"TEILEN OHNE GRENZEN" : 60 € FÜR EINEN SACK REIS INKLUSIVE TRANSPORT UND LAGERUNG – Projet PARTAGE SANS FRONTIERE à Bandiagara

Parzelle ohne ErdeParzelle mit Erde, abgeerntetes Hirsefeld
Fotos (c) aramata: Ce n’est pas facile de cultiver sur le plateau du pays dogon – Auch in guten Zeiten ist der Anbau nicht einfach auf dem Hochplateau im Dogonland

Vous trouvez la présentation du projet en français en bas sous la dernière photo.

Meine Freundin Gabriele Riedl-Kassogué, als Genderberaterin für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) z.Zt. in Burkina Faso tätig und in Bandiagara verheiratet, hat dieses Projekt hier in Deutschland publik gemacht. Sie schreibt dazu u.a.:
„In Bandiagara ist eine weitere schwere Ernährungskrise absehbar.
Eine kleine NRO aus ehemaligen malischen GTZ/GIZ MitarbeiterInnen hat das beigefügte Projekt entwickelt und hofft damit, direkte Krisenhilfe für besonders arme Bauernfamilien in Bandiagara leisten zu können.“

Teilen ohne Grenzen – kurzfristige Nahrungsmittelhilfe für arme Bauernfamilien in Bandiagara – Dogonland, Mali
Projektziel: Minderung der Nahrungsmittelkrise in Bandiagara durch Beschaffung und Verteilung von 72 t Reis in den 9 Stadtteilen von Bandiagara an bedürftige Familien
Zielgruppe: 225 arme Bauernfamilien
Dauer: 8 Monate, Jan – Aug 2014
Aktuelle Situation
Das Dogonland liegt auf einem Hochplateau in der Region Mopti, derzeit durch die deutsche Botschaft als „rote Zone“ ausgewiesen. Haupteinnahmequellen der Bevölkerung waren Landwirtschaft, Gartenbau und Tourismus. Aufgrund der schweren Krise in Mali ist der Tourismus vollständig zum Erliegen gekommen, die ausgebliebenen Regenfälle in der Saison 2013/2014 haben nun auch noch zu einer schweren Missernte geführt.
Die Gegend ist starken Erosionen ausgesetzt und jedes Jahr wird fruchtbarer Boden aus dem Yametal auf die Felsen geschafft, um kleine Felder anlegen zu können. Dabei ist man auf Regen und Wasser aus den Kleinstaudämmen angewiesen. Der Regen blieb 2013 in etlichen Gemeinden des Kreises Bandiagara fast völlig aus, so dass viele Pflanzen vertrocknet sind und die Kleinstaudämme nur wenig Wasser führen. Selbst Trinkwasser ist schon jetzt, zu Beginn der heißen Zeit 2014 knapp.
Viele Familien im Dogonland leben ausschließlich von Landwirtschaft und Gartenbau, die meist als Selbstversorgungswirtschaft betrieben werden.
Mit der Missernte von 2013 bahnt sich eine Nahrungsmittelkrise großen Ausmaßes an. Vor allem Frauen, Kinder und alte Menschen werden darunter zu leiden haben, wenn es keine Unterstützung von außen gibt. Die Vorräte, die aus der bescheidenen Ernte angelegt werden konnten, reichen in Bandiagara maximal für 1,7 Monate. Da auch der Gemüseanbau vom Wassermangel betroffen ist, kann auch hierüber kein zusätzliches Einkommen erzielt werden, um z.B. Reis und Getreide zuzukaufen.
Teilen ohne Grenzen
Die Stadtverwaltung von Bandiagara hat daher in Kooperation mit engagierten BuergerInnen (die mir persönlich bekannt sind) ein Projekt entwickelt, das der drohenden Nahrungsmittelkrise entgegen wirken soll: Teilen ohne Grenzen ist der Name der Assoziation, die sich die Versorgung von 225 armen Bauernfamilien über einen Zeitraum von 4 Monaten zum Ziel gesetzt hat.
Die Bestellung soll im Januar/Februar erfolgen, wenn die Reispreise noch akzeptabel sind, es soll Reis aus der Region Niono geordert werden, der besser und preiswerter verfügbar ist als Hirse. In den Monaten März/April wird das Getreide gelagert, damit es in den Anbaumonaten Mai, Juni, Juli und August zur Verfügung steht. So wird auch einer neuen Missernte vorgebeugt, denn wenn die Menschen gegessen haben, haben sie die Kraft, auf die Felder zu gehen und sie zu bestellen.
Das Auswahlverfahren der Familien erfolgt durch Teilen ohne Grenzen in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und entsprechenden Komitees in den einzelnen Stadtteilen, für die die Bezirksvorsteher (Chefs des quartiers) verantwortlich zeichnen.
Fakten
Geplant ist die Unterstützung von 225 Familien mit monatlich 20 kg Reis pro Person für 4 Personen einer Familie (eine Familie umfasst im Durchschnitt 7 Personen) über einen Zeitraum von 4 Monaten. Das Projekt ist sehr flexibel angelegt, so dass auch mit kleinen Spendenbeträgen bereits begonnen werden kann (Ein Sack Reis (100 kg) kostet derzeit ca. 35.000 FCFA = ca. 50 Euro, so lassen sich auch kleinere Spendenbeträge direkt umrechnen.

Tabelle zum Projet d'appui...
Spenden
Es wird nicht gewartet, bis die Gesamtsumme erreicht ist, sondern es gibt die Möglichkeit, kleinere Spenden über
Aktion Pro Afrika e.V. APA; VR4238 Amtsgericht Bochum;
Spendenkonto Nr.: 682227500 Volksbank Bochum Witten eG BLZ 43060129
IBAN: DE03430601290682227500 BIC: GENODEM1BOC; Verwendungszweck: Bandiagara, Mali
einzuzahlen. Von dort werden auf Anfrage auch Spendenquittungen (ab 50 €) ausgegeben (bitte Adressangabe nicht vergessen, damit sie zugestellt werden kann). Die Spenden werdet gesammelt und dann an die Assoziation Teilen ohne Grenzen (Anerkannt durch die Präfektur Bandiagara) überwiesen, damit erste Reislieferungen bestellt werden können. Natürlich lässt sich der Preis besser verhandeln, wenn größere Chargen gekauft werden können – aber die Kollegen versicherten, dass jeder – auch kleine – Betrag hilft.
Weitere Informationen können den beigefügten Unterlagen entnommen werden. Für Rückfragen (Übersetzung etc.) stehe ich gern zur Verfügung. Wenn Sie/Ihr spendet, bitte eine kurze mail mit dem Betrag an mich, damit ich in Zusammenarbeit mit APA den Eingang nachhalten kann.
Vielen Dank – Gabriele Riedl-Kassogué

info@gabriele-riedl.de

Foto (c) aramata: Land am Fuß der Falaise

Présentation du Projet :

Titre du projet : Projet d’Appui aux Familles Démunies Vivant de l’Activité d’Agriculture
Objectif général : Contribuer à l’atténuation de la crise alimentaire à Bandiagara

Objectifs spécifiques : Apporter un complément alimentaire de 72 tonnes de riz à 225 Familles démunies des 9 quartiers de la ville de Bandiagara vivant de l’activité agricole,.
Bénéficiaires : 225 familles démunies des 09 quartiers de la ville de Bandiagara
Zone d’intervention : ville de Bandiagara /région de Mopti, République du Mali
Durée : 8(huit) mois
Période : Janvier à août 2014
Montant : 27 402 000 FCFA (41 835,11 euros)
Résultat attendus : 225 familles de la ville de Bandiagara ont reçu un complément alimentaire de 72 tonnes de riz.
La menace de la crise alimentaire est atténuée.

Initiateur du projet: L’Association‘‘ PARTAGE SANS FRONTIERE’’

Personnes de contacts : Noël YEBEIZE Tél. : 00223 66854582, E-mail: ybizn@yahoo.fr;
Oumarou ONGOÏBA

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2 Gedanken zu “"TEILEN OHNE GRENZEN" : 60 € FÜR EINEN SACK REIS INKLUSIVE TRANSPORT UND LAGERUNG – Projet PARTAGE SANS FRONTIERE à Bandiagara

  1. Dieser IRIN-Artikel existiert nur auf englisch.

    Mali’s Dogon hit by double crisis
    NOMBORI, 16 January 2014 (IRIN) – The region around Bandiagara, in central Mali’s Mopti Region, is struggling to cope with the dual crises of successive poor harvests and the near-total collapse of its once-thriving tourist industry.
    Nestled among giant boulders at the base of the Bandiagara Escarpment is the mud-built village of Nombori, home to around 1,200 ethnic Dogon people. There, Pilif Guindo’s small clinic is struggling to cope with a steady increase in child malnutrition.
    The clinic sees 15 new cases of malnutrition per week, a threefold increase in as many years, explains Guindo, a doctor who practices both modern and traditional medicine. „The people used to eat well here,“ he tells IRIN. „But now, the mothers are not eating well, and the babies are not getting milk.“
    Guindo says he usually hands out vitamin B tablets and advises the children to eat more. But after years of poor rains and disappointing harvests of the staple, millet, food insecurity is rife. A recent government food-security study, not yet out, found that Bandiagara was currently the area most at risk.
    => READ MORE

    Foto (c) IRIN/Tommy Trenchard: Guindo Tembely dite Fifi, director of YAGTU, stands behind a machine used to make a protein rich dietary supplement.

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