TAG J-1: 6,5 MILLIONEN MALIER SOLLTEN WÄHLEN KÖNNEN

Foto (c) aramata: Voir le zoom: Des affiches électorales, boulevard d’Indépendance, Bamako
Wahlplakate auf dem „Mali“ am Boulevard d’Indépendance, Bamako am 19.11.2013

Vor den Wahlen: Sicherheitslage in Mali bleibt prekär
Bamako (Deutsche Welle) – 23.11.2013
Von Dirke Köpp
Werden sich die Menschen in Malis Norden trauen, wählen zu gehen? Oder müssen sie mit Anschlägen auf Wahllokale rechnen? Auch fünf Monate nach einem vorläufigen Friedensabkommen ist das Land vom Frieden weit entfernt.
DW 23.11.13Wahlplakate in Bamako
Foto (c) DW/S.Martineau: Wahlplakate in Bamako

Stück für Stück will Mali zurück zur Demokratie: An diesem Sonntag sollen 6,5 Millionen wahlberechtigte Malier ein neues Parlament wählen. 1141 Kandidaten bewerben sich um 147 Sitze in der Nationalversammlung. Viele hoffen, das neue Parlament werde dazu beitragen die Krise zu beenden, die das Land seit mehr als anderthalb Jahren erschüttert: Am 21. März 2012 putschte die Armee gegen den damaligen Präsidenten Amadou Toumani Touré. Tuareg-Rebellen und Islamisten hatten daraufhin den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Ein Vormarsch Richtung Süden wurde Anfang 2013 durch eine französische Militärintervention gestoppt. Noch immer befinden sich 3000 französische Soldaten im Land, im Juli ist eine UN-Mission hinzugekommen. Die Folgen des Krieges sind bis heute spürbar.
Granateneinschläge in Gao
Alexander Stroh, Mali-Experte am Giga-Institut in Hamburg, hält die Sicherheitslage im Norden Malis weiterhin für undurchsichtig: „Nach den militärischen Erfolgen Frankreichs und einiger afrikanischer Verbündeter konnte man zwar die Islamisten zurückdrängen und zeitweise sogar in eine gewisse Art von Verhandlungen mit den nicht-islamistischen Rebellen treten“, sagt er. Die Fronten seien aber weiterhin unklar. In den vergangenen Tagen hätten auch die französischen Truppen wieder eingreifen müssen.
Am Donnerstag schlugen in Gao, der größten Stadt im Norden, Granaten ein. Zwei Tage zuvor wurden in der Nähe von Gao Angehörige eines Generals der malischen Armee umgebracht. Wer hinter diesen Morden steckt, ist unklar. Der General ist Tuareg – viele vermuten, dass die Täter ihn als Verräter wahrgenommen haben. Immer wieder kommt es im Norden Malis zu Kämpfen zwischen Tuareg-Rebellen oder islamistischen Kämpfern auf der einen Seite und Soldaten der malischen Armee und ihren Verbündeten auf der anderen.
Anschläge auf Wahllokale unwahrscheinlich
Vor diesem Hintergrund schauen viele mit Besorgnis auf die anstehenden Parlamentswahlen. „Im Januar konnte man die Rebellen und Jihadisten zwar relativ schnell vertreiben. Aber die hat man ja nicht alle umgebracht oder verhaftet – irgendwo müssen sie ja noch sein“, so Alexander Stroh. „Das Bedrohungsszenario ist also noch da und solche Wahlen bieten dafür eine Plattform.“
Dass es zu gezielten Anschlägen, etwa auf Wahllokale, kommen wird, hält Stroh dennoch für unwahrscheinlich: Auch vor den Präsidentschaftswahlen im August habe man Anschläge befürchtet, die Lage sei jedoch wider Erwarten stabil geblieben. Hinzu kommt: In einer präsidialen Demokratie wie in Mali ist die Wahl des Präsidenten ungleich wichtiger als die des Parlaments.
„Kidal ist bereit für die Wahlen“
Diese Einschätzung der Sicherheitslage teilen auch malische Politiker, selbst an Orten wie Gao oder in der Region Kidal im Nordosten des Landes. In deren gleichnamigen Hauptort wurden vor etwa drei Wochen zwei französische Journalisten ermordet. Adama Kamissoko, Gouverneur der Region, hält Kidal dennoch für sicher. Die Bevölkerung freue sich auf die Abstimmung: „Wir hier in Kidal sind bereit für die Wahlen“, sagt er im Gespräch mit der Deutschen Welle. Eine hundertprozentige Sicherheit gäbe es nie: „Die Situation ist zwar ruhig, aber Sie dürfen auch nicht vergessen, dass wir aus einer Krise kommen und dass diese Krise noch nicht ganz beendet ist.“
Auch Sadou Diallo, Bürgermeister von Gao, hält den Granateneinschlägen zum Trotz die Situation in seiner Stadt für stabil genug: „Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Die Menschen fühlen sich in Sicherheit – und für diese Sicherheit sorgen die UN-Mission MINUSMA, die malische Armee und die Truppen der französischen Serval-Mission.“
Bevölkerung leidet unter Überfällen
Doch selbst wenn die Bevölkerung keine gezielten Anschläge am Wahltag zu befürchten hat – die Krise in ihrer Heimat ist für sie weiterhin spürbar. Immer noch litten viele Bewohner unter marodierenden Banden und bewaffneten Milizen, beklagt Cheick Doukouré, Bürgermeister der ländlichen Gemeinde Télé in der Region Goundam. Er betont, wie groß Misstrauen und Angst gegenüber diesen bewaffneten Gruppen seien: „Sie verstecken ihre Waffen überall: im Sand, unter einem Zelt, unter einem weiten Boubou-Gewand. An Markttagen nehmen sie ihre schweren Waffen, besetzen die Zufahrtsstraßen und warten, bis der Markt zu Ende ist. Wenn die Menschen vom Markt zurückkommen, nehmen die bewaffneten Banden ihnen alles ab, was sie dabei haben.“
Der Bürgermeister kritisiert, dass weder die malische Armee noch die Soldaten der MINUSMA etwas gegen die Milizen unternähmen. Ambeyri Ag Rhissa, Sprecher der Tuareg-Rebellenorganisation MNLA in Kidal, weist jegliche Verantwortung für Raubüberfälle zurück: „Die MNLA bestiehlt doch nicht die Bevölkerung, während sie dafür kämpft, die Menschen von Plünderei und Misswirtschaft zu befreien“, betont er im Gespräch mit der DW. In Goundam hätten vor kurzem malische Soldaten selbst die Bevölkerung ausgeplündert.
Es ist das alte Spiel: Vorwürfe und Gegenvorwürfe. Jede Seite sieht den Fehler beim jeweils anderen.
Ob Wahlen helfen, ist zweifelhaft
Einen Grund für die fortbestehende Krise in Malis Norden sieht Alexander Stroh vom Giga-Institut darin, dass die malische Regierung nicht genau wisse, mit wem sie eigentlich verhandeln müsse. Denn die Rebellen seien kein einheitlicher Block: „Sie sind zergliedert in Islamisten und solche, die kein islamistisch-politisches Programm verfolgen“, erläutert Stroh. „Aber selbst in diesen Lagern sind sich die Gruppierungen nicht ganz einig.“
Ob die Parlamentswahlen helfen, das krisengeschüttelte Land dem Frieden etwas näher bringen, ist daher unabhängig von deren Ergebnis völlig offen.
© 2013 DW/DE

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Ein Gedanke zu “TAG J-1: 6,5 MILLIONEN MALIER SOLLTEN WÄHLEN KÖNNEN

  1. Répartition des sièges de députés par circonscription : Voici les critères d’attribution
    Bamako (le Prétoire) – 21.11.2013

    Pourquoi le nombre de député varie d’une circonscription électorale à une autre? Voilà la question qui taraude les esprits des électeurs maliens qui s’apprêtent à élire, ce dimanche 24 novembre 2013, les 147 députés de la prochaine législature.

    Selon la loi électorale, la répartition des députés entre les cercles et les communes du district de Bamako est faite sur la base du recensement administratif de 1996 à raison d’un député par fraction de 60 000 habitants. Il est attribué un siège supplémentaire de député pour toute tranche comprise entre 40 000 et 60 000 habitants.
    Toutefois, les circonscriptions électorales de moins de 40 000 habitants ont droit à un siège de député.

    Les 147 députés de la prochaine législature se repartissent entre les 54 circonscriptions électorales en tenant compte des dispositions de la loi électorale. Ainsi, les circonscriptions électorales de Sikasso, Ségou et Kati disposent chacune de 7 sièges, Koutiala arrive en deuxième position avec 6 députés suivi de Kayes et de Diola avec 5 sièges chacun. La troisième place est occupée par Bougouni, Kita, San et Koro avec 4 députés par circonscription. En plus de ces grosses pointures, les circonscriptions électorales de Gao, Niono, Nara, Tominian, Kolokani, Barouéli, Bla, Mopti, Bandiagara, Bankass, Bafoulabé, les communes V et VI du district de Bamako disposent chacune de 3 sièges. Elles sont une vingtaine de circonscriptions à détenir deux sièges chacune. Il s’agit des communes I, II et IV du district de Bamako, Macina, Douentza, Téninkou, Koulikoro, Kéniéba, Niafunké, Djéné, Goundam, Ansongo, Bourem, Banamba, Yélémané, Diéma, Yorosso, Kadiolo, Yanfolila et Kolondièba. Les circonscriptions électorales de la région de Kidal, et celles de Kangaba, la commune III du district de Bamako, Tombouctou, Diré, Gourma Rharous, Ménaka et Youwarou disposent chacune d’un siège.
    Le 31 octobre 2013 la Cour constitutionnelle a validé définitivement 409 listes.
    La compétition constitue de près de 200 listes émanant de partis politiques, 180 listes émanant groupements de partis politiques et 32 listes indépendantes.

    Les candidats se présentent par liste. Chaque liste doit être constituée d’autant de candidats que de sièges à pourvoir. Une liste peut être présentée par un parti politique, un groupement de partis ou des indépendants.

    La loi électorale fait obligation aux candidats ou listes de candidats de verser au Trésor public une participation non remboursable aux frais électoraux. Le conseil des ministres a pris le 9 mai 2007 la décision de fixer cette participation à 50 000 francs CFA.
    La Cour constitutionnelle doit valider ces listes, conformément à la loi n° 02-010 du 5 mars 2002 qui établit les conditions d’éligibilité : «est éligible comme député à l’Assemblée nationale tout citoyen de l’un ou l’autre sexe ressortissant de la République du Mali, inscrit sur les listes électorales ou justifiant qu’il devrait l’être, âgé de 21 ans accomplis, sous réserve des cas d’inéligibilité et d’incompatibilité prévus par la présente loi».
    Dans son arrêt en date du 31 octobre 2013, le juge constitutionnel a rejeté une dizaine de listes pour différents motifs. Finalement, c’est 1 408 candidats inscrits sur les 410 listes qui ont sollicité les suffrages des 6,5 millions d’électeurs inscrits repartis entre 20 268 bureaux de vote. Il convient de préciser au passage que par rapport à la présidentielle dernière, le nombre d’électeurs a légèrement évolué tandis que le nombre de bureaux de vote a baissé. «Des électeurs qui étaient installés à l’extérieur ont entre temps regagné le bercail. Au même moment des bureaux de vote (103 au total) ont été supprimés dans la Région de Kidal parce qu’au moment de la révision ordinaire des listes électorales, certains lieux n’avaient pas fait l’objet de validation», explique le patron de la Délégation générale aux élections.
    Dans la région de Kidal, un seul candidat brigue la députation dans le cercle de Tin-Essako
    Nouhoum Dicko
    SOURCE: Le Prétoire du 21 nov 2013.

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