CONTE: GUIMBA et le chameau dévoreur – MÄRCHEN : GUIMBA UND DAS GEFRÄSSIGE KAMEL

GUIMBA ET LE CHAMEAU DEVOREUR

(Conte sonrhaï de la Région de Tombouctou au Mali)

Das Märchen auf deutsch: unter dem Kamel

Il était une fois, dans un village reculé de la Région de Tombouctou, un jeune talibé orphelin très brillant mais aussi très dodu, du nom de GUIMBA. Là en compagnie des autres écoliers de la medersa, en toute quiétude ils vivaient dans la concession de leur maître ALPHA.

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Foto (c) aramata

Un jour qu’ils étaient partis chercher du bois dans la forêt, bois leur servant d’éclairage au cours des études de l’aube et de la nuit, un chameau auquel ils n‘ avaient pas fait attention au déparé se mit a chanter. En voici le refrain chanté par le chameau et sa traduction:

„GOONE, SANDA AY NA GOONE,
N DAY MANA GOONE GUIMBA,
KOULEY SI KOUNGOU“.
„Je dévore et continue de dévorer encore
comme si de rien n’était du tout,
et tant que je ne dévore pas GUIMBA
je ne serai pas rassasié“.


Aucun des écoliers attelés a la recherche du plus gros fagot à apporter à la medersa ne fit attention au chant insistant d’un chameau posté à coté et qui regarde Guimba sans détourner les yeux.
Le chant devenant plus insistant éveilla l’attention de quelques élèves coraniques curieux qui du coup se mirent a écouter. Là ils réalisèrent toute la gravité du contenu sinistre du chant du chameau dévoreur.
Ils s’alertèrent et détalèrent en direction du village suivis par la sinistre bête dont le chant encore plus lugubre continue de résonner à leurs oreilles.

„GOONE, SANDA AY NA GOONE…“

Tous vinrent se jeter au pied de leur maitre Alpha et lui racontèrent leur mésaventure.
Avec sang froid il tenta de calmer ses écoliers. Il n’avait pas fini qu’on entendit le bruit de la bête qui s’est baraqué devant la porte de la concession du maitre chantant son refrain terrible.

„GOONE,SANDA AY NA GOONE,
NDAY MANA GOONE GUIMBA
KOULEY SI KOUNGOU“.

Le sang du maitre se figea d un coup, comprenant toute l’exigence du chameau dévoreur à l’endroit de son élève préféré Guimba de surcroit orphelin qu’il ne peut en aucun cas sacrifier.
Prenant son courage à deux mains,Alpha engagea un pour parler avec le chameau dévoreur pour sauver Guimba.
Une proposition tendant à substituer celui-ci contre cent troupeaux de chèvres, de moutons, de bœufs et de cent élèves fût faite, le chameau accepta et dévora tout ce qui lui fût proposé un a un, mais malgré tout continua à réclamer Guimba.
Et Guimba devant le désastre causé par la disparition de ses amis et de tous les biens du maitre de pleurer en chantant ce qui suit:

YALPHA NI GA MOME,
yalpha yalpha ni ga mome
tirey dje djangou ni ga mome
how kali djangou ni ga mome
hantjine kali djangou niga mome
yo thine ngou gone sanda oungouna
nda oungouna gone guimba koul ngousi koungou
(traduction)
„Oh notre maitre écoute, maitre écoute encore,
cent écoliers dévorés écoute,
cent troupeaux de bœufs dévorés écoute,
cent troupeaux de moutons dévorés écoute,
cent troupeaux de chèvres dévorés, écoute,
le chameau continue de répéter qu’il dévore comme si de rien n’était
et tant qu’il ne dévore pas Guimba il ne sera pas rassasié“.

Devant l’intransigeance du chameau ne voulant rien savoir, le maitre Alpha s’offrit à la place de Guimba et fut à son tour dévoré.
Il ne restait plus que Guimba qui seul appela à nouveau son maitre à travers ses pleurs sous forme de chant.
A la fin seul au monde , ne lui restant plus rien en l’absence de son maitre et de ses amis, il demanda au chameau de le dévorer une fois pour toute si telle est sa volonté. Le chameau ne se fit pas prier il avala Guimba d’un coup. Mais aussitôt son ventre éclata et tout ce beau monde qu’il a avalé sortit sains et saufs y compris Guimba, son maître et ses camarades qui s’offrirent un bon festin du cadavre du chameau dévoreur.
Depuis ce jour il fût interdit aux enfants de s’éloigner des abords du village pour chercher du bois et surtout GARE AUX CHAMEAUX DEVOREURS rodant dans les forets.

(Et ce qui suit dans tous les contes: Je remets le conte là où je l’ai pris. S’il y a un mensonge dans ça, ce n’est pas moi qui le dis, c’est le conte qui l’a dit.)

Kamel_picture alliance

GUIMBA UND DAS GEFRÄSSIGE KAMEL

Sonrhaï-Märchen aus der Region Timbuktu in Mali

Es war einmal, in einem abgelegenen Dorf in der Region Timbuktu, ein junger Koranschüler, der sehr gut aber auch etwas pummelig war, mit dem Namen GUIMBA. Mit den anderen Koranschülern lebte er in aller Ruhe auf dem Hof ihres Lehrers ALPHA.
Eines Tages waren sie in den Wald gegangen, um Holz zu sammeln, das ihnen sowohl morgens vor Sonnenaufgang als auch abends als Lichtquelle diente, wenn sie ihre Aufgaben machten. Da fing plötzlich ein Kamel, auf das sie vorher nicht geachtet hatten, an zu singen. Hier ist die Strophe des Kamels und ihre Übersetzung:

„GOONE, SANDA AY NA GOONE,
N DAY MANA GOONE GUIMBA,
KOULEY SI KOUNGOU“.
„Ich verschlinge und verschlinge noch immer,
als ob gar nichts gewesen wäre,
und so lange ich nicht GUIMBA verschlungen habe,
werde ich nicht satt sein.“

Keiner der mit der Holzsuche beschäftigten Schüler beachtete den eindringlichen Gesang eines Kamels in ihrer Nähe, das die Augen nicht von Guimba ließ.
Der Gesang wurde eindringlicher und erregte die Aufmerksamkeit einiger neugieriger Koranschüler, die auf einmal begannen zuzuhören. Bald bemerkten sie den vollen Ernst dessen, was das gefräßige Kamel sang.
Alarmiert machten sie sich auf den Rückweg ins Dorf, gefolgt von dem unheilbringenden Tier, dessen immer schauriger werdender Gesang in ihren Ohren widerhallte.

„GOONE,SANDA AY NA GOONE…“

Alle warfen sich vor ihren Lehrer auf den Boden und erzählten ihm von dem Missgeschick.
Mit kühlem Kopf versuchte er, seine Schüler zu beruhigen. Er hatte noch nicht geendet, als man das Geräusch hörte, wie sich das Tier vor dem Eingang zum Anwesen des Lehrers niederließ und seinen schrecklichen Refrain weitersang.

„GOONE,SANDA AY NA GOONE…“

Das Blut gefror dem Lehrer in den Adern, als er das ganze Ausmaß dieser Forderung des gefräßigen Kamels begriff, seinen Lieblingsschüler Guimba, der dazu noch Waise war, zu verschlingen, und den er keinesfalls opfern wollte.
Er nahm sein Herz in beide Hände und versuchte eine Verhandlung mit dem gefräßigen Kamel, um Guimba zu retten.
Er schlug ihm vor, ihm 100 Herden von je 100 Ziegen vorzusetzen, damit es seinen Hunger stillen könne.
Das Kamel verschlang die Ziegen eine nach der anderen, und als es damit fertig war, stimmte es wieder seinen schaurigen Gesang an.

„GOONE,SANDA AY NA GOONE…“

Ein weiterer Vorschlag wurde dem Kamel gemacht, ihm 100 Herden von je 100 Schafen zu bringen, was es auch akzeptierte. es verschlang die Schafe eins nach dem anderen, und als es damit fertig war, begann es wieder zu singen:

„GOONE,SANDA AY NA GOONE…“

Wieder überlegte der Lehrer und setzte dem Kamel 100 Herden von je 100 Rindern vor, die es ohne Bedenken verschluckte, um dann wieder zu singen:

„GOONE,SANDA AY NA GOONE…“

Der Lehrer sah, dass das Kamel keine Ruhe gab, und er sagte sich, dass er seinen Lieblingsschüler Guimba niemals opfern könne, und jetzt überließ er dem Kamel 100 seiner Schüler, und das Kamel verschlang auch diese einen nach dem anderen und hub an mit dem schrecklichen Lied:

„GOONE,SANDA AY NA GOONE…“

Und Guimba, der sich diesem Desaster gegenüber sah, das durch das Verschwinden seiner Freunde und aller Güter seines Lehrers verursacht worden war, begann unter Tränen zu singen:

“ YALPHA NI GA MOME ,
yalpha yalpha ni ga mome
tirey dje djangou ni ga mome
how kali djangou ni ga mome
hantjine kali djangou niga mome
yo thine ngou gone sanda oungouna
nda oungouna gone guimba koul ngousi koungou.“

„Oh unser Lehrer hör zu, hör zu, mein Lehrer,
hundert Schüler verschlungen, hör zu,
100 Herden von 100 Rindern verschlungen, hör zu,
100 Herden von 100 Schafen verschlungen, hör zu,
100 Herden von 100 Ziegen verschlungen, hör zu,
das Kamel singt immer weiter, dass es verschlingt als ob nichts gewesen wäre,
und solange es nicht Guimba verschlingt, wird es nicht satt.“

Angesichts der Unnachgiebigkeit des Kamels, das nichts verstehen wollte, stellte sich der Lehrer selbst dem Kamel zum Fraß hin und wurde verschlungen.

„GOONE,SANDA AY NA GOONE…“

Jetzt war nur noch Guimba übrig, der, allein, seinen Lehrer wieder unter Tränen durch die Bauchdecke des Kamels anrief:

“ YALPHA NI GA MOME …“

Am Ende allein auf der Welt, nichts war ihm geblieben, es fehlten ihm sein Lehrer und seine Freunde, da bat er das Kamel, doch endlich Schluss zu machen und auch ihn zu fressen, wenn dies denn sein Wille wäre. Das Kamel ließ sich nicht lange bitten und verschluckte Guimba auf einen Schlag. Doch in diesem Moment platzte sein Bauch mit einem lauten Knall, und alles, was es verschluckt hatte,kam heile wieder ans Tageslicht, samt Guimba, seinem Lehrer und seinen Freunden, die aus dem Fleisch des toten Kamels ein Riesenfestessen machten.
Seit diesem Tag war es den Kindern verboten, weit außerhalb der äußeren Ränder des Dorfes Brennholz zu sammeln, und vor allem HÜTET EUCH VOR GEFRÄSSIGEN KAMELEN, die in den Wäldern herumspazieren.

(Und was am Ende aller Märchen hinzugefügt wird: Ich lege das Märchen wieder dorthin, wo ich es hernahm. Enthält es eine Lüge , so habe nicht ich diese erzählt, sondern das Märchen.)

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