EXPO: L’art du peuple du pays dogon se dévoile à Bonn – BEGEGNUNG MIT DEN DOGON IN BONN

Die Ausstellung hat jetzt begonnen und lohnt wirklich eine Reise nach Bonn, was sich als eine Reise ins Dogonland herausstellen wird. Nicht nur die sozialen und kolonialen Hintergründe sind begreifbar dargestellt, es wurden auch interaktive Möglichkeiten bereitgestellt, mit Menschen im Dogonland in Kontakt zu treten.
Besonderen Dank an die junge Dame, die am 20.10. unsere Führung gestaltete – voller Elan und Überzeugung, ohne jemals selbst dort gewesen zu sein!

=> Nachtrag am 16.11.11
Gerade gefunden: Beeindruckende Berichte und BILDER zum Aufbau der Ausstellung und der vorbereitenden Reise nach Mali im blog „Behind the art“ der Bundeskunsthalle (9 Einträge) – atemberaubend…

– Version française en bas, sous l’affiche „DOGON“ –

Dogonmaske HaseZOOM!

Foto © Musée du Quai Branly : Patrick Gries / Bruno Descoings

Meine Freundin Gabriele, die in Bandiagara im Dogonland eine zweite Heimat gefunden hat, freut sich wie viele andere Malifreunde auf eine Ausstellung, die zur Zeit in Bonn vorbereitet wird.

Dogon: Weltkulturerbe Afrikas

Lesen Sie jetzt eine Einführung exklusiv für MALI-INFORMATIONEN,
von Regina Riepe, Beraterin der Bundeskunsthalle in punkto entwicklungspolitischer Bildungsarbeit:

Vom 14.Oktober 2011 bis 22. Januar 2012 zeigt die Bundeskunsthalle in Bonn die Ausstellung DOGON – Weltkulturerbe aus Afrika.

„Mehr als 270 Kunstwerke der Dogon- Holzstatuen und Masken sowie eine Auswahl von Gebrauchsgegenständen geben einen Einblick in die faszinierende Kultur der Menschen an der Falaise in Mali. Die Ausstellung wurde vorher in Paris, im Musée du Quai Branly gezeigt. Neben dem ästhetischen Genuss will die Bonner Ausstellung jedoch dem Besucher die Möglichkeit geben, sich mit Themen wie den ersten historischen Kontakten zwischen den Europäern und den Dogon, dem Kolonialismus und der drängenden Frage nach einem zeitgemäßen Umgang mit afrikanischer Kunst auseinander zu setzen. Über die Angebote der Kunstvermittlung können Schulklassen Themenführungen und Workshops buchen, beispielsweise zum Alltag im Dogonland oder den Tiermasken der Dogon (für jüngere Schüler) und zum Thema Kolonialismus und angepasster Tourismus für die Sekundarstufe. Referenten von „Bildung trifft Entwicklung“ sind in das Rahmenprogramm einbezogen. Ermöglicht wurde das durch die Zusammenarbeit von Bundeskunsthalle und BMZ mit dem Ziel, die heutigen Menschen im Dogonland, ihren Alltag, ihre Kultur und ihre Beziehungen zu uns in den Blick zu bekommen. Auch die Frage, wie diese Kunstwerke aus dem Dogonland in unsere Museen kommen – und ob das legitim ist – wird in der Führung mit dem Thema „Kolonialismus“ (für Schulklassen) und in der Ausstellung durch den Film „Les dieux sont à vendre“ (mit deutschen Untertiteln) aufgeworfen.

Also eine Ausstellung zum Genießen, Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit Themen, die die Dogon und uns gleichermaßen betreffen.“
Regina Riepe

Hier geht’s zur website der Bundeskunsthalle.
Und unter dem französischen Artikel geht’s noch mal weiter, mit ….

Ausstellungsplakat des Museums Quay Branly

L’exposition fut conçue par le musée du Quai Branly à Paris où elle était ouverte au public d’avril en juillet. En dehors d’offrir un grand plaisir esthétique au public, l’exposition à Bonn se propose également d’ouvrir les yeux à la vie de tous les jours des Dogons à l’heure actuelle, au méfaits du colonialisme, aux questions de l’accaparement de ces œuvres d’art.

L’art des peuples dogons se dévoile au musée Branly
Euronews 15.04.2011
Avant le Mali, bien avant le Mali, il y avait le pays dogon, dont la production artistique est particulièrement appréciée. Alors le musée du Quai Branly à Paris nous propose un petit voyage à travers la richesse artistique de ces peuples. Provenant de collections occidentales, ce sont près de 350 oeuvres qui sont exposées là.

Figurines, sculptures, masques, objets de culte, objets du quotidien offrent un large panorama sur l’histoire de l’art et de la culture dogon.

“La manière dont l’art africain reconstruit la réalité, le masque par exemple, et l’utilisation d’un nombre très limité de couleurs comme le noir, le blanc et le rouge, qui sont toujours de nature plus ou moins minérale, les gens sont réceptifs à cela aujourd’hui, ils arrivent à ressentir la qualité de tout cela”, explique Hélène Joubert, spécialiste de l’art dogon et commissaire de exposition.

L’exposition se découpe en trois parties : 133 sculptures pour planter le décor. Viennent ensuite peintures rupestres et masques, quand l’occident a commencé à découvrir l’art dogon. Enfin 140 objets du quotidien reflètent les réflexions métaphysiques et esthétiques des peuples dogons.

“Il nous a fallu un certain temps pour comprendre également comment les choses étaient conceptualisées à travers l’esthétique africaine mais je crois que oui, les artistes sont aujourd’hui très séduits par l’art africain”, commente Hélène Joubert.

L’art dogon, dont les traces remontent jusqu’au Xe siècle, est aujourd’hui considéré comme un pilier de l’art africain. L’exposition est à découvrir jusqu’au 24 juillet.
© 2011 euronews

=>En voir plus notamment une vidéo qui montre quelques aperçus de l’expo.

Dogon_djennenkeZOOM!
Foto © Musée du Quai Branly/Patrick Gries : Djennenké Figur

Das Video über die Pariser Ausstellung gibt es HIER deutsch synchronisiert.
Dazu ein Auszug aus dem Ausstellungsprogramm:

Im spektakulären Bandiagara-Felsmassiv angesiedelt, im heutigen Mali, entwickelte das afrikanische Volk der Dogon im Verlauf der Jahrhunderte ein ganz eigene Kunstsprache, beeinflusst von Migrationsströmen und dem Kontakt mit anderen Völkern. Die Ausstellung bietet einen chronologischen Überblick der Dogon-Kunst vom 10. Jahrhundert bis heute und zeugt von der Reichhaltigkeit und stilistischen Vielfalt.

Die lang gestreckten, schlanken Figuren sollten im 20. Jahrhundert die Kunst der Meister der Moderne beeinflussen, von Picasso bis Giacometti. Für die Ausstellung wurden 330 Exponate aus Sammlungen in der ganzen Welt zusammen getragen. Masken, Schmuckgegenstände und rituelle Holzskulpturen führen die besondere Ästhetik der Dogon-Kultur vor Augen, die bis heute besticht.“

=> Zum Alltag im Dogonland heute lassen sich viele Berichte und Erzählungen in Gabrieles Mali-Tagebuch finden. Für Rückfragen steht sie gern zur Verfügung. (Kontakt über die Blogautorin)

=> Hier alles über die Ausstellung aus der offiziellen website der Bundeskunsthalle, darunter auch ein MEMORY-Spiel.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s