.
„Man kann Ebola nur mit massiven Investitionen angehen“, betonte Herr Lopes am Montag und rief Afrika auf, sich an den internationalen Bemühungen zu beteiligen.
„Frauen zahlen den höchsten Preis für diese Krankheit, weil sie diejenigen sind, die die Kranken, die Kinder und Familienangehörigen pflegen und die Leichen für die Beerdigung vorbereiten“, sagte Frau Dlamini-Zuma noch. „Während wir sind dabei, unsere Reaktion auf diese ernste Herausforderung, vor der wir alle stehen, zum Abschluss zu bringen, müssen wir entschlossen sein, den Kampf zu gewinnen.“
© 2014 AFP

3a. Die Afrikanische Union fordert die Aufhebung der Reisebeschränkungen
Addis Abeba (AFP) – 08.09.2014 17:39
Von Jacey Fortin
Die Afrikanische Union (AU), versammelt in Addis Abeba (…), hat die afrikanischen Staaten aufgerufen, alle gegen die Epidemie erlassenen Reisebeschränkungen aufzuheben.
Es wurde „beschlossen, alle Mitglieder aufzufordern, alle Reiseverbote aufzuheben, so dass die Menschen sich zwischen den Ländern bewegen und Handel treiben können, und um die wirtschaftlichen Aktivitäten zu fördern“, sagte die Präsidentin der AU-Kommission Nkosazana Dlamini-Zuma nach diesem eintägigen „Dringlichkeits“treffen.
„Es wurde auch darauf hingewiesen, dass, wenn das Reiseverbot aufgehoben werden sollte, adäquate Kontrollmechanismen in Gang gesetzt werden sollten, bei Aus- und Einreise der Bürger“, fügte sie hinzu.
Weder wurden Maßnahmen ergriffen, die Mitgliedstaaten dazu zu zwingen, die Entscheidung anzuwenden, noch eine Frist für ihre Umsetzung gesetzt.
„Wir denken dass es (für die Staaten) gilt, weil sie hier waren und es beschlossen wurde. (…) Wir ergreifen prinzipielle Maßnahmen, und wir vertrauen auf unsere Mitgliedstaaten zur Umsetzung“, fuhr sie fort.
„Sie sind diejenigen, die sagen können, wann genau sie die Verbote aufheben werden, aber die Entscheidung (von Montag) ist, dass es dringend getan werden muss“, sagte sie.
(…)
Mehrere Nachbarländer schlossen ihre Grenzen mit den betroffenen Ländern, einige Staaten verboten die Einreise in ihr Hoheitsgebiet für Reisende aus diesen Ländern, und mehrere Fluggesellschaften stellten ihre Verbindungen mit den Gebieten, in denen die Epidemie wütet, ein.
(…)
Mustapha Kaloko, AU-Kommissar für soziale Angelegenheiten, kündigte die Aufstellung einer afrikanischen Hilfsmission gegen die Epidemie in Westafrika an. „Sie wird aus 100 Personen medizinischen Personals bestehen“, die in Gruppen von 20 monatlich rotieren.
Ebola wird nur durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen oder Gegenständen wie kontaminierten Nadeln von Spritzen übertragen. Es verursacht Fieber, Erbrechen, Durchfall und manchmal innere Blutungen, und die Hälfte der Patienten stirbt.
Kein Impfstoff existiert, aber die WHO hat entschieden, sofort Medikamente aus der Versuchsphase bei der Behandlungen einzusetzen und hofft, dass im November ein Impfstoff zur Verfügung stehen wird, vor allem für Gesundheitspersonal.
Nach einer am Sonntag veröffentlichten Studie, die die Ankündigung des Tests an Menschen bestätigt, ermöglicht die Injektion eines experimentellen Impfstoffes, verstärkt durch eine Wiederholungs-Injektion, einen „schnellen und anhaltenden“ Schutz gegen Ebola bei Affen.
© 2014 AFP

3b. Abschottung erschwert Kampf gegen Ebola
Deutsche Welle – 09.09.2014
Von Hilke Fischer
Politiker, Wirtschaftsvertreter und Hilfsorganisationen fordern, Reisebeschränkungen in die von Ebola betroffenen Staaten aufzuheben. Die Folgen der Blockade seien gravierender als die Krankheit selbst.
(Bild: Legende und Zoom durch Mausklick)
 Fieberkontrollen am Flughafen von Nigerias Hauptstadt AbujaIn einer Zeit, in der sich das tödliche Ebola-Virus in Westafrika unaufhaltsam ausbreitet, klingt die Forderung der Präsidentin der Afrikanischen Union (AU) unerhört: Die Mitgliedsstaaten sollten ihre Reisebeschränkungen aufheben, damit die Menschen sich zwischen den Ländern bewegen und Handel treiben können, sagte Nkosazama Dlamini-Zuma am Ende eines Ebola-Krisengipfels, der am Montag (08.09.2014) in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba stattfand. Viele Staaten hatten in den vergangenen Wochen ihre Grenzen geschlossen, internationale Fluggesellschaften fliegen Liberia, Guinea und Sierra Leone nicht mehr an – Vorsichtsmaßnahmen, damit das Virus nicht auf weitere Länder übergreift. Für die von Ebola betroffenen Staaten bedeutet die Isolation massive Wirtschaftseinbußen.
Dadurch, dass viele Handelswege gesperrt seien und die Wirtschaft erlahme, drohten bis zu 400.000 Menschen in den von Ebola betroffenen Gebieten Hunger zu leiden, schätzt Jochen Moninger. Er arbeitet für die Deutsche Welthungerhilfe in Sierra Leone. Felder würden nicht bestellt, die Ernte vergammle. Ausländische Geschäftspartner zögen sich zurück, Kakao und andere Handelsgüter fänden keine Abnehmer mehr, sagte Moninger der DW.
„Wir müssen aufpassen, dass wir keine Maßnahmen ergreifen, die stärkere soziale und wirtschaftliche Auswirkungen haben als die Krankheit selbst“, mahnte daher AU-Präsidentin Dlamini-Zuma. Die Geschäftsführer von elf großen Unternehmen, die in Westafrika aktiv sind, haben am Montag ebenfalls appelliert, die Reisebeschränkungen aufzuheben. Sie könnten dazu beitragen, dass sich die humanitäre Krise verschärfe, heißt es.
Helfer kommen nicht mehr ins Land
„Ich denke, dass die Auswirkungen der Grenzschließungen und die Einschränkungen im Flugverkehr insgesamt betrachtet negativ sind“, sagt auch Nyka Alexander, die für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Sierra Leone arbeitet. Für die WHO und andere Organisationen sei es sehr viel schwieriger geworden, Personal und Hilfsgüter ins Land zu bekommen. „Wenn keine Ärzte mehr in die betroffenen Länder reisen können, weil es keine Flüge mehr gibt, dann breitet sich die Krankheit immer weiter aus.“
Das Risiko, dass Ebola per Flugzeug weitergetragen werde, sei sehr gering, so Alexander gegenüber der DW. Zumal viele Länder Temperaturkontrollen an Flughäfen eingeführt haben: Wer Fieber hat, darf nicht mitfliegen. „Einschränkungen beim Flugverkehr wurden nie von der WHO empfohlen“, sagt Alexander. Wichtiger sei es, sich auf die Regionen zu fokussieren, in denen sich das Virus besonders schnell ausbreite. Statt Grenzen zu schließen, müssten hier bessere Behandlungsmöglichkeiten und der Zugang zu Lebensmitteln und Wasser sichergestellt werden.
Sierra Leone plant Ausgangssperre
Das ist derzeit die größte Herausforderung. Allein im liberianischen Landkreis Montserrado, zu dem die Hauptstadt Monrovia gehört, fehlten laut WHO 1000 Betten für Ebola-Patienten – Tendenz steigend. Ausgerechnet in dieser Situation musste die liberianische Regierung mehrere Krankenhäuser schließen, wie Informationsminister Lewis Brown im DW-Interview sagte. Sie seien selbst zu Infektionsherden geworden.
Bislang sind mehr als 2000 Menschen in Westafrika an Ebola gestorben. Konservative Schätzungen rechnen bis zum Ende der Epidemie mit 20.000 Toten. Um der Krankheit Herr zu werden, hat der Präsident von Sierra Leone für die kommende Woche eine viertägige Ausgangssperre verhängt. Landesweit sollen Teams von Haus zu Haus gehen und Ebola-Patienten identifizieren und isolieren. Jochen Moninger von der Welthungerhilfe ist skeptisch, dass die Aktion erfolgreich sein wird: „Dafür braucht man Auffanglager, Behandlungszentren, Isolierstationen. All das existiert nicht.“
© 2014 DW.DE

4. Verdachtsfälle in Mali getestet: negativ
Bamako (Ministerium für Gesundheit und öffentliche Hygiene) – 6. September 2014 um 10:28
Von Markatié Daou, Öffentlichkeitsreferent beim Ministerium
Am 5. September 2014 waren die technischen Teams der Abteilung für Gesundheit und öffentliche Hygiene an Ort und Stelle zur Durchführung von Untersuchungen an Patienten und einem Verstorbenen mit Verdacht auf Ebola. Die Analyse der Proben ergab ein negatives Ergebnis.
Unter den verschiedenen Verdachtsfällen, eine Frau aus dem Dorf Baboto, eingeliefert in das CSRef (kommunale Krankenstation) von Sitakili, einer ländlichen Gemeinde gleichen Namens im Kreis Kéniéba. Die Patientin soll vom Dorfchef von Baboto dem Arzt der Minengesellschaft Randgold, Dr. Kanta Mama, gemeldet worden sein. Nach Prüfung durch das medizinische Team stellte sich heraus, dass sie an hohem Blutdruck litt, wogegen sie nun behandelt wird.
Ein weiterer Verdachtsfall: Eine junge Frau, aus Sanankoroba in das Hôpital du Mali (Bamako) evakuiert. Nach der Untersuchung stellte sich heraus, dass diese Patientin an einer Diabeteskrise leidet. Der dritte Fall, ein weißer Reisender aus Guinea, wurde an der Uniklinik Point G aufgenommen, wo er bedauerlicherweise vor zwei Tagen starb.
Die Untersuchung der Abstriche von seinem Leichnam durch das Labor Serefo war negativ für die Krankheit Ebola. Insgesamt wurden alle diese drei Verdachtsfälle negativ getestet. Darüber hinaus verzeichnet Mali im Moment keinen Fall von Ebola. Gegenüber oft hier und dort zirkulierenden Gerüchten versichern die Gesundheitsbehörden der Öffentlichkeit, dass die eingeteilten technischen Teams jedem Detail nachgehen, das die Antwort-Strategie gegen die Bedrohung stören könnte. Besser noch, man sollte hier die Beteiligung der Gemeinschaften im Kampf gegen Ebola begrüßen.
– Für das Gesundheitsministerium ist „ein falscher Alarm ist besser als eine böse Überraschung.“ Darum wird jeder Alarm, ernst oder nicht, Gegenstand einer Prüfung im Labor. Dies, um zu vermeiden, dass irgendein unterschätztes Detail einer gut funktionierenden Prävention schadet. Der Gesundheitsminister, Ousmane Koné, begrüßt gleichzeitig die Zusammenarbeit aller in der Vorbeugung gegen diese Krankheit, an der bereits mehr als 1500 Menschen in Afrika (Guinea, Sierra Leone, Liberia und der Demokratischen Republik Kongo …) gestorben sind.
© 2014 maliweb.net

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