NonMali? Nachruf auf Nelson Mandela – épilogue

by: Andreas Fecke, Afrikanews Archiv
traduction française: aramata, Mali-Informationen

dariosby Dario Castillejos

tri voir tout en bas
+ Asimbonanga

Der Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, „Madiba“ nannte man ihn in seinem Land liebevoll, ist tot. Er war der größte Afrikaner aller Zeiten und wird es bleiben – diese Fußstapfen sind zu groß für Zweit-, Drittgrößte, gäbe es sie überhaupt, heute und in Zukunft.

Un enfant devant deux portraits de Nelson Mandela à Soweto, le 24 juin 2013Un homme passe devant un portrait de Mandela à Alexandra aux environs de Johannesburg, le 24 juin 20
24. Juni 2013: links in Soweto, rechts bei Johannesburg – Klick vergrössert!

Er war ein großer Mensch und Kämpfer, ein Lehrer, ein Vorbild, eine Ikone, ein Held, ein Menschenfreund, ein afrikanischer Humanist, ein vehementer Gegner von Unterdrückung und Diskriminierung – nur kein Mann für das dreckige machtpolitische Geschäft. Er war ein Versöhnungspolitiker, doch kein Staaten- oder Machtparteilenker in unversöhnlichen Zeiten und Umfeldern. Wenn also in 20 Jahren nach dem Ende der Apartheid im reichen Südafrika aus der weissen menschenfeindlichen Ausschlußgesellschaft nur eine schwarze menschenfeindliche Ausschlußgesellschaft mit sinkender Armut bloß für kleine Gruppen, vorne dabei die Politiker des ANC, geworden ist, so ist das nicht ihm anzulasten, sondern jenen.

Der Sieg über die Apartheid hätte nur ein ganzer werden können, wenn es ein Sieg für alle geworden wäre und einer über Massenarmut, über Verachtung und Diskriminierung, über Gewalt und Haß. Die ehemaligen politischen Freunde Madibas sind ihm nach der schwarzen Machtübernahme aber nicht gefolgt: sie haben dann zunehmend für sich und ihre Clans, Konsortencliquen, Interessengruppen gekämpft, er stets für alle.
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Dessin de Zapiro
by Zapiro, South Africa, 27.06.2013

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