EINE BEERDIGUNG IN MALI – erzählt von – Blogautorin aramata nous raconte: Un enterrement au Mali

persönlich by Blogautorin aramata,
französische Übersetzung darunter von Co-Autor und Freund andreas_fecke, Afrikanews Archiv
traduction francaise – en bas – par Co-auteur et ami andreas_fecke

DIE TOTEN WERDEN GEEHRT, DIE ÜBERLEBENDEN GETRÖSTET – Hommage à la personne décédée, consolation pour ceux qui restent

Geschichten aus Bamako über eine Beerdigung

Vorgestern in den frühen Morgenstunden starb der ältere Bruder meiner großen Schwester Sega – er war schon mehr als 10 Jahre Diabetiker, jetzt aber ins Koma gefallen und nicht mehr aufgewacht. Sega, die als Krankenschwester arbeitet, hatte ihn zwei Tage auf der Intensivstation des Hôpital Point G begleitet, und auch die Geschwister aus Sikasso und Zégoua – nicht weit von der Grenze zur Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) – waren schon eingetroffen. Die Beerdigung findet in Mali, wie in den muslimischen Ländern üblich, immer sehr schnell statt, hier war es derselbe Nachmittag. Das bedeutet, dass nur die Anwesenden und in der Umgebung Wohnenden an den Trauerfeierlichkeiten teilnehmen können. In diesem Fall hätte man auch noch einen Tag gewartet, auf das Eintreffen der beiden Schwestern aus Paris bzw. den USA, aber die Flugverbindungen ließen es nicht zu. Sie werden später kommen, in 1, 2 oder 3 Monaten.

Auf den Friedhof gehen nur die Männer, nachdem sie gebetet und Segenswünsche gesprochen haben, die Frauen sitzen im Hof zusammen und halten Totenwache, bis der Verstorbene begraben ist und die Männer wieder zurück sind. Es gibt auch Todesfälle, wo der Imam eine Rede hält, auch schon mal eine lange,eindrucksvolle.

DSCF1667 SFoto (c) aramata

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