KOMMENTAR VON EINER, DIE WEITER IM DOGONLAND LEBT UND ARBEITET – Commentaire d’une coopérante qui continue à vivre et travailler au Pays Dogon

Von Gabriele Riedl-Kassougé (autorisierter Gastbeitrag)

… Was da vor knapp 3 Wochen in Hombori und Timbuktu passiert ist, hat das ganze Land erschüttert. Nicht nur, dass es erstmals Entführungen von Europäern auf malischem Boden selbst gab, auch wurde ein Mensch erschossen und bisher gibt es keine Hinweise auf die Hintergründe dieser Verbrechen. Es wird vermutet, dass es sich um Ex-Söldner aus Lybien oder Côte d’Ivoire handelt.
Das an sich ist schon schlimm genug, dass nun aber ein armes Land wie Mali eine seiner wichtigsten Einnahmequellen vollständig zu verlieren droht, das ist wirklich absolut tragisch. Zu sehen, wie viele Leute sich in Kredite und Abhängigkeiten gestürzt haben, um alles für die Touristensaison vorzubereiten, die nun vollständig ausfällt, das tut wirklich weh und macht zornig.
Die Stimmung ist dementsprechend durchwachsen bis schlecht. Einige haben wirklich große Angst, andere ärgern sich, weil hoffnungsfroh erwartete BesucherInnen nun ausbleiben. Ich selbst bin froh, dass ich – zwar unter strengen Sicherheitsauflagen, aber immerhin – nach Bandiagara zurück kehren konnte. In der letzten Woche wurde das sehr intensiv diskutiert. AA, Botschaft und BMZ sind zu dem Ergebnis gelangt, dass es mit entsprechend vorsichtigem Verhalten möglich sein müsste, die entwicklungspolitischen Aktivitäten auch in der Region Mopti aufrecht zu erhalten. Hintergrund ist die Tatsache, dass Hombori (wo die beiden Franzosen entführt wurden) nur ca. 350 km von hier entfernt ist. Andererseits ist das Dogonland aufgrund seiner geographischen Bedingungen für Entführungen nicht besonders gut „geeignet“ – vordergründig führen zwar Pisten nach Burkina Faso und in den Norden, deren Qualität ist dann aber bald so schlecht, dass man kaum Tempo machen und schnell von Sicherheitskräften eingeholt werden kann.
Mit den hiesigen Verantwortlichen hat es einige Treffen gegeben, wo verabredet wurde, dass sie alle (Polizei, Gendarmerie, Militär, Kreis- und Stadtverwaltung) ein Auge auf uns haben werden – und da bin ich auch sicher, dass das der Fall ist.

Dogonland_Feldarbeit
Foto (c) Gabriele Riedl-Kassougé : Arbeit auf dem Zwiebelfeld

– Traduction française par l’auteure de ce blog –

…Cela en soi est assez grave, mais qu’un pays pauvre comme le Mali risque maintenant de perdre complètement une de ses principales sources de revenus, c’est vraiment tragique. Voir combien de personnes se sont jetées dans les prêts et les dépendances pour pouvoir préparer tout pour la saison touristique, qui échoue complètement, cela fait vraiment mal et rend furieux.
Le moral, en conséquence, est de plus en plus morose. Certains ont vraiment peur, d’autres sont en colère, parce que les visiteurs, tant attendus, ne viennent pas maintenant. Moi même je suis contente que j’aie pu – bien qu’en observant strictement les règles de sécurité, mais quand même – retourner à Bandiagara. La semaine dernière, cette question a été discutée de façon très intensive. Le ministère des Affaires Etrangères, l’ambassade et le BMZ ont pris la décision qu’il est possible vu un comportement prudent, de continuer convenablement les activités de coopération dans la région de Mopti. Le fond de ce fait est que Hombori (où les deux Français ont été enlevés) est à seulement 350 km d’ici. D’autre part, le pays Dogon n’est pas très bien „approprié“ pour les enlèvements dû à ses conditions géographiques – au premier abord il y a des routes vers le Burkina Faso et vers le Nord, mais dont la qualité se détériore rapidement – on ne peut pas filer et sera rattrapé rapidement par les forces de sécurité .
Avec les dirigeants locaux, il y a eu plusieurs réunions, où on est convenu qu’ils ont tous (police, gendarmerie, militaires, administration du cercle et municipale) un oeil sur nous – et je suis sûre que c’est le cas.

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