AMADOU & MARIAM: NEUES ALBUM; BIOGRAPHIE du couple aveugle et leur nouvel album

Amadou & Mariam – Dougou Badia (Featuring Santigold)

Aus ihrem neuen Album FOLILA – „Kommt und musiziert mit uns!“

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Amadou & Mariam
Portrait laut.de – 2012
Die Presse spricht vom „Traumpaar der westafrikanischen Musikszene“, in Frankreich werden sie als „Entdeckung aus Mali“ gefeiert und mit dem Victoire de là Musique (der französischen Entsprechung zum Echo) ausgezeichnet. Manu Chao zählt zu ihren Bewunderern und produzierte ihr preisgekröntes Album „Dimanche à Bamako“. Nachdem sie in Mali schon lange zu den Superstars gehören, ist es Amadou & Mariam im neuen Jahrtausend gelungen, auch in Europa Fuß zu fassen.

Der gemeinsame Weg von Amadou Bagayoko und Mariam Doumbia beginnt Mitte der 70er Jahre am „Institute for the Young Blind of Mali“. Amadou verlor sein Augenlicht im Alter von 15 Jahren, Mariam erblindete bereits als kleines Mädchen. Die Blindenschule in Malis Hauptstadt Bamako legt die Basis für ihre Karriere, zunächst sind allerdings Widerstände ganz anderer Art zu überwinden: Die Eltern der Turteltäubchen sind von der Verbindung alles andere als begeistert, da sie für ein blindes Paar nichts als Schwierigkeiten befürchten. Ungeachtet dessen heiraten die beiden. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor.
Die Partner haben sich der Musik verschrieben. Zu ihren musikalischen Vorlieben zählen 70er-Jahre-Pop, Electric Blues, Reggae und kubanische Klänge. Amadou spielt seit 1974 Gitarre bei den Ambassadeurs du Motel. Das Orchester unter der Leitung von Kanté Manfila, einem der besten Gitarristen Afrikas, gilt neben der Rail Band als erfolgreichste Musikgruppe Malis; später stößt auch Sänger Salif Keïta zu der Formation. Häufig begleitet Amadou seine Freundin und spätere Frau Mariam bei ihren Gesangsauftritten; Mariam ist vor allem bei traditionellen Feierlichkeiten ein gern gesehener Gast.
1980 verlässt Amadou die Ambassadeurs, um gemeinsam mit Mariam an einer eigenen Karriere zu arbeiten. Zahlreiche Auftritte verhelfen den beiden in ihrer Heimatstadt zu lokaler Bekanntheit, allerdings gibt es zu dieser Zeit in Mali kaum eine Infrastruktur für professionelle Musikproduktionen. Amadou und Mariam entschließen sich zu vorübergehender Trennung von ihren drei Kindern, um in einem Aufnahmestudio in Abidjan/Elfenbeinküste etliche Kassetten aufzunehmen. Tapes stellen, damals wie heute, in Afrika das gängigste Medium für die Verbreitung von Musik dar. Die Bänder enthalten eine ganze Reihe von Songs, die sämtlich spartanisch instrumentalisiert werden. Lediglich Amadous Gitarre begleitet die beiden Stimmen.
Als die zwei von ihrem Aufenthalt in Abidjan nach Mali zurückkehren, sind sie dort bereits landesweit bekannt – was einem eine Ahnung vom Ausmaß des afrikanischen Raubkopierertums verleiht. Obwohl Amadou und Mariam zu diesem Zeitpunkt weder einen Produzenten noch ein Studio an der Hand haben, werden sie trotzdem zu Stars. Ihre erste erfolgreiche Nummer Mitte der 80er trägt den Titel „La Paix“.
Den internationalen Markt erobern sie 1998 mit ihrem ersten offiziellen Album. Auf „Sou Ni Tilé“ finden sich, aufwändiger orchestriert, etliche Songs wieder, die bereits auf den Bandaufnahmen zu hören waren. Der Schwerpunkt liegt (neben dem Gesang, versteht sich) auf Amadous Rockgitarre. Die musikalischen Einflüsse von Funk, Blues, Reggae und Rock’n’Roll sind ebenso erkennbar wie leichte arabische Einschläge und indische wie kubanische Perkussion. „Sou Ni Tilé“ (Tag & Nacht) verbindet westafrikanische Musik mit europäischen Hörgewohnheiten und wird besonders in Frankreich begeistert aufgenommen.
Im darauf folgenden Jahr erscheint „Tje Ni Mousso“ (Mann & Frau) und steigt direkt in die europäischen Weltmusik-Charts ein. Trotz westlicher Elemente bleibt die Musik auch auf folgenden Alben stets den westafrikanischen Wurzeln treu, inhaltlich sind Malis Kultur und Gesellschaft allgegenwärtige Themen. Die beiden singen in ihrer Landessprache, aber auch – um ein breiteres Publikum erreichen zu können – auf Französisch.
Die Produktion von „Dimanche à Bamako“ (2005) übernimmt Manu Chao, der auch als Gastmusiker in Erscheinung tritt. Chao war bereits zu Zeiten von „Sou Ni Tilé“ auf das singende Paar aus Mali aufmerksam geworden und äußerte sich in diversen Interviews begeistert über deren Musik.
Das Album schafft es nicht nur auf Platz vier französischen Charts, sondern macht Amadou und Mariam weltweit zu einem anerkannten Act. So arbeiten sie mit Herbert Grönemeyer an dessen WM-Song „Zeit, Dass Sich Was Bewegt“ zusammen, treten in den USA beim Lollapalooza-Festival auf und spielen im Vorprogramm der Scissor Sisters. 2008 erscheint „Welcome To Mali“, auf dem Damon Albarn und Keziah Jones einen Beitrag leisten.
2007 bündeln sie 16 Perlen aus ihren ersten Schaffensjahren auf „1990 – 1995: Le Meilleur Des Années Maliennes“, über die das Magazin Jazzthing „sparsam, reduziert aufs Wesentliche – ganz für Fans einer Musik, die noch unbekümmert von westlichen Trends lebt“, urteilt. Wem das nicht genügt, kann sich mit „L’Integrale Des Années Maliennes“ vergnügen, das die Aufnahmen aus dieser Zeit auf fünf CDs aufbereitet. Oder mit „The Magic Couple“ (2009), der Best of-Compilation aus den Alben „Sou Ni Tilé“, „Tje Ni Mousso“ und „Wati“. In all diesen Zusammenstellungen fehlen allerdings naturgemäß die Lieder von „Folila“, dem Album, mit dem Amadou & Mariam ein Stück weit zu ihren rauen Wurzeln zurückkehren.
Eigentlich sollte dem poppigen Vorgänger ein Doppelrelease folgen. Die Idee war, Songs mit Gästen und getrennt davon auch mit Musikern aus Bamako einzuspielen. Zwei Sichtweisen auf eine musikalische Welt. Am Ende entschieden sich Amadou & Mariam aber, beide zu verknüpfen. In Paris wurden die Aufnahmen ineinander verwoben. (Mehr dazu bei laut.de, Review)
Das blinde Paar von Mali sind seit vielen Jahrzehnten als Botschafter der Musik ihrer Heimat und mit dem World Food Programme als Botschafter gegen den Hunger unterwegs. Wünschen wir ihnen in beidem noch einen langen Atem.
© 2012 laut.de

Foto (c) 2005 Jérôme from Rouen, FRANCE/wikimedia.org: Amadou & Mariam

Amadou et Mariam, de leurs noms complets Amadou Bagayoko et Mariam Doumbia, sont un couple de musiciens et chanteurs maliens, qui présentent la particularité d’être tous deux aveugles.
Tous deux sont nés à Bamako, Amadou le 24 octobre 1954, Mariam le 15 avril 1958. Leur cécité n’est pas de naissance : Amadou a perdu la vue à l’âge de seize ans, tandis que sa compagne est devenue aveugle à l’âge de cinq ans.
Leur penchant pour la musique et le chant leur est venu dès leur plus jeune âge. Mariam se produit sur scène comme chanteuse, dans des mariages par exemple, dès l’âge de six ans, tandis qu’Amadou, après avoir tâté des percussions dès l’âge de deux ans, puis s’être tourné vers l’harmonica et la flûte vers l’âge de dix ans, adoptait définitivement la guitare au cours de son adolescence.
S’étant rencontrés en 1975 à l’Institut des jeunes aveugles de Bamako, où ils jouent dans l’orchestre « Eclipse Orchestra » de l’institut dirigé par Idrissa Soumaouro, ils ne tardent pas à former un couple à la scène comme dans la vie, se mariant en 1980 et commençant leur carrière musicale commune à la même époque.
La nuit, Amadou joue de la guitare dans le groupe légendaire d’Afrique de l’Ouest « Les Ambassadeurs du Motel de Bamako ».
Ils émigrent à Abidjan, en Côte d’Ivoire, en 1986, année du début de leur longue ascension vers la notoriété internationale.
Les titres issus de cette période ne sont sortis qu’en cassette. Durant cette période, ils rencontrent Stevie Wonder.
Entre de nombreuses tournées dans divers pays d’Afrique de l’Ouest, ils séjournent à Paris pour la première fois en 1994 à l’occasion d’une session d’enregistrements. Ils reviennent en France en 1997, enregistrant un CD, “ Sou ni tilé (Nuit et Jour) “ qui sortira en 1998, se produisant sur scène aux Transmusicales de Rennes, et commençant à acquérir un succès d’estime en France.
Le titre “Je pense à toi” est un tube sur les radios françaises et se vend à 100 000 exemplaires
En 1999 ils sortent l’album « Tje Ni Moussou (Homme et Femme) ».
D’autres tournées les conduisent dans d’autres pays d’Europe, notamment en Allemagne et en Suisse, mais aussi aux États-Unis, par exemple en Louisiane et à Los Angeles.
En 2002, ils sortent l’album « Wati (Le Temps)».
La collaboration avec le guitariste Manu Chao, qui a eu un véritable coup de foudre en découvrant leur musique, commence en septembre 2003 à Paris, pour se poursuivre jusqu’à la finalisation des enregistrements et de la production, en avril 2004, dans leur ville natale de Bamako. L’album résultant de cette collaboration sort en novembre 2004 sous le titre Dimanche à Bamako.
Ils pratiquent un mélange dansant entre rock et musique malienne avec des paroles en français, écrites au préalable en bambara, abordant les problèmes de l’époque et de l’Afrique, mais avec aussi un côté plus festif…
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